Georg Büchner

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Büchner 1833 im Felsenmeer Lauterbach/Odenwald. Skizze von Alexis Muston.

Georg Büchner (1813-1837)

deutscher Dichter
eigentlich: Karl Georg Büchner

Überprüft

Briefe

  • "Der Hass ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihm im vollsten Maße gegen die, welche verachten." - Brief an die Familie. Gießen, im Februar 1834
  • "Die Leute gehen ins Feuer, wenn's von einer brennenden Punschbowle kommt!" - Brief an die Familie. Gießen, 19. November 1833
  • "Gott mag den allerdurchlauchigsten und gesalbten Schafsköpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden." - Brief an die Familie. Straßburg, im Dezember 1831
  • "Ich komme vom Christkindelsmarkt, überall Haufen zerlumpter, frierender Kinder, die mit aufgerissenen Augen und traurigen Gesichtern vor den Herrlichkeiten aus Wasser und Mehl, Dreck und Goldpapier standen. Der Gedanke, daß für die meisten Menschen auch die armseligsten Genüsse und Freuden unerreichbare Kostbarkeiten sind, macht mich sehr bitter." - Brief an die Familie. Straßburg, 1. Januar 1836
  • "Mästen Sie die Bauern, und die Revolution bekommt die Apoplexie. Ein Huhn im Topf eines jedes Bauern macht den gallischen Hahn verenden." - Brief an Gutzkow, 1835. Werke. Hamburger Ausgabe in vier Bänden. Band 2. S. 441 Nr. 39
  • "Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?" - Brief an die Braut. Gießen, 10. März 1834. Fatalismus-Brief
  • "Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. Wir wissen, was wir von unseren Fürsten zu erwarten haben." - Brief an die Familie. Straßburg, 5. April 1833

Der Hessische Landbote

Der Hessische Landbote
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Wikipedia führt einen Artikel über Der Hessische Landbote.
  • "Das Gesetz ist das Eigenthum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht." - Der Hessische Landbote, Erste Botschaft. Darmstadt, im Juli 1834. S. 2
  • "Friede den Hütten! Krieg den Pallästen!" - Der Hessische Landbote, Erste Botschaft. Darmstadt, im Juli 1834. S. 1
  • "In Ordnung leben heißt hungern und geschunden werden. Wer sind denn die, welche diese Ordnung gemacht haben, und die wachen, diese Ordnung zu erhalten?" - Der Hessische Landbote, Erste Botschaft. Darmstadt, im Juli 1834. S. 2

Dantons Tod

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Wikipedia führt einen Artikel über Dantons Tod.
  • "Adieu, mein Freund! Die Guillotine ist der beste Arzt." - Dantons Tod, 4. Akt, 7. Szene / Danton
  • "Das Verbrechen hat kein Asyl, nur gekrönte Verbrecher finden eins auf dem Thron." - Dantons Tod, 2. Akt, 7. Szene / Ein Deputierter
  • "Das Volk hasst die Genießenden wie ein Eunuch die Männer." - Dantons Tod, 1. Akt, 5. Szene / Danton
  • "Das Volk ist ein Minotaurus, der wöchentlich seine Leichen haben muss, wenn er sie nicht auffressen soll." - Dantons Tod, 1. Akt, 4. Szene / Lacroix
  • "Der Tod äfft die Geburt; beim Sterben sind wir so hilflos und nackt wie neugeborne Kinder." - Dantons Tod, 4. Akt, 3. Szene / Danton
  • "Die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eignen Kinder." - Dantons Tod, 1. Akt, 5. Szene / Danton. Der diesem Zitat zugrunde liegende Ausspruch stammt von Pierre Vergniaud
  • "Die Leute befinden sich ganz wohl dabei. Sie haben Unglück; kann man mehr verlangen um gerührt, edel, tugendhaft oder witzig zu sein, oder um überhaupt keine Langeweile zu haben? - Ob sie nun an der Guillotine oder am Fieber oder am Alter sterben! Es ist noch vorzuziehen, sie treten mit gelenken Gliedern hinter die Kulissen und können im Abgehen noch hübsch gestikulieren und die Zuschauer klatschen hören." - Dantons Tod, Danton
  • "Die Statue der Freiheit ist noch nicht gegossen, der Ofen glüht, wir alle können uns noch die Finger dabei verbrennen." - Dantons Tod, 1. Akt, 1. Szene / Danton
  • "Für das Volk sind Schwäche und Mäßigung eins; es schlägt die Nachzügler tot." - Dantons Tod, 1. Akt, 5. Szene / Lacroix
  • "Geht einmal euren Phrasen nach bis zu dem Punkt, wo sie verkörpert werden." - Dantons Tod, 3. Akt, 3. Szene / Mercier
  • "Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen." - Dantons Tod, 2. Akt, 5. Szene / Danton
  • "Was ist's denn, wenn ich auf eine Leiche trete, um aus dem Grab zu klettern?" - Dantons Tod, 3. Akt, 5. Szene / Laflotte
  • "Wer hat euch herfahren geheißen?" - "Ich heiße nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name!" - Dantons Tod / Ein Fuhrmann zum anderen
  • "Wer in einer Masse, die vorwärts drängt, stehenbleibt, leistet so gut Widerstand, als trät' er ihr entgegen: er wird zertreten." - Dantos Tod / Robbespierre 1.Akt 6.Szene
  • "Wir haben nicht die Revolution, sondern die Revolution hat uns gemacht." , Dantons Tod II,1
  • "Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nacheinander aus, aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander ab - wir sind sehr einsam." - Dantons Tod, 1. Akt, 1. Szene / Danton

Leonce und Lena

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Wikipedia führt einen Artikel über Leonce und Lena.
  • "Der müde Leib findet ein Schlafkissen überall, doch wenn der Geist müde ist, wo soll er ruhen?" - Leonce und Lena, 2. Akt, 3. Szene / Lena
  • "Für müde Füße ist jeder Weg zu lang." - Leonce und Lena, 2. Akt, 2. Szene / Leonce
  • "Ich bin so jung, und die Welt ist so alt." - Leonce und Lena / Leonce
  • "Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." - Leonce und Lena, 1. Akt, 3. Szene / Leonce
  • "Müßiggang ist aller Laster Anfang." - Leonce und Lena, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 18420, Stuttgart 2005, S.44, 1. Akt, 1. Szene / Leonce
  • "O Himmel, man kommt leichter zu seiner Erzeugung, als zu seiner Erziehung." - Leonce und Lena, 1. Akt, 3. Szene / Valerio
  • "O, eine sterbende Liebe ist schöner, als eine werdende." - Leonce und Lena, 1. Akt, 3. Szene / Leonce
  • "Denn wer arbeitet, ist ein subtiler Selbstmörder, und ein Selbstmörder ist ein Verbrecher, und ein Verbrecher ist ein Schuft, also, wer arbeitet, ist ein Schuft" - Leonce und Lena, 1. Akt, 1. Szene / Leonce
  • "Herr, ich habe die große Beschäftigung, müßig zu gehen; ich habe eine ungemeine Fertigkeit im Nichtstun; ich besitze eine ungeheure Ausdauer in der Faulheit. Keine Schwiele schändet meine Hände, der Boden hat noch keinen Tropfen von meiner Stirne getrunken, ich bin noch Jungfrau in der Arbeit; und wenn es mir nicht der Mühe zu viel wäre, würde ich mir die Mühe nehmen, Ihnen diese Verdienste weitläufiger auseinanderzusetzen." - Leonce und Lena, 1. Akt, 1. Szene / Valerio
  • "Ich werde mich indessen in das Gras legen und meine Nase oben zwischen den Halmen herausblühen lassen und romantische Empfindungen beziehen, wenn die Bienen und Schmetterlinge sich darauf wiegen, wie auf einer Rose" - Leonce und Lena, 1. Akt, 1. Sznene / Valerio (Werke und Briefe - Münchner Ausgabe, dtv 2006, ISBN: 3-423-12374-5, S.162)

Woyzeck

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Wikipedia führt einen Artikel über Woyzeck.
  • "Es wird mir ganz angst um die Welt, wenn ich an die Ewigkeit denke." - Woyzeck / Hauptmann
  • "Ich ärgre mich nicht; Ärger ist ungesund, ist unwissenschaftlich." - Woyzeck / Doktor
  • "Ich bin nur in Krieg gegangen, um mich in meiner Liebe zum Leben zu befestigen." - Woyzeck / Hauptmann
  • "Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabsieht." - Woyzeck / Woyzeck
  • "Mensch, sind noch die Narren von Verstande, dann ist man selbst ein Narr." - Woyzeck / Marie
  • "Moral, das ist, wenn man moralisch ist […]" - Woyzeck / Hauptmann
  • "Seh'n Sie, Herr Doctor, manchmal hat man so 'nen Charakter, so 'ne Struktur. — Aber mit der Natur ist's was ander's, sehen Sie, mit der Natur (er kracht mit den Fingern), das ist so was, wie soll ich doch sagen — zum Beispiel —" - "Woyzeck / Woyzeck zum Doctor"
  • "Wenn man kalt ist, so friert man nicht mehr." - Woyzeck / Woyzeck
  • "Woyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daß sich die Welt in einem Tag herumdreht. Was 'n Zeitverschwendung! Wo soll das hinaus? Woyzeck, ich kann kein Mühlrad mehr sehen, oder ich werd melancholisch." - Woyzeck / Hauptmann

Sonstige

  • "Wer will dem Adler die Bahn vorschreiben, wenn er die Schwingen entfaltet und stürmischen Flugs sich zu den Sternen erhebt?" - Cato Uticensis. Rede beim Abgang vom Darmstädter Gymnasium (Herbst 1831). In: Sämmtliche Werke und handschriftlicher Nachlaß. Erste kritische Gesammtausgabe, hrsg. von Karl Emil Franzos. Frankfurt a.M.: Sauerländer, 1879. S. 399. Google Books-USA*

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