Tendenz

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Zitate[Bearbeiten]

  • "Der Reporter hat keine Tendenz, hat nichts zu rechtfertigen und hat keinen Standpunkt. Er hat unbefangen Zeuge zu sein und unbefangene Zeugenschaft zu liefern." - Egon Erwin Kisch, Der rasende Reporter. Vorwort zur 1. Ausgabe, 1925, seiner Reportagensammlung
  • "Der sozialistische Staat hat die Vernichtung der persönlichen und politischen Freiheit zur Vorbedingung. (Widerspruch bei den Sozialisten.) — Jawohl! Krasser Despotismus einer Majorität oder einzelner weniger Leute, die dem Einzelnen vorschreibt, was er zu arbeiten hat, was er dafür für einen Lohn empfängt und was er dafür zu konsumiren hat; das ist der sozialistische Staat. (Widerspruch.) Es ist ja alles, was die Sozialisten wollen, gedruckt zu lesen; über ihre Tendenz ist ja nur die Polizei im Unklaren. (Große Heiterkeit.)" - Eugen Richter, Rede im Reichstag am 23. Mai 1878 eugen-richter.de
  • "Die Anschauungen über Raum und Zeit, die ich Ihnen entwickeln möchte, sind auf experimentell-physikalischem Boden erwachsen. Darin liegt ihre Stärke. Ihre Tendenz ist eine radikale. Von Stund′ an sollen Raum für sich und Zeit für sich völlig zu Schatten herabsinken und nur noch eine Art Union der beiden soll Selbständigkeit bewahren." - Hermann Minkowski: Vortrag über „Raum und Zeit“ (1908)
  • "Die Gesetzbücher treffen so viele Vorkehrungen gegen die Gewalt, und unsere Erziehung ist dermaßen in der Absicht geleitet, unsere Tendenzen zur Gewaltsamkeit abzuschwächen, dass wir instinktiv zu dem Gedanken geführt werden, dass jede Handlung der Gewalt die Kundgebung eines Rückschritts zur Barbarei sei." - Georges Sorel, Réflexions sur la violence, 6, 1
  • "Die heutige Tendenz, die Volksrechte leichtfertig durch übergeordnetes Recht, eben so genanntes „Völkerrecht“, zu ersetzen, nimmt beängstigend zu." - Christoph Blocher, 1. August-Rede 2007 in Gruyères
  • "Die natürliche Tendenz eines Staates ist Inflation" – Murray Rothbard, The Case for a 100 Percent Gold Dollar, Essay auf mises.org
  • "Ein echtes Symbol entsteht am ehesten dort, wo ein Objekt, Laut oder Akt gegeben ist, der keinen praktischen Sinn hat, wohl aber die Tendenz, eine emotionale Antwort hervorzulocken und so die Aufmerksamkeit ungeteilt festzuhalten." - Susanne K. Langer, "Philosophie auf neuem Wege. Das Symbol im Denken, im Ritus und in der Kunst", Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 1984
  • "In der Konkurrenz erscheint diese innre Tendenz des Kapitals als ein Zwang, der ihm von fremdem Kapital angetan wird und der es vorantreibt über die richtige Proportion mit beständigem Marche, marche!" - Karl Marx, MEW 42, Grundrisse, S. 327
  • "Man nennt es auch internationales Recht oder noch schöner 'Völkerrecht', als hätten es alle Völker demokratisch gesetzt... Die heutige Tendenz, die Volksrechte leichtfertig durch übergeordnetes Recht, eben so genanntes 'Völkerrecht', zu ersetzen, nimmt beängstigend zu..." – Christoph Blocher, 1. August-Rede 2007 in Gruyères
  • "Liebe ist die absolut positive Gesinnung als solche, die Bejahung, Gunst, Hingabe, aufbauende Tendenz - wie denn der Hass Verneinung, Umsturz, Vernichtung ist. Persönliche Liebe ist dieselbe Bejahung in bezug auf die Persönlichkeit." - Nicolai Hartmann, Ethik, Zweiter Teil, 7. Abschnitt S. 536, c) Kraft und Willenswerk der Liebe, ISBN 3-110-00141-1
  • "Wieviel Hochachtung verdienen angesichts solcher Entartungen hingegen die Frauen, die mit heroischer Liebe zu ihrem Kind eine Schwangerschaft austragen, die durch das Unrecht ihnen gewaltsam aufgezwungener sexueller Beziehungen zustande gekommen ist; […] die oft durch eine Kultur eines hedonistischen Permissivismus verdorben sind, in dem nur allzu leicht auch Tendenzen eines aggressiven Männertums gedeihen." - Johannes Paul II., Brief an die Frauen, 29. Juni 1995, vatican.va

Weblinks[Bearbeiten]

Wikiquote
Siehe auch: Trend
Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Tendenz.
Wiktionary
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Tendenz.