Joseph Goebbels

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Joseph Goebbels

Joseph Goebbels (1897-1945)

deutscher Politiker (NSDAP)

Zitate mit Quellenangabe

  • "Ein Oberschlauberger hat herausgefunden, daß Joh. Strauß ein Achteljude ist. Ich verbiete, das an die Öffentlichkeit zu bringen. Denn erstens ist es noch nicht erwiesen, und zweitens habe ich keine Lust, den ganzen deutschen Kulturbesitz so nach und nach unterhöhlen zu lassen. Am Ende bleiben aus unserer Geschichte nur noch Widukind, Heinrich der Löwe und Rosenberg übrig. Das ist ein bißchen wenig. Da geht Mussolini viel klüger vor. Er okkupiert die ganze Geschichte Roms von der frühesten Antike angefangen, für sich. Wir sind demgegenüber nur Parvenüs. Ich tue dagegen, was ich kann. Das ist auch der Wille des Führers." - Tagebucheintrag vom 5. Juni 1938 books.google, Die Tagebücher von Joseph Goebbels, Teil 1, Band 5, Saur, München 2000, ISBN 978-3-598-23735-5, S. 334 books.google, S. 334 books.google
  • "Es mag gut sein, Macht zu besitzen, die auf Gewehren ruht. Besser aber und beglückender ist es, das Herz eines Volkes zu gewinnen und es auch zu behalten." - Rede auf dem Reichsparteitag 1934 in Nürnberg, zitiert nach HJG: Ein Neonazi im Wortlaut, DIE ZEIT, 6. Mai 1983, zeit.de
  • "Frauen haben nichts in der politischen Öffentlichkeit zu suchen." - Tagebucheintrag vom 22. Juli 1933 books.google, Die Tagebücher von Joseph Goebbels, Teil 1, Band 2/III, Saur, München 2006, ISBN 978-3-598-23788-1, S. 232 books.google
  • "Sie muß ein Klavier sein, auf dem die Regierung spielen kann." - über die Presse, Rhein-Mainische Volkszeitung vom 16. März 1933 books.google, zitiert in Joseph Wulf: Presse und Funk im Dritten Reich, Eine Dokumentation, Ullstein, Frankfurt a. M. 1989, ISBN 978-3-550-07055-6, S. 84 books.google
  • "Wenn unsere Gegner sagen: Ja, wir haben Euch doch früher die […] Freiheit der Meinung zugebilligt – –, ja, Ihr uns, das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! […] Daß Ihr das uns gegeben habt, – das ist ja ein Beweis dafür, wie dumm Ihr seid!" - Rede vom 4. Dezember 1935, zitiert nach Helmut Heiber (Hrsg.): Goebbels-Reden, Band 1, Droste, Düsseldorf 1971, ISBN 978-3-7700-0244-3, S. 272 books.google, S. 272 books.google
  • "Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir." - Was wollen wir im Reichstag?, in: Der Angriff vom 30. April 1928; Nachdruck in: Joseph Goebbels (Autor), Hans Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 71 u. S. 73 (Internet Archive)
  • "Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?" - Rede im Berliner Sportpalast, 18. Februar 1943, Audio im Internet Archive, bei Stunde 1:34:52

Zitate mit Bezug auf Joseph Goebbels

  • "Das ist ein moderner kommunistischer Führer, der war nie in Kalifornien, nie in Hollywood, aber der versteht etwas von PR. Der Goebbels verstand auch etwas von PR. Man muss doch die Dinge auf den Punkt bringen!" - Helmut Kohl in einem Interview mit NEWSWEEK im Oktober 1986 über Michail Gorbatschow und Joseph Goebbels, zitiert nach SPIEGEL ONLINE 22. November 2010
  • wurde zunächst verbreitet als "Gorbatschow ist ein moderner kommunistischer Führer, der sich auf Public Relations versteht. Goebbels, einer von jenen, die für die Verbrechen der Hitler-Ära verantwortlich waren, war auch ein Experte in Public Relations." - DER SPIEGEL 27. Oktober 1986 - (in der englischsprachigen Erstveröffentlichung: "He is a modern Communist leader who knows something about public relations. Goebbels, one of those responsible for the crimes of the Hitler era, was an expert in public relations, too." - zitiert nach Los Angeles Times 2. November 1986)

Fälschlich zugeschrieben

  • "Das wird immer einer der besten Witze der Demokratie bleiben, daß sie ihren Todfeinden die Mittel selber stellte, durch die sie vernichtet wurde." - Hans Schwarz van Berk: Die Dummheit der Demokratie, in: Joseph Goebbels (Autor), Hans Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 61 (Internet Archive)
  • "Wer nichts zu verbergen hat, braucht nichts zu befürchten." - Für diese Zuschreibung gibt es keine Belege. Man findet dieses Zitat oft in Leserkommentaren oder in sozialen Medien wie Twitter oder Facebook. Dort wird stets als Quelle angegeben: „Goebbels, Rede zur Introduktion der GeStaPo 1933“. Eine solche Rede gab es nicht. Selbst die Terminologie ist falsch. Das aus dem Lateinischen übernommene Wort Introduktion ist eine Vokabel aus der Musiktheorie. Das Zitat mit seiner Quellenangabe ist damit sogar ganz offensichtlich eine Erfindung. Wer die Zuschreibung erfunden hat und ob sie absichtlich so offensichtlich falsch sein sollte, ist unklar.

Weblinks

Commons
Commons führt Medien zu Joseph Goebbels.