Hannah Arendt

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Hannah Arendt (1906-1975)[Bearbeiten]

deutsch-amerikanische Politologin

BM-Hannah-Arendt2006.jpg

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

  • "Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht." - Wahrheit und Politik, S. 338 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000
  • "Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen." - Nach Auschwitz. Essays & Kommentare 1 spiegel.de
  • (Original englisch: "But perhaps the most striking and frightening aspect of the German flight from reality is the habit of treating facts as though they were mere opinions." - The Aftermath of Nazi Rule - Report from Germany. In: Commentary 10 (1950), p. 342 (344) stanford.edu pdf)
  • "Die Alternative Kapitalismus-Sozialismus ist keine wirkliche Alternative. Dies sind gleiche Brüder mit ungleichen Kappen." - Macht und Gewalt, S. 119
  • ("For this reason alone, the alternative between capitalism and socialism is false - not only because neither exists anywhere in its pure state anyhow, but because we have here twins, each wearing a different cap." - "Thoughts on Politics and Revolution". In: "Crisis of the Republic". Harcourt Brace 1972, p. 214)
  • "Die Revolutionäre machen nicht die Revolution! Die Revolutionäre sind diejenigen, die wissen, wann die Macht auf der Straße liegt und wann sie sie aufheben können!" - Macht und Gewalt, S. 111
  • ("Revolutionaries do not make revolutions! The revolutionaries are those who know when power is lying in the street and when they can pick it up." - "Thoughts on Politics and Revolution". In: "Crisis of the Republic". Harcourt Brace 1972, p. 206)
  • "Eine Welt, die Platz für die Öffentlichkeit haben soll, kann nicht nur für eine Generation errichtet oder nur für die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen übersteigen." - Vita Activa oder Vom tätigen Leben", Seite 68, Piper Verlag, 2002
  • ("If the world is to contain a public space, it cannot be erected for one generation and planned for the living only; it must transcend the life-span of mortal men." - The Human Condition. Chapter II: The Public and the Private Realm. 7.: The Public Realm: The Common. Chicago 1958. p. 55)
  • "Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat - die teuflischste Variante, die man sich denken kann - nämlich: das Wahrlügen." - in: Zur Zeit - Politische Essays. München dtv 1989. S. 29
  • (Original englisch: "One can say that to some extent fascism has added a new variation to the old art of lying — the most devilish variation — that of lying the truth." - in: Partisan Review, Volume XII 1945, p.98)
  • "Natürlich ist es »nützlicher«, Unrecht zu tun als Unrecht zu leiden; um des denkenden Dialogs mit mir selbst willen muss gerade dieser Nützlichkeitsstandpunkt aufgegeben werden." - Wahrheit und Politik, S. 348 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000
  • "So läuft der Unterschied zwischen traditionellen und modernen Lügen im Grunde auf den Unterschied zwischen Verbergen und Vernichten hinaus." - Wahrheit und Politik, S. 356 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000
  • (“In other words, the difference between the traditional lie and the modern lie will more often than not amount to the difference between hiding and destroying.” - "Truth and Politics". The New Yorker, February 25, 1967, p. 49).
  • "Weisheit ist eine Tugend des Alters, und sie kommt wohl nur zu denen, die in ihrer Jugend weder weise waren noch besonnen." - "Isak Dinesen": in "Menschen in finsteren Zeiten", Piper 1989, S. 130
  • (Original englisch: "Wisdom is a virtue of old age, and it seems to come only to those who, when young, were neither wise nor prudent." - Schlusssatz des Aufsatzes "Isak Dinesen: 1885-1962". Ursprünglich als Besprechung des Buches "Titania - The Biography of Isak Dinesen" von Parmenia Migel, in: The New Yorker, Heft 44 (11. November 1968), pp. 223-235, überarbeitet sodann in: "Men in Dark Times", Harcourt Brace 1968, pp. 95-109)
  • "Wie schwer es sein muss, hier einen Weg zu finden, kommt vielleicht am deutlichsten in der gängigen Redensart zum Ausdruck, das Vergangene sei noch unbewältigt, man müsse erst einmal daran gehen, die Vergangenheit zu bewältigen. Dies kann man wahrscheinlich mit keiner Vergangenheit, sicher aber nicht mit dieser. Das höchste, was man erreichen kann, ist zu wissen und auszuhalten, dass es so und nicht anders gewesen ist, und dann zu sehen und abzuwarten, was sich daraus ergibt." - aus: Rede am 28. September 1959 bei der Entgegennahme des Hamburger Lessing-Preises, zitiert in: diestandard, 11.Oktober 2006 diestandard.at

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