Totalitarismus
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88Geschwister|== Zitate ==
- "Cuius regio, eius religio gilt auch für die heutigen Reiche totalitärer Herrschaft. Die Legitimität, sich eine persönliche Moral bilden zu dürfen, ist historisch wohl sehr viel jünger. Sie ist ein hart errungenes Zugeständnis an die Toleranz." - Alexander Mitscherlich, „Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens.“, 1967, S. 167
- "Die „antropologische Konstante der abendländischen Kultur und Zivilisation, [die] einen integralen Bestandteil der historischen Erbmasseí (H. Broder) darstellt […] beruht auf der religiösen Dynamik und Sprengkraft eines christlichen Glaubens, der mit der Liebesethik des Jesus von Galiläa wenig gemein hat, viel aber mit dem ideologischen Machtanspruch einer totalitären „Heilsinstitution“." - Gerhard Czermak „Christen gegen Juden. Geschichte einer Verfolgung.“, 1989, S. 482
- "In der Kirche kommt es zu keiner „Klärung“ von anstehenden Fragen. Ihre Lehre steht unverrückbar fest. Sie erlaubt kein Hinterfragen, sondern verlangt absolute Unterwerfung unter ihre unhaltbaren Glaubenssätze. Sie erzwingt diese Unterwerfung so rücksichtslos, wie jedes andere totalitäre System in der Welt. Das viel beschworene geschwisterliche Miteinander in der Kirche gibt es nicht." - Willibald Glas, Christentum und Gewalt, 1992, S. 170
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