Thomas von Aquin

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Thomas von Aquin, Bild von Fra Angelico (1395 – 1455)

Thomas von Aquin (1225-1274)[Bearbeiten]

italienischer katholischer Theologe und Philosoph

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

  • "Alles, was gegen den Glauben oder das Gewissen geschieht, ist Sünde." - Super epistolam B. Pauli ad Romanos (Kommentar zum Römerbrief), cap. 14, l. 3
    (Original lat.: "omne quod est contra fidem vel contra conscientiam, peccatum est")
  • "Das ist das Äußerste menschlichen Gotterkennens: zu wissen, dass wir Gott nicht wissen." - De potentia Dei (Über die Macht Gottes) q. 7, art. 5, ad 14
    (Original lat.: "illud est ultimum cognitionis humanae de Deo quod sciat se Deum nescire")
  • "Das Sittliche setzt das Natürliche voraus." - De correctione fraterna (Über die brüderliche Zurechtweisung)
  • "Das Wohlgefallen ist eine Vollendung des Wirkens." - Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) III, cap. 26, n. 19
    (Original lat.: "delectatio autem est perfectio operationis")
  • "Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt." - De divinis nominibus (Von den göttlichen Namen) cap. 13 l. 4
    (Original lat.: "Maximum autem beneficium alicui impenditur, si ab errore ad veritatem reducatur.")
  • "Die höchste Vollendung des menschlichen Lebens liegt darin, dass des Menschen Sinn ledig sei für Gott." - Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) III, cap. 130, n. 3
    (Original lat.: "summa perfectio humanae vitae in hoc consistit quod mens hominis Deo vacet")
  • "Das Zeichen der Vollkommenheit in den niederen Wesen ist: Dass sie etwas sich selbst Ähnliches zu schaffen vermögen." - Summe gegen die Heiden
  • "Die naturhafte Neigung ist der Anfang der Tugend." - Summa theologica
  • "Die Offenbarung Gottes zeigt uns mehr, was er nicht ist als was er ist." - De anima
  • "Die Ordnung der Glieder des Alls zueinander besteht kraft der Ordnung des ganzen Alls auf Gott hin." - De potentia Dei (Über die Macht Gottes) q. 7, art. 9, conclusio
    (Original lat.: "ordo qui est partium universi ad invicem, est per ordinem qui est totius universi ad Deum.")
  • "Die Taufe ist der Anbeginn des geistlichen Lebens und das Tor zu den Sakramenten." - Summa theologica, III, q. 73, art. 3
    (Original lat.: "Baptismus est principium spiritualis vitae, et ianua sacramentorum.")
  • "Dunkel ist die Kreatur, sofern sie aus dem Nichts stammt. Sofern sie aber von Gott ihren Ursprung hat, ist sie teilhaftig seines Bildes." - Quaestiones disputatae de veritate (Untersuchungen über die Wahrheit) q. 18, art. 2, ad 5
    (Original lat.: "creatura est tenebra in quantum est ex nihilo; in quantum vero est a Deo, similitudinem aliquam eius participat.")
  • "Ein jedes Wesen, das seine eigene Vollendung erstrebt, strebt nach Gottähnlichkeit." - Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) III, cap. 21, n. 6
    (Original lat.: "Unumquodque autem tendens in suam perfectionem, tendit in divinam similitudinem.")
  • "Es ist unmöglich, dass ein Mensch gut sei, außer er stehe im rechten Bezug zum gemeinen Wohl." - Summa theologiae I-II, q. 92 a. 1 ad 3, zitiert nach Störig, Hans-Joachim: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Erw. Neuausgabe. Fischer, Frankfurt a.M. 1997, S. 260
  • "Gott ist sein Sein selbst. Das kann von keinem anderen Wesen ausgesagt werden." - "De spiritualibus creaturis, art. 1, conclusio"
    (Original lat.: "Deus est ipsum suum esse. Hoc autem non potest dici de aliquo alio.")
  • "Erschaffen kommt nur einer unendlichen Macht zu." - Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) II, cap. 20, n. 5
    (Original lat.: "Creare non est nisi potentiae infinitae.")
  • "Gott hat weder Anfang noch Ende, er besitzt sein ganzes Sein auf einmal - worin der Begriff der Ewigkeit beruht." - Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) I, cap. 15, n. 3
    (Original lat.: "[Deus] Est igitur carens principio et fine, totum esse suum simul habens. In quo ratio aeternitatis consistit.")
  • "Gott und was in Gott ist, hat nicht ein Ziel, sondern ist das Ziel." - "Über die Macht Gottes"
  • "Im Menschen ist nicht allein Gedächtnis, sondern Erinnerung." - Quaestio disputata de anima (Untersuchung über die Seele) art. 13, conclusio
    (Original lat.: "in hominibus non solum est memoria, sed reminiscentia.")
  • "Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst." - Summa theologica II-II, q. 25, art. 3
    (Original lat.: "non solum homo […] diligit Deum et plus quam seipsum, sed etiam quaelibet creatura suo modo.")
  • "Jegliche Bewegung setzt ein Unbewegliches voraus." - Summa theologica I, q. 84, art. 1
    (Original lat.: "omnis motus supponit aliquid immobile.")
  • "Lieben heißt: jemandem Gutes tun wollen." - Summa theologica II-II, q. 26, art. 6, arg. 3
    (Original lat.: "amare est velle bonum alicui")
  • "Mag auch das Auge des Nachtvogels die Sonne nicht sehen, es schaut sie dennoch das Auge des Adlers." - Sententia Metaphysicae (Kommentar zur Metaphysik des Aristoteles) II, l. 1, n. 14
    (Original lat.: "sicut solem etsi non videat oculus nycticoracis, videt tamen eum oculus aquilae.")
  • "Naturnotwendig will der Mensch das Gute." - "Quaestiones disputatae de veritate (Untersuchungen über die Wahrheit) q. 24, art. 14, sed contra 3"
    (Original lat.: "naturaliter quidem homo vult bonum.")
  • "Nicht jeder, der von einem Engel erleuchtet wird, erkennt, dass er von einem Engel erleuchtet wird." - Summa theologica I, q. 111, art. 1 ad 3
    (Original lat.: "non quicumque illuminatur ab Angelo, cognoscit se ab Angelo illuminari.")
  • "Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen wäre." - Quaestiones disputatae de veritate (Untersuchungen über die Wahrheit) q. 2, art. 3, arg. 19. Siehe auch: Sensualismus
    (Original lat.: "Nihil est in intellectu, quod non sit prius in sensu.")
  • "Sowohl Gottes wie auch des Engels wie auch des Menschen letztes Glück und Glückseligkeit ist: Gott zu schauen." - Scriptum super sententiis II, dist. 4, q. 1, art. 1, conclusio
    (Original lat.: "tam Dei quam Angeli, quam etiam hominis ultima felicitas et beatitudo, Dei contemplatio est")
  • "Unser erkennender Geist spannt sich, indem er etwas erkennt, ins Unendliche aus." - Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) I, cap. 43, n. 10
    (Original lat.: "Intellectus noster ad infinitum in intelligendo extenditur")
  • "Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Traurigkeit am meisten Schaden für den Leib." - Summa theologica
  • "Weder Christ noch Heide erkennt das Wesen Gottes, wie es in sich selbst ist." - Summa theologica
  • "Wohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe." - "Quaestiones disputatae de veritate (Untersuchungen über die Wahrheit) q. 24, art. 15, ad 2"
  • "Damit den Heiligen die Seligkeit besser gefalle und sie Gott noch mehr dafür danken, dürfen sie die Strafen der Gottlosen vollkommen schauen." (Original lat.: "et ideo, ut beatitudo sanctorum eis magis complaceat, et de ea uberiores gratias Deo agant, dantur eis ut poenam impiorum perfecte intueantur.") Super Sent., lib. 4 d. 50 q. 2 a. 4 qc. 1 co.

Quellenangaben[Bearbeiten]

            WQ.    Übers.: Wikiquote

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