Wikiquote:Altlasten/Mit Quelle3
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[Bearbeiten] Schere
- "Aufgabe eines guten Hirten ist es, seine Herde zu scheren, nicht aber zu schinden." - [la] Boni pastoris est tondere pecus, non deglubere. Sueton, Vita Tiberii 32, 2
- "Mangel an Geld schmiedet uns fest an die Erde, man bekommt die Flügel beschnitten, man merkt es nicht, weil die Schere ganz vorsichtig täglich nur eine Ahnung abschneidet." Paula Modersohn-Becker, Tagebuchblätter
[Bearbeiten] Muskel
- "Das körperliche Herz sei das Muster des geistigen: verletzbar, empfindlich, rege und warm, aber ein derber, frei fortschlagender Muskel hinter dem Knochengitter, und seine zarten Nerven sind schwer zu finden." - Jean Paul, Levana
- "Der Tote spricht nicht, und seine Miene bleibt verschlossen. Er bewegt keinen Muskel, zuckt nicht mit den Wimpern, rührt keinen Arm und kein Bein. Dennoch haben die Toten Augen, Münder und Zungen, Gesichter, Muskeln, Arme und Beine. Der Tote ist unzweifelhaft ein Mensch; aber er verhält sich ganz und gar nicht wie ein Mensch. Er ist menschlich und unmenschlich zugleich, äußerst vertraut und äußerst fremd, ein menschlicher Organismus und doch ein Ding." Thomas Macho, „Tod„, in: Christoph Wulf (Hg.), Vom Menschen. Handbuch Historische Anthropologie, 1997, S. 940.
- "Eine Eisenbahn ist ein Unternehmen, gerichtet auf wiederholte Fortbewegung von Personen oder Sachen über nicht ganz unbedeutende Raumstrecken auf metallener Grundlage, welche durch ihre Konsistenz, Konstruktion und Glätte den Transport großer Gewichtsmassen beziehungsweise die Erzielung einer verhältnismäßig bedeutenden Schnelligkeit der Transportbewegung zu ermöglichen bestimmt ist, und durch diese Eigenart in Verbindung mit den außerdem zur Erzeugung der Transportbewegung benutzten Naturkräften - Dampf, Elektrizität, tierischer oder menschlicher Muskeltätigkeit, bei geneigter Ebene der Bahn auch schon durch die eigene Schwere der Transportgefäße und deren Ladung usf. - bei dem Betriebe des Unternehmens auf derselben eine verhältnismäßige gewaltige, je nach den Umständen nur bezweckterweise nützliche oder auch Menschenleben vernichtende und menschliche Gesundheit verletzende Wirkung zu erzeugen fähig ist." - Definition des Reichsgerichts aus dem Jahre 1876
[Bearbeiten] Analphabetismus
- "Der Analphabet steht außerhalb der Politik, man muß ihm zuerst das Abc beibringen. Ohne das kann es keine Politik geben, ohne das gibt es nur Gerüchte, Tratsch, Märchen, Vorurteile, aber keine Politik." - Lenin, Die NÖP und die Aufgaben der Ausschüsse.
- "Wer in das, was von Göttlich-Geistigem heute erfahren werden kann, nur fühlend sich versenken, nicht erkennend eindringen will, gleicht dem Analphabeten, der ein Leben lang mit der Fibel unterm Kopfkissen schläft." - Christian Morgenstern, Stufen
[Bearbeiten] Helm
- "Ja, ja, der Helm gefällt mir, er zeugt // Vom allerhöchsten Witze! // Ein königlicher Einfall war's! // Es fehlt nicht die Pointe, die Spitze!" Heinrich Heine Wintermärchen (über die Pickelhaube)
- "Jetzt sieht man mit Regenschirmen // Die Vertreter deutscher Firmen, // Die mit Helm und Federbüsch' // Mieden unsern Bürgertisch." - Ludwig Thoma Umschwung
[Bearbeiten] Geflügelte Worte
- "Geflügelte Worte sind oft gefährliche Tiefflieger." - Volker Erhardt, 1979
- "Wenn geflügelte Worte gerupft werden, sprechen nackte Tatsachen." - Ulf Annel, 1989 in Gabriele Berthel
[Bearbeiten] Baal
- "Was sind wir Menschen doch! ein Wohnhaus grimmer Schmerzen? // Ein Baal des falschen Glücks // ein Irrlicht dieser Zeit // Ein Schauplatz aller Angst // und Widerwärtigkeit // Ein bald verschmelzter Schnee // und abgebrannte Kerzen." - Andreas Gryphius, Menschliches Elende
[Bearbeiten] Turm
- "Wenn wir einen hohen Turm in wohl geordneten Verhältnissen über die Wohnungen der Menschen hervorragen sehen, so erraten wir freilich leicht, dass viele Bauleute die Steine herzugetragen haben. Aber die Steine sind nicht der Turm: Diesen schuf der Entwurf des Baumeisters." - August Wilhelm Schlegel, Rezension der Altdeutschen Blätter
[Bearbeiten] Moral
- "Moral, das ist, wenn man moralisch ist." - Georg Büchner, Woyzeck
- "Man wird moralisch, sobald man unglücklich ist." - Marcel Proust, Im Schatten der jungen Mädchen, ISBN 3-51857875-8, S. 203
[Bearbeiten] Lernen
- Das beste Training liegt immer noch im selbständigen Machen. - Cyril Northcote Parkinson (1909-93)
- Was man lernen muß, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut. (What we have to learn to do, we learn by doing.) - Aristoteles (384-322)
- Es ist weise, aus jeder Quelle zu lernen - von einem Trunkenbold, einem Tropf und einem alten Pantoffel. - Francois Rabelais (um 1494 - 1553)
[Bearbeiten] Poesie
- "Denn die wahrste Poesie erdichtet am meisten, und Liebhaber sind der Poesie ergeben, und was sie in Poesie schwören, davon kann man sagen, sie erdichteten es als Liebhaber. // en] For the truest poetry is the most feigning, and loves are given to poetry, and what they swear in poetry may be said as lovers they do feign." - William Shakespeare, Wie es euch gefällt III,3
[Bearbeiten] Saft
- "Der Ehrgeiz gleicht der Galle, einem Saft des menschlichen Körpers, der den Menschen tätig, beharrlich, wach und rührig macht, solange seine Ausgänge nicht verstopft sind. Ist das aber der Fall und hat sie nicht den notwendigen Abfluß, so wird sie brandig und dadurch bösartig und giftig." - Francis Bacon, Über den Ehrgeiz
- "Wenn du aus den Büchern der Heiden jeweils das Beste herausnimmst und nach dem Vorbild der Biene durch alle Gärten der Alten schwärmst und dabei allem Giftigen ausweichst und nur den heilsamen und edlen Saft saugst, so wirst du sicher um vieles gerüsteter für ein gemeinsames Leben, das sie als ethisch bezeichnen." - Erasmus von Rotterdam, Handbüchlein eines christlichen Streiters
[Bearbeiten] Traube
- "Wenn der Mensch fühlt, dass er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise, er verzichtet auf die sauren Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr." - Kurt Tucholsky, Schnipsel
- "Wenn man älter wird, so lernt man eben einsehen, dass man von einem Menschen nicht alles verlangen kann, und dass man zufrieden sein muss, wenn ein Weinstock Trauben trägt." - Theodor Fontane, Briefe'
[Bearbeiten] Wolle
- "O Deutschland! Weh! // Es bricht der Wolf // In deine Hürde ein, // und deine Hirten streiten // Um einer Hand voll Wolle sich." - Heinrich von Kleist, Die Hermannsschlacht (Wolf)
[Bearbeiten] Öl
- "Öl ins Feuer gießen" [oleum adde camino] - Horaz, Satiren 2,3,321
- "Öl auf die Wunden gießen." (etwas lindern) nach Neues Testament, Lukas 10,34
[Bearbeiten] Blitz
- "Der Mensch ist immer traurig; seine Freuden sind Blitze in der Nacht." - Wilhelm Heinse Ardinghello
- "Niemals kann der Donner uns vor dem Blitz warnen. Wer das Schicksal durchschauen will, muss es überleben." - Jostein Gaarder, Maya, Das Kartengeheimnis
- "Wenn man für jeden Donner und Blitz, den ihr losbrennt mit eurer Zungenspitz, die Glocken müßt läuten im Land umher, es wär bald kein Mesner zu finden mehr." - Friedrich Schiller, Wallenstein
[Bearbeiten] Donner
- "Gott … deine Stimme ist leise geworden - zu leise für den Donner unserer Zeit. Wir können dich nicht mehr hören." - Wolfgang Borchert, Draußen vor der Tür, 1946
- "Hinter den großen Höhen folgt auch der tiefe, der donnernde Fall." - Friedrich Schiller, Die Braut von Messina / Chor
- "Niemals kann der Donner uns vor dem Blitz warnen. Wer das Schicksal durchschauen will, muss es überleben." - Jostein Gaarder, Maya, Das Kartengeheimnis
- "Wenn man für jeden Donner und Blitz, den ihr losbrennt mit eurer Zungenspitz, die Glocken müßt läuten im Land umher, es wär bald kein Mesner zu finden mehr." - Friedrich Schiller, Wallenstein
[Bearbeiten] Oper
- "In der Oper wird durch Musik hörbar, was Menschen gegeneinander treibt und miteinander versöhnt, was sie entzweit und verbindet. Oper ist, wie alles Theater, bewegte Handlung, und sie ist bewegend hoffentlich. Die Musik macht hörbar, was die handelnden Menschen bewegt. Bewegung und Bewegtheit, im kinetischen und im seelischen Sinn." - August Everding, Rede am 9. April 1992 im Stadttheater Bremerhaven
- "Über die Musik will ich Ihnen nichts sagen; Sie kennen sie. Wovon Sie aber keine Vorstellung haben können, das ist das schreckliche Geschrei, das anhaltende Brüllen, welches das ganze Stück hindurch von der Bühne schallt." - Jean-Jacques Rousseau, Julie oder Die neue Heloise (Saint Preux)
[Bearbeiten] Sänger
- "Die Kunst, so behauptet man, dulde keine Mittelmäßigkeit. Sie duldet aber auch keine Bewusstheit. Ich bin Sänger, habe Frack und Halsbinde angelegt, stehe pomadeglänzend auf dem Podium und will dem Publikum etwas vorsingen. Dabei bin ich absolut kalt, und es widert mich an. Amme und Kinderfrau aber gehen im Park spazieren, die eine beginnt leise ein Volkslied, und die andere stimmt ein." - Leo Tolstoi, Tagebücher, 1893
- "Ich habe immer gehört, dass man drei Gattungen von Menschen meiden soll: Sänger, Alte und Verliebte." - Niccolò Machiavelli, Clizia
[Bearbeiten] Mühle
- "Ricke racke, ricke Racke, geht die Mühle mit Geknacke." - Wilhelm Busch
[Bearbeiten] Stöhnen
- "Die Frau ist im eigentlichen Sinne nur das Anhängsel des Mannes, also zerteile sie nur, beschneide sie, stutze sie zu. Beunruhige dich nicht im Geringsten über ihr Stöhnen, ihr Schreien, ihre Schmerzen, die Natur hat sie zu unserm Gebrauch geschaffen, damit sie alles trage: Kinder, Kummer, Prügel und Schmerzen um den Mann. Man beschuldige uns nicht der Härte! In allen Gesetzbüchern der so genannten Kulturvölker hat der Mann die Gesetze geschrieben, die das Schicksal der Frauen regeln." - Honoré de Balzac, Physiologie der Ehe
- "Um Alles bringt uns diese Welt mit ihren Fesseln und ihrer stickigen Luft: außer um die Freiheit, Hand an uns zu legen; und diese Freiheit flößt uns eine derartige Kraft und einen solchen Stolz ein, dass wir der Last, unter der wir stöhnen, schließlich Herr werden." - Émile Cioran, Lehre vom Zerfall
[Bearbeiten] Dolchstoß
- "Die jungen Deutschen, denen ich in Göttingen, Dresden, Königsberg usw. begegnete, sind unter dem Einfluss so genannter philosophischer Richtungen herangewachsen, die man eigentlich als dunkle, schlecht geschriebene Dichtung ansehen muss, aber in sittlichem Betracht etwas Außerordentliches, erhaben Reines haben. Ich bekam den Eindruck, dass sie sich nicht die republikanische Gesinnung des Mittelalters, nicht das Misstrauen und die Bereitschaft zum Dolchstoß wie die Italiener bewahrt haben, sondern eine starke Anlage von Begeisterungsfähigkeit und Gewissenhaftigkeit." - Stendhal, Über die Liebe
[Bearbeiten] Sauerkraut
- "Finales gibt es ja doch nur in den Opern. Man steigt aus - und weiß nicht, dass es das letzte Mal gewesen sein soll. Denn dann kam vielleicht die Krankheit, die lange Bettlägerigkeit … nie wieder ein Automobil. Zum letzten Mal in seinem Leben Sauerkraut gegessen. Zum letzten Mal telefoniert. Zum letzten Mal geliebt. Zum letzten Mal Goethe gelesen. Vielleicht lange Jahre vor dem Tode. Und man weiß es nicht." - Kurt Tucholsky, Nachher
- "Jede Nation hat sich immer und überall auf der Welt das meist so vergröbert ist, dass es überhaupt nicht mehr stimmt. Engländer haben Backenbart und karierte Hosen; die Amerikaner legen die Beine auf den Tisch, Deutsche essen Sauerkraut - immer, in allen Lebenslagen - und die Franzosen? Die haben's mit den Weibern - man weiß das ja! -, trinken Champagner und sind leichtfertige Windhunde." - Kurt Tucholsky, Das falsche Plakat von Paris
- "Sei mir gegrüßt mein Sauerkraut, holdselig sein deine Gerüche." - Heinrich Heine, Deutschland ein Wintermärchen
[Bearbeiten] Fassade
- "Die Gesetztheit des Menschen ist die Fassade seiner Seele: Sie besteht nicht in der Unbeweglichkeit des Dummen, wie es der Leichtsinn haben möchte, sondern in einer sehr ruhigen Autorität. Ihre Reden sind Sentenzen, ihr Wirken gelingende Taten." - Baltasar Gracián y Morales, Handorakel und Kunst der Weltklugheit
[Bearbeiten] Sentenz
- "Die Gesetztheit des Menschen ist die Fassade seiner Seele: Sie besteht nicht in der Unbeweglichkeit des Dummen, wie es der Leichtsinn haben möchte, sondern in einer sehr ruhigen Autorität. Ihre Reden sind Sentenzen, ihr Wirken gelingende Taten." - Baltasar Gracián y Morales, Handorakel und Kunst der Weltklugheit
[Bearbeiten] Messer
- "Das Messer blitzt, die Schweine schrein, // man muss sie halt benutzen, // denn jeder denkt, wozu das Schwein, // wenn wir es nicht verputzen?" // Und jeder schmunzelt, jeder nagt // nach Art der Kannibalen, // bis man dereinst"Pfui Teufel!" sagt // zum Schinken aus Westfalen." - Wilhelm Busch, Schein und Sein
[Bearbeiten] Zauberer
- "Die Welt ist itzo viel zu klug, als daß sie sich von alten Weibern sollte furchtsam machen oder betrügen lassen. Die Künste der sogenannten Hexen, haben die Probe der gesunden Vernunft nicht auszuhalten vermocht, und derjenige Zauberer müsste eine neue Art von Betrügereien ersinnen, der sich heute zu Tage in Ansehen setzen wollte." - Gottsched, Der Biedermann
- "Ganz gewiß hat es auf dieser Welt niemals Hexen und Hexenmeister gegeben, aber ebenso unleugbar haben zu allen Zeiten Leute an Betrüger geglaubt, die das Talent besaßen, als Zauberer aufzutreten." - Giacomo Casanova, Neunundneunzig Abenteuer
- "O zahme Kunst der Zauberin, die nur Balsamtränke noch braut!" - Richard Wagner, Tristan und Isolde (Isolde)
- "Spekulation ist der Zauber des Handels und blickt mit Verachtung auf dessen nüchterne Wirklichkeit. Es erhebt den Aktienhändler zu einem Zauberer und die Börse zu einem Ort der Hexerei." - Washington Irving. A Tale for Our Times: The Great Mississippi Bubble
[Bearbeiten] Dolch
- "Du wirst also im Reich der Frauen in Acht und Bann getan. Du findest auf allen Lippen ein ironisches Lächeln, aus allen Antworten treten Boshaftigkeiten entgegen. Diese geistreichen Geschöpfe schmieden Dolche und amüsieren sich damit, den Griff mit schönen Schnitzereien zu versehen, ehe sie dich voll Grazie durchbohren." - Honoré de Balzac, Physiologie der Ehe
- "Es ist weit schwerer, die Wahrheit von seinen Freunden zu sagen als von seinen Feinden, und es gehört vielleicht mehr reiner Mut dazu, den Fehler eines Freundes freimütig zu rügen, als dem Dolch eines Feindes entgegenzugehen." - Johann Gottfried Seume, Apokryphen
- "Hier schleift man den Dolch unter dem Vorwande, weniger Schaden zu tun, sehr sorgfältig, in Wirklichkeit jedoch, um ihn noch tiefer hineinzustoßen." - Jean-Jacques Rousseau, Julie oder Die neue Heloïse (Saint-Preux)
- "Ist das ein Dolch, was ich vor mir erblicke, // Der Griff mir zugekehrt?" - William Shakespeare, Macbeth II,1
- "Nur reden will ich Dolche, keine brauchen." - William Shakespeare, Hamlet III,2
- "Sie spricht lauter Dolche, und jedes Wort durchbort, wenn ihr Atem so fürchterlich wäre als ihre Ausdrücke, so könnte niemand in ihrer Nähe leben, sie würde alles bis an den Nordpol vergiften." - Shakespeare, Viel Lärm um nichts II,1
- "Wir bewaffnen unseren Körper, um nicht den Dolch des Mörders fürchten zu müssen. Sollen wir nicht auch das Gemüt so schützen, dass es in Sicherheit ist?" - Erasmus von Rotterdam, Handbüchlein eines christlichen Streiters
[Bearbeiten] Hader
- "O Welt! du rollend Rad! Geschworne Freunde, // Die in zwei Busen nur ein Herz getragen, // Die Zeit und Bett und Mahl und Arbeit teilten, // Vereinigt stets, als wie ein Zwillingspaar, // In ungetrennter Liebe, brechen aus // Urplötzlich durch den Hader um ein Nichts // In bittern Haß. - So auch erboste Feinde, // Die Hass und Grimm nicht schlafen ließ vor Plänen, // Einander zu vertilgen, durch nen Zufall, // Ein Ding, kein Ei wert, werden Herzensfreunde, // Und Doppelgatten ihre Kinder. // en] O world, thy slippery turns! Friends now fast sworn, // Whose double bosoms seem to wear one heart, // Whose hours, whose bed, whose meal and exercise, // Are still together, who twin, as twere, in love // Unseparable, shall within this hour, // On a dissension of a doit, break out // To bitterst enmity: so, fellest foes, // Whose passions and whose plots have broke their sleep // To take the one the other, by some chance, // Some trick not worth an egg, shall grow dear friends // And interjoin their issues." - William Shakespeare, Coriolan IV,2
[Bearbeiten] Missgunst
==Zitate==
- "Denn die Eltern pflegen ihre Kinder nur durch den Stachel des Ehrgeizes und der Missgunst zur Tugend anzutreiben." - Baruch de Spinoza, Ethik
- "Missgunst ist Hass, insofern er den Menschen so affiziert, dass er sich über das Glück eines anderen betrübt und sich dagegen über das Unglück eines anderen freut." -. Baruch de Spinoza, Ethik
- "Wenn die Missgunst aufhören muss, fremdes Verdienst zu leugnen, fängt sie an, es zu ignorieren." - Marie von Ebner-Eschenbach, Aphorismen
==Bibel==
- "Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein; denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft." - Markus 7, 21
[Bearbeiten] Hengst
- "Der Hengst riß wiehernd aus; die Hinterhufe schlugen // Das nachgeschleppte Weib; verrenkt in seinen Fugen." - Ferdinand Freiligrath Anno Domini...
- "Eine kleine Wespe stach // Einen Hengst. Er schlug nach ihr; // Und die kleine Wespe sprach: // »Hengstchen, schlag' doch nicht nach mir! // Sieh', ich sitz' an sicherm Orte, // Hengstchen, sieh'! Du triffst mich nicht!« // Hengstchen gab ihr gute Worte; // Und die kleine Wespe spricht: // »Sanftmuth findet doch Gehör! // Sieh', nun stech' ich dich nicht mehr!«" - Johann Wilhelm Ludwig Gleim Der Hengst und eine Wespe .
- "Es kracht der Schnee, schnell sind die grauen Horden, // Doch schneller sind, gottlob! die braven Hengste, // Die Rappen sind im Drang der Todesängste // Plötzlich wie junge Raben flügg geworden." - Nikolaus Lenau Die nächtliche Fahrt
[Bearbeiten] Stute
- "»Fremdling, laß deine Stute grasen, // Oh, zieh nicht weiter diese Nacht! // Dies ist die grünste der Oasen; // Im gelben Sandmeer glänzt ihr Rasen,." - Ferdinand Freiligrath, Ammonium
- "Herr Roland ein seltsamer Roßkamm, // Als feil er die Stute bot. // Ausnehmend schön war die Stute, // Sie aber war leider tot. // »Sieh' her, die vortreffliche Stute, // Du kaufst sie, das sag' ich dir! // Mein Ohm, der mächtige Kaiser, // Besitzt kein schöneres Tier. ...// Ist musterhaft auch geschrieben // Und regelrecht das Gedicht, // Wir kaufen die tote Stute, // Wir lesen die Verse doch nicht." - Adalbert von Chamisso, Roland ein Roßkamm.
[Bearbeiten] Sicherung
- "Erwerbstätigkeit ist und bleibt für die Selbstachtung des Menschen, für seine Existenzsicherung und seine Orientierung im Leben unverzichtbar." - Richard von Weizsäcker, Verantwortung für sozialen Fortschritt, Gerechtigkeit und Menschenrechte (1986)
[Bearbeiten] Orientierung
- "Erwerbstätigkeit ist und bleibt für die Selbstachtung des Menschen, für seine Existenzsicherung und seine Orientierung im Leben unverzichtbar." - Richard von Weizsäcker, Verantwortung für sozialen Fortschritt, Gerechtigkeit und Menschenrechte (1986)
[Bearbeiten] Bellen
- "Man muss die Hunde bellen lassen; wer's ihnen aber wehren will, der muss manchmal eine ganze Nacht ungeschlafen liegen." Martin Luther, Tischreden
[Bearbeiten] Apostel
- "Das Geld ist der wahre Apostel der Gleichheit; wo es aufs Geld ankommt, verlieren alle soziale, politischen, religiösen, nationale Vorurteile und Gegensätze ihre Geltung." - Rudolf von Jhering, Der Zweck im Recht
- "Ich hasse das Aposteltum und die Apostelsprache; und gar diese Religion, als der Weisheit letzter Spruch, bedarf der Einfachheit, Nüchternheit, Ruhe im Ausdruck." - Kurt Tucholsky, Fräulein Nietzsche
[Bearbeiten] Journalist
- "Der Arzt und der Journalist haben etwas Gemeinsames: der eine wie der andere diagnostizieren und charakterisieren Krankheiten." - Maxim Gorki, Über die bürgerliche Presse
[Bearbeiten] Papier
- "Helfen kann nur ... die revolutionäre Volkstat, nicht das Hoffen und Harren, nicht papierene Adressen und Petitionen, nicht Festschmause und Toaste, nicht das Singen von Heckerliedern und anderen Gesängen." - Friedrich Hecker bei seinem Abschied aus Deutschland, 1848
- "Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." - Georg Büchner Leonce und Lena, 1. Akt, 3. Szene / Leonce
- "Wohl kann man darin [Im Buch One Human Minute] die Information finden, wieviele Bäume in der ganzen Welt in jeder Minute von einer Säge oder Axt gefällt werden. Diese Wälder verarbeitet man dann zu Papier für die Zeitungen, die zur Rettung der Wälder aufrufen." - Stanisław Lem Eine Minute der Menschheit
- "Zwischen Lafontaine und mich passt kein Stück Papier." - Gerhard Schröder, Wahlkampf 1998
[Bearbeiten] Opportunismus
- "Hör den Spruch der weisen Eulen: // mit den Wölfen muß man heulen, // aber mit den Eseln nicht - // denn Gott sprach: es werde Licht!" - Richard Dehmel Neudeutsches Kirchenlied
- "Ich bin ein Wolf und werde stets // Auch heulen mit den Wölfen // Ja, zählt auf mich und helft euch selbst, // Dann wird auch Gott euch helfen!" - Heinrich Heine Wintermärchen
- "Man muß doch mit den Wölfen heulen, // Drum fort, betörter Eigensinn! // Ich will mich in die Leute teilen Und lachen, wie und wo ich bin." Johann Christian Günther,. Als er sich über den Eigensinn der heutigen Welt beklagte
- "Man muß mit den Wölfen heulen." Georg Weerth, Humoristische Skizzen aus dem deutschen Handelsleben
- " Man muß nur mit den Wölfen heulen // Und, weil die Mode so befiehlt, // Dir, edler Freund, ein Lied erteilen, // Es sei auch noch so lahm gespielt." - Johann Christian Günther, Als Herr T(obias) E(hrenfried)F(ritsche) Anno 1718 in Wittenberg die Magisterwürde erhielt
- "Mit den Wölfen, mit den lieben, // Muß man heulen, steht geschrieben." Henrik Ibsen, Peer Gynt
- "Unter den Wölfen lernt man heulen, sagt das Sprichwort, unter den Engländern wird man am Ende selbst eine Art John Bull." - Johanna Schopenhauer, Reise nach England
[Bearbeiten] Atheismus
- "Atheismus ist der Versuch, die Erde ohne die Sonne zu erklären." - Sigismund von Radecki, Als ob das immer so weiter ginge
- "Atheismus ist Selbstmord der Seele." - Jean Antoine Petit-Senn, Geistesfunken und Gedankensplitter
- "Atheisten sollten die Wahl von Papst Benedikt XVI. begrüssen, denn dieser alte, gelehrte, konservative, uncharismatische bayerische Theologe wird sicherlich die Entchristianisierung Europas beschleunigen, die er umkehren will. Am Ende seiner Amtszeit könnte Europa wieder so unchristlich sein, wie es war, als Sankt Benedikt, einer der Schutzheiligen Europas, vor 1500 Jahren seinen Mönchsorden der Benediktiner gründete. Das christliche Europa: von Benedikt zu Benedikt - möge es in Frieden ruhen..." - Timothy Garton Ash,"Von Benedikt zu Benedikt - Der neue Papst und Europa", Guardian-Artikel übersetzt vom Schweizer Tages-Anzeiger, 23. April 2005, [1]
[Bearbeiten] Wohnen
- "Wo Gefahr ist, wohnt das Rettende auch." - Friedrich Hölderlin, Hyperion