Werner Finck

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Werner Finck (1902-1978)[Bearbeiten]

deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller

Überprüft[Bearbeiten]

  • "Bei meinem Eintritt sprang ein baumlanger SS-Mann auf mich zu und fragte: «Haben Sie Waffen?» «Wieso?» fragte ich. «Braucht man hier welche?»" - "Alter Narr - was nun?", dtv. München. 1975. S. 63
  • "Bitte um Entschuldigung für meine abgehackten Sätze, für das Durcheinander. […] Ich könnte noch mehr Gehacktes liefern. […] Das hab ich mir damals angewöhnt in der schrecklichen Zeit des Dritten Reiches. Wenn ein Gauleiter mit mir sprach, dann sagte ich erst mal einen halben Satz und wartete, wie das wirkt bei ihm. Dann konnte ich das Ende immer noch reparieren. […] Auf diese Weise ist mir manches erhalten geblieben, was ich heute noch gut gebrauchen kann." - (Der Redner zeigt dabei auf seinen Hals.) "Alter Narr, was nun?", CD "Geschichte meiner Zeit", Live-Mitschnitt, 1972, ISBN 3-7844-4008-8
  • "Es gibt manche, die haben sich derartig getarnt, dass sie also vor lauter Tarnung Gauführer wurden." - Programm "Kritik der reinen Unvernunft", aufgenommen in der Stuttgarter Mausefalle 1947 und in: "Zwischendurch. Ernste Versuche mit dem Heiteren", Fischer TBV, München, Frankfurt 1977, S. 79 ff., ISBN 3-436-02502-X
  • "Es ist ja eine Ironie des Schicksals, dass gerade in dem Lande, wo am meisten Heil gerufen worden ist, so wenig heil geblieben ist." - Programm "Kritik der reinen Unvernunft", aufgenommen in der Stuttgarter Mausefalle 1947 und in: "Zwischendurch. Ernste Versuche mit dem Heiteren", Fischer TBV, München, Frankfurt 1977, S. 79 ff., ISBN 3-436-02502-X
  • "Ich beneide immer alle Leute, die fließend sprechen, also flüssig, wie unsere Politiker, meistens sogar überflüssig. Aber ich kann eben nicht so schnell sprechen. […] Ich muss so oft über das nachdenken, was ich sage. Das hält natürlich kolossal auf." - "Alter Narr, was nun?", CD "Geschichte meiner Zeit", Live-Mitschnitt, 1972, ISBN 3-7844-4008-8
  • "Ich weiß nicht, wo Bonn aufhört und die Kleinstadt anfängt!" - Merian Bonn, S. 138
  • "Macht euch keine Sorgen, Jungens! Jetzt haben wir sechs Jahre Krieg hinter uns gebracht – da werden wir die paar Friedensjahre auch noch überstehen!" - "Witz als Schicksal, Schicksal als Witz", S. 83