Diskussion:Werner Heisenberg

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Fachmann[Bearbeiten]

"Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der größten Fehler kennt, die man in dem betreffenden Fach machen kann, und sie deshalb zu vermeiden versteht." ist aus der teil und das ganze, ich weiß aber nicht mehr welche seite. --141.84.69.20 18:15, 10. Dez 2005 (UTC)

Laut dieser Webseite handelt es sich um "Der Teil und das Ganze, S. 241ff". Gruß --WIKImaniac 09:25, 12. Dez 2005 (UTC)
Heisenberg referiert dort, was Niels BOHR ihm darüber erzählte, wie er, Bohr, sich nach einem Vortrag von Philipp Frank auf dem Philosophenkongreß in Kopenhagen zu diesem Vortrag geäußert habe. http://www.zeit.de/1969/34/kein-chaos-aus-dem-nicht-wieder-ordnung-wuerde/komplettansicht --Vsop.de (Diskussion) 21:35, 22. Jun. 2015 (CEST)

Fälschlich zugeschrieben?[Bearbeiten]

  • "Wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Wird auch William Faulkner zugeschrieben. Was ist richtig? Leider konnte ich die hier genannte Quelle nicht ausfindig machen. Vielleicht hat jemand anderes mehr Glück. --WIKImaniac 17:43, 18. Jul 2006 (UTC)
Ich bin mir sicher , dass ich in [1] dieses Zitat mal gelesen habe. Leider weiß ich weder, welche Ausgabe es war, noch wie zuverlässig das hier als Quelle gelten würde. --Tobias1983 23:30, 1. Mär. 2009 (CET)

Friedrich M. Klinger: Der Kettenträger Bd. 2, 1796, S. 323 books.google

Johann Martin Gehrig: Glossen, 1819, S. 90 Nr. 344 books.google

Zweifellos eine Paraphrasierung oder Parodie des sokratischen " Ich scheine also um dieses wenige doch weiser zu sein als er, daß ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen." --Vsop.de (Diskussion) 01:13, 23. Jun. 2015 (CEST)

Aus "Liebe Eltern! - Briefe aus kritischer Zeit 1918 bis 1945"[Bearbeiten]

(Zitate entfernt: Urheberrechtlich problematisch, Relevanz unklar. Bitte ggf. mit Verbreitungshinweisen / Relevanzhinweisen gleich in den Hauptartikel einstellen. --Hei ber 00:21, 24. Jul. 2008 (CEST)

auf dem Grund des Bechers wartet Gott[Bearbeiten]

Wer kennt die Quelle zu diesem Zitat Heisenbergs? "Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“ unsigniert Spezial:Beiträge/85.233.17.6 6. Mai 2009, 08:33 Uhr

.......................................

Guten Tag,

Sie bringen ein angebliches Zitat von Werner Heisenberg, das eine Fälschung ist.

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“

Ich habe Heisenberg gut gekannt und habe mit ihm als Journalist über den Glauben gesprochen. Der Spruch, der Werner Heisenberg (1901-1976) zugeschrieben wird, ist eine fromme Fälschung, die den berühmten Physiker zum Glaubenszeugen machen soll. Er hat aber weder so gedacht noch so ausgeprägt bildhaft formuliert. Ein religiöses Bekenntnis war ihm fremd, wenn er mal auf Fragen der Religion eingegangen ist, etwa in seinen populären Büchern „Der Teil und das Ganze“ (S. 131 ff) und „Schritte über Grenzen“ (S. 335 ff). Der Journalist Eike Christian Hirsch hat ihn 1971 zur religiösen Frage interviewt und das Ergebnis in seinem Buch „Expedition in die Glaubenswelt“ (S. 47 ff) wiedergegeben. Heisenberg konnte als ein mögliches Gegenüber in der Natur allenfalls eine Ordnung erkennen, im übrigen sprach er nur taktvoll und tolerant von der Religion. Seine Kinder weisen das Zitat zurück (etwa Dr. Maria Hirsch, Feldafing, Prof. Dr. Martin Heisenberg, Würzburg), weil sie darin ihren Vater nicht erkennen können.

Das Zitat, das ihm zugeschrieben wird, könnte von einem Fundamentalisten in den USA stammen, der eine Stütze des Glaubens fingieren wollte. Der Gedanke stammt jedenfalls aus der englischen Tradition, er findet sich zuerst in den „Essays Of Atheism“ von Francis Bacon (1601) und lautet: „A little philosophy inclineth man’s mind to atheism; but depth in philosophy bringeth men’s minds about to religion.“

Der Gedanke taucht wieder in Alexander Popes „An Essay on Criticism“ (1709) auf und wird dort um das Bild vom Trinken bereichert: „A little learning is a dangerous thing; drink deep, or taste not the Pierian spring: 
there shallow draughts intoxicate the brain, and drinking largely sobers us again.“ Mit „Pierian spring“ ist eine Weisheitsquelle aus der griechischen Mythologie gemeint.

Die ersten Worte werden bis heute als englisches Sprichwort zitiert, wobei jedoch aus „learning“ ein „knowledge“ wurde: “A little knowledge is a dangerous thing“. Dass die Fälschung aus dem Englischen stammt, zeigt sich auch daran, dass sie auf Deutsch in abweichenden Übersetzungen kursiert. Einen Fundort zu diesem weit verbreiteten, angeblichen Zitat hat noch niemand angeben können.

Wenn nötig, bin ich bereit, weitere Nachweise zu erbringen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Eike Christian Hirsch, Hannover [22. Juni 2015, 14:30]

Vielen Dank für diese Hinweise! --Vsop.de (Diskussion) 21:35, 22. Jun. 2015 (CEST)

Hallo, Ich denke wir halten hier zu sehr an Begrifflichkeiten fest, in diesem Fall der/die/das Gott und was dies als Wort implizieren kann, fest. Losgelöst von den unter Umständen zum Teil engstirnigen religiösen Weltanschauungen, wenn wir die Welt buchstabengläubig betrachten, kann das Wort/der Begriff der/die/das Gott oder Göttlicher Urgrund im spirituell-mystischen Sinne für mich die Ehrfurcht vor dem GANZ GROẞEN ZUSAMMENHÄNGENDEN bedeuten, die Welt durch die Erkenntnisse der Quantenmechanik komplett anders zu sehen und somit auch wahrzunehmen. Ein Türöffner die Welt anders/kompletter zu betrachten...... Denn wir sehen ja nach dem guten alten Höhlengleichniss lediglich nur die Schatten an der Wand. Viele Quantenphysiker haben ansatzweise Statements geliefert, und wer über die Erkenntnisse der Quantenmeachnik nicht ins Staunen gerät, der hat sie selber wohl nicht begriffen. (aus einem anderen Zitat abgeleitet...) BS, 13.07.2015 unsigniert Spezial:Beiträge/85.177.67.36 05:56, 13. Jul. 2015‎

>>>> Siehe auch Abschnitt #Glass quote Dezember 2016. --Vsop.de (Diskussion) 19:00, 27. Mai 2017 (CEST)
Die Quelle des Zitats über den Becher und Gott ist die Werner Heisenbergs Biographie, "Werner Heisenberg ad personam" Zu diesem Buch:

"1942 beendete Werner Heisenberg diesen Text, den er an ausgewählte Freunde in Kopie verschickte. In dem - auch später von ihm nie veröffentlichten - Manuskript zieht der Autor die philosophische Summe seiner bisherigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse. Leitmotiv ist dabei immer die Frage nach der Wirklichkeit: Wie ist Wirklichkeit aufgebaut, kann sie beschrieben werden durch Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und die Kunst, wie kann der Mensch überhaupt erkennen, was Wirklichkeit ist? Dieser vielleicht schönste Text Heisenbergs, von ihm selbst als eine Art Vermächtnis gedacht, wird hier erstmals eigenständig vorgelegt. Werner Heisenberg, 1901 in Würzburg geboren, hat die Physik unseres Jahrhunderts mitbestimmt. Für seine Arbeiten zur Quantenmechanik erhielt er 1933 (für 1932) den Nobelpreis für Physik. Er starb 1976 in München. Im Piper Verlag erscheint die Abteilung C (Allgemeinverständliche Schriften) seiner »Gesammelten Werke«; bisher liegen vier Bände vor." http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://werner-heisenberg.unh.edu/T-OdW-deutsch.htm&num=1&strip=1&vwsrc=0 unsigniert Spezial:Beiträge/79.253.43.240 16:10, 18. Februar 2016

Ich habe den Text noch nicht gelesen, die Worte „Schluck“, „Becher“, „Atheismus“ und „wartet“ darin jedoch nicht gefunden. --Vsop.de (Diskussion) 23:38, 18. Feb. 2016 (CET)

Anstatt „Schluck“ und „Atheismus“ wären „Trunk“ und „atheistisch“ die besseren Suchworte, aber auch die werden im verlinkten Text „T-OdW-deutsch“ nicht gefunden. Die älteste mir bekannte Erwähnung des Zitats ist: Wolfgang Kuhn Das Eichhörnchen und der liebe Gott (1979), Exemplar in meinem Besitz. Das gesuchte Zitat geht zusammen mit einigen anderen dem Vorwort voraus, ohne Quellenangabe:

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott.“ Werner Heisenberg, Nobelpreisträger 

Abweichend von der häufigsten Version steht hier „Grunde“ und nicht „Grund“. --Martin Heller (Diskussion) 17:29, 27. Mai 2017 (CEST)

Danke! Siehe auch google search. --Vsop.de (Diskussion) 19:00, 27. Mai 2017 (CEST)

Heureka! Noch ein Puzzlestein: Carl Friedrich v.Weizsäcker: Die Geschichte der Natur (1948). Weizsäcker, ein guter Bekannter von Heisenberg, kennt da einen "alten Satz":

Aus dem Denken gibt es keinen ehrlichen Rückweg in einen naiven Glauben. Nach einem alten Satz trennt uns der erste Schluck aus dem Becher der Erkenntnis von Gott, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott auf den, der ihn sucht. Wenn es so ist, dann gibt es einen Weg des Denkens, der vorwärts zu religiösen Wahrheiten führt, und nur diesen Weg zu suchen ist lohnend. Wenn es nicht so ist, wird unsere Welt auf die Religion ihre Hoffnungen vergeblich setzen.

In der Ausgabe von 1958 steht abweichend: "der vorwärts zur Fähigkeit führt, religiöse Wahrheiten aufzufassen"; so auch in der von 1979, die im Internet zitiert wird: 1(pdf) 2. --Martin Heller (Diskussion) 18:20, 29. Mai 2017 (CEST)

Weltweit falsche Quellenangaben[Bearbeiten]

Paul Watzlawick zitiert Werner Heisenberg in "Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns", 2. Aufl., München 2005, S. 56f mit den Sätzen:

  • Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine gewusste Wirklichkeit oder sogar in vielen Fällen eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Wenn gegen diese letztere Formulierung eingewandt wird, dass es schließlich doch eine objektive, von uns und unserem Denken völlig unabhängige Welt gebe, die ohne unser Zutun abläuft und ablaufen kann und die wir eigentlich mit der Forschung meinen, so muss diesem zunächst so einleuchtenden Einwand entgegengehalten werden, dass schon das Wort »es gibt« aus der menschlichen Sprache stammt und daher nicht gut etwas bedeuten kann, das gar nicht auf unser Erkenntnisvermögen bezogen wäre. Für uns gibt es eben nur die Welt, in der das Wort »es gibt« einen Sinn hat.

Weltweit werden von dort mehr oder weniger lange Teile entnommen - so auch bei WQ - und dazu auch die falschen Quellenangaben Watzlawicks (wenn überhaupt): Physik und Philosophie, S. Hirtzel, Stuttgart, 1959, manchmal noch die Seite falsch (wegen Bezug auf unterschiedliche Auflagen).

Das Zitat entstammt jedoch einem zu Heisenbergs Lebzeiten (1901-1976) unveröffentlichten Manuskript mit dem Titel: "Ordnung der Wirklichkeit". Dieses Werk wurde von Piper in den Gesammelten Werken Heisenbergs erstmals 1984 veröffentlicht. Dort ist das betroffene Zitat auf Seite 236 zu finden. 1989 erschien "Ordnung der Wirklichkeit" dann auch als Einzelband mit Zitat auf Seite 59. --Zwikki 21:01, 30. Mai 2011 (CEST)

Kennt jemand die Quelle dieses Zitats Heisenbergs?[Bearbeiten]

Die Ideen sind nicht verantwortlich für das, was die Menschen aus ihnen machen. Peter1c (Diskussion) 01:22, 19. Mär. 2012 (CET)

[Hier] schon 1969 Heisenberg zugeschrieben, leider - wie üblich - ohne Quellenangabe. Horst Seehofer sprach am Aschermittwoch 2014 vorsichtigerweise nur von dem "bemerkenswerten Satz eines deutschen Nobelpreisträgers", https://www.youtube.com/watch?v=O4UJdRb_fxo bei 17:10, woraus DIE ZEIT flugs "den Physiknobelpreisträger Werner Heisenberg" machte, http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-03/politischer-aschermittwoch-csu-spd-europa. --Vsop.de (Diskussion) 21:35, 22. Jun. 2015 (CEST)

Glass quote[Bearbeiten]

Dear German-speaking friends. Apologies for not being able to speak German. I have doubts about the "Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“quote in the English wikiquote. It quotes Hildebrand, Ulrich. 1988. "Das Universum - Hinweis auf Gott?", in Ethos (die Zeitschrift für die ganze Familie), No. 10, Oktober as the source. Could somebody here verify if this is a legitimate source for the quote? I would be very thankful. 72.200.216.231 18:04, 15. Dez. 2015 (CET)

Cf. #auf dem Grund des Bechers wartet Gott above with testimonial by renowned journalist Dr. w:Eike Christian Hirsch confirming from his personal aquaintance with Heisenberg, that Heisenberg never said or thought anything like that and that his children do not recognize their father and his thinking in it. The quote misattributed to Heisenberg actually is a fabrication from
  • „Essays Of Atheism“ by Francis Bacon (1601): „A little philosophy inclineth man’s mind to atheism; but depth in philosophy bringeth men’s minds about to religion.“ and
  • „An Essay on Criticism“ by Alexander Pope (1709): „A little learning is a dangerous thing; drink deep, or taste not the Pierian spring: 
there shallow draughts intoxicate the brain, and drinking largely sobers us again.“ --Vsop.de (Diskussion) 14:12, 16. Dez. 2015 (CET)
See also en:Werner Heisenberg#Misattributed. --Vsop.de (Diskussion) 16:58, 16. Dez. 2015 (CET)