Gerhard Czermak
aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
[Bearbeiten] Gerhard Czermak (*1942)
deutscher Richter und Verwaltungsjurist
[Bearbeiten] Überprüft
- "1900 Jahre Theologie der Judenfeindschaft verschwinden nicht spurlos, nur weil sich eine welthistorische Katastrophe ereignet hat." - „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung.“, ISBN 3-499-60216-4, 1989, S. 340
- "An die Macht gekommen, gingen die Christen streng, oft fanatisch, gegen Andersdenkende vor: gegen die „Heiden“, gegen Juden und gegen andere christliche Richtungen („Ketzer“). Dem hl. Augustinus gelang der schöne Satz: „Die Kirche verfolgt aus Liebe, die Gottlosen verfolgen aus Grausamkeit.“" - „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung.“, 1989, S. 489
- "Der moderne Antisemitismus des 19. Jahrhundert zum integralen Bestandteil des christlichen Glaubens und daher auch der Politik wurde." - „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung.“, 1989, S. 482
- "Die „antropologische Konstante der abendländischen Kultur und Zivilisation, [die] einen integralen Bestandteil der historischen Erbmasse (H. Broder) darstellt […] beruht auf der religiösen Dynamik und Sprengkraft eines christlichen Glaubens, der mit der Liebesethik des Jesus von Galiläa wenig gemein hat, viel aber mit dem ideologischen Machtanspruch einer totalitären „Heilsinstitution“." - „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung.“, 1989, S. 482
- "Während für die Juden Jesus einfach ein gescheiterter Mensch und Rebell war und deswegen nicht der (ohnehin schon nur irdische!) Messias sein konnte, machte ihn das paulinisch-hellinistische Christentum zum Gott und Weltenherrscher, den die – im römischen Reich ohnehin unbeliebten – bösen Juden umgebracht hatten." - „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung.“, 1989, S. 482