Schüttelreime

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Weblinks

[Bearbeiten] A

  • " 'Ach Gottchen', sprach der Sohn betroffen, // 'die Mutter liegt vorm Thron. Besoffen...' "
  • "Auf der Liebesreise // sprach der Leibesriese: // "Reib es, Liese!" // Und sie rieb es leise."
  • "Auf Pille nicht noch Salbe hoff', // wer täglich dreizehn Halbe soff." – Eugen Roth

[Bearbeiten] B

  • "Bei wem sich Geist und Fresse paaren, // wird stets gut bei der Presse fahren."
  • "Beim Zahnarzt in den Wartezimmern // hört man oft auch Zarte wimmern."
  • "Buddha, nach der netten Fabel, // starrt auf seinen fetten Nabel."

[Bearbeiten] C

  • "Cäcilie tät mit Castor pennen, // später lernt sie 'nen Pastor kennen."

[Bearbeiten] D

  • "Da klagte unser Sängerlein: // Mein Auftritt sollte länger sein!"
  • "Da Pferde oft aus dem Zügel flüchten, // Will ich doch lieber Geflügel züchten. – Erich Mühsam, Fröhliche Kunst, 1 (2), Juli 1902, S. 180
  • "Da wieder mal der Bundesrat // das Volk um etwas Rundes bat, // so hoff ich, dass die Hundesteuer // der Magistrat mir stunde heuer." – Erich Mühsam
  • "Das Mädchen mit dem schicken Duft // vermählt sich mit dem dicken Schuft." – Franz Mittler
  • "Das rechte Bein der Purzel winkelt, // bevor er an die Wurzel pinkelt."
  • "Den man in deine Kammer sandt // Das war ein Mann aus Samarkand."
  • "Der da mit der Schuppenflechte, // der füllt bei uns die Fluppenschächte."
  • "Der große Dichter Grimmelshausen // erzählt von Höll- und Himmelsgrausen."
  • "Der Knabe stiehlt am Baume fleißig, // Schon hat er eine Pflaume bei sich." – Erich Mühsam, Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83
  • "Der Kurti ließ ein Stinkerl wehn, // drum muss er jetzt im Winkerl stehn!" – Franz Mittler
  • "Der Männerchor trinkt Bier vom Fass, // betrunken sind schon vier vom Bass."
  • "Der Mond am Himmel golden hing, // als ich zu meiner Holden ging."
  • "Der Ringer schwingt die derbe Hüfte, // dem Arsch entquellen herbe Düfte."
  • "Der Sänger singt am Weiher leise, // doch singt er etwas leierweise." – Erich Mühsam, Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83
  • "Der Schnee, den du in Flocken siehst, // dir unten in die Socken fließt."
  • "Die Boxer aus der Meisterklasse // boxten sich zu Kleistermasse // und aus dem ganzen Massenkleister // erhebt sich stolz der Klassenmeister."
  • "Die Liebe und das Leben ehren – // Das möchten wir Euch eben lehren." – Erich Mühsam, Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83
  • "Die Nacht war schön im Liegewagen, // bald Kinder in der Wiege lagen.
  • "Die Oma jetzt im Wohnheim weint, // weil sie nicht mehr in Weinheim wohnt.
  • "Die Predigt, mit Gefühl gestaltet, macht Hände im Gestühl gefaltet."
  • "Die Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal, // Lassen sich dick besolden. Egal.
  • "Die Ratten kacken auf die Erlagscheine, ich geh’ jetzt ’rüber und erschlag’ eine!" – Schüttelreime von Gunkl (Günther Paal)
  • "Don Qujote war gutmütig // zu jeder Zeit mit Mut gütig."
  • "Du bist ein altes Hurenbeidl, // frisst mir weg mein Burenheidl!"
  • "Du schriebst zuweilen argen Mist, Franz! // Doch weil's von Lehar ist, so frisst man's!" – Franz Mittler
  • "Draußen blüh'n die Osterglocken, // und ich muss hier im Kloster hocken!"

[Bearbeiten] E

  • "Ein Auto fuhr durch Gossensaß, // Und kam in eine Soßengass, // So dass die ganze Gassensoß // Sich über die Insassen goss."
  • "Ein Mücklein wollte Reisen machen, da flog's in einen Meisenrachen!" – Franz Mittler
  • "Ein Musenkuss // auf den Busen muss."
  • "Ein Reisender braucht Schuhe, // ein Scheißender braucht Ruhe."
  • "Ein Wand'rer steigt auf's Matterhorn, // den Muskelkater hat er mor'n." [E. Härri]
  • "Er fuhr mit einem Leiterwagen, // wo Steine und so weiter lagen."
  • "Er hob sie in den Damensattel, // da sah er ihre Samendattel."
  • "Er (der Hund) konnte nicht schlafen im Schlafwagen, // weil ihm die Koffer am Schwaf lagen." [i.v. Morl]
  • "Erst schenkt er ihr 'ne Perlenkette, // dann geht sie in des Kerlen Bette."
  • "Erst scherzt er mit dem dreisten Lieschen // dann schmerzen ihn die Leistendrieschen."
  • "Erst war es nur ein Blickgefecht, // dann hat er für den Fick geblecht."
  • "Es essen manche Sippen Kuchen, // wenn Arbeitslose Kippen suchen."
  • "Es dufteten des Recken Hosen, // wahrlich nicht nach Heckenrosen.
  • "Es gibt der laute Zeisig Ruh’, // stopft man sein Maul mit Reisig zu."
  • "Es ist besser, sich unter den Pöbel zu mischen, // als unter die Möbel zu pischen."
  • "Es ist nicht leicht, von Kant zu Hegeln // so mit der linken Hand zu kegeln."
  • "Es klapperten die Klapperschlangen, // bis ihre Klappern schlapper klangen."
  • "Es sprach der Graf von Rubenstein: // Mein Hund, du bist nicht stubenrein!"
  • "Es sprach der Herr von Finkenstein: // Die Harzer Käse stinken fein!"
  • "Es stört den scharfen Brummer nicht, // wenn’s Bettchen bei der Nummer bricht."
  • "Es trommelten die Schellwale // mit Kraft auf einer Wellschale. // Zusammen mit der Walschelle // gab dies die schönste Schallwelle."
  • "Es war einmal ein braver Hai, // der frass statt Menschen Haferbrei."
  • "Es war einmal ein Trotzkist, // der fand die Welt kotztrist."
  • "Es war noch Licht im Nasenloch, // Denn seine Popel lasen noch."
  • "Es wird verdammt zur Stollenschicht, // wer einfach in die Schollen sticht."
  • "Erst ließ der Koch die Schürze fallen // drauf hört' man seine Fürze schallen."
  • "Erst spielten sie am Teich ein Weilchen, dann spielten sie mit weichen Teilchen."

[Bearbeiten] F

  • "Frauen, die die Wimpern pinseln, schon mal gern beim Pimpern winseln."

[Bearbeiten] G

  • "Gibst Du dem Mops Sardellenbutter // frißt er sie nicht. Doch bellen tut er."
  • "Gut jodeln kann der Steiermärker, // im Jüdeln ist der Meier stärker."

[Bearbeiten] H

  • "Heut essen wir den Suppenhahn, // den gestern wir noch huppen sahn." – Spruch auf einem Kochtopf
  • "Hinter einem Schnurhaufen, // hört man eine Hur' schnaufen!"
  • "Hinter ein paar Fichtenwurzen, // hört ich einen Wichten furzen!"

[Bearbeiten] I

  • "Ich esse gerne Speck und Ei, // dann geh ich in die Eck und spei."
  • "Ich gehe auf die kühle Mole // und hol' für meine Mühle Kohle. / 'Wozu brauchst du die Kohle, Mühle?' / 'Zu mahlen sie in Moleküle!'"
  • "Ich hab ein Weinfass, fein was?"
  • "Ich muss jetzt auf das Örtchen toben, // aß viel zu viele Törtchen oben."
  • "Ich sah gestern einen Hund graben // das muss doch einen Grund haben."
  • "Ich weiß, warum so viele Mädchen in die Kissen weinen: // Sie sehnen sich nach einem Freund und wissen keinen."
  • "Im Juli gibt es heiße Nächte, // da fängt man in der Neiße Hechte. – Heinz Erhardt
  • "Immer mehr Lädchen suchen Lehrmädchen."
  • "Immer wenn er Spesen las, // machte ihm das Lesen Spaß."
  • "In Hosen voll mit Hängeärschen // muss fürchterliche Enge herrschen."
  • "In modernen Sittendramen // kriegt oft die Frau von Dritten Samen."
  • "In Wattenscheid // fällt der Schatten weit."
  • "Ich vernasch Dich scheibchenweise // oje, da kommt mein Weibchen, Scheiße!"
  • "Ich kenne einen Schweinemäster // der ist so dick wie meine Schwester"
  • "Ich werd' mich an die Lotte ketten // die macht die besten Kotteletten."
  • "Ich stand auf einer Landungsbrücke // und schaute in die Brandungslücke."
  • "Ich komm grad von der Weißbierschank // schau wie ich von dem Scheiß Bier wank."
  • "In Höhlen und Grotten // lässt sichs Gröhlen und Hotten."
  • "Iss nicht so viel Topfenstrudel // sonst wirst du noch verstopfen, Trudel."

[Bearbeiten] J

  • "Jetzt geh ich in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald" – Martin Kippenberger
  • "Jeder Mann ist seines Glückes Schmied, doch nicht jeder hat ein schmuckes Glied."

[Bearbeiten] L

  • "Leicht ist es, schüttelnd hinzusabbern // doch meist scheint's mit dem Sinn zu happern." – Eugen Roth
  • "Lieber mit den Titten wippeln, // als zu Fuß nach Witten tippeln."
  • "Lieber Schamlippen küssen, // als sich lahm schippen müssen."

[Bearbeiten] M

  • "Machst du mir keinen Topfenstrudl // werd ich dich nicht stopfen, Trudl."
  • "Man konnte schon in Jugendtagen // mich mit dem Worte »Tugend« jagen." – Franz Mittler
  • "Man wollte sie zu zwanzig Dingen // in einem Haus bei Danzig zwingen."
  • "Mit den Bekennern neuer Lehren // ließ Nero manchen Leu ernähren."
  • "Morgens der Berge schimmernde Weiße, // abends der Geigen wimmernde Scheiße."
  • "Mit ein paar Stückchen Butterkuchen // kannst du doch keinen Kutter buchen!" Ulrich Roski

[Bearbeiten] N

  • "Natürlich könnt ihr, meine Hessen, // euch stets mit Heinrich Heine messen."
  • "Nicht immer hat die feiste Mutter // für's Baby auch das meiste Futter."
  • "Norddeutsche an der Eider leben, // doch ist die Landschaft leider eben."
  • "Nur Wasser trinkt der Vierbeiner, // der Mensch findet's Bier feiner." – Heinz Erhardt
  • "Nur wegen dieser schiachen Katz // vergriff er sich am Kirchenschatz." – Franz Mittler

[Bearbeiten] O

  • "Oft hängt bei einem forschen Mädchen // die Tugend nur am morschen Fädchen."

[Bearbeiten] P

  • "Pu der Bär // ist pubertär."
  • "Polit-Kommissäre, die das Soll überwachen // tragen bei Kälte schwere Woll-Übersachen."

[Bearbeiten] R

  • "Radikale Klassengeister // sprühen in den Gassen Kleister, // wo PKWs der Geisterklassen // dann fahren durch die Kleistergassen."
  • "Reime, für andere Leute gemacht, // worüber dann diese Meute gelacht."

[Bearbeiten] S

  • "Sag bitte nicht, du Schmierfink, // wenn ich der Damen vier schmink."
  • "Selbst der Eunuch, der Hodenlose, // kauft bei Frey die Lodenhose."
  • "Sechsmal am Tag im Rosenhaus // schlüpft Rosi aus den Hosen raus."
  • "Sich ein in seinen Trauerfall hüllt er. // Die Welt mit seinem Klagehall füllt er. // Er schreibt es auf mit goldnem Füllhalter, // und wenn du helfen kannst, so hülf Alter."
  • "Sie achtet nicht der Notenregeln // und klimpert nur mit roten Nägeln." – Franz Mittler
  • "Sie brauchte nur das Becken heben, // schon spürte man die Hecken beben."
  • "Sie fuhr mit dem Bus bis nach Hietzing // weil Sie mit dem Piercing am Sitz hing."
  • "Siegfried trank mit Hagen Saft, // da rülpsten beide sagenhaft."
  • "Siehst du dort den Pudel rennen, // er will bei seinem Rudel pennen."
  • "So manchem gilt die Treue nix, // er sinnt auf immer neue Tricks!"
  • "So riet ich ihm zu Natrium, // doch setzte er den Rat nie um.
  • "Statt dass sich die Range wusch, // schmiert sie auf die Wange Rouge." – Franz Mittler
  • "Seh ich die beiden Moppel dort, // denk ich sofort an Doppelmord" – Otto Waalkes

[Bearbeiten] U

  • "Und weil er Geld die Menge hatte, // lag stets er in der Hängematte."
  • "Unter einer Fichtenwurzel // hört' ich einen Wichtel furzen."
  • "Unter einer Steppdecken // kann so mancher Depp stecken"

[Bearbeiten] V

  • "Vertrauet bei den schweren Dingen // auf Engel und auf deren Schwingen."
  • "Verwelkt ist ihre müde Pracht, // das ist's, was sie so prüde macht." – Franz Mittler
  • "Vom Anstand bitte trennen, Papst, // wenn du des nachts zum Pennen trabst. // Ob du es mit den Nonnen wagst, // wenn du am Berg der Wonnen nagst?" – Schüttelreime von Wolfgang Heidschuch, "Der Papst", ichraffs.net
  • "Von alters her sie hocken beim // Äppelwoi in Bockenheim."

[Bearbeiten] W

  • "Warum trinken Warzenschweine // immer nur vom schwarzen Weine? // Weil sie, wenn sie weißen hätten // würden anders heißen, wetten?"
  • "War'n Sie schon in Mottls "Tristan"? // Was geht mich des Trottels Mist an? // Schafft euch lieber ein drittel Most an // und sauft euch mit diesem Mittel Trost an" (Felix Mottl 1856–1911, Deutscher Dirigent; "Tristan und Isolde" Oper von R. Wagner)
  • "Weil die beiden Moppel dort // gar so grässlich zwiegesungen, // hat durch einen Doppelmord // man zum Schweigen sie gezwungen."
  • "Weil verkehrt die Weichen lagen, // wurd' der Zug zum Leichenwagen."
  • "Wenn Du für Deine Leier fichst, // So tu' es ernst und feierlichst." – Julius Stinde, Die Kunst des Schüttelreimens
  • "Wenn Butter kommt aus Danzig ran, ist meistens sie schon ranzig dann."
  • "Wenn ich ein Haus mit Stuck schmück, // dann wird es stets ein Schmuckstück."
  • "Wenn ich im Laden mause Sachen, // dann kann ich eine Sause machen."
  • "Wenn Mangel an Mut wär, dann hülfe ein Wermut, doch in diesem Wutmeer schafft der nur noch mehr Wut."
  • "Wenn Männer sich auf Weiber legen, // tun sie es meist der Leiber wegen."
  • "Wer andere in die Möse beißt, // ist böse meist."
  • "Wer dichten will, der täte gut, // er macht' es so, wie Goethe tut!" – Erich Mühsam
  • "Wer zu lang in Pisa liegt // riskiert, dass ihn die Lisa piekt."
  • "Wir fuhren einst durch Gossensaß // und fuhren durch die Soßengass // bis dass die ganze Gassensos // sich über die Insassen goss "
  • "Wir haben einen Hausmeister // Maus heißt er // Im Keller meist haust er // Und wie's heißt, maust er."
  • "War das nicht der Schlingensief // der da stets beim Singen schlief?" [Johann König]

[Bearbeiten] Z

  • "Zu Spitzenpreisen // in Pritzen speisen. // Ich will nicht Milch zum Spitzenpreis, // doch Eis ich gern in Pritzen speis."
  • "Zwecks Heirat lief die Nichte Ski, // doch klappte die Geschichte nie!"

[Bearbeiten] Weblinks

Wikiquote
Siehe auch: Zungenbrecher
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