Diskussion:Tod

aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Kann jemand das hier übersetzen? -- Thomas 12:39, 6. Nov 2004 (UTC)

  • "Ez ist ein dinc vil wunderlich, swer nâch dem tôde wirbet, daz der vil kûme stirbet, und der des tôdes nit engert, der wit vil schiere sîn gewert."
  • Hier ein Vorschlag:

Es ist schon ein wunderliches Ding, wer nach dem Tode wirbt, der nur selten stirbt, und wer dem Tode auszuweichen versucht, der wird sehr schnell siner gewahr.
(Reimt sich leider nicht so wie das Original) Bullenwächter 17:54, 7. Nov 2004 (UTC)

  • So ungefähr hätte ich das auch gelesen - aber das ergibt doch keinen Sinn! -- Thomas 19:06, 7. Nov 2004 (UTC)
  • Ich find schon, daß es eienn Sinn ergibt: Wer dem Tod auszuweichen versuchen wird schneller dahingerafft als derjenige, dem er so ziemlich egal ist. Und ich finde, es ist ein schönes Sprichwort, das die Hilflosigkeit des Menschen vor dem Unvermeidlichen ausdrückt.
    Vielleicht sollte man statt "der nur selten stirbt" durch "der nicht so bald/schnell stirbt" sagen. (Hier müßte mal ein Germanist ran) - Bullenwächter 20:54, 9. Nov 2004 (UTC)
  • Ja, jetzt verstehe ich es auch. Aber eine adäquate Übersetzung ist nicht einfach zu finden. Hier wäre wiklich ein Germanist gefragt.
  • Wo bleiben die Germanisten, die uns diesen Spruch übersetzen können? Bullenwächter 08:08, 3. Dez 2004 (UTC)
Hier mal eine 'Reim Dich oder ich fress Dich'-Variation:
Es ist ein wunderliches Ding,
dass wer den Tod herruft,
nicht findet hin zur Gruft,
doch wer ihn sucht zu meiden,
wird bald schon ihn erleiden.

--213.54.57.232 23:30, 9. Apr 2005 (UTC)

Danke - die ist gut! --Thomas 23:36, 9. Apr 2005 (UTC)
  • Die Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen würde ich nicht versuchen gewaltsam in Reime zu pressen, aber das ist - was mich angeht - eher eine Geschmacksfrage (ich habe Altgermanistik studiert, da ist man etwas pingeliger ;)). Nun gut: Die wörtliche Übersetzung des Spruches (von wem ist der eigentlich? Das stammt doch mit Sicherheit aus einem größeren Werk wie einem Lied oder so...) lautet: Es ist eine seltsame Sache, daß der, der nach dem Tod strebt, schwerlich (oder: kaum) stirbt; der, der den Tod nicht begehrt, dem wird er viel schneller gewährt. Eure Interpretation war schon ziemlich gut. Ich würde es - je länger ich nachdenke, desto mehr Möglichkeiten fallen mir ein - u.a. so verstehen: Wem es eh schon dreckig geht und deshalb lieber sterben möchte, der wartet lange darauf, aber wer ewig leben möchte, bei dem gehts schnell mit dem Tod. Könnte man auch als ein "Ein schreckliches Leben erscheint einem unendlich lang, ein erfülltes Leben, das man noch lange führen möchte, aber viel zu kurz" verstehen. Kann aber auch im Sinne eines memento mori verstanden werden: Egal, ob du kurz oder lang leben möchtest, der Tod erwischt dich sowieso.Gruß Henriette (hatte keine Lust mich hier extra anzumelden ;) --217.9.58.86 12:57, 19. Mai 2005 (UTC)
Das ganze stammt anscheinend aus Konrad von Würzburg: Partonopier und Meliur --Timt 16:34, 19. Mai 2005 (UTC)
Dann ist es aber kein Sprichwort... Hast Du zufällig noch die Versangabe aus Partonopier und Meliur? Ich habe leider keine Ausgabe des Werkes zu Haus... oder ich suche mal im Netz. Danke Dir jedenfalls! Gruß --217.199.76.20 20:54, 19. Mai 2005 (UTC) (Henriette, noch immer unangemeldet ;)

Wer ist Christoph Reichel? --Thomas 14:26, 17. Feb 2005 (UTC)

  • "Gevater-Tod stellte seine Sense in die Ecke und sprang auf den Mähdrescher, denn es war Krieg" - Christoph Reichel 2005

Da mein Senf auch gewünscht wurde, gebe ich ihn also dazu: Ob ein Sprichwort dahintersteht, läßt sich so leicht nicht entscheiden. Die Romanautoren formulieren gern Sentenzen, die allgemeingültig klingen sollen. Interessant ist an dem Satz, daß er so formuliert ist, daß der Tod etwas Positives, Wünschenswertes ist. Wahrscheinlich geht es hier in der Erzählung gerade darum, daß der Romanheld am liebsten tot sein möchte - aber es klappt nicht mit dem Dahinsterben aus Liebe. Eine semantisch genaue Übersetzung könnte also so lauten: Es ist erstaunlich, daß der, der sich um den Tod bemüht, nur mit Mühe ums Leben kommt, aber wer sich den Tod nicht wünscht, der erhält ihn bald geschenkt. --217.250.150.64 21:18, 19. Mai 2005 (UTC) (Sigune, unangemeldet)


  • "Das Leben ist ein Warten auf den Tod, die Welt ist das Wartezimmer." - Gina Reinhardt
Wer ist Gina Reinhardt? Vermutung, siehe Punkt 13. --WIKImaniac 16:42, 24. Mai 2006 (UTC)

Kann sich dem mal jemand annehmen und überprüfen, ob das von Michelangelo ist? "Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume, ich lebe in euch, und geh durch eure Träume." Regenbogen70 16:43, 1. Dez. 2007 (CET)


  • "Arm ist, wer den Tod wünscht, aber ärmer, wer ihn fürchtet." - Sprichwort
Das Zitat stammt von Heinrich V: "Der ist elend, der den Tod wünscht; noch elender aber, der ihn fürchtet."[1][2][3][4][5] usw. usw.