Diskussion:Karl Dönitz

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Der Streit um die 2. Zeile[Bearbeiten]

... ist eigentlich ganz einfach zu lösen: Wikiquote:Person#Name sagt eindeutig: »Partei (bei Politikern) in Klammern, mit Link auf die jeweilige Partei«

Die NSDAP hat keine eigene Seite, also hier ohne Link. Als Reichsminister (Marine) und amtierender Präsident kann man ihn wohl zu den Politikern zählen, Wikipedia sieht das auch so.

Ich habe daher die Version von Mercatror wiederhergestellt und 2 Kategorien hinzugefügt. --Stepro (Diskussion) 16:01, 22. Mai 2012 (CEST)

Dass Dönitz ab 1944 Mitglied der NSDAP war und, von Hitler zu seinem Nachfolger als Reichspräsident bestimmt, im Mai 1945 in Flensburg drei Wochen lang in kaum ernst zu nehmender Weise "Reichsregierung" spielte (davon zwei Wochen nach der Kapitulation), ist kein ausreichender Anlass, ihn außer als Oberkommandierenden der Kriegsmarine zusätzlich als "deutschen Politiker (NSDAP)" vorzustellen. Davon, dass er "Reichsminister (Marine)" gewesen sei, weiß w:Karl Dönitz nichts, und Wikipedia kennt dieses Amt nicht einmal. Aber das zählt natürlich nichts, wo Heinrich Himmler nur "deutscher Politiker (NSDAP)" genannt werden darf, aber nicht Reichsführer-SS. Im übrigen sagt Wikiquote:Person#Name eindeutig: "knappe biographische Kerndaten, soweit sie für das Verständnis unerlässlich sind, zum Beispiel: ... Eine Nennung der Merkmale, unter denen der/die Betreffende kategorisiert ist, wird häufig überflüssig sein." --Vsop.de (Diskussion) 00:08, 23. Mai 2012 (CEST)
Der dtv-Lexikoneintrag gibt an: "deutscher Seeoffizier (1943 Großadmiral)""", wissen.de. --Serendipity (Diskussion) 09:26, 23. Mai 2012 (CEST)
PS: Ich würde diese Version favorisieren: "deutscher Seeoffizier und Politiker (NSDAP)". Da selbst bei anderen Nazi-Grössen nichts über deren politische Funktionen angegeben wird, warum genauer den jeweiligen militärischen Rang (hier Grossadmiral, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine) beschreiben? Zu Politiker oder Nicht-Politiker: auch wenn nur als Leiter einer kommissarischen "Reichsregierung" hat Dönitz schliesslich doch politische Funktionen übernommen. Ausserdem ist das bisher einzige Zitat ja nur verständlich, wenn man den politischen Hintergrund w:Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht zur Zeit der w:Regierung Dönitz kennt. Generell finde ich, die Information in der 2. Zeile ist in gewisser Weise immer unbefriedigend-unzureichend. --Serendipity (Diskussion) 09:37, 24. Mai 2012 (CEST)
"deutscher Seeoffizier und Politiker (NSDAP)" klingt für mich auch gut. --Stepro (Diskussion) 09:56, 24. Mai 2012 (CEST)

Zum Thema ist längst alles gesagt: Wikiquote:Fragen zur Wikiquote/Archiv/2011#"Genauere Informationen zu Personen, Diskussion:Heinrich Himmler#25. Februar 2011, 20:41 Uhr Robertsan, Eisenhower Versionsgeschichte. Traurig, dass Serendipity sich der regelwidrigen Praxis weitgehend nichtssagender Angaben zur Person (Hans Frank, deutscher Politiker usw.) anschließt und nun sogar hier "Oberkommandierender der deutschen Kriegsmarine", was bisher noch niemand störte, durch das nichtssagende "Seeoffizier" ersetzen will. Findet er/sie das wirklich "befriedigender"? --Vsop.de (Diskussion) 12:15, 24. Mai 2012 (CEST)

Meine letzte Aussage war missverständlich formuliert. Ich wollte nur sagen, dass man in einer einzelnen Zeile sowieso nicht alles unterbringen kann, was (eigentlich) gesagt werden müsste. Darum ist es vielleicht besser, sich gleich auf nichtssagend-minimale Allgemeinaussagen zu beschränken. Oder man müsste z.B. der englischen Wikiquote folgen und eine kurze Zusammenfassung des WP-Artikels anbieten: "Karl Dönitz (September 16, 1891 – December 24, 1980) was a German naval leader who commanded the German Navy (Kriegsmarine) during the second half of World War II. He became a Großadmiral (Grand Admiral) and served as Commander of Submarines and later was Commander-in-Chief of the German Navy. Under his command, the U-boat fleet fought the Battle of the Atlantic. [...]" Im italienischen Dönitz-Artikel steht jedoch auch nur ein nichtssagendes "militare tedesco" und im tschechischen "německý námořní důstojník [deutscher Marineoffizier]". --Serendipity (Diskussion) 19:28, 24. Mai 2012 (CEST)
P.S.: Die Frage, ob Karl Dönitz ein Politiker oder nur ein Offizier war, spielte auch in den w:Nürnberger Prozessen eine zentrale Rolle. Am 126. Verhandlungstag:

OBERST J. W. POKROWSKY (Stellvertretender Hauptankläger der UdSSR): Ich möchte, daß Sie die Frage ganz klar beantworten, ob Sie sich selbst in erster Linie als einen Politiker oder als einen Soldaten ansehen, als einen Soldaten, der nur die Befehle seiner direkten Vorgesetzten ausführt, ohne den politischen Sinn und Inhalt dieser Befehle irgendwie zu kritisieren? DÖNITZ: Die Frage verstehe ich nicht in ihrer Ganzheit. Als Staatsoberhaupt war ich nach dem 1. Mai ein politischer Mensch. OBERST POKROWSKY: Und bis dahin? DÖNITZ: Ein reiner Soldat. OBERST POKROWSKY: Am 8. Mai 1946 um 16.35 Uhr haben Sie in diesem Gerichtssaal gesagt: »Als Soldat stellte ich nicht die politischen Überlegungen an, die es geben konnte.« Am 10. Mai um 12.35 Uhr haben Sie hier gesagt, als es sich um den U-Bootkrieg handelte: »Alles das bezieht sich auf politische Ziele; ich aber als Soldat habe mich nur mit militärischen Problemen beschäftigt.« Ist das richtig? DÖNITZ: Das ist sehr richtig. Ich sage ja, vor dem 1. Mai 1945 war ich reiner Soldat. Sowie ich Staatsoberhaupt war, habe ich den Oberbefehl der Kriegsmarine abgegeben, weil ich Staatsoberhaupt wurde und damit eine politische Person. OBERST POKROWSKY: Sir David Maxwell-Fyfe hat Sie vor ungefähr 15 Minuten auf zwei Dokumente hingewiesen, nämlich auf Dokument GB-186, D-640. Er hat Ihnen einen Satz verlesen, der sich in einem sehr krassen Widerspruch mit dem befindet, was Sie jetzt aussagen. Erinnern Sie sich an die Redensart vom »unsinnigen Geschwätz«? DÖNITZ: Ja, ich weiß es ganz genau. OBERST POKROWSKY: Ich bitte Sie, nur zu sagen, wie kann man diese absoluten Widersprüche in Ihrer Aussage in Einklang bringen –, Erklärung über Geschwätz, daß ein Offizier kein Politiker ist. Diese Erklärung fiel am 15. Februar 1944, als Sie noch nicht Staatsoberhaupt waren. Ist das richtig? DÖNITZ: Wenn ein Soldat im Kriege hinter seiner Nation und seiner Regierung steht, dann wird er dadurch nicht zum Politiker; so steht es in dem Satz darinnen, und das ist in dem Satz gemeint." zeno.org --Serendipity (Diskussion) 21:41, 24. Mai 2012 (CEST)