Hannah Arendt

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[Bearbeiten] Hannah Arendt (1906-1975)

deutsch-amerikanische Politologin

[Bearbeiten] Überprüft

  • "Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht." - Wahrheit und Politik, S. 338 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000
  • "Die Alternative Kapitalismus-Sozialismus ist keine wirkliche Alternative. Dies sind gleiche Brüder mit ungleichen Kappen." - Macht und Gewalt, S. 119
  • "Die Herrschaft des Niemand, die eigentliche Staatsform der Bürokratie." - Eichmann in Jerusalem, 2004, S. 59
  • "Die Revolutionäre machen nicht die Revolution! Die Revolutionäre sind diejenigen, die wissen, wann die Macht auf der Straße liegt und wann sie sie aufheben können!" - Macht und Gewalt, S. 111
  • "Eine Welt, die Platz für die Öffentlichkeit haben soll, kann nicht nur für eine Generation errichtet oder nur für die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen übersteigen." - Vita Activa oder Vom tätigen Leben", Seite 68, Piper Verlag, 2002
  • "In diesen letzten Minuten war es, als zöge Eichmann selbst das Fazit der langen Lektion in Sachen menschlicher Verruchtheit, der wir beigewohnt hatten - das Fazit von der furchtbaren »Banalität des Bösen«, vor der das Wort versagt und an der das Denken scheitert." - über Adolf Eichmann, Eichmann in Jerusalem, 2004, S. 371
  • "Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat - die teuflischste Variante, die man sich denken kann - nämlich: das Wahrlügen." - in "Zur Zeit"
  • "Natürlich ist es »nützlicher«, Unrecht zu tun als Unrecht zu leiden; um des denkenden Dialogs mit mir selbst willen muss gerade dieser Nützlichkeitsstandpunkt aufgegeben werden." - Wahrheit und Politik, S. 348 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000
  • "So läuft der Unterschied zwischen traditionellen und modernen Lügen im Grunde auf den Unterschied zwischen Verbergen und Vernichten hinaus." - Wahrheit und Politik, S. 356 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000
  • "Weisheit ist eine Tugend des Alters, und sie kommt wohl nur zu denen, die in ihrer Jugend weder weise waren noch besonnen." - Essay über Isak Dinesen in "Menschen in finsteren Zeiten", 2001
  • "Wie schwer es sein muss, hier einen Weg zu finden, kommt vielleicht am deutlichsten in der gängigen Redensart zum Ausdruck, das Vergangene sei noch unbewältigt, man müsse erst einmal daran gehen, die Vergangenheit zu bewältigen. Dies kann man wahrscheinlich mit keiner Vergangenheit, sicher aber nicht mit dieser. Das höchste, was man erreichen kann, ist zu wissen und auszuhalten, dass es so und nicht anders gewesen ist, und dann zu sehen und abzuwarten, was sich daraus ergibt." - Rede zum Lessing-Preis-Erhalt in: diestandard, 11.Oktober 2006 diestandard.at
  • Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen. - Nach Auschwitz. Essays & Kommentare 1 spiegel.de


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