René Descartes
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[Bearbeiten] René Descartes (1596-1650)
französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler.
[Bearbeiten] Überprüft
[Bearbeiten] Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie
- "Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche." - Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie 4
[Bearbeiten] Diskurs über die Methode
- "Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden." - Diskurs über die Methode
- "Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, daß selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben." - Diskurs über die Methode, §1-1
- "Ich will von der Philosophie nichts weiter sagen, als dass ich sah, sie sei von den vorzüglichsten Geistern einer Reihe von Jahrhunderten gepflegt worden, und dennoch gebe es in ihr nicht eine Sache, die nicht strittig und mithin zweifelhaft ist; und dass ich demnach nicht eingebildet genug war, um zu hoffen, es werde mir damit besser gehen als den anderen." - Diskurs über die Methode
[Bearbeiten] Prinzipien der Philosophie
- "Die Worte »Ort« oder »Raum« bezeichnen nämlich nicht etwas von dem darin befindlichen Körper Verschiedenes, sondern nur seine Grösse, Gestalt und Lage zwischen anderen Körpern. Um diese Lage zu bestimmen, müssen wir auf die anderen Körper sehen, die wir dabei als unbewegt annehmen, und je nachdem man dabei verschiedene beachtet, können wir sagen, dass die Sache zu derselben Zeit sich bewegt und sich nicht bewegt." - Ueber die Prinzipien der körperlichen Dinge. Zweiter Theil. 13., www.zeno.org, Prinzipien der Philosophie
- "Drittens ist anzunehmen, dass nicht blos der Stoff der Sonne und der Fixsterne, sondern des ganzen Himmels flüssig ist. Schon alle Astronomen nehmen dies an, da sie sehen, dass die Planetenerscheinungen ohnedies kaum erklärt werden können." - Prinzipien der Philosophie (1644): Von der sichtbaren Welt, Abschn. 24. Zeno.org Online-Bibliothek
- "Ich denke, also bin ich."
-
- (Original lat.: "Cogito, ergo sum.") - Principia Philosophiae, §7 (1644)
- (Franz.: "Je pense, donc je suis.")
- "Indem wir so alles nur irgend Zweifelhafte zurückweisen und für falsch gelten lassen, können wir leicht annehmen, dass es keinen Gott, keinen Himmel, keinen Körper gibt; dass wir selbst weder Hände noch Fusse, überhaupt keinen Körper haben; aber wir können nicht annehmen, dass wir, die wir solches denken, nichts sind; denn es ist ein Widerspruch, dass das, was denkt, in dem Zeitpunkt, wo es denkt, nicht bestehe. Deshalb ist die Erkenntniss: »Ich denke, also bin ich,« (Original lat.: cogito ergo sum) von allen die erste und gewisseste, welche bei einem ordnungs-mässigen Philosophiren hervortritt." - "Die Prinzipien der Philosophie", Elzevier Verlag Amsterdam 1644, Kap. 1. Über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis, Absatz 7.
[Bearbeiten] Regeln zur Leitung des Geistes
- "Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis." - Regeln zur Leitung des Geistes
- "Zur Erforschung der Wahrheit bedarf es notwendig der Methode." - Regeln zur Leitung des Geistes
[Bearbeiten] Letzte Worte
- "Nun, meine Seele, heißt es Abschied nehmen." - Letzte Worte, 11. Februar 1650
-
- (Original frz.: "Ça mon âme, il faut partir.")
[Bearbeiten] Zugeschrieben
- "Bemerkenswert muss erscheinen, dass, während er noch im Zweifel war, ob das, was er soeben gesehen hatte, Traum oder Vision wäre, er nicht nur im Schlafe entschied, dass es ein Traum war, sondern noch ehe der Schlaf ihn verließ, die Auslegung des Traumes machte."
- "Der einzige Grund, warum viele meinen, die Existenz Gottes und das Wesen der Seele seien schwer zu erkennen, liegt darin, dass sie ihren Geist niemals von den Sinnen ablenken und über die Körperwelten erheben."
[Bearbeiten] Zitate mit Bezug auf René Descartes
- "Der heiligen Siebenzahl, der heiligen Neunzahl der Astrologie haftet kraft des Prototypus der Planetenwelt, der sich in ihnen darstellt, noch eine Art dämonisch-dinglicher Macht an; aber das a und b der Algebra, wie sie Vieta im 16. Jahrhundert als Analysis speciosa begründet, das x und y der analytischen Geometrie Descartes' und das dy und dx der Leibnizischen Infinitesimalrechnung sind Symbole, in denen sich nur noch die reine Kraft des mathematischen Denkens selbst darstellt." - Ernst Cassirer, "Die Begriffsform im Mythischen Denken", in Ernst Cassirer: Wesen des Symbolbegriffs. Darmstadt 1969, S. 54
[Bearbeiten] Weblinks
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