Willy Brandt

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Willy Brandt 1980

Willy Brandt (1913-1992)

deutscher Politiker (SPD)

Zitate mit Quellenangabe

  • „Der Tag wird kommen, an dem das Brandenburger Tor nicht mehr an der Grenze liegt. An jener Grenzlinie, die mitten durch unsere Familien geht, die unser Volk zerreißt, die unser Berlin aufspaltet. Bis jener Tag kommt, bitten wir, rufen wir, fordern wir: Macht das Tor auf, macht Schluss mit der widernatürlichen Spaltung!“ – auf einer Kundgebung am 1. Mai 1959. [1]
  • "Woher wissen diese Schweine, vor wem ich gekniet bin?" - zu Erhard Eppler auf Peter Boenischs Kritik an Brandts Kniefall in Warschau in Bild am Sonntag vom 13. Dezember 1970: "Dieses katholische Volk weiß, daß man nur vor Gott kniet. Und da kommt ein vermutlich aus der Kirche ausgetretener Sozialist aus dem Westen und beugt sein Knie. Das rührt das Volk. Aber rührt es auch die Opfer des Stalinismus? Sie mußten knien, weil sie einen Gewehrkolben ins Kreuz bekamen." Erhard Eppler: »Die humanste Form der Macht«, DER SPIEGEL 42/1992 vom 12.10.1992
  • "Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben." - Rede auf dem außerordentlichen Parteitag der SPD am 18. November 1971. "Reden und Interviews: Herbst 1971 bis Frühjahr 1973", Hoffmann und Campe, 1973, S. 25
  • "Deutsche Sozialdemokraten dürfen Kränkungen der Freiheit nie und nimmer hinnehmen. Im Zweifel für die Freiheit!" - Rede zum Abschied vom Amt des Vorsitzenden der SPD auf dem außerordentlichen Parteitag am 14. Juni 1987 in der Bonner Beethovenhalle, Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
  • "Die Demokratie ist uns keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit." - Programmatische Grundlagen des demokratischen Sozialismus. Rede auf dem 6. Landesparteitag der Berliner SPD am 8. Mai 1949. http://library.fes.de/prodok/fa-28713.pdf Seite 11
  • "[...] ich habe es noch in diesem Sommer erneut zu Papier gebracht: Berlin wird leben, und die Mauer wird fallen." - Ansprache vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin am 10. November 1989, hdg.de/lemo
  • "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört."
  • "Ohne ihn wäre die deutsche Politik langweiliger gewesen." - über Franz-Josef Strauß, Erinnerungen Frankfurt a. M. u. a: Propyläen u. a, 1989, S. 295
  • "Wenn der Zug der deutschen Einheit rollt, dann kommt es darauf an, daß wenn's irgend geht dabei niemand unter die Räder kommt." - am 25.02.1990 auf dem Augustusplatz in Leipzig bei der Abschlußkundgebung nach dem ersten Parteitag der DDR-SPD, auf dem er zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde; oft sprachlich leicht abweichend zitiert; Quelle: Fernsehaufnahme (Deutsches Rundfunkarchiv)
  • "Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, daß jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll." Abschiedsrede von Willy Brandt auf dem Kongress der Sozialistischen Internationale in Berlin am 15. September 1992 (verlesen von Hans-Jochen Vogel) Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

Regierungserklärung 28. Oktober 1969

hdg.de/lemo - Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

  • "Auch wenn zwei Staaten in Deutschland existieren, sind sie doch füreinander nicht Ausland; ihre Beziehungen zueinander können nur von besonderer Art sein.“ - Seite 2/19
  • „Die Schule der Nation ist die Schule.“ - Seite 10/19
  • "Wir sind keine Erwählten, wir sind Gewählte. Deshalb suchen wir das Gespräch mit allen, die sich um diese Demokratie bemühen." - Seite 19/19
  • "Wir stehen nicht am Ende unserer Demokratie, wir fangen erst richtig an." - Seite 19/19
  • "Wir wollen mehr Demokratie wagen." - Seite 1/19

Zweifelhaft

  • "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört." - mit Quellenangabe "Am 10. November 1989", oft mit dem Zusatz "vor dem Schöneberger Rathaus" oder "John F. Kennedy Platz". Nach Peter Kratz: "Brandt oder Mutzenbacher", Konkret, Nr. 11 1995, ist der Satz in keiner Tonaufnahme dieser Tage von Brandt nachzuweisen, er sei erstmalig publiziert worden in "... was zusammengehört", J.H.W. Dietz Nachfolger GmbH, 1990

Zugeschrieben

  • Brandt hat auch eine Serie von Elefanten-Witzen auf Lager, die er immer neu variiert. Etwa so: "Mit den Europa-Verhandlungen ist es wie mit dem Liebesspiel der Elefanten: Alles spielt sich auf hoher Ebene ab, wirbelt viel Staub auf - und es dauert sehr lange, bis etwas dabei herauskommt." - Ernst Goyke: Die 100 von Bonn. Zwischen Barzel und Wehner. Bergisch Gladbach, Gustav Lübbe Verlag, 1970. S. 43 books.google. Zitiert von Klaus Wowereit in seiner Antrittsansprache als Präsident des Bundesrates am 9. November 2001, bundesrat.de

Zitate mit Bezug auf Willy Brandt

Erfurter Hof mit historischem Spruch
  • "Der Kanzler badet gerne lau - so in einem Schaumbad." - Herbert Wehner, während eines Moskauaufenthalts, September 1973 DER SPIEGEL 8. Oktober 1973. Siehe auch DER SPIEGEL 27. Mai 1974
  • "Willy Brandt ans Fenster!" - Ruf der Menschenmenge vor dem Hotel "Erfurter Hof" am 19. März 1970 bei Brandts erstem Besuch in der DDR. Seit 2009 als Leuchtschrift auf dem Dachfirst des Gebäudes erfurt.de

Weblinks

Commons
Commons führt Medien zu Willy Brandt.
Wikinews
Wikinews führt Nachrichten zu Willy Brandt.