Kemal Atatürk

aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Kemal Atatürk (1881-1938)

türkischer Politiker

Überprüft

  • "Die Ansichten, die Kraft, Macht und Herrschaft sollten von der Regierung direkt auf das Volk übertragen werden. Die Macht sollte in den Händen des Volkes liegen." - Mausoleum Atatürks (Anıtkabir)
  • "Es gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation, die europäische." - Bernd Rill (1985): Kemal Atatürk, rowohlt Verlag 1985, S. 80
  • "Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gibt es nur in Verbindung mit der Herrschaft eines Volkes." - Quelle: Mausoleum Atatürks (Anıtkabir)
  • "Meiner Meinung nach wird ein Volk, das würdig, ehrenhaft, anständig und menschlich ist, immer die Chance zur Unabhängigkeit haben." - Quelle: Mausoleum Atatürks (Anıtkabir)
  • "Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheiches und die abstrusen Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Pfaffen in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, selbst die kleinsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgelegt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, den Schnitt der Kleider, den Lehrstoff in der Schule, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet." - zitiert in: Necla Kelek: »Die fremde Braut«, ISBN 3-442-15386-7; Rede, auf der die Umgestaltung des türkischen Staates beruhte
  • "Unser Volk war seit seiner Geschichte immer ein Beispiel für Freiheit und Unabhängigkeit." - Quelle: Mausoleum Atatürks (Anıtkabir)
  • "Welches Glück wird dem zuteil, der sagt, ich bin ein Türke!" - Peter Scholl-Latour (1999): Allahs Schatten über Atatürk - Die Türkei in der Zerreißprobe - Zwischen Kurdistan und Kosovo, Siedler in Bertelsmann, S. 11


Zitate mit Bezug auf Kemal Atatürk

  • "Atatürk gehörte zu den wenigen Staatsmännern nach 1918, die sich durch Mäßigung, Weitsicht und vorwärtsweisende Ideen auszeichneten und nicht durch Ressentiments die geringen Chancen verspielten, die es gab, diesen labilen Nachkriegsfrieden zu retten." - Walther Leisler Kiep, Atatürk in deutscher Sicht, Köln 1982
  • "Atatürk war aufs äußerste darauf bedacht, nicht mit irgendeiner Spielart einer faschistischen Bewegung in Verbindung gebracht zu werden. Als die faschistischen Regimes im Westen immer mehr Bedeutung gewannen, bemühte er sich, nicht mit ihnen in einen Topf geworfen zu werden." - Nermin Abadan-Unat, "Movements of Women and National Liberation: the Turkish Case" in Journal of the American Institute for the Study of the Middle Eastern Civilisation, Vol. 1, Nr. 3/4 (1981), S. 4-16
  • "Atatürk war kein revolutionär gesonnener junger Offizier, der mit einem Staatsstreich die Macht an sich riss, sondern ein General und ein Pascha, der die Kontrolle über den Staat im Augenblick einer tiefen nationalen Krise fast widerstrebend in allmählichen Schritten übernahm." - Bernard Lewis, The Emergence of Modern Turkey, New York 1968
  • "Die sunnitischen Schriftgelehrten glaubten, daß man jedem an der Macht befindlichen Banditen gehorchen müsse; und diese Ansicht wurde von den Banditen selbst begründet. Ist es vorstellbar, daß der große Prophet des Islam befohlen haben sollte, Atatürk zu gehorchen, der seine Anordnungen unterdrückte?" - Ajatollah Chomeini, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Juli 1987
  • "Atatürk veränderte den Lauf der Geschichte und schuf eine neue Geschichte. Er vereinte das türkische Volk mit der neuen Welt, ohne dabei die Türkei und das türkische Volk von ihrem geschichtlichen Erbe zu trennen. Er wandelte ein Reich in eine Republik um. Sein Aufruf: Friede in der Heimat, Friede in der Welt hallt nicht nur in der Türkei, sondern auch in der Welt noch nach." - Shimon Peres zitiert im Ehrenbuch des Mausoleums Atatürks, Ankara, 11. November 2007
Persönliche Werkzeuge