Friedrich Schiller

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Dichter Friedrich Schiller, für weitere Personen mit dem Namen Schiller siehe Schiller (Begriffsklärung)
Johann Christoph Friedrich Schiller

»Unaufhaltsam enteilet die Zeit.« Sie sucht das Beständge. Sey getreu, und du legst ewige Fesseln ihr an.
Das Unwandelbare

Friedrich Schiller (1759-1805)[Bearbeiten]

deutscher Dichter und Schriftsteller
eigentlich: Johann Christoph Friedrich Schiller

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

Bühnenwerke

Die Räuber (1781)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Die Räuber.

Alle Zitate nach: Die Räuber. Ein Schauspiel. Frankfurt und Leipzig 1781, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource

  • "Das Gesez hat zum Schneckengang verdorben, was Adlerflug geworden wäre. Das Gesez hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freyheit brütet Koloße und Extremitäten aus." - Die Räuber I, 2 / Moor, S. 20
  • "Das ist dein Bruder! - das ist verdollmetscht; Er ist aus eben dem Ofen geschossen worden, aus dem du geschossen bist - also sei er dir heilig!" - Die Räuber I, 1 / Franz, S. 15f.
  • "Deine Weißheit sei die Weisheit der grauen Haare, aber dein Herz - dein Herz sey das Herz der unschuldigen Kindheit." - Die Räuber V, 2 / D. a. Moor, S. 207
  • "[...] dem Mann kann geholfen werden." - Die Räuber V, 2 / R. Moor, S. 222
  • "Der Muth wächst mit der Gefahr; Die Kraft erhebt sich im Drang." - Die Räuber I, 2 / Spiegelberg, S. 25
  • "[...] der Pöbel hört nie auf, Pöbel zu seyn, und wenn Sonne und Mond sich wandeln, und Himmel und Erde veralten wie ein Kleid" - Die Räuber, Vorrede
  • "Ein zuckersüßes Brüdergen! In der That! - Franz heißt die Kanaille?" - Die Räuber I, 2 / Schweizer, S. 30
  • "Er ist euer Augapfel gewesen bisher, nun aber, ärgert dich dein Auge, sagt die Schrift, so reiß es aus. Es ist besser einäugig gen Himmel, als mit zwey Augen in die Hölle." - Die Räuber I, 1 / Franz, S. 9
  • "Ich bin mein Himmel und meine Hölle." - Die Räuber IV, 5 / Moor, S. 171
  • "Ich fühle eine Armee in meiner Faust - Tod oder Freyheit!" - Die Räuber II, 3 / Moor, S. 111
  • "Ich weis wol, daß derjenige auf Ewigkeit hofft, der hier zu kurz gekommen ist." - Die Räuber V, 1 / Franz, S. 192f.
  • "Mir ekelt vor diesem Tintenklecksenden Sekulum." - Die Räuber I, 2 / Karl v. Moor, S. 17
  • "O daß ihrs begreiffen lerntet! daß euch die Schuppen fielen vom Auge!" - Die Räuber I, 1 / Franz, S. 10
  • "Sag ihnen, mein Handwerk ist Wiedervergeltung - Rache ist mein Gewerbe." - Die Räuber II, 3 / Karl, S. 107
  • "Wer nichts fürchtet, ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet." - Die Räuber I, 1 / Franz, S. 15

Kabale und Liebe (1783)[Bearbeiten]

  • "— bei uns wird selten eine Mariage geschlossen, wo nicht wenigstens ein halb Dutzend der Gäste — oder der Aufwärter — das Paradis des Bräutigams geometrisch ermessen kann." - Kabale und Liebe I,5 / Präsident
  • "Dass die Zärtlichkeit noch barbarischer zwingt, als Tyrannenwut! — Was soll ich? Ich kann nicht! was muss ich tun?" - Kabale und Liebe V,1 / Luise
  • "Die arme Sünderin auf dem berüchtigten Henkerstuhl lacht zu Weltuntergang" - Kabale und Liebe IV,7 / Luise
  • "Die Lüge muß hier gangbare Münze sein, wenn die Wahrheit so wenig Glauben findet." - Kabale und Liebe V,2 / Ferdinand
  • "Einem Liebhaber, der den Vater zur Hilfe ruft, trau ich - erlauben Sie - keine hohle Haselnuss zu." - Kabale und Liebe I,2 / Miller
  • "Ich fürchte nichts - nichts - als die Grenzen deiner Liebe." - Kabale und Liebe I,4 / Ferdinand
  • "In meinem Herzen liegen alle meine Wünsche begraben." - Kabale und Liebe I,7 / Ferdinand
  • "Mein bist du, und wärfen Höll' und Himmel sich zwischen uns!" - Kabale und Liebe II,5 / Ferdinand
  • "Mein Verstand steht still." - Kabale und Liebe III,2 / Hofmarschall von Kalb
  • "O, sie sind pfiffig, so lang sie es nur mit dem Kopf zu tun haben; aber sobald sie mit dem Herzen anbinden, werden die Böswichter dumm." - Kabale und Liebe V,1 / Luise
  • "Seligkeit zerstören ist auch Seligkeit." - Kabale und Liebe IV,7 / Lady Milford
  • "So viel Geld lässt sich, weiß Gott, nicht mit etwas Gutem verdienen." - Kabale und Liebe V,5 / Miller
  • "Sünder und böse Geister scheuen das Licht der Welt." - Kabale und Liebe V,1 / Miller
  • "Wenn die Küsse deines Majors heißer brennen als die Tränen deines Vaters — stirb!" - Kabale und Liebe V,1 / Miller
  • "Die Limonade ist matt wie deine Seele - Versuche!" - "Kabale und Liebe V, 7 / Ferdinand"
  • "Gleich muß die Pastete auf den Herd, und dem Major- ja ja dem Major will ich weisen, wo Meister Zimmermann das Loch gemacht hat." - "Kabale und Liebe I, 1/ Miller"
  • "Du bist blaß Luise?" - "Kabale und Liebe I, 4/ Ferdinand"
  • "Der Himmel und Ferdinand reißen an meiner blutenden Seele." - "Kabale und Liebe I,3 / Luise"

Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (1784)[Bearbeiten]

  • "Der Feigen waren mehr, denn der Streitbaren, der Dummen mehr, denn der Klugen - Mehrheit setzte durch." - Die Verschwörung des Fiesco zu Genua II, 5 / Fiesco
  • "Der Mohr hat seine Arbeit (oft zitiert: Schuldigkeit) getan, // Der Mohr kann gehen." - Die Verschwörung des Fiesco zu Genua III, 4 / Muley Hassan, Mohr von Tunis
  • "Donner und Doria!" - Die Verschwörung des Fiesco zu Genua I, 5 / Gianettino Doria
  • "Leben heißt träumen; weise sein, Lomellin, heißt angenehm träumen." - Die Verschwörung des Fiesco zu Genua I, 6 / Fiesco

Don Carlos (1787)[Bearbeiten]

Erstdruck
  • "Beim wunderbaren Gott - das Weib ist schön." - Don Carlos II,8 / Don Carlos
  • "Die Liebe ist der Liebe Preis." - Don Carlos II,8 / Prinzessin
  • "Die schönen Tage in Aranjuez // Sind nun zu Ende." - Don Carlos I,1 / Domingo
  • "Doch große Seelen dulden still." - Don Carlos I,4 / Marquis von Posa
  • "Dreiundzwanzig Jahre, und nichts für die Unsterblichkeit getan!" - Don Carlos II,2 / Don Carlos
  • "Du nahmst mir meinen Himmel nur, um ihn // In König Philipps Armen zu vertilgen." - Don Carlos I,5 / Don Carlos
  • "Ein Augenblick, gelebt im Paradiese, // Wird nicht zu teuer mit dem Tod gebüßt." - Don Carlos I,5 / Don Carlos
  • "Ein Erröten // Zurückzunehmen, haben manche schon // Der Schande sich geopfert." - Don Carlos II, 15 / Marquis von Posa
  • "Ein Federzug von dieser Hand, und neu // Erschaffen wird die Erde. Geben Sie // Gedankenfreiheit." - Don Carlos III,10 / Marquis von Posa
  • "Ich bin verzagt, wenn Weiber vor mir zittern." - Don Carlos II,8 / Don Carlos
  • "Ich habe // Das Meinige getan. Tun Sie das Ihrige" - Don Carlos V,letzter Auftritt/ König
  • "Liebe // Kennt der allein, der ohne Hoffnung liebt." - Don Carlos II,8 / Don Carlos
  • "Oh, der Einfall war kindisch, aber göttlich schön." - Don Carlos I,2 / Don Carlos
  • "O eines Pulses Dauer nur Allwissenheit!" - Don Carlos III,2 / König
  • "Und was // Ist Zufall anders, als der rohe Stein, // Der Leben annimmt unter Bildners Hand? // Den Zufall gibt die Vorsehung - zum Zwecke // Muß ihn der Mensch gestalten." - Don Carlos III,9 / Marquis von Posa
  • "Wer mich // Entbehren kann, wird Wahrheit für mich haben." - Don Carlos III,5 / König
  • "Wer sich // Den Menschen nützlich machen will, muß doch // Zuerst sich ihnen gleich zu stellen suchen." - Don Carlos IV,3 / Marquis von Posa

Wallenstein - Trilogie (1798-1799)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Wallenstein (Schiller).

Wallensteins Lager[Bearbeiten]

  • "Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze." - Wallensteins Lager, Prolog
  • "Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst." - Wallensteins Lager, Prolog
  • "Es wächst der Mensch mit seinen größern Zwecken." - Wallensteins Lager, Prolog
  • "Hinter dem U kommt gleich das Weh, // das ist die Ordnung im ABC." - Wallensteins Lager, Kapuziner
  • "Und setzet ihr nicht das Leben ein, // nie wird euch das Leben gewonnen sein." - Wallensteins Lager, 11 / Chor
  • "Und wenn die Muse heut, // Des Tanzes freie Göttin und Gesangs, // Ihr altes deutsches Recht, des Reimes Spiel, // Bescheiden wieder fordert - tadelt`s nicht!" - Wallensteins Lager, Vers 129-132 - Prolog
  • "Wenn man für jeden Donner und Blitz, den ihr losbrennt mit eurer Zungenspitz, die Glocken müsst läuten im Land umher, es wär bald kein Mesner zu finden mehr." - Wallensteins Lager, 8. Auftritt zeno.org / Kapuzinerpredigt

Die Piccolomini[Bearbeiten]

  • "Das eben ist der Fluch der bösen Tat, // dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären." - Die Piccolomini, V,1 / Octavio Piccolomini
  • "Des Dienstes immer gleichgestellte Uhr." - Die Piccolomini, I,4 / Max Piccolomini
  • "Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt." - Die Piccolomini, III,4 Max
  • "Die Uhr schlägt keinem Glücklichen. (oft zitiert: Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.)." - Die Piccolomini, III,3 / Max Piccolomini
  • "Spät kommt Ihr - doch Ihr kommt! Der weite Weg // […] entschuldigt Euer Säumen.." - Die Piccolomini, I, 1 / Illo
  • "Und eh' der Tag, der eben jetzt am Himmel // Verhängnißvoll heranbricht, untergeht, // Muß ein entschedent Loos gefallen seyn." - Die Piccolomini, V, 2 / Octavio Piccolomini
  • "Verstellung ist der offnen Seele fremd." - Die Piccolomini, ? / Oktavio
  • "Vor Tische las man's anders." - Die Piccolomini, IV, 7 / Tiefenbach
  • "Was ist der langen Rede kurzer Sinn?" (oft als: "Langer Rede kurzer Sinn." oder auch "Lange Rede, kurzer Sinn."). - Die Piccolomini, I,2 / von Questenberg, http://www.zeno.org/nid/20005608376
  • "Wer nicht ist mit mir, der ist wider mich. (oft zitiert: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.)." - Die Piccolomini, IV,7 / Illo; Nach der Bibel Lk 11:23 und Mt 12:30

Wallensteins Tod[Bearbeiten]

  • "Da steh' ich, ein entlaubter Stamm!" - Wallensteins Tod, III, 18 / Wallenstein
  • "Daran erkenn' ich meine Pappenheimer. (oft zitiert: Ich kenne meine Pappenheimer)." - Wallensteins Tod, III, 15 / Wallenstein
  • "Das war kein Heldenstück, Octavio! Nicht deine Klugheit siegte über meine..." Wallensteins Tod III,9 Wallenstein
  • "Den Saamen legen wir in ihre Hände, // ob Glück, ob Unglück aufgeht, lehrt das Ende." - Wallensteins Tod, I, 7 / Wallenstein
  • "Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, // und die Gewohnheit nennt er seine Amme." - Wallensteins Tod, I, 4 / Wallenstein
  • "Denn nur vom Nutzen wird die Welt regiert." - Wallensteins Tod, I, 7 / Terzky
  • "Der Tag bricht an, und Mars regiert die Stunde." - Wallensteins Tod, I,1 / Wallenstein
  • "Die Sterne lügen nicht." - Wallensteins Tod, III,9 / Wallenstein
  • "Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit. // Leicht beieinander wohnen die Gedanken, // doch hart im Raume stoßen sich die Sachen." - Wallensteins Tod, II, 2 / Wallenstein
  • "Es ist der Geist, der sich den Körper baut." - Wallensteins Tod, III,13 / Wallenstein
  • "Hab ich des Menschen Kern erst untersucht, so weiß ich auch sein Wollen und sein Handeln." Wallensteins Tod II,3 Wallenstein
  • "Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung." - Wallensteins Tod, I, 5 / Wrangel
  • "Leutselig macht das Missgeschick." - Wallensteins Tod, IV, 2 / Gordon
  • "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben." - Wallensteins Tod, V, 4 / Gordon
  • "Nicht deiner Treu, // der Ohnmacht nur wird's zugeschrieben werden." - Wallensteins Tod I, 3 / Illo
  • "Nicht hoffe, wer des Drachen Zähne Sä't, // Erfreuliches zu ärnten. Jede Unthat // trägt ihren Rache-Engel schon, // die böse Hoffnung, unter ihren Herzen." - Wallensteins Tod, I, 7 / Wallenstein
  • "Nur zwischen Glaube und Vertraun ist Friede." - Wallensteins Tod, III, 18 / Wallenstein
  • "O, hättest du vom Menschen besser stets gedacht, du hättest besser auch gehandelt! - Friedrich von Schiller, Wallensteins Tod, 2.7 Max
  • "Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort." - Wallensteins Tod, II, 2 / Wallenstein
  • "Sein Geist ist's, der mich ruft." - Wallensteins Tod, IV, 12 / Thekla
  • "Und ich erwart' es, daß der Rache Stahl // Auch schon für meine Brust geschliffen ist." - Wallensteins Tod, I,7 / Wallenstein
  • "Wenn's nur dein Spiel gewesen, glaube mir, // Du wirst's in schwerem Ernste büßen müssen." - Wallensteins Tod, I, 3 / Illo
  • "Wir handeln, wie wir müssen. So lasst uns das Notwendige, mit Würde, mit festem Schritte tun." - Wallensteins Tod II,2 / Wallenstein
  • "Es denkt der Mensch die freie Tat zu tun, umsonst! Er ist das Spielwerk nur der blinden Gewalt, die aus der eignen Wahl ihm schnell die furchtbare Notwendigkeit erschafft." - Wallensteins Tod IV, 8 / Buttler
  • "Den Menschen macht sein Wille groß und klein, und weil ich meinem treu bin, muss er sterben." - Wallensteins Tod IV, 8 / Buttler

Maria Stuart (1800)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Maria Stuart (Drama).

Alle Zitate nach: Maria Stuart ein Trauerspiel von Schiller, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Tübingen 1801, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource

Die Jungfrau von Orléans (1801)[Bearbeiten]

  • "Geh hin! Du sollst auf Erden für mich zeugen." - Die Jungfrau von Orleans, Prolog, 4. Auftritt, Vers 408
  • "In raues Erz sollst du die Glieder schnüren." - Jungfrau von Orleans, Prolog, 4. Auftritt, Vers 409
  • "Kurz ist der Abschied für die lange Freundschaft." - Die Jungfrau von Orleans, III,6 / Lionel
  • "Mit (der) Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens." - Die Jungfrau von Orleans, III,6 / Talbot
  • "Sein Maß ist voll, er ist zur Ernte reif" (zitiert: Das Maß ist voll) - Jungfrau von Orleans, Prolog, 3. Auftritt
  • "Und Hochmut ists, wodurch die Engel fielen, / Woran der Höllengeist die Menschen fasst." - Die Jungfrau von Orleans, Prolog, 2. Auftritt / Thibaut d'Arc
  • "Wie kommt mir solcher Glanz in meine Hütte?" - Die Jungfrau von Orleans, Prolog, 2 / Thibaut d'Arc
  • "Wie eine Kriegsgöttin, schön zugleich/ Und schrecklich anzusehen - Die Jungfrau von Orleans, I,9./ Raoul

Die Braut von Messina (1803)[Bearbeiten]

Erstausgabe: Tübingen Cotta 1803 books.google
Sämtliche Werke, Band 6, München 3. Aufl. 1962, S. 825-912. zeno.org

  • "Das Leben ist der Güter höchstes nicht, // Der Übel größtes aber ist die Schuld." - Die Braut von Messina / Chor (die letzten Verse des Trauerspiels)
  • "Die Neigung gibt // Den Freund, es gibt der Vorteil den Gefährten, // Wohl dem, dem die Geburt den Bruder gab!" - Die Braut von Messina / Isabella
  • "Der Not gehorchend, nicht dem eignen Trieb (oft zitiert: Triebe)." - Die Braut von Messina / Isabella
  • "Ein ewig Rätsel bleiben will ich mir" - Die Braut von Messina / Beatrice Cotta 1803 S. 59 books.google
  • "Hinter den großen Höhen folgt auch der tiefe, der donnernde Fall." - Die Braut von Messina / Chor
  • "Nicht an die Güter hänge dein Herz, // Die das Leben vergänglich zieren! // Wer besitzt, der lerne verlieren, // Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz!" - Die Braut von Messina / Chor
  • "Uns aber treibt das verworrene Streben blind und sinnlos durch's wüste Leben." - Die Braut von Messina,? / Chor
  • "Schamhafte Demut ist der Reize Krone!" - Die Braut von Messina, II,2 / Don Cesar

Wilhelm Tell (1804)[Bearbeiten]

Erstdruck
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Wikipedia führt einen Artikel über Wilhelm Tell (Schiller).

Alle Zitate nach: Wilhelm Tell, Schauspiel von Schiller, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, 1. Auflage, Tübingen 1804, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource

Demetrius - Fragment (entstanden 1805)[Bearbeiten]

  • "Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, // Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen." - Demetrius / Fürst Sapieha
  • "Euch öffnen sich des Glückes goldne Tore." - Demetrius / Demetrius
  • "Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen; // Der Staat muß untergehn, früh oder spät, // Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet." - Demetrius / Fürst Sapieha
  • "Mit vollen Segeln lief ich in das Meer // Des Lebens." - Demetrius / Demetrius
  • "Nicht deinen Arm bloß will ich, auch dein Auge." - Demetrius / Marina

Gedichte und Balladen[Bearbeiten]

An die Freude (1785)[Bearbeiten]
  • "Brüder, fliegt von euren Sitzen, // Wenn der volle Römer kreist, // Laßt den Schaum zum Himmel spritzen: // Dieses Glas dem guten Geist!" - An die Freude
  • "Duldet mutig, Millionen! // Duldet für die beßre Welt! - An die Freude
  • "Freude, schöner Götterfunken, // Tochter aus Elysium, // Wir betreten feuertrunken, // Himmlische, dein Heiligtum." - An die Freude
  • "Seid umschlungen, Millionen! // Diesen Kuss der ganzen Welt." - An die Freude
  • "Wem der große Wurf gelungen, // eines Freundes Freund zu sein, // Wer ein holdes Weib errungen, // Mische seine Jubel ein!" - An die Freude
  • "Wollust ward dem Wurm gegeben." - An die Freude
Sprüche des Konfuzius (1795)[Bearbeiten]
  • "Dreifach ist der Schritt der Zeit: // Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, // Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, // Ewig still steht die Vergangenheit." - Sprüche des Konfuzius
  • "Mußt ins Breite dich entfalten, // soll sich dir die Welt gestalten; // In die Tiefe mußt du steigen, Soll sich dir das Wesen zeigen." - Sprüche des Konfuzius
  • "Rastlos vorwärts musst du streben, // Nie ermüdet stille stehn." - Sprüche des Konfuzius
Tabulae Votivae (Musenalmanach 1797)[Bearbeiten]
  • "Einer, das höret man wohl, spricht nach dem andern, doch keiner mit dem andern; wer nennt zwei Monologe Gespräch?" - Votivtafeln?: An die Gesetzgeber
  • "Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes // Werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an." - Votivtafeln: Pflicht für jeden
  • "Warum kann der lebendige Geist dem Geist nicht erscheinen? // Spricht die Seele, so spricht ach! schon die Seele nicht mehr." - Votivtafeln: Sprache
  • "»Woran erkenn' ich den besten Staat?«- // »Woran du die beste Frau kennst - // daran, mein Freund, daß man von beiden nicht spricht.«" - Votivtafeln: ?
Der Handschuh (1797)[Bearbeiten]
  • "Da speit das doppelt geöffnete Haus // Zwei Leoparden auf einmal aus. // Die stürzen mit mutiger Kampfbegier // Auf das Tigertier." - Der Handschuh
Der Ring des Polykrates (1797)[Bearbeiten]
  • "Des Lebens ungemischte Freude // ward keinem Irdischen zuteil." - Der Ring des Polykrates
  • "Du hast der Götter Gunst erfahren!" - Der Ring des Polykrates
  • "Hier wendet sich der Gast mit Grausen." - Der Ring des Polykrates
  • "Noch keinen sah ich fröhlich enden, // Auf den mit immer vollen Händen // Die Götter ihre Gaben streun." - Der Ring des Polykrates
Die Worte des Glaubens (1797)[Bearbeiten]
  • "Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, // Und würd' er in Ketten geboren." - Die Worte des Glaubens
  • "Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, // Vor dem freien Menschen erzittert nicht!" - Die Worte des Glaubens
Die Worte des Wahns (1797)[Bearbeiten]
  • "Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort, // Doch der freie wandelt im Sturme fort." - Die Worte des Wahns
  • "Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor, // Es ist in dir, du bringst es ewig hervor." - Die Worte des Wahns
Der Kampf mit dem Drachen (1798)[Bearbeiten]
Die Bürgschaft (1798)[Bearbeiten]
  • "Ich sei, gewährt mir die Bitte, // In eurem Bunde der Dritte." - Die Bürgschaft
  • "Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!" - Die Bürgschaft
  • "Zurück! du rettest den Freund nicht mehr, // So rette das eigene Leben!" - Die Bürgschaft
Das Lied von der Glocke (1799)[Bearbeiten]
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Wikipedia führt einen Artikel über Das Lied von der Glocke.

Alle Zitate nach: Das Lied von der Glocke, aus: Friedrich Schiller: Musen-Almanach für das Jahr 1800, 1. Auflage, J. G. Cotta, Tübingen 1800, S. 251-272, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource

  • "[...] das Auge des Gesetzes wacht." - Das Lied von der Glocke, Vers 304, S. 266
  • "Da werden Weiber zu Hyänen // Und treiben mit Entsetzen Scherz," - Das Lied von der Glocke, Vers 371f., S. 269
  • "Der ersten Liebe goldne Zeit" - Das Lied von der Glocke, Vers 75, S. 254
  • "Der Mann muss hinaus // In's feindliche Leben." - Das Lied von der Glocke, Vers 106f., S. 256
  • "Die Blume verblüht, // Die Frucht muß treiben." - Das Lied von der Glocke, Vers 104f., S. 256
  • "Doch mit des Geschickes Mächten // Ist kein ew'ger Bund zu flechten, // Und das Unglück schreitet schnell." - Das Lied von der Glocke, Vers 144ff., S. 258
  • "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, // Ob sich das Herz zum Herzen findet! // Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang." - Das Lied von der Glocke, Vers 91ff., S. 255
  • "Erröthend folgt er ihren Spuren." - Das Lied von der Glocke, Vers 70 S. 254
  • "Freude dieser Stadt bedeute, // Friede sey ihr erst Geläute." - Das Lied von der Glocke, Vers 429f. (letzte Verse), S. 272
  • "Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, // Und grimmig ist des Tigers Zahn, // Jedoch der schrecklichste der Schrecken, // Das ist der Mensch in seinem Wahn." - Das Lied von der Glocke, Vers 379ff., S. 269f.
  • "Und stündlich mit den schnellen Schwingen // Berühr' im Fluge sie [Anm: die Glocke] die Zeit, // Dem Schicksal leihe sie die Zunge, // Selbst herzlos, ohne Mitgefühl, // Begleite sie mit ihrem Schwunge // Des Lebens wechselvolles Spiel. // Und wie der Klang im Ohr vergehet, // Der mächtig tönend ihr entschallt, // So lehre sie, daß nichts bestehet // Daß alles Irdische verhallt." - Das Lied von der Glocke, Vers 413ff., S. 271f.
  • "Von der Stirne heiß // Rinnen muß der Schweiß, // Soll das Werk den Meister loben, // Doch der Segen kommt von oben." - Das Lied von der Glocke, Vers 5ff., S. 251
  • "Wehe, wenn sie losgelassen." -Das Lied von der Glocke, Vers 163, S. 259
  • "Wenn gute Reden sie begleiten // Dann fließt die Arbeit munter fort." - Das Lied von der Glocke, Vers 11f., S. 251
  • "Wohlthätig ist des Feuers Macht, // Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht." - Das Lied von der Glocke, Vers 155f., S. 259
  • "Wo rohe Kräfte sinnlos walten, // Da kann sich kein Gebild gestalten." - Das Lied von der Glocke, Vers 355f., S. 268
An die Freunde (1802)[Bearbeiten]
  • "Aber hat Natur uns viel entzogen, // War die Kunst uns freundlich doch gewogen, // Unser Herz erwarmt an ihrem Licht." - An die Freunde
  • "Alles wiederholt sich nur im Leben, // Ewig jung ist nur die Phantasie; // Was sich nie und nirgends hat begeben, // Das allein veraltet nie!" - An die Freunde
  • "Sehn wir doch das Große aller Zeiten // Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, // Sinnvoll still an uns vorübergehn." - An die Freunde
Andere Gedichte und Balladen[Bearbeiten]
  • "Ach wie glücklich sind die Toten!" - Das Siegesfest
  • "Alle andern Dinge müssen; der Mensch ist das Wesen, welches will." - Über das Erhabene
  • "Alles freuet sich und hoffet, // Wenn der Frühling sich erneut." - Der Jüngling am Bache
  • "Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben, // Bewahret sie!" - Die Künstler
  • "Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne." - Der Parasit
  • "Die Welt wird alt und wird wieder jung, // Doch der Mensch hofft immer Verbesserung!" - Hoffnung
  • "Dunkel war der Rede Sinn" - Der Gang nach dem Eisenhammer
  • "Ehret die Frauen! sie flechten und weben // Himmlische Rosen ins irdische Leben." - Würde der Frauen
  • "Genieße, wer nicht glauben kann. Die Lehre // ist ewig wie die Welt. Wer glauben kann, entbehre." - Resignation
  • "Glücklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege, // Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt." - Das Kind in der Wiege
  • "Hast du etwas, so teile mir's mit, und ich zahle, was recht ist; // Bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus." - Das Werte und das Würdige (im Volksmund: Haste was, dann biste was)
  • "Philosophen verderben die Sprache, Poeten die Logik, und mit dem Menschenverstand kommt man durchs Leben nicht mehr." - Böse Zeiten
  • "Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle, // dass das Schöne vergeht, dass das Vollkommene stirbt." - Nänie
  • "Soll ich darum das Veilchen unter die Füße treten, weil ich die Rose nicht erlangen kann?" - Der Spaziergang unter den Linden, Edwin
  • "Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist's!" – Das Höchste
  • "Und so saß er, eine Leiche." - Ritter Toggenburg
  • "Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest // Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl." - Der Spaziergang (übliche Übersetzung der von Herodot überlieferten Inschrift des Denkmals an den Thermopylen)
  • "»Was tun?«, spricht Zeus." - Die Teilung der Erde
  • "Wenn die Könige baun, haben die Kärrner zu tun." - Xenien: Kant und seine Ausleger
  • "Zwischen Sinnenglück und Seelenfrieden // Bleibt dem Menschen nur die bange Wahl." - Das Ideal und das Leben

Briefe[Bearbeiten]

  • "Beherrschung der Triebe durch die moralische Kraft ist Geistesfreiheit, und Würde heißt ihr Ausdruck in der Erscheinung. Auch die Würde hat ihre verschiedenen Abstufungen und wird da, wo sie sich der Anmut und Schönheit nähert, zum Edeln, und wo sie an das Furchtbare grenzt, zur Hoheit. Der höchste Grad der Anmut ist das Bezaubernde, der höchste Grad der Würde ist Majestät." - Über Anmut und Würde, 1793
  • "Anmut ist eine bewegliche Schönheit." - Über Anmut und Würde
  • "Das Universum ist ein Gedanke Gottes." - Philosophische Briefe: Theosophie des Julius, Die Welt und das denkende Wesen
  • "Der bloß niedergeworfene Feind kann wieder aufstehen, aber der versöhnte ist wahrhaft überwunden." - Über Anmut und Würde
  • "Der ernsteste Stoff muss so behandelt werden, dass wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen." - Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), 22. Brief
  • "Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele, die in der Prüfungsstunde treulos fliehn." - an Bettina von Arnim
  • "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." - Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), 15. Brief
  • "Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit." - Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), 2. Brief
  • "Die schönsten Träume von Freiheit werden ja im Kerker geträumt." - Briefe über Don Carlos, 2. Brief books.google
  • "Die strafende Satire erlangt poetische Freiheit, indem sie ins Erhabene übergeht; die lachende Satire erhält poetischen Gehalt, indem sie ihren Gegenstand mit Schönheit behandelt." - Über naive und sentimentalische Dichtung
  • "Die Vernunft ist eine Fackel in einem Kerker." - Philosophische Briefe: Julius an Raphael
  • "Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmender Atom im unermeßlichen leeren Raume." - Philosophische Briefe: Theosophie des Julius, Liebe
  • "In der Satire wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der höchsten Realität gegenüber gestellt." - Über naive und sentimentalische Dichtung
  • "Jeder kommende Frühling, der die Sprösslinge der Pflanzen aus dem Schoße der Erde treibt, gibt mir Erläuterung über das bange Rätsel des Todes und widerlegt meine ängstliche Besorgnis eines ewigen Schlafs." - Philosophische Briefe: Theosophie des Julius, Die Welt und das denkende Wesen
  • "Jetzt lebe ich zu Mannheim in einem angenehmen dichtrischen Taumel - Kurpfalz ist mein Vaterland." - Brief vom 19. Januar 1784
  • "Satirisch ist der Dichter, wenn er die Entfernung von der Natur und den Widerspruch der Wirklichkeit mit dem Ideale (in der Wirkung auf das Gemüt kommt beides auf eins hinaus) zu seinem Gegenstande macht. Dies kann er aber sowohl ernsthaft und mit Affekt als scherzhaft und mit Heiterkeit ausführen; je nachdem er entweder im Gebiete des Willens oder im Gebiete des Verstandes verweilt. Jenes geschieht durch die strafende oder pathetische, dieses durch die scherzhafte Satire." - Über naive und sentimentalische Dichtung
  • "So erhaben, so groß ist, so weit entlegen der Himmel! Aber der Kleinigkeitsgeist fand auch bis dahin den Weg." - Der astronomische Himmel
  • "Zunächst der Todesstrafe kam die Verweisung. Diese Strafe ist schrecklich in glückseligen Ländern; es gibt Staaten, aus denen es kein Unglück ist verwiesen zu werden." - Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon / Solon

Zitate mit Bezug auf Friedrich Schiller[Bearbeiten]

  • "Auf dem Glück der Fabel beruht freilich alles, man ist wegen des Hauptaufwandes sicher, die meisten Leser und Zuschauer nehmen denn doch nichts weiter mit davon, und dem Dichter bleibt doch das ganze Verdienst einer lebendigen Ausführung..." - Brief von Johann Wolfgang von Goethe, 5. April 1797
  • [...] Schiller hatte einen moralischen Kompass in der Brust. Seine Sympathie gehörte den Getretenen, den - und sei es von der Geschichtsschreibung - ungerecht Behandelten: Er fühlte mit den Opfern. [...] Schiller war Realist genug, um zu sehen, dass die Welt, so wie sie eingerichtet ist, keine idealen Höhenflüge duldet; aber er hatte das Herz, trotzdem für jene Partei zu ergreifen, die unter die Räder geraten." - Hannes Stein, Schiller war viel besser. In: Immer Recht haben. Frankfurt am Main, 2008, S. 61. ISBN 978-3-8218-0963-2
  • "Schiller: oder der Moral-Trompeter von Säckingen." - Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, 1.

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