Ralf Dahrendorf

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Ralf Dahrendorf 1984

Ralf Dahrendorf (1929-2009)[Bearbeiten]

deutsch-britischer Soziologe und Politiker (SPD, später FDP und Liberal Democrats (UK))
ab 1993: Baron Dahrendorf of Clare Market in the City of Westminster

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

  • "Berlin ist die Stadt, in der ich groß geworden bin. Sie repräsentiert das lebendige gegenwärtige Deutschland. Sie ist bei Londonern sehr beliebt, auch bei Leuten aus Paris oder Rom. Für die, die hierher kommen, besonders für die Ausländer, ist Berlin wirklich eine Metropole." - im Interview mit Gunter Hofmann und Jan Ross: "Deutsche Illusionen", www.zeit.de 27.01.2005
  • "Ich war ein hemmungsloser Individualist, ich bin immer noch ein Individualist und kann auch für mich selber am hemmungslosen Individualismus festhalten. Aber wenn ich betrachte, was rings um mich geschieht, dann stellen sich mir gewisse Fragen. Ich bin zu der Auffassung gekommen, dass in einer Gesellschaft der Anomie, in der es also keine Regeln gibt, an die sich die Menschen halten können oder wollen, auch Fortschritt nicht mehr möglich ist." - im Interview mit Gunter Hofmann und Jan Ross: "Deutsche Illusionen", www.zeit.de 27.01.2005
  • "in Deutschland fehlt mir doch die Atemluft der Freiheit." - im Interview mit Gerhard Spörl auf die Frage: was fehlt Ihnen Englisches in Deutschland? DER SPIEGEL 23/2001
  • "In Großbritannien muss ich mich nicht bei einer Behörde melden, wenn ich meinen Wohnsitz wechsele, es gibt keinen Personalausweis. Und wenn ich 20 Meilen zu schnell fahre und ohne Führerschein angehalten werde, fordert man mich auf, den Führerschein doch bitte in den nächsten drei oder vier Tagen an irgendeiner Polizeidienststelle vorzuzeigen.“ - im Interview mit Holger Dohmen und Holger Wuchold: Die Freiheit steht vor dem Rückzug. Hamburger Abendblatt 25. Juli 2001, Seite 4
  • "Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet." - im Interview mit Thomas Darnstädt und Romain Leick "Alle Eier in einen Korb" DER SPIEGEL 50/1995
  • "Das Europäische Parlament ist kein Parlament. Man kann einem Parlament keine Rechte geben, das Parlament gibt Rechte. Ein Parlament, das bei der Kommission um seinen eigenen Haushalt betteln muß, das keine Steuern erheben kann, das keine Regierung bestellt oder entläßt, verdient diesen Namen nicht und wird sich nie zu einem Instrument der Demokratie entwickeln." - im Interview mit Thomas Darnstädt und Romain Leick "Alle Eier in einen Korb" als Antwort auf die Frage "Müßte das Europäische Parlament mehr Rechte bekommen?" DER SPIEGEL 50/1995


Weblinks[Bearbeiten]

Commons
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