Astrosophie

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Rudolf Steiner

  • "Namentlich nahm sie dasjenige auf, was dazumal mit einer großen Intensität, mit starker Eindringlichkeit noch lebte in Vorderasien und was in der verschiedensten Weise jene Weltanschauung ausgestaltete, die man Zarathustra-Weltanschauung nennen kann mit ihren starken Dualismus. der ja auch geschildert ist in einem Kapitel meiner "Geheimwissenschaft": jenem Dualismus, der auf der einen Seite Ahura Mazdao, den großen Lichtgeist, anerkannte, der seine Impulse in die Menscheitsentwickelung sendet, um Quell des Guten, des Großen, des Schönen zu sein, der seine dienenden Geister, die Amschaspands hat, die ihn umstellen, wie die Sonne umstellt wird in dem Scheine der Offenbarung des Himmelsanlitzes von den Zwölf zeichen des Tierkreises - da haben wir also die Lichtseite jenes im alten Persien urständenden Dualismus-, wir haben dann die ahrimanische gegenmacht, die das Finstere, aber auch das Böse, das überall Hemmende, das überall Disharmonisch-gestaltende in die Weltenentwickelung der Menschheit hineinträgt. Diese Lehre war verknüpft mit einer eindringlichen Erkenntnis der Konstellation der Sterne in dem Sinne, wie man in den alten Zeiten Astrosophie oder Astrologie hatte."Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge. IV. Band. 1960, S.135.
  • "Wenn Sie nach den alten Benennungen Saturn und so weiter forschen, müssen Sie sich, um etwas zu begreifen, ein bißchen an unseren Sprachkurs erinnern, in dem die allermeisten von Ihnen drinnen sind, müssen sich erinnern, daß die alten Namen gegeben worden sind nach den Lautenempfindungen , die die Astrologen und Astrosophen bei einem bestimmten Stern hatten." Rudolf Steiner, (GA 318), S.148.
  • "Kommt man vom gewöhnlichen groben Berechnen zum rhythmischen berechnen, wie es für die Sphärenharmonie war die Astrologie, so kommt man vom Rhytmischen berechnen zum Anschauen der Weltenorganisation in Figuren, Zahlen, die da sind in der Astrosophie." Rudolf Steiner, (GA 318), S.149.
  • "Es ist eben nur menschliche Beschränktheit darinnen, während das Wissen der Astrosophen der alten Zeiten, der Astrologen der älteren Zeiten hervorgegangen ist aus dem verkehr der Menschen mit den Göttern. Aber gerade wenn man heute wider aufrückt von der Astronomie zur Astrosophie und dadurch lebt in etwa wie in einem Makrokosmos, der überall die Ratio hat, da reicht man hin bis zur Sophia." Rudolf Steiner, (GA 318), S.148.
  • "Dasjenige, was die ausgebildeten Astronomie, die in die Astrologie und Astrosophie hinein vertiefte Astronomie - denn man kann sich das so ausgebildet denken -, was die bietet, das wird alles wieder zerstört für das unmittelbare Leben durch die Meteorologie, die es nicht zum Rang einer rationalen Wissenschaft bringt, die vom Schauen schon etwas durchdrungen wird, von weiterem Schauen immer mehr durchdrungen wird, die aber einenganz anderen Weg nimmt, die in dem darinnen liegt, was übrig bleibt von den anderen." Rudolf Steiner, (GA 318), S.147.
  • "Deshalb sahen sie allmählich immer mehr und mehr ab von einem Hinaufblicken zur Offenbarung des Göttlich-Geistigen durch den Sternenhimmel und alle die alten wunderbaren Weissagungen, die noch im Zusammenhang mit dem geblieben waren, was ich heute morgen - gegenüber der heutigen Astronomie und Astrologie - Astrosophie genannt habe, alle diese alten Weistümer wurden allmählich fast ganz verhüllt." Rudolf Steiner. (GA 346), Vortrag 17. September 1924 in Dornach. Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken. S. 189.

Arthur Schult

  • "Auf mich persönlich wirkte die Vertiefung in die esoterische Astrosophie bahnbrechend im Sinne eines kosmisch-supramentalen Bewußtseins." Seit dem Jahre 1927 erschloss sich mir zuerst in lebendig-imaginativer Anschauung die überwältigende Erkenntnis vom makrokosmischen Wesen des Menschen." Arthur Schult. Astrosophie. Lehre der klassischen Astrologie. Band I., S.9. ISBN: 978-3799902069
  • "Die Alleinherrschaft eines gegenständlich veräußerlichten Bewußtseins wird von immer mehr Menschen als Illusion durchschaut, welche uns die wahre Wirklichkeit verdunkelt. Besonders deutlich manifestiert sich der Strukturwandel des europäischen Geistes in der Entfaltung neuer Wissenschaften wie Atomphysik, Parapsychologie, Tiefenpsychologie auf kosmischer Grundlage und Astrosophie." Arthur Schult. Astrosophie. Lehre der klassischen Astrologie. Warum Astrosophie? Band I., S.9. ISBN: 978-3799902069
  • "Wir haben die Bedeutung des Tagesrhythmus der Gestirne, ihren Lauf von Morgen über Mittag, Abend und Mitternacht, als Tageszeiten der Seele im Zwölfstundenkreis, im sog. Häusersystem der Astrosophie zu verstehen gesucht." Arthur Schult. Astrosophie. Lehre der klassischen Astrologie. Das astrosophische Mandala der Horoskophäuser in seiner Beziehung zur Aura und zum, Karma des Menschen. Band II., S.457. ISBN: 978-3799902052
  • " Aus einem geistig-übersinnlichen Schauen, aus dem ins Kosmische geweiteten Überbewußtseins des menschen ist alle echte Astrologie und Astrosophie zuletzt entstanden". Arthur Schult. Astrosophie. Lehre der klassischen Astrologie. Warum Astrosophie? Band I., S.36-37.

  • "Im engen Zusammenhang mit diesen griechisch-hellenistischen Mysterien steht nun auch die Ausbildung der griechisch-hellenischen Astrosophie." Arthur Schult. Astrosophie. Lehre der klassischen Astrologie. Griechisch-hellenistische Astrosophie. Band I., S.131. ISBN: 978-3799902069
  • "Besonders deutlich manifestierte sich der Strukturwandel des europäischen Geistes in der Entfaltung neuer Wissenschaften wie Atomphysik, Parapsychologie, Tiefenpsychologie auf kosmischer Grundlage, Astrosophie und Anthroposophie." Arthur Schult. Dantes Divinia Commedia als Zeugnis der Tempelritter-Esoterik. S.12. ISBN: 978-3799901840
  • "Insbesondere vermag eine aus ihren spirituellen Grundlagen herum neu gestaltete Astrologie zu einer umfassenden kosmischen Signaturenlehre zu werden, die als Astrosophie vor allem geeignet ist, den geistlosen Rationalismus der heutigen Zeit zu überwinden und eine wichtige Brücke zwischen Wissenschaft und Religion zu bilden." Arthur Schult. Das Johannes-Evangelium als Offenbarung des kosmischen Christus. S.26-27. ISBN: 978-3876670171
  • "Astrosophie als kosmische Symbolwissenschaft kann heute in lebendiger Weise das rationale Begriffsdenken umwandeln in ein zeitgemäßes imaginatives Denken, mit dem wir die Bildersprache, die großen heiligen Zeichen, die überall im Makro- und Mikrokosmos gelten, neu verstehen lernen. Arthur Schult. Das Johannes-Evangelium als Offenbarung des kosmischen Christus. S.498. ISBN: 978-3876670171
  • "Die Astrosophie als kosmische Signaturenlehre des Menschenbildes, als universale Lehre von den mikro- und makrokosmischen Entsprechugnen, reicht und den goldenen Schlüssel zur eröffnung der himmlischen, der geistigen und der natürlichen Welt." Arthur Schult. Das Johannes-Evangelium als Offenbarung des kosmischen Christus. S.498. ISBN: 978-3876670171
  • "Die kosmischen Symbole der Astrosophie eröffnen uns den Blick für das Ganze der Schöpfung und verbinden materielles Denken mit geistiger Intuition." Arthur Schult. Das Johannes-Evangelium als Offenbarung des kosmischen Christus. S.499. ISBN: 978-3876670171

Erich Neumann

  • "Die Astrosophie vermittelt uns als Ergänzung zum horizontalen, kausalen Denken der Naturwissenschaft in Ursache und Wirkung ein senkrechtes, akausales Weltbild in Analogien und Synchronizitäten. So finden wie Entsprechungen jedes Planeten- und Tierkreis-Archetyps über das archetypische Feld, das transgressiv ist, das heißt das Innen und das Außen überschreitet, in allen Erscheinungsformen und auf allen Ebenen der Wirklichkeit: in der anorganischen Welt, bei den Pflanzen, den Tiere und im Menschen." Erich Neumann, zur Transgressivität des Archetyps. 1953/1992, S. 66-71.

Alfred Jeremias

  • "Man ist einig darüber, dass die Astronomie als Abendländische Wissenschaft ihre Mutter in der Astrologie hat, und man nennt die sumerische Weltanschauung zugrunde liegende Himmelschau Astrologie. Da wir uns aber daran gewöhnt haben, unter Astrologie eine "Chaldäische" Theologie abergläubischer Sternkunde zu verstehen - "Chaldäer" war bei den Griechen keineswegs ein Ehrenname-, so muß ich für die sumerische Himmelschau die Bezeichnung Astrologieablehnen. Man sollte dafür Astrosophie sagen. denn die von Sumer kommende, Himmelschau wollte gerade in den ältesten Zeiten schauendes Wissen sein." Alfred Jeremias, Handbuch der altorientalischen Geisteskultur. Kapitel VII. Astronomie und Astrosophie. S. 245. ISBN: 978-3864447549
  • " Aus einer Imagination in den gestirnten Himmel, aus einer Astrosophie (keineswegs zunächst Astrologie) entsteht die Weltenlehre, die aus dem irdischen Sein und geschehen das Widerspiel des räumlich-zeitlichen, kreisläufigen himmlischen Geschehens herausliest, das durch eine Gigantomachie der kosmischen Gegensätze hervorgeht." Alfred Jeremias. Der Antichrist in Geschichte und Gegenwart. S.6.
  • "Man darf vielleicht sagen, daß die sumerische Astrosophie solange folgerichtig religiös gewesen ist, als sie sich an das religiöse Heimatsgefühl des Menschen gewendet hat." Alfred Jeremias. Das Weltall. Bildgeschmückte Zeitschrift für Astronomie und verwandte Gebiete. 1919, 28.Jahrgang. Heft 4/5. S.30.
  • "Wissenschaftliche Astronomie im abendländischen Sinne beginnt mit Thales und Anaximander. Ihre Mutter ist die orientalische Astrologie. Es hat aber eine viel ältere auf unmittelbar Himmelschau (Astrosophie) beruhende sumerische Astronomie (Astrosophie) gegeben, die wissenschaftliche im morgenländischen Sinne war. Ihre Tochter war die orientalische Astrologie." Alfred Jeremias. Das Weltall. Bildgeschmückte Zeitschrift für Astronomie und verwandte Gebiete. 1919, 28.Jahrgang. Heft 4/5. S.30-31.

Ferdinand Maack

  • "Was "Astro-nomie" und "Astro-logie" sind, ist bekannt. Astronomie ist offizielle wissenschaftliche Sternkunde. Astrologie ist inoffizielle ( aber deswegen nicht weniger wissenschaftlich betriebene oder doch betreibbare) Sterndeutung. Astrosophie ist teils rein (exakt) wissenschaftliche, teils rein (spekulativ) philosophische Sternweisheit. Astrosophie ist "noch" keine Astronomie. Sie ist werdende Astronomie. Sie enthält einerseits entschieden minderwertige Gedankengänge, unterwissenschaftliche; andererseits ebenso entschieden überwertige Ideen, die Grenzen der Wissenschaft überschreitende, metaphysische Spekulationen. was aus der astrosophischen Vorratskammer dereinst noch einmal als vollwertiges Material herausgeholt werden kann, hat zwar einzig und allein die exakte Wissenschaft durch ihren Fortschritt zu bestimmen. Andererseits ist aber jede astrosophische Frage zugleich auch eine philosophischeFrage. Insofern ist Astrosophie eine Philosophie der Astronomie." Ferdinand Maack. Astrosophie: (Philosophie der Astronomie.) Archiv für systematische Philosophie; 24. Deutsche Digitale Bibliothek

Franz Spunda

  • "So erscheint auch die Astrosophie der früheren Jahrhunderte als ihr Zerrbild in der Astrologie, die in Wirklichkeit nichts anderes als Horoskopie ist und nur betrieben wird, um persönliche Vorteile zu erlangen." Franz Spunda. Das Weltbild des Paracelsus. Die Astrosophie. S. 176. ISBN: 978-3939647331

Thorwald Dethlefsen

  • "Wahre Astrologie war und ist ein Einwehungsweg, der über die Selbsterkenntnis und Naturerkenntnis zur Gotteserkenntnis führt. Wahre Astrologie macht sich deshalb zum Schluß selbst überflüssig. Wahre Astrologie ist Philosophie - weshalb Schult von der "Astrosophie" spricht - und nicht das Herumrühren in der Zukunft der Mitmenschen." Thorwald Dethlefsen. Schicksal als Chance. S. 113. ISBN; 978-3442117239

Gerhard Voss

  • "Wo Astrologie als esoterische Astrosophie verstanden wird, ist sie zumeist – wohl auch schon in den Vorläufern solcher pansophischer Weisheit – mit einer Reinkarnations- oder Seelen-Wanderungslehre verbunden." Gerhard Voss. Astrologie christlich. Exkurs V: Astrologie und Reinkarnationslehre. S.116. ISBN: 978-3836707060

Johannes Hemleben

  • "Das Thema "Wie stand Kepler zur landläufigen Astrologie seiner Zeit?" ist seit seinem Tod bis zum Überdruß behandelt. Auch wir werden später noch anläßlich seiner Begegnung mit Wallenstein darauf zurückkommen müssen. Hier aber, im vierten Buch, findet sich der Keim zu einer zukünftigen Sternenkunde als Erfahrungswissenschaft, die über die mathematisierende Astronomie in Richtung einer neuen Astrosophie einen entscheidenden Schritt hinausgeht." Johannes Hemleben. Kepler. Die Harmonie der Welt. S.93. 978-3499501838