Wesen

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Zitate[Bearbeiten]

  • "Alle andern Dinge müssen; der Mensch ist das Wesen, welches will." - Friedrich Schiller, Über das Erhabene
  • "Alles, alles kann einer vergessen, nur nicht sich selbst, sein eigenes Wesen." - Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit
  • "Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten! Nahezu nichts ist fremd. Eines schließt sich ja dem anderen an und schmückt, mit ihm vereinigt, dieselbe Welt. Aus allem zusammen ist eine Welt vorhanden, ein Gott, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft, allen vernünfitgen Wesen gemein, und eine Wahrheit, sofern es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt." - Marc Aurel, Selbstbetrachtungen
  • "Begrenzt in seinem Wesen, unbegrenzt in seinen Wünschen, ist der Mensch ein gefallener Gott, der sich an den Himmel erinnert." - Alphonse de Lamartine, Poetische Meditationen
  • "Bekennen kann sich der Mensch zu allem Möglichen und ist es darum noch lange nicht, weder in der That noch im Wesen, noch im Denken. Sein kann der Mensch nur, was er ist." - Moritz von Egidy, Ernste Gedanken. 6. Zehntausend. Leipzig: Otto Wigand, 1902. S. 12. Google Books-USA*
  • "Das Handeln ist bei den organischen Wesen die vorzüglichste Bestimmung des Lebens, der Gesundheit und der Kraft. Durch das Handeln entwickelt es seine Fähigkeiten, vermehrt es deren Stärke und erreicht den Gipfel seiner Bestimmung." - Pierre Joseph Proudhon, Der Krieg und der Friede
  • "Das Wesen der Dinge versteckt sich gern." - Heraklit, Fragmente
  • "Das Wesen des Mannes ist die Männlichkeit, das des Weibes die Weiblichkeit. Sei der Mann auch noch so geistig und hyperphysisch - er bleibt doch immer Mann; ebenso das Weib. Die Persönlichkeit ist daher nichts ohne Geschlechtsunterschied." - Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums
  • "Das Zeichen der Vollkommenheit in den niederen Wesen ist: Dass sie etwas sich selber Ähnliches zu schaffen vermögen." - Theresa von Ávila, Summe gegen die Heiden
  • "Der Mensch ist das klügste aller Wesen, weil er Hände hat." - Anaxagoras, Überliefert durch Aristoteles, De partibus animalium, IV, 10; 687 a 7
  • "Demnach muss ein jedes vernünftige Wesen so handeln, als ob es durch seine Maximen jederzeit ein gesetzgebendes Glied im allgemeinen Reich der Zwecke wäre.“ – Immanuel Kant, Kategorischer Imperativ, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Akademie-Ausgabe Kant Werke IV, Walter de Gruyer 1968, S. 438, 18-21
  • "Die Existenz geht dem Wesen voraus." - Jean-Paul Sartre, L'existentialisme est un humanisme
  • "Dieses Leben ist keine Frömmigkeit, sondern ein Fromm-Werden. Keine Gesundheit, sondern ein Gesund-Werden. Kein Wesen, sondern ein Werden. Keine Ruhe, sondern ein Üben. Wir sind es noch nicht; werden es aber." - Martin Luther, Auslegung zu Philipper 3,13 Luther, zitiert auf dem Buchrücken des »Luther Brevier«, Wartburg Verlag, 2007, ISBN 3861601958
  • "Ein Ding ist bestimmt durch sein Wesen. Um es so zu gestalten, dass es richtig funktioniert – ein Gefäß, ein Stuhl, ein Haus –, muss sein Wesen zuerst erforscht werden; denn es soll seinem Zweck vollendet dienen, das heißt, seine Funktion praktisch erfüllen, haltbar, billig und ‚schön‘ sein." - Walter Gropius 1926 in: Grundsätze des Bauhausproduktion (Auszüge). zitiert nach: Ulrich Conrad, "Programme und Manifeste der Architektur des 20. Jahrhunderts. Ullstein 1964. Seite 90.
  • "Ein wahrer Dichter muss mich jedes Wesen, das er mir aufstellt, ganz verstehen lassen." - Sophie Bernhardi, Lebensansicht
  • "Er nannte sich selbst einen Philosophen, weshalb ihm dieser Name allgemein zuteil wurde, denn sein Wesen und Treiben war in allen Stücken absonderlich." - Gottfried Keller, Der grüne Heinrich, II, 9
  • "Es ist zu bezweifeln, ob alle bisherigen technischen Erfindungen die Tageslast auch nur eines menschlichen Wesens erleichert haben." - John Stuart Mill, Grundsätze der politischen Oekonomie
  • "Für wie selbstsüchtig man den Menschen auch halten mag, es gibt nachweislich einige Grundlagen seines Wesens, die dazu führen, dass er sich für das Schicksal anderer interessiert, deren Glück ihm notwendig erscheint, obwohl er nichts davon hat außer dem Vergnügen, es zu sehen." - Adam Smith, Die Theorie der ethischen Gefühle
  • "Ich habe [...] das Gefühl, dass wir Wesen geworden sind, die ständig etwas Neues begehren und Menschen konsumieren wie Joghurt. Wie es um unsere Liebesfähigkeit bestellt ist, kann man bei Facebook beobachten. Da gibt es lauter so genannte Freunde, darunter hundert potentielle Partner, die den aktuellen sofort ersetzen können. Eine lange Warteliste, wie am Flughafen, und wenn es mit einem nicht klappt, checkt man den nächsten ab. Dass Menschen so leicht austauschbar sein sollen, macht mir Angst." - Frédéric Beigbeder, Freitag-Interview vom 22.10.2010'
  • "In jedes Menschen Gesichte // Steht seine Geschichte, // Sein Hassen und Lieben // Deutlich geschrieben; // Sein innerstes Wesen, // Es tritt hier ans Licht … // Doch nicht jeder kann's lesen, // Verstehn jeder nicht." - Friedrich von Bodenstedt, Das wahre Gesicht
  • "Jedes Geschöpf ist mit einem anderen verbunden, und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten." - Hildegard von Bingen, Welt und Mensch
  • "Jedes menschliche Wesen hat Anspruch auf eine Erziehung, die es fähig macht, auf sich selbst zu ruhen." - Malwida von Meysenbug, Memoiren einer Idealistin. 2. Band. 6. Auflage. Berlin und Leipzig: Schuster & Loeffler, 1900. S. 59. Google Books-USA*
  • "Jedes Wesen ist ein stummer Schrei danach, anders gelesen zu werden." - Simone Weil, Schwerkraft und Gnade
  • "Jedes Wesen ist, wie das Urwesen, dem es entfloss, Kraft und Zartheit in einem, in der Erscheinung aber spaltet es sich in Mann und Weib." - Zacharias Werner, Über das menschliche Leben
  • "Jedes Wesen steht im Mittelpunkt der Schöpfung, jedes Wesen rechtfertigt die Schöpfung." - Elie Wiesel, Geschichten gegen die Melancholie. Freiburg, 1994. Übersetzer: Hanns Bücker. ISBN 3-451-04296-7
  • "Liebe ist das allgemeine Band, das alle Wesen im Universum an und ineinander bindet und verwebt." - Franz von Baader, Vom Wärmestoff, seiner Verteilung, Bindung und Entbindung. In: Sämmtliche Werke. 3. Band. Hrsg. von Franz Hoffmann. Leipzig: Bethmann, 1852. S. 33. Google Books
  • "Kunst [...] ist ein so überaus reines und selbstzufriedenes Wesen, dass es sie kränkt, wenn man sich um sie bemüht." - Robert Walser: „Musik“. April 1902 in «Sonntagsblatt des Bund» (Bern). „Fritz Kochers Aufsätze“. Hier nach robertwalser.nl und „Das Beste, was ich über Musik zu sagen weiss.“ Insel Verlag Berlin 2015, PT12 books.google
  • "Und es mag am deutschen Wesen // Einmal noch die Welt genesen." - Emanuel Geibel, Deutschlands Beruf, 1861. Aus: Werke, Band 4. Stuttgart: Cotta, 1883. S. 215. Google Books-USA*
  • "Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. […] Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn." - Laotse, Dao-de-dsching, Kapitel 11
  • "Wenn jemand das Wesen des Selbstes, ohne es ganz vollständig zu kennen, lehrte, so würde er hinsichtlich dieses oder jenes Teiles wegen des eigenen Irrtums wiederum seinen Schüler in Irrtum versetzen, dieser wieder einen anderen und so fort; auf diese Weise würde eine Tradition entstehen, die einer Reihe von sich gegenseitig führenden Blinden vergleichbar wäre." - Richard von Garbe, Die Samkhya-Philosophie , I. Allgemeines. 2. Die Aufgabe des Systems. www.zeno.org
  • "Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren // Sind Schlüssel aller Kreaturen, // Wenn die so singen, oder küssen // Mehr als die Tiefgelehrten wissen // Wenn sich die Welt ins freie Leben, // Und in die Welt wird zurückbegeben, // Wenn dann sich wieder Licht und Schatten // Zu echter Klarheit wieder gatten // Und man in Märchen und Gedichten // Erkennt die wahren Weltgeschichten, // Dann fliegt vor Einem geheimen Wort // Das ganze verkehrte Wesen fort." - Novalis, Heinrich von Ofterdingen
  • "Wie es nur eine Erde gibt für alles Irdische, ein Licht für alles, was sehen kann, und eine Luft für alles was atmen kann, so ist es auch nur ein Geist, der unter sämtlichen Vernunftwesen verteilt ist" - Marc Aurel, Selbstbetrachtungen IX, 8

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Weblinks[Bearbeiten]

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Wikipedia
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