Diskussion:Sokrates

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Vielleicht bin ich zu müde, aber diesen Satz verstehe ich nicht. --Thomas 21:56, 20. Mär 2005 (UTC)

  • "Was wunderst du dich, dass deine Reisen dir nichts nützen, der du dich selbst mit herumschleppst?"
Ich kenne aus dem dt. Volksmund, ohne jetzt eine Quelle belegen zu können, den Satz: "Wo Du auch hingehst, bedenke, dass Du Dich überallhin selber mitnimmst." (hört sich aber dem Sinn nach Sokrates folgend an) ... will heißen, ein totaler Neuanfang oder Blickwechsel ist kaum möglich.
Wobei unser Zitat hier das interessanterweise darauf eingrenzt, sofern ein Reisender an sich selber zu schleppen hat.
Vielleicht hilft das etwas weiter? --SpandauJerry 19:42, 22. Dez. 2006 (CET)
"Ein Esel kann noch so weit reiten, er wird niemals als ein Pferd zurück kommen!" - Jemand, der hofft seine Persönlichkeit dadurch zu ändern, indem er all seine Laster und Neigungen zum Reiseziel mit sich schleppt, wird schwerlich tun, an diesem Ort glücklicher zu werden. Die Veränderung geschieht im Ursprung und nicht im Begehren danach.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Alter von Sokrates

Könnte mal jemand die richtige Daten heraussuchen und eintragen. Im Artikes steht, Sokrates hätte von 469 VOR Chr. bis 499 VOR Christus gelebt, was nicht möglich ist. Sind die beiden Daten nur vertauscht???

Simon

Da steht bis 399 v.Chr., was sehr wohl möglich ist. 70 Jahre ist kein Alter, auch wenn Sokrates nicht ganz freiwillig aus dem Leben schied. --Thomas 18:05, 18. Apr 2005 (UTC)


[Bearbeiten] Falsches Zitat

Ich weiß, dass ich nichts weiß,

meines Wissens ist dieses Zitat so falsch. Es heisst eigentlich "Ich weiß, dass ich NICHT weiß" es wird immer wieder falsch in den Umlauf gebracht. Aber dieses eine kleine s am ende macht den Satz eigentlich unbrauchbar. Nichts wissen und nicht wissen ist ein rießen Unterschied.

Meines Erachtens versucht hier ein "Kenner" des Altgriechischen den Satz wörtlich zu übertragen und trommelt sich auf die Brust, weil das "nichts" als "nicht" gelesen werden kann. Die gängige Übersetzung dürfte die richtige sein und das wiedergeben, was Sokrates gemäss Platon sagen wollte. --Thomas 08:46, 7. Aug 2005 (UTC)

Nein ich bin ueberhaupt kein Kenner des Altgriechischen. Im gegenteil. Ich habe vor Monaten mit meinem damaligem deutschlehrer über dieses Zitat gesprochen. Er brachte seinen "Duden der Zitate" mit und dort wurde es mit dem s uebersetzt. Da ich das aber anders in erinnerung hatte (undwissend das es hierbei dem uebersetzer freibleibt wie er es uebersetzt) verwies auf www.wikipedia.de. Dort (stand Juni 2005) wurde er eben ohne das S zitiert. Nunja, ich bekam hierfuer eine Packung gummibaerchen ;) waren lecker. vielleicht ueberarbeitest du den Artikel bei wikipedia.de bzw. startest dort eine Diskusion. P.S.: Ich finde den Satz trotzdem mit dem s einfach sinnlos. Jemand der ueber so viele Jahre zitiert wird, kann das doch nicht so gemeint haben. Und auch wenn alle moeglichen Quellen das so sagen, verdient es solch ein Zitat, eben dieses mit S ueberhaupt keiner beachtung. so, schoenen tag noch.

Das Zitat ist mit "s" einer der weisesten jemals gemachten Sätze. Einer, der von sich sagen kann: "Ich weiß, dass ich nichts weiß" muss unglaublich viel wissen. --Thomas 09:57, 27. Aug 2005 (UTC)

Das Zitat ohne "s" wäre nicht weniger weise, auf jeden Fall logischer, denn warum sollte ein berühmter Philosoph sich so widersprechen? Auch das Wissen des Nichtswissens ist Wissen. Ich glaube auch nicht, dass gerade darin die tolle Paradoxie des Zitats liegt. Jedenfalls wurde mir die S-Losigkeit von einer Person bestätigt, die den altgriechischen Text wohl kennt und des Altgriechischen mächtig ist. Wenn ich weiß, dass ich nicht weiß, so gehe ich von der Unmöglichkeit aus, jemals wirklich etwas zu wissen, es ist nur sehr wahrscheinlich zu wissen: Für mich immer noch sehr weise. --89.52.68.22 17:47, 29. Jan 2006 (UTC)

Ich schließe mich hiermit durchaus den Nichtwissern an, distanziere mich jedoch vom überhaupt Nichts-Wissen-Können! ;-)
Nein, also wir hatte diesen Satz in Mathematikunterricht (Logik, logische Beweisführung) nach "nicht" und "nichts" auseinander genommen und waren genau so zu dem logischen Schluss gekommen, dass sich in das vorhandene (!!) Wissen durchaus das Wissen um eigenes Nicht-Wissen einschließen kann (und sollte, das ist die sokritische Intention), es handelt sich dann aber nicht mehr um ein Nichts-Wissen, da bereits durch diese Erkenntnis schon ein Wissen vorhanden ist, was natürlich mehr ist als Nichts.
Hab's entsprechend korrigiert. --SpandauJerry 19:42, 22. Dez. 2006 (CET)

Ich bin leider des Griechischen nicht mächtig und verlasse mich desshalb auf die Übersetzung von F.D.E. Schleiermacher, 1805 [1]. Genau wie in der Zitatbeschreibung selber, geht es um diesen Satz (21d): "Ich scheine also um dieses wenige doch weiser zu sein als er, dass ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen." Mir scheint die Diskussion über "nicht" oder "nichts" müssig, denn das entscheidende Wort ist "was". Die einzig sinngemässe (und geniale) Kurzform müsste lauten: "Ich weiss, was ich nicht weiss". In der Apologie, gibt es noch eine zweite Stelle (22d): "Zum Schluß nun ging ich auch zu den Handarbeitern. Denn von mir selbst wusste ich, dass ich gar nichts weiss, um es geradeheraus zu sagen; ..." - dies bezieht allerdings klar auf die handwerkliche Kunst, im besonderen mit der Verdeutlichung: "so sein, wie ich war, gar nichts verstehend von ihrer Weisheit, ...". --Goodmood70 15:19, 5. Apr. 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Jugend von heute

Hallo, ihr kennt vielleicht das Zitat:

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." -- (470 - 399 v. Chr.), Sokrates
Es gibt noch ein Zitat ähnlich dem, auch aus der Zeit damals (weiß bloß nich obs auch von Sokrates ist), welches sich mit erschreckender Genauigkeit auf den Nationalsozialismus übertragen ließ. Kennt des jemand? --85.178.103.231 21:43, 8. Aug. 2007 (CEST)

vgl. en:Socrates#Misattributions. Scheinbar diskutiert man schon länger darüber, ob es wirklich von Sokrates stammt. Sicher scheint bis jetzt, dass in den 1950ern jemand geschrieben hat, dass Plato dieses Zitat Sokrates zugeschrieben hätte. Wie es aussieht, ist das Zitat mit Absicht nicht hier aufgeführt, schließlich heißt die Hauptüberschrift "Überprüft". Für mich klingt das so, als hätte man dieses Zitat zu jeder Zeit auf die Antike geschoben, wenn man es selber gerade brauchen konnte - als ob es dadurch wahrer würde, oder sich jemand daran hielte. Wäre aber mal interessant, was ein Experte zu diesem Zitat zu sagen hätte. -- 80.136.101.199 14:31, 27. Jul. 2008 (CEST)


[Bearbeiten] Drei Siebe des Sokrates

Sicher kennen viele folgende Geschichte über Sokrates. Kennt auch jemand die Quelle oder ist das auch kein echter "Sokrates"?

Das ist mit Sicherheit kein "echter Sokrates". Die Geschichte wird auch anderen zugeschrieben: z.B, dem Mullah Nasreddin Hodscha. Auch wenn die Geschichte hübsch ist, ist sie gewiß nicht sokratisch, weil Sokrates die Frage nach der Wahrheit erst gestellt hätte, nachdem ihm etwas erzählt wurde. Nicht im Vorhinein.

Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und war voll Aufregung: "Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund ..." "Halt ein!", unterbrach ihn der Weise, "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?" "Drei Siebe?", fragte der andere voll Verwunderung. "Ja, guter Freund. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, ich hörte es erzählen und ..."

"Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen -, so doch wenigstens gut?"

Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil …"

"Hm", unterbrach ihn der Weise, "so lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt!"

"Notwendig nun gerade nicht …"

"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut, noch notwendig ist, so laß es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!" --ThinkPit 13:25, 22. Aug. 2008 (CEST)

Angeblich liegt die Grundlage für diese Siebe in der Einleitung zur Apologie des Sokrates. [2] Ich versuche gerade die Quelle so zu lesen, daß das auch paßt, will heißen ich hab's noch nicht wirklich nachvollziehen können, muß mir bei Gelgenheit mal den Originaltext anschauen. Die Geschichte als solche dürfte aber eine reine Legende sein. --Shekko 11:39, 17. Aug. 2009 (CEST)
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