Franz Josef Strauß

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Franz Josef Strauß 1982

Franz Josef Strauß (1915-1988)

deutscher Politiker (CSU)

Zitate mit Quellenangabe

  • "Die Demokratisierung der Gesellschaft ist der Beginn der Anarchie, das Ende der wahren Demokratie. Wenn die Demokratisierung weit genug fortgeschritten ist, dann endet sie im kommunistischen Zwangsstaat." - Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 11. Januar 1978. Unter Demokratisierung verstand man damals die Demokratisierung der Gesellschaft, z.B. Universitäten (Studentenausschüsse) und Betriebe (Mitbestimmung)
  • "Dieses Europa hat ein gemeinsames Schicksal und eine gemeinsame Zukunft. Was liegt näher, als dass es zu einer gemeinsamen Politik kommen muss?" - Bundestagsdebatte zum EVG-Vertrag am 7. Februar 1952
  • "Es ist mir egal, wer unter mir Bundeskanzler wird." - DER SPIEGEL 21. April 1975
  • "Ich bin die Stimme der Partei. Bringen Sie das Geld mit, dann dürfen Sie auch mitreden." - über die CSU, Süddeutsche Zeitung, 25. Mai 1970
  • "Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam." - DER SPIEGEL, 30. November 1970
  • "Die Erziehung der Kinder ist eine Uraufgabe, eine von Gott den Eltern auferlegte Pflicht, ist ihr ureigenstes Recht." - im Bayernkurier, 9.7.1977
  • "Ich bin zwar kein Wehrdienstverweigerer, aber trotzdem kein Feigling." - Aus einem Dementi von Strauß, 6. September 1957, laut DER SPIEGEL 5. April 1961. Strauß' Antrag an das Landgericht Nürnberg, dem SPIEGEL die Verbreitung dieses Zitats "ohne Hinweis auf die Losung der Wehrdienstverweigerer, daß mehr Mut zur Wehrdienstverweigerung als zur Befolgung eines Gestellungsbefehls gehöre", zu verbieten, blieb erfolglos, DER SPIEGEL 15. Juli 1961
  • "Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder." - DIE ZEIT, 27. Februar 1970; siehe auch DER SPIEGEL 15. März 1971
  • "Irren ist menschlich, aber immer irren ist sozialdemokratisch." - Bundestagswahl 1965 im Stimmkreis Kitzingen
  • "Sicher ist ihnen das Wort Schumpeters bekannt, dass sich eher ein Mops einen Wurstvorrat halten kann, als dass ein Parlament darauf verzichtet, vorhandenes Geld auszugeben!" - Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelstages am 15. Februar 1967
  • "Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher." - DIE WELT, 23. September 1974
  • "Wem es bei uns hier im Bundesgebiet nicht paßt, der kann ja hinübergehen in die Sowjetzone." - Im Oktober 1958 zu Demonstranten in Offenbach. Wortlaut gemäß SPD-Pressedient vom 27. Oktober 1958, zitiert in Samuel Wahrhaftig, Franz-Joseph Strauß, Scherz Verlag 1965, Seite 33 Google Books und DER SPIEGEL 5. April 1961]
  • "Wie manche Pfarrer die Kirche leer predigen, reden auch manche Politiker den Saal leer." - Ich bin der geborene Anti-Rhetor. In: DER SPIEGEL 38/1989 vom 18. September 1989, Seite 158-159a
  • "Ein Politiker, der ein guter Redner sein will, wird immer einiges sagen, was die Leute nicht verstehen." - Ich bin der geborene Anti-Rhetor. DER SPIEGEL
  • “Wir wollen von niemandem mehr, weder von Washington, noch von Moskau, von keinem europäischen Nachbarn, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.“ - 1977, zitiert nach DER SPIEGEL
  • "Sorgen Sie dafür, daß die Freiheit in ihrem Lande, gleichgültig von woher sie bedroht wird, erhalten bleibt." - 19. November 1977 in Chile zu Augusto Pinochet, nach: Arbeiten lernen, DER SPIEGEL Nr. 49, 28. November 1977

Zugeschrieben

  • "Ein Volk, das diese wirtschaftlichen Leistungen vollbracht hat, hat ein Recht darauf, von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen." - Zitat in der Frankfurter Rundschau, 13. September 1969. In DER SPIEGEL vom 25. Dezember 1978 wiedergegeben als angebliches Strauß-Zitat, gegen das Strauß aber erst seit Neuestem vorgehe. Vgl. auch Karl-Heinz Janßen: Pfeile aus dem Köcher der Vergangenheit. DIE ZEIT vom 25. Januar 1980, zeit.de

Zitate mit Bezug auf Franz-Josef Strauß

  • "Ich glaube, er hat sein Leben gut gelebt und er hat sich dabei um Deutschland verdient gemacht." - Rudolf Augstein, zit. nach Liebe an der Macht - Marianne und Franz Josef Strauß, 1 Festival, 14.6.2008 19:15
  • "Ohne ihn wäre die deutsche Politik langweiliger gewesen." - Willy Brandt, Erinnerungen, 1989
  • "Wie eine Eiche ist er vor uns gestanden, kraftvoll, lebendig, unverwüstlich, so schien es. Und wie eine Eiche ist er gefällt worden." - Joseph Kardinal Ratzinger in seinem Pontifikalamt zum Tod von Strauß, zitiert in zeit.de, 28.9.2006

Weblinks

Commons
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