Erwin Schrödinger
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[Bearbeiten] Erwin Schrödinger (1887-1961)
österreichischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1933
[Bearbeiten] Zitate mit Quellenangabe
- "Bewusstsein gibt es seiner Natur nach nur in der Einzahl. Ich möchte sagen: die Gesamtzahl aller »Bewusstheiten« ist immer bloß »eins«." - Geist und Materie, Zsolnay Verlag, Wien 1986, 4. Kap., S. 90, ISBN 3-552-03810-8
- "Der Grund dafür, daß unser fühlendes wahrnehmendes und denkendes Ich in unserem naturwissenschaftlichen Weltbild nirgends auftritt, kann leicht in fünf Worten ausgedrückt werden: Es ist selbst dieses Weltbild. Es ist mit dem Ganzen identisch und kann deshalb nicht als ein Teil darin enthalten sein. - Geist und Materie, Zsolnay Verlag, Wien 1986, 4. Kap., S. 77, ISBN 3-552-03810-8
Schrödinger mit Schrödingergleichung
- "Der Zustand eines Volumselementes des freien Äthers (Vakuum) lässt sich nach MAXWELL durch die Angabe zweier Vektoren beschreiben, den Vektor der elektrischen Feldstärke E und den Vektor der magnetischen Feldstärke H." - Dielektrizität (1914) in: Handbuch der Elektrizität und des Magnetismus, I, 157-231, Leipzig: Barth. 1918. - S. 159
- "Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding." - Brief datiert Alpbach, 17. September 1960, zitiert in: Mein Leben, meine Weltansicht, mit einem Vorw. von Auguste Dick. - [Lizenzausg.] - Zürich : Diogenes, 1989. (Diogenes Taschenbuch ; 21783) ISBN 3-257-21783-8 - innere Umschlagseite ohne Seitennummer
- "Es liegt natürlich sehr nahe, die Funktion ψ auf einen Schwingungsvorgang (sic.) im Atom zu beziehen, dem die den Elektronenbahnen heute vielfach bezweifelte Realität in höherem Masse zukommt als ihnen." - „Quantisierung als Eigenwertproblem I“, Annalen der Physik 79 (1926), §3, S. 372
- "Ich - ich im weitesten Sinne des Wortes, d.h. jedes bewusst denkende geistige Wesen, das sich als »Ich« bezeichnet oder empfunden hat - ist die Person, sofern es überhaupt eine gibt, welche die »Bewegung der Atome« in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen leitet. - Epilog im Buch: Was ist Leben?, Die lebende Zelle mit den Augen des Physikers betrachtet / Erwin Schrödinger; Einführung von Ernst Peter Fischer. - München etc. : Piper, 1987. ISBN 3-492-03122-6
- "„Ich finde Gott nicht vor in Raum und Zeit“, so sagt der ehrliche naturwissenschaftliche Denker und wird dafür von denen gescholten, in deren Katechismus doch steht: Gott ist Geist." - Was ist ein Naturgesetz? : Beiträge zum naturwissenschaftlichen Weltbild, von Erwin Schrödinger - 5. Aufl. - München : Oldenbourg, 1997. (Scientia nova) - ISBN 3-486-56293-2 - S. 85 - "Besonderheiten des Weltbilds der Naturwissenschaft"
- "Jetzt benützen die verdammten Göttinger[1] meine schöne Wellenmechanik zur Ausrechnung ihrer Sch....-Matrixelemente" - (Zürich, Juni 1926) Erwin Schrödinger nach einem Kolloquium, zitiert in: Jagdish Mehra, Helmut Rechenberg: The Historical Development of Quantum Theory - The creation of wave mechanics, early response and applications, 1925-1926. - New York [etc.] : Springer, cop. 1987. (Erwin Schrödinger and the rise of wave mechanics ; part 2) - Fussnote S. 822
- "Wenn es doch bei dieser verdammten Quantenspringerei bleiben soll, so bedaure ich, mich mit der Quantentheorie überhaupt beschäftigt zu haben." - (1926) Zitiert in Werner Heisenberg: Die Entwicklung der Deutung der Quantentheorie, Physikalische Blätter, 12, S. 289-304 (1956)
[Bearbeiten] Zitate mit Bezug auf Erwin Schrödinger
- "Als Mensch war Schrödinger ein Wahrheitssucher, der sich der Grenzen menschlichen Denkens wohl bewusst war, und nichts lag ihm ferner als pompöser Endgültigkeitsanspruch oder rechthaberische Eitelkeit." - Walter Thirring im Vorwort zu: Gesammelte Abhandlungen von Erwin Schrödinger. - Wien: Verlag der Oesterreichischen Akademie der Wissenschaften; Braunschweig & Wiesbaden: Vieweg, 1984 - Bd. 2 "Beiträge zur Feldtheorie" - S. VII
- "Gar Manches rechnet Erwin schon - Mit seiner Wellenfunktion - Nur wissen möchte man gern wohl - Was man sich dabei vorstell'n soll." - Erich Hückel (1925) über Erwin Schrödinger zitiert von F. Bloch in 'Physics Today', Dez. 1976, S. 24.
- "Je mehr ich über den physikalischen Teil der Schrödingerschen Theorie nachdenke, desto abscheulicher finde ich ihn. … Was Schrödinger über die Anschaulichkeit seiner Theorie schreibt … ich finde es Mist. Die grosse Leistung der Schrödingerschen Theorie ist die Berechnung der Matrixelemente." - Werner Heisenberg, am 8. Juni 1926 in einem Brief an Wolfgang Pauli, zitiert in: Jagdish Mehra, Helmut Rechenberg: The creation of wave mechanics, early response and applications, 1925-1926. - New York [etc.] : Springer, cop. 1987. (Erwin Schrödinger and the rise of wave mechanics ; part 2) - S. 821f
- "Wenn ich jemanden von Schrödingers Katze sprechen höre greife ich nach meinem Gewehr" - Stephen Hawking in Anspielung auf ein Zitat von Hanns Johst, zitiert bei Murray Gell-Mann: "Das Quark und der Jaguar", aus dem Amerikanischen übersetzt von Inge Leipold und Thorsten Schmidt, München 1994, Seite 229
- "Woher haben wir diese Gleichung? Nirgenwoher. Es ist unmöglich, sie aus irgend etwas Bekanntem herzuleiten. Sie ist Schrödingers Kopf entsprungen." - Richard Feynman zitiert in Tony Hey und Patrick Walters: Das Quantenuniversum, Spektrum, Heidelberg 1990, ISBN 3-8274-0315-4 Seite 51.
Anmerkung:
- ↑ Gemeint waren vor allem die Autoren der sog. Dreimännerarbeit: Werner Heisenberg, Max Born und Pascual Jordan
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