Opfer
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[Bearbeiten] Zitate
[Bearbeiten] Opfer im Sinn von Verzicht
- "Die Moral eines Menschen ist zu beurteilen nach der Fähigkeit, welch großes Opfer er zu bringen bereit ist, ohne dabei an eine Gegenleistung zu denken." - Konrad Lorenz, So kam der Mensch auf den Hund
- "Ein jeder muß ein inneres Heiligthum haben dem er schwört, und [...] sich als Opfer in ihm unsterblich machen - denn Unsterblichkeit muß das Ziel sein." - Bettina von Arnim, Die Günderode. Erster Theil. Grünberg und Leipzig: W. Levysohn, 1840. S. 282. books.google.com
- "Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten." - Albert Camus, Der Mythos von Sisyphos, 1942
- "Leb wohl, mein alter Wald, lebt wohl, ihr heil'gen Kronen, // Euch konnte hoch genug kein Dank, kein Opfer wohnen." - Pierre de Ronsard, Elegie XXIV
- "Was wäre die Erfüllung der Pflicht, wenn sie kein Opfer kostete?" - Berthold Auerbach, Ein Gang in's Pfarrhaus
- "Wer berufen ist, hat Angst, wenn seine Stunde schlägt, denn er weiß, welches Opfer sie von ihm verlangt: das Opfer seiner Person um seiner Sache willen." - Hermann Bahr, Tagebücher
- "Wer sich nicht freiwillig aufopfert, wird aufgeopfert werden!" - Gotthilf Heinrich von Schubert, An Emil von Herder, 9. März 1810
- "Wir müssen jeder allein sein - allein arbeiten, allein kämpfen, um unsere Kraft, unsere Opferwilligkeit zu beweisen." - Katherine Mansfield, Tagebücher
[Bearbeiten] Opfer als Betroffene eines Unrechts
- "Da rast der See und will sein Opfer haben." - Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, I, 1 / Ruodi
- "Das Opfer vergisst nicht so schnell wie der Täter." - Gert von Paczensky, „Weiße Herrschaft. Eine Geschichte des Kolonialismus.“, 1979, S. 240
- "Der Feminismus sieht überall nur Opfer. Das Opfer ist der große Held unserer Gesellschaft geworden." - Élisabeth Badinter, Die Weltwoche, Zürich, 13/04
- "Die meisten Opfer islamistischen Terrors sind Moslems." - Jürgen Becker in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“ am 1. Oktober 2006
- "Die Täter sind zu quasi hundert Prozent männlich, und ihre Opfer zu quasi hundert Prozent weiblich." - Alice Schwarzer, „Der große Unterschied“, Kiepenheuer&Witsch, 2000, ISBN 3-462-02934-7, Seite 81
- "Eine schwierige Hausaufgabe: die Betreuung der Opfer unseres Schulsystems." - Billy, Wir Kleindenker, S. 190, Books on Demand Verlag GmbH, Norderstedt, ISBN 3-8334-4810-5
- "Frauen und Männer sind Opfer ihrer Rollen – aber Frauen sind noch die Opfer der Opfer." - Alice Schwarzer, „Der kleine Unterschied“, Fischer, 1975, ISBN 3-596-21805-5, Seite 180
- "Jeder Mensch ist zugleich Täter und Opfer seiner Gedanken und Gefühle." - Ernst Ferstl, "einfach kompliziert einfach", Wien-Klosterneuburg, EDITION VA BENE, Ausgabe 1995, ISBN 3-85167-033-7
- "Kommunisten und Nationalsozialisten stellten die mörderischsten Regime. Bei den Opfern des Kommunismus machen die Hungertoten nach stalinistischer oder maoistischer Zwangskollektivierung einen grossen Teil der Opfer aus." - Erich Weede, »Wie auf kapitalistischem Boden soziale Menschenrechte gedeihen«, Neue Zürcher Zeitung, 15./16. März 2008, Seite 33, nzz.ch
- "Man muß Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten." - Elie Wiesel, Rede bei Verleihung des Friedensnobelpreis 1986
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- (Original engl.: "We must always take sides. Neutrality helps the oppressor, never the victim. Silence encourages the tormentor, never the tormented.") - eliewiesel.info
- "Manchmal spricht man über die Abtreibung, als ob keine Opfer da wären oder als ob nur die Frauen die Opfer einer verneinten Abtreibung werden könnten. Aber es gibt immer ein Kind. Dieses Leben wird im Falle einer Abtreibung aufgeopfert." - Rocco Buttiglione im Streitgespräch mit Wolfgang Thierse, in der Zeit Nr. 34 vom 18. August 2005
- "Schnell wird der Einzelne Opfer des Mobs; die Gefahr von Wiki-Lynchjustiz halte ich für sehr real. In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind. Dahinter steckt der Narzissmus all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen. Jaron Lanier, SPIEGEL Nr. 46/2006, S. 182f
- "Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!" - Alice Schwarzer, Emma Nr. 2/1994, S. 34f; gemeint ist die US-Amerikanerin Lorena Bobbit, die ihrem schlafenden Mann John den Penis abgetrennt hatte
- "Täter haben meistens eine längere Lebenserwartung als Opfer und es macht mehr Spaß, Täter als Opfer zu sein." - Henryk M. Broder, Jüdische Allgemeine, 17. März 2005, S. 3, Freispruch für Israel (Artikel zum gleichnamigen Buch von Alan Derschowitz)
- "Was uns die Opfer der Weißen Rose als Vermächtnis hinterlassen, ist die Aufgabe, politisch wach zu sein und Feinde der Demokratie frühzeitig zu erkennen und zurückzudrängen." - Wolfgang Thierse, Rede bei der Gedenkveranstaltung der Stiftung "Weiße Rose" am 18.02.2003 in München, Online auf bundestag.de
- "Wenn einer die Illusion bekämpft, so ist das das sicherste Zeichen seines unvollkommenen und unzureichenden Wissens - eben ein Zeichen dafür, dass er einer Illusion zum Opfer gefallen ist." - Giacomo Leopardi, Gedanken aus dem Zibaldone
[Bearbeiten] Opferhaltung
- "Das erste Opfer im Kampf der Geschlechter ist die Menschenwürde." - Ernst Ferstl, "Bemerkenswert", ASARO Verlag, Erstausgabe 2006, ISBN 3-934625-89-4
- "Feministinnen neigen in extremer Weise zu einseitigen und subjektiven Sichtweisen … // Frauen sind immer gut, immer unschuldig, immer die Opfer. // Männer sind immer schlecht, immer schuldig, immer die Täter." - Beate Kricheldorf, Verantwortung – Nein danke! Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik “, R. G. Fischer Verlag 1998, ISBN 3895016179, S. 87
[Bearbeiten] Bibel
- "Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingeborenen, da er schon die Verheißungen empfangen hatte, von welchem gesagt war: "In Isaak wird dir dein Same genannt werden"; und dachte, Gott kann auch wohl von den Toten auferwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wiederbekam." - Hebräer 11,17-19 Luther 1912
[Bearbeiten] Weblinks
| Siehe auch: Verzicht |
| Gegenbegriff: Täter |
| Wikipedia führt einen Artikel über Opfer. |
| Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Opfer. |