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Achim Stocker

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aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung

deutscher Fußballfunktionär und Präsident SC Freiburg

Porträt von Achim Stocker
Achim Stocker (1993)

Zitate von Achim Stocker (mit Quellenangabe)

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  • "Eine richtige Fußballstadt wird Freiburg nie werden.“
  • "Ich denk’ halt manchmal mit dem Bauch“
  • "Nach einem Aufstieg kommt wieder ein Abstieg für einen Verein wie Freiburg. Wir bleiben mittelfristig nicht in der Bundesliga.“
  • "Volker Finke soll ja nicht auf die Idee kommen, aufsteigen zu wollen“
  • über Volker Finke: "Als er kam, habe ich meine Kompetenzen an der Garderobe abgegeben.“
  • bei der Vorstellung von Manager Andreas Bornemann: "Ich mag dich.“
  • über sich: "Außenstehende müssen denken, der ist bekloppt“, „und irgendwie haben sie ja auch recht.“
  • "Ich hab den Verein immer gepflegt wie ein krankes Kind“
  • "Ich habe Demut gelernt, aufrecht gehen war nicht drin.“
  • "Mir ist es noch nie so gut gegangen, und dem Verein ja sowieso nicht.“
  • über sich selbst: "der größte Bettler Südbadens“
  • ein Hamburger Reporter: "Ein unauffälliger Mann mit Kummerfalten auf der Halbglatze, mit großen Augen hinter einer großen Brille und einem Blick, traurig wie ein alter Elefant.“
  • "So traurig, wie Sie denken, bin ich gar nicht.“
  • zu Hans Meisel: "Für dich liegt die Staatsgrenze künftig bei Offenburg. Wenn du weiter weg gehst, kommst du eh wieder zurück.“
  • Ich werde immer älter, immer dümmer und damit immer geeigneter für den Staatsdienst.“
  • zum Aufstieg 2003: "Mir geht es nur darum, dass wir nicht wieder absteigen.“
  • "Die Situation ist bedrohlich, aber nicht bedenklich.“
  • "In Freiburg kann nur Finke den Trainer Finke entlassen.“
  • "Glauben Sie mir, die Trennung ist richtig.“
  • "Ach, Sie (Literaturnobelpreisträger Günther Grass) sind es. Ich dachte schon, Bundespräsident Horst Köhler ist dran und möchte sich auch für den Verbleib von Volker Finke einsetzen.“
  • "Finke ist und bleibt ein Glücksfall für diesen Verein.“
  • "Zwischendurch hatte ich Angst, dass das mein letztes Jahr als Vorsitzender sein könnte. Wäre es schief gegangen mit dem neuen Trainer, hätte ich die Verantwortung tragen müssen, ich habe ihn ja verpflichtet.“
  • "Es wird nicht alles Geld ausgegeben, was wir haben, sondern immer was auf die Seite gelegt.“


- [1] |Badische Zeitung=Stimmen zum Tod Achim Stockers |datum=2009-11-01 |sprache=de |abruf=2025-10-15

- [2] |titel=Achim Stocker – ein Mann klarer Worte |datum=2009-11-01 |sprache=de |abruf=2025-10-15

- autor=Ulrich Fuchs [3] |titel=Im Gedenken an Achim Stocker | 27.05.1935 - 01.11.2009 |werk=scfreiburg.com |sprache=de |abruf=2025-10-15

- [4] |titel=Trauerfeier: Stimmen zu Achim Stocker |werk=badische-zeitung.de |datum=2009-11-06 |sprache=de |abruf=2025-10-15

Zitate über Achim Stocker (mit Quellenangabe)

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  • Hannelore Stocker: „Mein Mann hat mit Haut und Haaren für seinen SC gekämpft, und er wäre stolz darauf zu sehen, was heute daraus geworden ist.“
  • Hannelore Stocker: „Er war ein positiver Pessimist, wenn es das überhaupt gibt. Es gab keine Hurra-Sprünge, er ist immer am Boden geblieben.“
  • Alt Oberbürgermeister Rolf Böhme (Jugendfreund von Stocker): „ein großer Sympathieträger für die Stadt und die Region. Er war der große Mann des Sportclubs, so wird man ihn in Erinnerung behalten“.
  • OB Dieter Salomon: „Der Sportclub ist Achim Stocker gewesen und Achim Stocker war der Sportclub.“ „ein Mann, ohne den es den Sportclub von heute und die Erfolgsstory in der Bundesliga nicht gegeben hätte.“ „Achim Stocker war in den Anfangszeiten quasi Manager, Sportdirektor und Geschäftsführer in einer Person, und fachlich besser als mancher Trainer.“
  • Uli Hoeneß: „So sympathisch wie der SC rüberkommt, so sympathisch war Achim Stocker. Ich habe ihn als tollen Präsidenten kennengelernt, der noch hemdsärmlig im VIP-Raum die Brötchen geschmiert hat.“
  • Richard Golz: „Er war in seiner Art wirklich einzigartig. Es gibt niemanden im Profifußball, der so war wie er.“
  • Günter Wienhold: „Bei den Vertragsverhandlungen galt für Stocker immer das gesprochene Wort, das war ihm wichtiger als schriftliche Abmachungen“
  • Andreas Zeyer: „Mit ihm einen Vertrag abzuschließen ging immer fünf Minuten.“
  • Jogi Löw: „Achim Stocker war ein Präsident ohne Eitelkeiten. Was ich an ihm auch geschätzt habe, war seine menschliche Größe.“
  • Fritz Keller: „Achim Stocker hat unserem Verein sein Herz geschenkt.“
  • Rudi Bantle: „Er hat es mich nicht spüren lassen, als sein SC sportlich am FFC vorbeigezogen ist. Ich habe da keinerlei Rivalität empfunden zwischen uns.“
  • Rolf Dohmen: „Er hat einen Fußball-Club noch mit Menschlichkeit und Verstand geleitet. Das gibt es heute nicht mehr oft.“
  • Ulrich Fuchs: „Amateurliga Südbaden, Zweite Liga, der ewige Kampf ums Überleben. Spieler verpflichten, Trainer feuern, immer zu wenig Geld. Die Nachtschichten für die Buchhaltung, die Brötchen schmieren für die Pressekonferenz. Immer die besten Kicker verkaufen, unzählige Wochenenden drangeben für die Suche nach Talenten. Für den Verein schuften bis zur Erschöpfung und danach keinen Schlaf mehr finden. In diesen Nächten getrieben von der Sorge mit dem Hund hinaus auf einsame Straßen – und tagsüber wieder vor potentiellen Geldgebern Männchen machen.“
  • Jörg Schmadtke: „Er war ja nie bei den Spielen. Aber einmal im Monat roch man in der Kabine sein Zigarillo, weil er die Gehaltsabrechnung vorbei gebracht hat. Das hat er sich nicht nehmen lassen. Er war schon ein besonderer Präsident.“
  • erster SC-Manager Andreas Rettig: „die ersten 30 Minuten hat er mir erst einmal erklärt, warum er eigentlich keinen Manager braucht.“
  • Andreas Rettig: „Er ist dann – das hat er mir erst später einmal erzählt –, bevor er in die Oberfinanzdirektion ging, in die Geschäftsstelle gegangen und hat den Qualm seines Zigarillo richtig ins Foyer geblasen. Das sollte mir signalisieren, dass er schon da war.“
  • A.S. zu Andreas Rettig: „Sie bringen mir jetzt aber nicht den ganzen Laden durcheinander“
  • „Solange es mich gibt, entscheide ich auch“, A.S. und dabei schelmisch grinsend
  • Achim Sarstedt: „Was in anderen Vereinen in anderen Städten mit ganz viel materiellem Aufwand gemacht wird, hat er hier mit Herzblut getan. Dafür gilt es Respekt zu zollen.“
  • Thomas Schweizer: „Er hat uns vieles mitgegeben: Bodenständigkeit, Wertschätzung für andere – wir wissen, wo wir herkommen. Und es hat gut gefruchtet: Einer von uns ist Bundestrainer, einer Chefausbilder beim DFB – ich glaube, wir sind gute Jungs geworden und er hat uns gut geführt.“
  • Gabor Zele: „Er hat Spieler ausgegraben, mit denen keiner gerechnet hat. Wenn man die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bedenkt, hat er wirklich Gigantisches vollbracht. Ich bin stolz, dass ich bei diesem Verein sein durfte.“
  • Fritz Fuchs: „Er hat ja einst auch das Scouting selbst gemacht, neue Spieler selbst gesucht und verpflichtet. Da hatte er ein gutes Auge und ein gutes Händchen, anders als andere Präsidenten.“
  • Andreas Mücke: „Werde nie vergessen, wie meine Mutter einen Brief an Herrn Stocker geschrieben hat, da auf der oberen Tribüne auf Süd die Stehplatz-Karten auf Dauerkarte umgestellt wurden. Wir hatten keine Dauerkarten erhalten. 1 Woche nachdem der Brief an Ihn verschickt worden war, hat er uns persönlich angerufen und mitgeteilt, dass wir 2 Dauerkarten erhalten“
  • Christiane Ludwig: „Wir kamen extra von Ludwigshafen und standen in einer nicht endenden Warteschlange vor der Geschäftsstelle. Kurz bevor wir dran waren, hieß es ausverkauft. Da kam Herr Stocker. Er wollte nicht dass wir leer ausgehen, und so bekamen wir die Karten.“
  • Günter Wienhold: „Er hat 37 Jahre lang Großartiges für den Verein geleistet. Badenova-Stadion ist ja gut und schön, aber es sollte künftig Achim-Stocker-Stadion heißen. Warum denn nicht?“
  • Christian Streich über seine Zeit als Spieler beim SC: „Es war unvorstellbar. Präsident Stocker hat damals seine Kaffeemaschine von zu Hause zum Spiel mitgebracht und für die zwei Leute, die übers Spiel geschrieben haben, Kaffee gekocht. Danach hat er drei Stunden die Straße gekehrt und die Maschine wieder mitgenommen.“
  • Volker Finke: „Achim Stocker hat mit einer unglaublichen Kraft, die er investiert hat, über viele Jahre mit ganz kleinem Budget den SC Freiburg in der zweiten Liga am Leben gehalten. Es ist bewundernswert, dass man mit dem wenigen, was da war, das Beste rausgeholt hat“
  • Aufstiegstrainer Manfred Brief über Stocker und Köbele: „Mehr oder minder im Vorbeigehen wurde mir mitgeteilt, dass ich von morgen an Trainer des SC Freiburg zu sein hätte. Ich hatte gar keine andere Wahl, als zu tun, was die beiden Herren von mir verlangten.“

Trivia

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  • Im Hause Stocker wohnten übergangsweise Spieler: „Rodolfo Cardoso, Jens Todt und André Finke. Manchmal waren auch mehrere Zimmer belegt, unser Haus war ja groß.“
  • Achim Stocker lehnte es ab, mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt zu werden
  • Achim Stocker hat seit Zugehörigkeit zur 2. Liga keine Spiele mehr live verfolgt. Stattdessen ging er mit seinem Hund Thommi spazieren oder ist mit dem Auto herumgefahren.
  • Hannelore Stocker über den Nichtabstieg in Duisburg: „Er war wie damals üblich mit dem Auto unterwegs. Er hat mir danach erzählt, dass er am Kaiserstuhl war, und erst als die hupenden Autos mit Fahnen an ihm vorbeifuhren, war ihm klar, dass es geklappt hat.“


- [5] |Badische Zeitung=Stimmen zum Tod Achim Stockers |datum=2009-11-01 |sprache=de |abruf=2025-10-15

- [6] |titel=Achim Stocker – ein Mann klarer Worte |datum=2009-11-01 |sprache=de |abruf=2025-10-15

- autor=Ulrich Fuchs [7] |titel=Im Gedenken an Achim Stocker | 27.05.1935 - 01.11.2009 |werk=scfreiburg.com |sprache=de |abruf=2025-10-15

- [8] |titel=Trauerfeier: Stimmen zu Achim Stocker |werk=badische-zeitung.de |datum=2009-11-06 |sprache=de |abruf=2025-10-15

- autor=Maximilian Lotz [9] |titel=Auch Hoeneß war von ihm beeindruckt |hrsg=Sport1 |datum=2024-11-01 |sprache=de |abruf=2025-12-27