Diskussion:Silvio Gesell

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Der Bezug zu Silvio Gesell ist nicht klar. --Thomas 23:44, 19. Mai 2006 (UTC)

  • "Die Schaffung eines Geldes, das sich nicht horten läßt, würde zur Bildung von Eigentum in wesentlicherer Form führen." Albert Einstein

Zu diesem Thema: Silvio Gesell - Albert Einstein

Beide waren befreundet, kannten sich persönlich also sehr gut und trafen sich regelmässig. Albert Einstein war also mit der Forderung des Sozialreformers Silvio Gesell nach einer wesentlichen und nachhaltigen Reform des Geldsystems vertraut und stimmte ihm zu: Ein "Zurückhalten von Finanzkapital vom Finanzmarkt" ist für Zeiten von aktuell niedrigem Zinssatz typisch und führt dann regelmässig zu Rezession und Deflation. Finanzkapital kann "liquid" bleiben, ohne Kosten zu verursachen. Geld und damit auch Finanzkapital kann "gehortet" werden, also liquid bleiben.

"Geld" verursacht keine "Durchhaltekosten" wie die "verderbliche Ware", es "kann auf bessere Möglichkeiten warten" - die Ware nicht.

Herkömmliches Geld besitze also einen "Vorteil" gegenüber der "unter Angebotszwang" stehenden Ware, und diesen Vorteil nennt Gesell die "Liquiditätsprämie des Geldes"

Gesell schlägt zur Lösung des Dilemmas nicht - wie später Keynes "deficit spending" - als kurzfristige Notlösung vor, sondern eine nachhaltige Umlaufsicherung des Geldes, damit es nicht "ungestraft dem Wirtschaqftskreislauf entzogen" werden könne sondern im Umlauf bleibt wie der Stoffwechselträger "Blut" im Blutkreislauf des Organismus.

Geld müsse also mit "Durchhaltekosten" belegt werden um seinen Dienst im Wirtschaftskreislauf dauerhaft erfüllen zu können.

Einstein stimmt Gesell darin zu, dass "hortbares" Geld zwangsläufig zu Eigentumskonzentrationen in Form von "Finanzkapital" führt, das dem Markt nicht zur Verfügung steht, das dem Markt "ungestraft entzogen" wird.

Und Einstein formuliert das im Jahr 1934, vier Jahre nach dem Tod seines Freundes Silvio Gesell, folgendermassen: "Die Schaffung eines Geldes, das sich NICHT HORTEN läßt, würde zur Bildung von Eigentum in ANDERER wesentlicherer Form führen."

Albert Einstein stand also hinter der Forderung Gesells, Geld dürfe nicht "hortbar" sein.


Auch John Maynard Keynes sah kurzfristige "Finanzspritzen" in den Markt und dosierte Inflation nicht als brauchbares Instrument auf DAUER an, um den Wirtschaftskreislauf aufrecht erhalten zu können, sondern sagt, die Welt werde von Silvio Gesell noch viel zu lernen haben, auf jedenfalls wesentlich "mehr als von Karl Marx".

Leider gibt es viele, die zum Thema "Wirtschaftsordnung" sehr wenig zu sagen wissen. Und mächtige Kreise ziehen daraus Vorteil.

01.01.2008 - und ein gesundes NEUES JAHR !

Liebe Grüsse, Gerhard Valentin Vorlage:Unsigniert

Warum wurde folgendes Zitat entfernt mit der Begründung, es hätte mit "Zitat nichts mehr zu tun" Ein Zitat hat mit einem Zitat nichts mehr zu tun? Allzu kritischisches soll hier wohl keinen Platz haben.

  • "Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: »Nie wieder Krieg!«, entgegen all den Hoffnungen auf eine schöne Zukunft, muss ich sagen: wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: 'Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen. Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein. Silvio Gesell: Gesammelte Werke (hrsg. v. Werner Onken), Band 17, Gauke Verlag Lütjenburg 1996 , S. 257
  • in einem "Offenen Brief" an die Berliner Zeitung am Mittag, 1918
In einer w:Zitatensammlung wie WQ gestattet WQ:RK grundsätzlich nur kurze, prägnante Sentenzen. Deshalb erscheint die Entfernung des Vorstehendem aus dem Artikel gerechtfertigt. Es am 8. Dezember 2008 mit der Begründung „eine URV ist auch hier eine URV“ auch von dieser Diskussionsseite zu entfernen, war hingegen unstatthaft. Das Urheberrecht des 1930 verstorbenen Gesell war bereits mit Ablauf des 31.12.2000 erloschen. --Vsop.de (Diskussion) 13:29, 7. Mai 2018 (CEST)