Sinn

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Zitate[Bearbeiten]

  • "Wenn Hamlet plötzlich anfängt, Zeilen aus einem ganz anderen Drama zu sprechen, dann muß auch Ophelia ihren Text ändern, um den Ganzen einen Sinn zu geben, und die Vorstellung verläuft danach in ganz anderen Bahnen. Es könnte passieren, daß die beiden dann gemeinsam fortgehen, anstatt ständig um das Schloss herumzuschleichen. Das mag vielleicht ein schlechtes Stück sein, vermutlich ist es aber ein besseres Leben" - Eric Berne, Was sagen Sie, nachdem Sie Guten Tag gesagt haben? Fischer, Frankfurt am Mai 1983, ISBN 3-596-42192-7, Seite 53

Sinn als Wahrnehmung[Bearbeiten]

  • "Ach, wie trüb ist mein Sinn, wenn ich in der Fremde bin!" - Max von Schenkendorf, Muttersprache. In: Poetischer Nachlaß. Berlin: Eichler, 1832. S. 128. Vers 7f. Google Books
  • "An der Farbe lässt sich die Sinnesweise, an dem Schnitt die Lebensweise des Menschen erkennen." - Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre II
  • "Das Begehren wohnt in den Sinnen, die Heiterkeit oder Nichtheiterkeit aber liegt im Herzen." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 60
  • "Deshalb ist es auch kein Gegensatz, ein guter Deutscher und ein guter Europäer sein; ein Konflikt zwischen national und international existiert nicht. Die internationalen Formtendenzen sind in dem selben Sinn national wie die engeren, heimatlichen." - Harry Graf Kessler, Aufsatz: Nationalität, 1906
  • "Die bildende Kunst regt alle unsere Sinne an. Sie lehrt uns Sehen, das genaue Hinschauen. Sie aktiviert unsere Phantasie, sie weckt unsere Emotion, sie macht Freude und sie provoziert." - Walther Zügel, Kulturkalender Baden-Württemberg, Ausgabe 32, 3/2007 Juli-September 2007, S. 15
  • "Die unzureichende Sinneswahrnehmung widerlegt die Unendlichkeit nicht." - Giordano Bruno, Zwiegespräche vom unendlichen All und den Welten
  • "Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne." - Hildegard von Bingen, Wisse die Wege
  • "Durch die Wälder, durch die Auen // Zog ich leichten Sinns dahin." - Johann Friedrich Kind, Der Freischütz, I, 4 (Max). Leipzig: Reclam, o. J. S. 45
  • "Es schwellt der Orange benebelnder Duft // Fast heimlich herbei und berauscht meinen Sinn, // Es kühlt stiller Lorbeer die windliebe Luft, // Und Myrten enthaucht es, kaum merkbar: ich bin!" - Theodor Däubler, Das Nordlicht. Genfer Ausgabe. Leipzig: Insel-Verlag, S. 444. Arno-Schmidt-Referenzbibliothek
  • "Nein, der Sinn versinkt wie im Traum // In dem auferwachten Tage, // Und du suchst im ganzen Raum // Endlos deine eigne Sage." - Konrad Weiß, Vorwort, in: Lyrik des Abendlandes, Hanser Verlag, München 1978, ISBN 3-446-12487-x, S.640
  • "Nichts kann die Seele heilen als die Sinne, so wie nichts die Sinne heilen kann als die Seele." - Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray, Kapitel 2 / Lord Henry
  • "Wer sähe nicht, wie anmaßend es auch wäre, über Sinn und Einsicht eines anderen zu urteilen? Denn allein vor Gott liegen die Herzen und Gedanken offen." - Petrus Abaelardus, Sic et non
  • "Wer seine Augen stets am rechten Orte hat, // Zum rechten Sinne stets die rechten Worte hat, // Der ist der wahre Dichter, der den Schlüssel, // Den rechten Schlüssel zu der rechten Pforte hat." - Friedrich von Bodenstedt, Mirza Schaffy

Sinn als Zweck[Bearbeiten]

  • "Aber wenn ich so frei bin, etwas des gesagten zu verändern, liegt der Sinn darin, daß Abwechslung Freude macht." - Phaedrus, Äsops Fabeln, II, Prolog 10; meist zitiert als "Abwechslung macht Freude"
  • "Das Größeste ist das Alphabet, // Denn alle Weisheit steckt darin, // Aber nur der erkennt den Sinn, // Der's recht zusammenzusetzen versteht." - Emanuel Geibel, Spruch 1. Aus: Werke, Band 1. Leipzig und Wien 1918, S. 319
  • "Der gewöhnliche Mensch, diese Fabrikware der Natur, wie sie solche täglich zu Tausenden hervorbringt, ist wie gesagt, einer in jedem Sinn völlig uninteressirten Betrachtung, welches die eigentliche Beschaulichkeit ist, wenigstens durchaus nicht anhaltend fähig: er kann seine Aufmerksamkeit auf die Dinge nur insofern richten, als sie irgend eine, wenn auch nur sehr mittelbare Beziehung auf seinen Willen haben." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Drittes Buch, § 36
  • "Der zeitliche Abstand […] läßt den wahren Sinn, der in einer Sache liegt, erst voll herauskommen. Die Ausschöpfung des wahren Sinnes aber, der in einem Text oder einer künstlerischen Schöpfung gelegen ist, kommt nicht irgendwo zum Abschluß, sondern ist in Wahrheit ein unendlicher Prozeß." - Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode, S. 282, zitiert bei uni-essen.de
  • "Die Welt wird mit jedem Tag ärger. Dass dies der eigentliche Sinn des Fortschritts ist, illustriert mit erschreckender Deutlichkeit Amerika." - Hermann von Keyserling, Reisetagebuch eines Philosophen
  • "Die wichtigste menschliche Fähigkeit ist Sinnstiften. Nicht, weil ich besonders stark, ausdauernd, kühn wäre, bin ich erfolgreich. Ich mache mir mein Tun zuerst sinnvoll." - Reinhold Messner, Berge versetzen
  • "Ein Ding verstehen, heißt nicht, seine Bewegung und seine Materie beschreiben, sondern seinen Sinn einsehen." - Susanne K. Langer, "Philosophie auf neuem Wege. Das Symbol im Denken, im Ritus und in der Kunst", Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 1984
  • "Ein echtes Symbol entsteht am ehesten dort, wo ein Objekt, Laut oder Akt gegeben ist, der keinen praktischen Sinn hat, wohl aber die Tendenz, eine emotionale Antwort hervorzulocken und so die Aufmerksamkeit ungeteilt festzuhalten." - Susanne K. Langer, "Philosophie auf neuem Wege. Das Symbol im Denken, im Ritus und in der Kunst", Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 1984
  • "Im Augenblick, als die Welt ihren Sinn verlor, entdeckte die Werbung die Heilsbotschaft." - Roger Willemsen, Deutschlandreise
  • "Schönheit ist der Sinn // Der Welt. Schönheit genießen heißt: die Welt // Verstehn." - Otto Julius Bierbaum, Sub rosa veneris, VI.
  • "Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. […] Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn." - Laotse, Dao-de-dsching, Kapitel 11
  • "UNMÖGLICH Bedeutet 1. Paßt mir nicht, und sollte es doch dazu kommen, werde ich dagegen sein. 2. Ich will in Ruhe gelassen werden. 3. Gott will in Ruhe gelassen werden. Bedeutung 3 hat vielleicht einen Sinn, aber die anderen Bedeutungen sind 101%iger Walmist" - John Kilian Houston Brunner, Morgenwelt (orig. "Stand On Zanzibar"), Deutsche Übersetzung von Horst Pukallus, München 1980, ISBN 3-453-30653-8, S. 21)
  • "Wer das Lernen übt, vermehrt täglich. Wer den SINN übt, vermindert täglich." - Laotse, "Dao-de-dsching", Kapitel 48, Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

Sinn des Lebens[Bearbeiten]

  • "Das ganze Geheimnis des Lebens läuft darauf hinaus, dass es keinerlei Sinn hat; dass aber jeder von uns dennoch einen ausfindig macht!" - Émile Michel Cioran, Gedankendämmerung[
  • "Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die Harmonie." - Max Lüscher: Das Harmonie-Gesetz in uns : ein neuer Weg zum inneren Gleichgewicht und sinnerfüllten Leben. - 2., völlig neu bearb. Aufl. - München : Heyne, 1988. (Heyne-Bücher. 17, Heyne-Psycho ; 1) - ISBN 3-453-00227-X - S. 18
  • "Der Sinn fällt nicht vom Himmel, er wird auch nicht von einer Religion gestiftet, sondern ich selbst stifte Sinn, indem ich mir mein Tun wichtig mache." - Reinhold Messner, Stuttgarter Zeitung Nr. 182/2008 vom 6. August 2008, S. 8
  • "Die Frage nach 'der' Aufgabe im Leben, nach 'dem' Sinn des Lebens – [ist ] sinnlos. Sie müsste uns vorkommen, wie etwa die Frage eines Reporters, der einen Schach-Weltmeister interviewt: »Und nun sagen Sie, verehrter Meister – welches ist der beste Schachzug?«" - Viktor Frankl, Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse, Franz Deuticke, Wien 1946- 1997. S. 47
  • "Die Menschen, die nicht über den Sinn des Lebens nachdenken, sind die wahren Nutznießer auf Erden." - Hans Arndt, Im Visier, Chancen
  • "Die Naturwissenschaften konnten unserem Leben keinen Sinn geben, weil sie keine zielgerichtete Evolution des Universums oder des Lebens fanden – und wohl auch nie finden werden." - Interview mit Gottfried Schatz - NZZ am Sonntag, 17. August 2008, S. 63
  • "Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils." - Jil Sander, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. März 1996
  • "Man darf niemals glauben, am Ziel angekommen zu sein, was will man denn sonst noch, wenn man das Gefühl hat, bereits alles vom Leben erhalten zu haben - das Leben hat doch überhaupt keinen Sinn mehr, wenn man all seine Träume verwirklicht hat." - Eros Ramazzotti, Interview in annabelle Nr. 19/05 vom 26. Oktober 2005
  • "Ob man den Beruf nur ausübt, um Geld zu verdienen, oder ob die Arbeit Freude bereitet, weil man sie sinnvoll findet, entscheidet, ob man Sklave oder König ist." - Max Lüscher, Readers Digest (Schweiz), Februar 2009, Rubrik "Zitiert", S. 65
  • "Welchen Sinn hatte das Leben überhaupt? Er hatte sich mühsam aus den Fesseln des Alkoholismus befreit, nur um dem Nasenlosen, jetzt mit einer neuen, länglichen Maske, erneut gegenüberzustehen." - Fritz Leiber: Herrin der Dunkelheit (orig.: Our Lady Of Darkness, 1976), ins Deutsche übersetzt von Hans Maeter, München 1980, ISBN 3-453-30676-7, S. 165
  • "Wenn Arbeit alles wäre, gäbe es keinen Lebenssinn für Behinderte, keinen mehr für Alte und noch keinen für Kinder." - Norbert Blüm, Unverblümtes von Norbert Blüm
  • "Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt." - Alfred Delp, Gesammelte Schriften, hrsg. von Roman Bleistein, Band 4 - Aus dem Gefängnis, Knecht, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-7820-0499-X, S. 111
  • "Wer nicht den tiefsten Sinn des Lebens // Im Herzen sucht, der forscht vergebens." - Friedrich von Bodenstedt, Herz und Geist. In: Die Diskuren. Literarisches Jahrbuch. Wien: Rosner, 1873. S. 185. Google Books-USA*

Sprichwörter und Volksmund[Bearbeiten]

Bibel[Bearbeiten]

  • "Hätte ich Böses im Sinn gehabt, dann hätte der Herr mich nicht erhört." - Psalm 66,18 - Übersetzung "Hoffnung für alle" (Hfa)
  • "Gott, lass den König an deiner Stelle Recht sprechen! Gib ihm deinen Sinn für Gerechtigkeit ins Herz!" - Psalm 72,1 (Hfa)
  • "Aber sie handeln ohne Sinn und Verstand; sie irren im Dunkeln umher und sehen nicht, dass durch ihre Bosheit die Welt ins Wanken gerät." - Psalm 82,5 (Hfa)
  • "Einen Heuchler will ich nicht bei mir dulden, und mit einem Menschen, der nur Böses im Sinn hat, will ich nichts zu tun haben." - Psalm 101,4 (Hfa)
  • "Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." - Hebräer 4,12
  • "Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und ihr Gewissen." - Paulus von Tarsus, Titus 1,15 Luther
  • "Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit." - Paulus, Epheser 4,22-24
  • "Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben." - Johannes der Apostel, 1. Johannes 5,20

Weblinks[Bearbeiten]

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Siehe auch: Bestimmung, Inhalt, Wahrnehmung, Ziel, Zweck
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Gegenbegriff: Unsinn, Blödsinn
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