Georg Wilhelm Friedrich Hegel

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Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831)[Bearbeiten]

deutscher Philosoph

Überprüft[Bearbeiten]

Die Verfassung Deutschlands (1802)[Bearbeiten]

  • "Die Katholiken hatten die Stellung von Unterdrückern, die Protestanten die der Unterdrückten" - Die Verfassung Deutschlands, Werke in 20 Bänden, Band 1 Frühe Schriften

Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse[Bearbeiten]

  • "Wer etwas Großes will, der muß sich, wie Goethe sagt, zu beschränken wissen. Wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts. Es gibt eine Menge interessante Dinge in der Welt; spanische Poesie, Chemie, Politik, Musik, d. ist alles sehr interessant, und man kann es keinem übel nehmen, der sich dafür interessiert; um aber als ein Individuum in einer bestimmten Lage etwas zustande zu bringen, muß man sich an etwas Bestimmtes halten und seine Kraft nicht nach vielen Seiten hin zersplittern." - Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, Werke in 20 Bänden, Suhrkamp Verlag, 1970, §80, Band 8, Seite 169

Grundlinien der Philosophie des Rechts[Bearbeiten]

  • "Der Staat ist die Wirklichkeit der sittlichen Idee." - Grundlinien der Philosophie des Rechts, Berlin 1821. § 257 books.google.de
  • "Leidenschaftliche Liebe und Ehe ist zweierlei." - Grundlinien der Philosophie des Rechts, § 162
  • "Nationen, die in sich unverträglich sind, gewinnen durch Kriege nach außen Ruhe im Innern." - Grundlinien der Philosophie des Rechts, § 324
  • "Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung." - Grundlinien der Philosophie des Rechts, oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse, Berlin, 1833, § 166 S. 231 books.google.de
  • "Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand, - ist ein alter Scherz, den man wohl in unsern Zeiten nicht gar für Ernst wird behaupten wollen." - Grundlinien der Philosophie des Rechts, Berlin 1821. Vorrede S. XVI books.google.de
  • „Jede Vorstellung ist eine Verallgemeinerung, und diese gehört dem Denken an. Etwas allgemein machen, heißt, es denken.“ - Grundlinien der Philosophie des Rechts, oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse, Berlin, 1833, Einleitung S. 35 books.google.de
  • „Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“ Grundlinien der Philosophie des Rechts. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1972, S. 14.

Phänomenologie des Geistes[Bearbeiten]

  • "Das Wahre ist das Ganze." - Phänomenologie des Geistes, Vorrede (1841), S. 15 books.google und zeno.org
  • "Die Ungeduld verlangt das Unmögliche, nämlich die Erreichung des Ziels ohne die Mittel." - Phänomenologie des Geistes
  • "... , daß diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist." - Phänomenologie des Geistes
  • "Es wird das Jetzt gezeigt, dieses Jetzt. Jetzt; es hat schon aufgehört zu sein, indem es gezeigt wird; das Jetzt, das ist, ist ein anderes als das gezeigte, und wir sehen, daß das Jetzt eben dieses ist, indem es ist, schon nicht mehr zu sein. Das Jetzt, wie es uns gezeigt wird, ist es ein gewesenes, und dies ist seine Wahrheit; es hat nicht die Wahrheit des Seins." - Phänomenologie des Geistes, A. Bewußtsein, I. Die sinnliche Gewißheit oder das Diese und das Meinen, Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Werke. Band 3, Frankfurt a. M. 1979, S. 82-93. zeno.org

Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie[Bearbeiten]

Wer denkt abstrakt? [Bearbeiten]

  • "Wer denkt abstrakt? Der ungebildete Mensch, nicht der gebildete. Die gute Gesellschaft denkt darum nicht abstrakt, weil es zu leicht ist, weil es zu niedrig ist, niedrig nicht dem äußeren Stande nach, nicht aus einem leeren Vornehmtun, das sich über das wegzusetzen stellt, was es nicht vermag, sondern wegen der inneren Geringheit der Sache." - Wer denkt abstrakt? www.zeno.org
    Entstanden 1807. Erstdruck (aus dem Nachlaß) in: Hegel, Werke, 17. Band, 1835.

Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte[Bearbeiten]

  • "Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit." - Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte
  • "Die Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr." - Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte
  • "Geschichte ist nur das, was in der Entwicklung des Geistes eine wesentliche Epoche ausmacht." - Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte
  • "Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, daß Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben." - Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte. Bd. 1: Die Vernunft in der Geschichte, hg. v. Johannes Hoffmeister, Hamburg 1994, S. 19

Wissenschaft der Logik[Bearbeiten]

System der Sittlichkeit [Critik des Fichteschen Naturrechts][Bearbeiten]

"Das Volk, das sich nicht anerkannt findet, muß dieses Anerkanntwerden produzieren, durch Krieg oder Kolonien." Meiner-Ausgabe von 2001, S. 71

Weitere[Bearbeiten]

  • "Denn jeder Staat muss freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln; und das soll er nicht; also soll er aufhören." - TWA 1, 234f
  • "Bier treibt auf Urin." - Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften II, § 365, S. 488

Zitate mit Bezug auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel[Bearbeiten]

  • "Ein sehr tiefgründiger, doch etwas phantasiereicher Erforscher der Bewegungsgesetze der Menschheit." - Karl Marx: Die Revolution in China und in Europa, MEW 9, S. 95
  • "Es ist unmöglich, daß eine Zeitgenossenschaft, welche, zwanzig Jahre hindurch, einen Hegel, diesen geistigen Kaliban, als den größten der Philosophen ausgeschrieben hat, so laut, daß es in ganz Europa widerhallte, Den, der Das angesehen, nach ihrem Beifall lüstern machen könnte." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Vorreder zur zweiten Auflage
  • "Hegel, ein platter, geistloser, ekelhaft-widerlicher, unwissender Scharlatan, der, mit beispielloser Frechheit, Aberwitz und Unsinn zusammenschmierte, welche von seinen feilen Anhängern als unsterbliche Weisheit ausposaunt und von Dummköpfen richtig dafür genommen wurden...hat den Verderb einer ganzen gelehrten Generation zur Folge." - Arthur Schopenhauer
  • "Hegel hat in den Berliner Jahrbüchern eine Rezension über Hamann geschrieben, die ich in diesen Tagen lese und wieder lese und die ich sehr loben muss. Hegels Urteile als Kritiker sind immer gut gewesen." - Johann Wolfgang von Goethe, an Johann Peter Eckermann, 17. Februar 1829
  • "Jedoch die größte Frechheit im Auftischen baaren Unsinns, im Zusammenschmieren sinnleerer, rasender Wortgeflechte, wie man sie bis dahin nur in Tollhäusern vernommen hatte, trat endlich im Hegel auf und wurde das Werkzeug der plumpesten allgemeinen Mystifikation, die je gewesen, mit einem Erfolg, welcher der Nachwelt fabelhaft erscheint und ein Denkmal Deutscher Niaserie bleiben wird." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Band 1, Anhang
  • "Schopenhauer, der letzte Deutsche, der in Betracht kommt der ein europäisches Ereigniss gleich Goethe, gleich Hegel, gleich Heinrich Heine ist, und nicht bloß ein lokales, ein "nationales"), ist für einen Psychologen ein Fall ersten Ranges: nämlich als bösartig genialer Versuch, zu Gunsten einer nihilistischen Gesammt-Abwerthung des Lebens gerade die Gegen-Instanzen, die grossen Selbstbejahungen des "Willens zum Leben", die Exuberanz-Formen des Lebens in's Feld zu führen." - Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, 21.
  • "Wenn der Engländer die Menschen in Hüte verwandelt, so verwandelt der Deutsche die Hüte in Ideen. Der Engländer ist Ricardo, der reiche Bankier und ausgezeichnete Ökonom. Der Deutsche ist Hegel, simpler Professor der Philosophie an der Universität zu Berlin." - Karl Marx: Das Elend der Philosophie, Marx/Engels, MEW Bd. 4, S. 125

Weblinks[Bearbeiten]

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