Che Guevara

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Ernesto Che Guevara (1928-1967)

argentinisch-kubanischer Arzt und Revolutionär
eigentlich: Ernesto Rafael Guevara de la Serna

Überprüft

  • „Die Situation war für die Männer und für ihn unangenehm, also machte ich dem ganzen ein Ende und schoß ihm mit einer 32er Pistole in die rechte Gehirnhälfte mit Austrittsloch am rechten Schläfenbein. Er röchelte noch ein wenig, dann war er tot.“ - Über die Exekution von Eutimio Guerra - Anderson, Jon Lee. Che Guevara: A Revolutionary Life. New York: Grove Press, 1977, S. 237, ISBN 0-8021-1600-0. Zitiert nach Stephan Lahrem – Che Guevara - Leben. Werk. Wirkung, Suhrkamp 2005, ISBN 3518182064
  • (Original spanisch: „La situación era incómoda para nosotros y para él, de modo que acabé con el problema dándole un tiro con una pistola del calibre 32 en la sien derecha, con orificio de salida en el temporal [¿derecho?]. Jadeó un rato y luego murió.“ - Fin de un traidor, in: Pasajes de la guerra revolucionaria. Edición Era, 1963, págs. 140-141; zitiert im Vorwort von Francisco Fernández Buey zu „Escritos revolucionarios“ von Guevara, Madrid 1999, 2004, p. 14 Google Books
  • (Engl.: „The situation was uncomfortable for the people and for [Eutimio] so I ended the problem giving him a shot with a .32 pistol in the right side of the brain, with exit orifice in the right temporal [lobe].“ - Anderson a.a.O. Google Books
  • „Ich bin wohlauf und lechze nach Blut. Ganz wie ein richtiger Soldat - ein Gewehr an meiner Seite und, etwas Neues, eine Zigarre im Mund.“ - In einem Brief an seine Mutter[?]. Zitiert nach Hans Christoph Buch: Lichtgestalt und Dämon, Rezension auf dradio.de
  • (Original spanisch: „[Querida vieja: Aquí, desde la manigua cubana,] vivo y sediento de sangre [escribo estas encendidas líneas martianas]. Como si realmente fuera un soldado [(sucio y harapiento estoy, por lo menos), escribo sobre un plato de campaña] con el fusil a mi lado y un nuevo aditamento entre los labios: un tabaco.“ - Brief an seine erste Frau Hilda Gadea in Lima vom 28. Januar 1957, cheguevara.com.ar. Englisch bei Anderson S. 229 Google Books)
  • „Ich glaube nicht, dass wir sehr eng verwandt sind, aber wenn du fähig bist, jedes mal wenn auf der Welt eine Ungerechtigkeit geschieht vor Entrüstung zu beben, dann sind wir Genossen, was wichtiger ist.“
  • (Original spanisch: „No creo que seamos parientes muy cercanos, pero si Ud. es capaz de temblar de indignación cada vez que se comete una injusticia en el mundo, somos compañeros, que es más importante.“ - Brief an María Rosario Guevara vom 20. Februar 1964, zit. nach Ernesto Che Guevara: Obras, 1957-1967, vol. 2, Casa de las Américas, 1970, S. 685.)
  • (Original spanisch: „¡Patria o Muerte!“)
  • „Seid vor allem immer fähig, jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen. Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs.“ – Brief an seine Kinder, zitiert nach Carlos Widmann, in: Der Spiegel, Nr. 30/1996, S. 106.
  • (Original spanisch: „Sobre todo, sean siempre capaces de sentir en lo más hondo cualquier injusticia cometida contra cualquiera en cualquier parte del mundo. Es la cualidad más linda de un revolucionario.“ – Brief an seine Kinder Hilda, Aleida, Camilo, Celia y Ernesto, März 1965. [1]El Historiador
  • „…daß man in einer Revolution entweder siegt oder stirbt (wenn es eine richtige ist).“ – Brief an Fidel Castro, März 1965 [2]
oder „In einer Revolution siegt oder stirbt man (wenn es eine richtige Revolution ist)“ – zit. nach Heinz Rudolf Sonntag (Hrsg.): Che Guevara und die Revolution. 1968, S. 49.
  • (Original spanisch: „…en una revolución se triunfa o se muere (si es verdadera).“ – Carta de despedida a Fidel Castro [3])
  • „Auf immer bis zum Sieg.“ – Grußformel im Brief an Fidel Castro, März 1965 [4]
  • (Original spanisch: „Hasta la victoria siempre.“ – Carta de despedida a Fidel Castro [5])
  • „Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnam“ – Botschaft an die Trikontinentale 1967, zitiert nach Guevara: Guerilla – Theorie und Methode, Berlin 1968, S. 143 ff.
  • (Original spanisch: „Crear dos, tres…muchos Viet-Nam, es la consigna“ – Mensaje a la Tricontinental [Organización de Solidaridad con los Pueblos de Asia, Africa y América latina], veröffentlicht in der Zeitschrift Tricontinental, 16. April 1967, zit. nach Cuadernos de Ruedo ibérico, Nr. 12, April/Mai 1967, S. 94–101 [6]
  • „Der Hass als Faktor des Kampfes, der unbeugsame Hass dem Feind gegenüber, der den Menschen über die natürlichen Grenzen hinaus antreibt, und ihn in eine wirksame, gewaltsame, selektive und kalte Tötungsmaschine verwandelt. Unsere Soldaten müssen so sein; ein Volk ohne Hass kann über einen brutalen Feind nicht siegen.“ - zitiert nach Guevara: Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnams, in: Guerilla – Theorie und Methode, Berlin 1968, S. 155.
  • (Original spanisch: „El odio como factor de lucha, el odio intransigente al enemigo, que impulsa más allá de las limitaciones naturales del ser humano y lo convierte en una eficaz, violenta, selectiva y fría máquina de matar. Nuestros soldados tienen que ser así; un pueblo sin odio no puede triunfar sobre un enemigo brutal.” - Mensaje a la Tricontinental, veröffentlicht in der Zeitschrift Tricontinental, 16. April 1967, zit. nach Cuadernos de Ruedo ibérico, Nr. 12, April/Mai 1967, S. 99–100, [7])


Zitate mit Bezug auf Che Guevara

  • „Anders als die anderen großen Legenden der Weltrevolution des zwanzigsten Jahrhunderts – Marx und Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung – war Che Guevara eben kein ausgesprochener Parteiideologe gewesen, kein langjähriger Führer unübersehbarer Volksmassen, und, trotz allem, kein Massenmörder, kein Bürokrat des Völkermords, kein Schreibtischtäter.“ - Reinhard Mohr, »Revoluzzer, Killer, Popstar«, einestages.spiegel.de
  • „Obwohl er hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hat, darunter kaltblütig liquidierte „Verräter“ aus den eigenen Reihen, umwehte ihn stets die Aura des großen Sanftmütigen und Weitsichtigen, des souveränen Steuermanns auf hoher See, der weiß, wohin die Reise geht.“ - Reinhard Mohr, Revoluzzer, Killer, Popstar, einestages.spiegel.de, 8. Oktober 2007

Falsch zugeschrieben

  • Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.“ - Guevara zugeschrieben z. B. in: Horst-Eckart Gross, Klaus Thüsing (Hrsg.): Adelante Kuba! Wege einer Revolution. Edition Marxistische Blätter, Neuss 1989, S. 447; Ernst Göll: Probleme mit Problemen mit Cuba. In: spw, Nr. 69 (1993), S. 16. Eigentliche Autorin ist die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli: Diálogo social, 1981, S. 24; im Original "Yo te decía que la solidaridad es la ternura de los pueblos."
  • „Seien wir realistisch, versuchen (oder: fordern) wir das Unmögliche.“[1] Tatsächlicher Ursprung ist vermutlich ein Slogan, der während der Pariser Studentenbewegung von 1968 an die Mauer der Sorbonne geschrieben wurde (im Original: Soyons réalistes, demandons l’impossible.).[2]

Einzelnachweise

  1. Guevara zugeschrieben z. B. in: Heilgard Kessler: Individuum und Gesellschaft in den Romanen der Doris Lessing. Frankfurt a. M. 1982, S. 5; Cordt Schnibben: Che Guevara und andere Helden. Hamburg 1997, S. 37.
  2. Herbert Marcuse: Der Friede als gesellschaftliche Lebensform. In Oskar Schatz: Der Friede im nuklearen Zeitalter. München 1970, S. 85; Günther Nenning: Rot und realistisch. Gesamtsozialistische Strategie und Sozialdemokratie. Wien 1973, S. 77.

Weblinks

Commons
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