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Benutzer:Materialwiss

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Aristoteles, Metaphysik (I, 2): "Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind." => Staunen, Ding, Wissenschaft

Aristoteles Wissenschaftskonzept: Metaphysik, 1. Buch, 980 a - 983 a (http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Auditorium/BeGriRoe/SO9/AristMet.htm) Die Merkma1e der Weisheit : [...] Die göttlichste Wissensehaft nämlich ist auch die ehrbarste, und dafür sprechen schon die folgenden beiden Gründe: einmal ist eine Wissenschaft, die die Gottheit am meisten besitzen dürfte, eine göttliche Wissensschaft; zum anderen gilt das für eine Wissenschaft, die vom Göttlichen handelt. Die hier [begrifflich bestimmte Wissenschaft] allein aber umfaßt beides. Denn Gott gilt allen als eine 'Ursache' und ein 'Prinzip', und Gott besitzt wohl diese Wissensehaft allein oder doch am meisten. Freilich sind alle anderen Wissenschaften [für die menschliche Praxis] notwendiger als diese, aber keine ist besser. In gewisser Hinsieht allerdings muß ihr Besitz gegenüber den anfängliehen Untersuchungen für uns ins Gegenteil umschlagen. Alle nämlieh beginnen, wie gesagt, mit der Verwunderung, daß die Dinge so sind, wie sie sind, wie zum Beispiel angesichts sich selbst bewegender Marionetten, der Sonnenwende oder der Inkommensurabilität der Diagonale. Bei letzterem Problem scheint es etwa allen verwunderlich, die noch nicht 'die Ursache' betrachtet haben, daß es etwas gibt, das nicht mit dem kleinsten Maß gemessen werden kann. Doch es muß sich nach dem Spriehwort zum Gegenteil und zum besseren Ende umkehren, auch in diesem Fall, wenn man die Ursache zu verstehen gelernt hat. Über nichts geriete nämlich ein Geometer mehr in Erstaunen, als wenn die Diagonale kommensurabel wäre. Somit ist gesagt, welches die Natur der zu definierenden Wissenschaft ist und was das Ziel ist, das die Untersuehung und das gesamte Verfahren erreichen muß.