Theodor W. Adorno

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Theodor W. Adorno 1965

Theodor W. Adorno (1903-1969)[Bearbeiten]

deutscher Soziologe, Philosoph und Musiktheoretiker
Geburtsname: Wiesengrund

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

Adorno-Denkmal

Dialektik der Aufklärung[Bearbeiten]

  • "Die rastlose Selbstzerstörung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten." - Max Horkheimer / Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Suhrkamp 1981 Seite 11 books.google

Kulturkritik und Gesellschaft[Bearbeiten]

  • „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch.“ – Kulturkritik und Gesellschaft, (1951). In: Adorno: Gesammelte Schriften, Bd. 10.1. Frankfurt/M. 1980. S. 11–30.

Minima Moralia[Bearbeiten]

Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Minima Moralia.
  • "Der Bürger aber ist tolerant. Seine Liebe zu den Leuten, wie sie sind, entspringt dem Haß gegen den richtigen Menschen." - Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Suhrkamp, Berlin/Frankfurt am Main 1951, S. 20 books.google
  • "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." - Minima Moralia, Aphorismus 18. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 22. Auflage 1994, ISBN 3-518-01236-3, S. 42, siehe auch Wikipedia: Es gibt kein richtiges Leben im falschen
  • "Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren." - Minima Moralia, Aphorismus 122. Gesammelte Schriften 4, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1. Auflage 1997, ISBN 3-518-06511-4, S. 218
  • "Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." - Minima Moralia. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 22. Auflage 1994, ISBN 3-518-01236-3, S. 57
  • "Der Mechanismus der Reproduktion des Lebens, seiner Beherrschung und seiner Vernichtung ist unmittelbar der gleiche, und demgemäß werden Industrie, Staat und Reklame fusioniert." - Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 22. Auflage 1994, ISBN 3-518-01236-3, S. 62
  • "Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen." - Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 22. Auflage 1994, ISBN 3-518-01236-3, S. 67
  • "In nuce. - Aufgabe von Kunst heute ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen." - Minima Moralia, Suhrkamp 1970, S. 298 books.google
  • "Vor Mißbrauch wird gewarnt. - Die Dialektik ist in der Sophistik entsprungen, ein Verfahren der Diskussion, um dogmatische Behauptungen zu erschüttern und, wie die Staatsanwälte und Komiker es nannten, das mindere Wort zum stärkeren zu machen. Sie hat sich in der Folge gegenüber der Philosophie perennis zur perennierenden Methode der Kritik ausgebildet, Asyl allen Gedankens der Unterdrückten, selbst des nie von ihnen gedachten. Aber sie war als Mittel, Recht zu behalten, von Anbeginn auch eines zur Herrschaft, formale Technik der Apologie unbekümmert um den Inhalt, dienstbar denen, die zahlen konnten: das Prinzip, stets und mit Erfolg den Spieß umzudrehen. Ihre Wahrheit oder Unwahrheit steht daher nicht bei der Methode als solcher, sondern bei ihrer Intention im historischen Prozeß. - Minima Moralia, Nr. 152, Suhrkamp 1951, S. 330 books.google

Negative Dialektik[Bearbeiten]

Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Negative Dialektik.
  • "Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach." - Negative Dialektik, in: Gesammelte Schriften 6, Hg. Rolf Tiedemann, Frankfurt a.M.:Suhrkamp, 1. Auflage 1997, ISBN 3-518-06511-4, S. 369

Ästhetische Theorie[Bearbeiten]

Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Ästhetische Theorie.
  • "Kunst will das, was noch nicht war, doch alles, was sie ist, war schon." - Ästhetische Theorie, in: Gesammelte Schriften 7, Hg. Rolf Tiedemann, Frankfurt a.M.:Suhrkamp, 1. Auflage 1997, ISBN 3-518-06511-4, S. 203

Erziehung nach Auschwitz [1966][Bearbeiten]

  • "Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen." - Erziehung zur Mündigkeit, Frankfurt a.M.:Suhrkamp, 1. Auflage 1971, ISBN 3-518-36511-8, S. 88

Philosophie und Lehrer[Bearbeiten]

Fälschlich zugeschrieben[Bearbeiten]

  • Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten. - Zuschreibung durch Peter Mühlbauer: Unbewusstes Battle Reenactment, Telepolis 4. Juni 2007. Offenbar eine Paraphrasierung der folgenden Passage aus einem 1959 gehaltenen Vortrag Adornos:
  • "Ich möchte nicht auf die Frage neonazistischer Organisationen eingehen. Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie. Unterwanderung bezeichnet ein Objektives; nur darum machen zwielichtige Figuren ihr come back in Machtpositionen, weil die Verhältnisse sie begünstigen." - Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit? Vortrag auf der Erzieherkonferenz des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Wiesbaden, 6. November 1959, in: Erziehung zur Mündigkeit books.google PT8; signale.cornell.edu; Tonaufnahme. Siehe auch falschzitate.blogspot.

Zitate mit Bezug auf Theodor W. Adorno[Bearbeiten]

  • "Er hat mir auch die Augen geöffnet, daß man erst einmal den primären Text ausschöpfen muß, und zwar systematisch ausschöpfen muß, bevor man in die Wirkungsgeschichte hineingeht." - Jürgen Habermas, Die Neue Unübersichtlichkeit, 1985, S. 168

Weblinks[Bearbeiten]

Commons
Commons führt Medien zu Theodor W. Adorno.