Will Durant

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William James „Will“ Durant (* 5. November 1885 in North Adams, Massachusetts; † 7. November 1981 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller.

Zitate aus Das Vermächtnis des Ostens[Bearbeiten]

  • "In Sumer und Aegypten gefundene Gegenstände sind Beweis für einen bereits 3000 v. Chr. zwischen diesen Ländern und Indien bestehenden Handelsverkehr. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Sie berechneten den Monddurchmesser, die Mond-und Sonnenfinsternisse, die Lage der Pole und die Stellung und Bewegung der bedeutenderen Sterne mit bemerkenswerter Genauigkeit. Für diese komplizierten Berechnungen entwickelten die Inder ein den Griechen mit Ausnahme der Geometrie überlegenes mathematisches System. Bhaskara scheint das Wurzelzeichen und viele algebraische Zeichen erfunden zu haben. ...Diese Männer schufen den Begriff des negativen Quantums, ohnen den keine Algebra möglich gewsen wäre; sie stellten Regeln auf, wie Permutationen und Kombinationen zu finden sind; sie fanden die Quadratwurzel von 2 und lösten im achten Jh. n. Chr. unbestimmte Gleichungen 2. Grades auf, die in Europa bis zu den Tagen Eulers, also noch tausend Jahre, unbekannt waren. Bei der Messung und Konstrruktion der Altäre formulierten die Priester den pythagoreischen Lehrsatz (nach dem das Quadrat der Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks gleich der Summe der Quadrate der Katheten ist) mehrere hundert Jahre vor der Gebrut Christi. Aryabhata bestimmte die Fläche eines Dreiecks, eines Trapezes und eines Kreises und berechnete den Wert von Pi mit 3.1416 - einer Zahl, deren Genaugikeit in Europa erst in den Tagen Purbachs (1423-1461) erreicht wurde. Bhaskara nahm in grossen Linien die Differentialrechnung vorweg. Aryabhata entwarf eine Sinustafel, und das Surya Siddhanta enthielt ein System der Trigonometrie, das vorgeschritttener war als alles, was die Griechen kannten." - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Zwei indische Denksysteme (Kanada und Jaina) tragen physikalische Theorien vor, die denen Griechenlands sehr ähnlich sehen. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Schon im zweiten Jh. v. Chr. widmete Nagarjuna dem Quecksilber ein ganzes Buch. Im sechsten Jh. v. Chr. waren die Inder in der chemischen Industrie Europa weit voraus; sie waren Meister im Kalzinieren, Destillieren, Sublimieren, in der Erzeugung von wärmelosem Licht, der Herstellung von Betäubungs- und Schlafmitteln und von Metallsalzen, -verbindungen und -legierungen. Die Stahlhärtung erreichte im alten Indien eine in Europa erst in unseren Zeiten erzielte Vollkommenheit; von König Poros wird berichtigt er habe als ein besonders wertvolles Geschenk für Alexander nicht Gold oder Sillber, sondern dreissig Pfund Stahl gewählt. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Der Baumwollanbau tritt in Indien früher auf als anderswo; offenbar benutzte man in Mohenjo-Daro Baumwolle zur Bekleidung. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Europa betrachtete die Inder als Sachverständige nahezu jeder Handarbeit, sei es Holz-, Elfenbein- und Metallarbeit oder Bleichen, Färben,Gerben, Seifensieden, Glasblasen, Herstellen von Schiesspulver, Feuerwerk, Zement usw. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Die Mohammedaner zerstörten beinahe alle Klöster in Nordindien, die buddhistischen wie brahmanischen. Nalanda wurde 1197 in Brand gesteckt und alle Mönche niedergemetzelt. Aus dem, was diese Fanatiker verschonten, könnern wir das reiche Leben Indiens niemals abschätzen. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Wir könne die Pracht und den Wohlstand von Kanauj aus der schier unglaublichen Tatsache ersehen, dass die Mohammedaner 10 000 Tempel zerstörten, als sie 1018 n. Chr. die Stadt verwüsteten. Fünf Monate dauerte die Plünderung; die Sieger schlachteten die hilflose Bevölkerung ab, raubten Lagerhäuser und Geschäfte aus, zerstörten Tempel und Paläste und taten alles mögliche, um die Kunstschätze der Stadt zu vernichten; dann zogen sie mit flammenden Fackeln durch die Strassen und steckten alles in Brand Als sie schliesslich fortgingen, war Vijayanagar so vollkommen dem Erdboden gleichgemacht, als ob ein Erdbeben es heimgesucht und keinen Stein auf dem anderen gelassen hätte. Es war eine wilde und restlose Vernichtung, ein typisches Beispiel für die mohammedanishce Eroberung Indiens, die tausend Jahre zuvor begonnnen hatte und nun vollständig war. Im Jahre 997 wurde ein türkischer Häuptling namens Mahmud Sultan des klienen Staates Ghazni im östlichen Afghanistan...Er traf die unvorbereiteten Inder bei Bhimnagar, metzelte sie nieder, plünderte ihre Städte, zerstörte ihre Tempel und führte die in Jahrhunderten angehäuften Schätze mit sich fort. In Mathura (am Jumna) ....gab er seiner Bewunderung für die Architektur des grossen Heiligtums Ausdruck, meinte, dass ein Duplikat hundert Millionen dinar und die mühselige Arbeit zweier Jahrhunderte beanspruchen würde und erteilte dann den Auftrag, es mit Naphtha zu übergiessen und niederzubrennen. Sechs Jahre später plünderte er eine andere reiche Stadt Nordindiens, Somnath, tötete deren 50 000 Einwohner und schleppte ihren Reichtum nach Ghazni....Er regierte 33 Jahre; und als er starb, an Ehren und an Jahren reich, bezeichneten ihn die mohammedanischen Historiker als den grössten Monarchen seiner Zeit und als einen der grössten Herrscher aller Zeiten. Im Jahre 1186 drangen die Ghuri, ein türkischer Stamm aus Afghanistan, in Indien ein, eroberten die Stadt Delhi, zerstörten ihre Tempel , raubten ihren Reichtum und liessen sich in ihren Palästen nieder, um das Sultanat von Delhi zu begründen - eine despotische Fremdherrschaft, die für drei Jahrhunderte Nordindien in eiserner Faust hielt und der nur Mord und Aurruhr ein Ende setzten." - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Aurangzeb hatte keinen Sinn für die Kunst, zerstörte aus Glaubenseifer die "heidnischen" Monumente und kämpfte während einer fünfzigjährigen Herrschaft darum, in Indien alle Religionen ausser der eigenen auszurotten. Er erteilte den Provinzstatthaltern und seinen anderen Untergebenen den Auftrag, die Tempel der Hindus und der Christen dem Boden gleichzumachen, jeden Götzen zu zerschlagen und jede Hinduschule zu schliessen. In einem Jahre (1679/80) wurden allein in Amber 66 Tempel zersört, 63 in Chitor, 133 in Udaipur; und auf der Stätte eines den Hindus besonders heiligen Tempels in Benares erbaute er eine mohammedanische Moscheee. ... Als Ergebnis seines Fanatismus wurden Tausende von Tempeln, die ein Jahrtausend lang die Kunst Indiens dargestellt oder beherbergt hatten, zerstört. Wenn wir Indien heute betrachten, können wir nicht ahnen, welche Grösse und Schönheit es einst besass." - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Die Upanishaden sind so alt wie Homer und so modern wie Kant." - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien
  • "Im vierten Jh. v. Chr. schuf es sich die grammatische Wissenschaft und brachte wohl den grössten aller Grammatiker, Panini, hervor. Die Studien Paninis, Patanjalis und Bhartriharis (ca. 650) schufen die Grundlage zur Philologie; und die höchst interessante Wissenschaft der Ableitung der Wörter verdankt ihr Leben in unserer Zeit geradezu der Wiederentdeckung des Sanskrit. " - Will Durant, Das Vermächtnis des Ostens: Indien

Weblinks[Bearbeiten]

Wikipedia
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