Gregor Brand
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[Bearbeiten] Gregor Brand (*1957)
deutscher Lyriker und Aphoristiker
[Bearbeiten] Überprüft
- "Auch im Zeitalter des Internets werden Buchstäbe zu den beliebtesten Mitteln gehören, um andere damit zu schlagen."
- "Den zölibatären katholischen Priestern werden die Hoden belassen, aber ihre Gene gleichwohl enteignet.
- "Die Gegenwart, der wenig einfällt, lässt der Zukunft immerhin die Chance der Originalität."
- "Die Geschichte der Menschheit wäre vernünftiger verlaufen, wenn man nicht die Menschen, sondern die Ideen belehrt hätte, dass es süß und ehrenvoll ist, wenn sie für das Vaterland sterben."
- "Ein Volk ohne Schattenseiten kennt auch kein Licht."
- "Es ist eine Gemeinheit der Natur, dass man fremde Fehler oft schon vorher und eigene häufig nicht einmal nachher erkennt."
- "Es ist zum Glück ungleich einfacher, jemandem ins Wort als um den Hals zu fallen."
- "Es sollte dem Licht ein Trost sein, dass die Schatten es nicht überleben werden."
- "Im Verlauf der Geschichte waren sich denkende Menschen nicht immer einig darüber, ob man am Schlüsselloch der Welt mehr mit dem Auge oder mit dem Ohr erfährt."
- "In jedem Alter denkt die Natur über einen Menschen anders."
- "Je sicherer das Leben, desto bedrohter die Religion."
- "Je tödlicher die Feindschaft, desto lebendiger die Waffen."
- "Man kann eine Kultur auch dadurch enthaupten, dass man ihre fähigsten Köpfe hindert, sich zu entfalten."
- "Manche Gedanken kehren immer wieder. Aber leider nicht vor der eigenen Tür."
- "Manche Denkenden, die ihre Botschaften zugleich offenbaren und verheimlichen möchten, fangen an, Gedichte zu schreiben."
- "Manche intelligenten Menschen halten sich mehr an Vorbücher als an Vorbilder. Aber ohne Vorbücher kann man leben, ohne Vorbilder dagegen nicht."
- "Menschen, die ihre Religion nicht frei wählen können, sollten sich wenigstens ihren Glauben aussuchen dürfen."
- "Mit dem Messer der Gegenwart versucht man immer vergeblich, die Vergangenheit anzuschneiden. Die Vergangenheit ist unverwundbar. Man kann dabei nur die Gegenwart oder die Zukunft zum Bluten bringen."
- "Moralisten versuchen vergeblich, dem Feuer das Rauchen abzugewöhnen."
- "Philosophen sind so verweichlicht, dass sie selbst die Sprache nicht mehr roh essen können."
- "Sogar in der Wüste herrscht das Gesetz des Dschungels."
- "Ständig zu neuen Dummheiten fähig zu sein, wird allzu häufig für Einfallsreichtum gehalten."
- "Vernünftige Menschen sind für das Gedeihen der Menschheit wichtiger als religiöse Menschen. Allerdings sind die religiösen Menschen oft die vernünftigeren."
- "Was die einen in Willkür zerstören, bauen die anderen in Willpflicht wieder auf."
- "Wenn jemand mit Tatsachen Missbrauch betreibt, muss man den Missbrauch bekämpfen, aber nicht die Tatsachen verschweigen."
- "Wer jemanden ohne Hoffnung liebt, der liebt vor allem sein Lieben."
- "Wer nur im Kreis Gleichgesinnter verkehrt, übersieht die Ecken und Kanten seiner Weltanschauung."
- "Wer zum Zölibat berufen ist, sündigt - wenn er heiratet. Wer zum Alkohol berufen ist, sündigt wenn er nüchtern bleibt."
Quelle: gregorbrand.com