Tugend
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- "Adel liegt einzig und allein in der Tugend." - Juvenal, Satiren
- "Auf Tugend, nicht auf Blut muss man sich stützen." - Claudian, De quarto consulatu honorii Augusti
- "Aus reiner Tugend entströmt reine Musik." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 73. Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm (1873-1930), Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf-Köln 1979, ISBN 3-424-00625-4
- "Da Dankbarkeit nach meinem Dafürhalten die löblichste aller Tugenden ist, und das Gegenteil zu tadeln, habe ich, der nicht undankbar erscheinen möchte, mir vorgenommen, jetzt, wo ich mein Herz als frei betrachten kann, in jenem geringen Ausmaße, als ich es vermag, alles Empfangene zu vergelten." - Giovanni Boccaccio, Decamerone, Vorwort
- "Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspringt nicht der Vernunft." - Baruch de Spinoza, Ethik, Buch IV
- "Den Tugenden benachbart sind die Laster." - Hieronymus, Dialog gegen die Luziferischen
- "Denn, ich wiederhole es, alle Tugend, die irgendwie eines Lohnes wegen geübt wird, beruht auf klugen, methodischen, weitsehenden Egoismus." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Band 1, Anhang
- "Der Despotismus ist bequemer als die Freiheit, wie das Laster bequemer als die Tugend ist." - Friedrich Heinrich Jacobi, Werke, Bd. 6
- "Der Tugend folgt die Belohnung, dem Laster die Strafe." - Heinrich von Kleist, Briefe
- "Der Tugend gleich, hat auch Verbrechen seine Stufen." - Jean Racine, Phèdre
- "Die Demut ist die Tugend, durch die der Mensch in der richtigen Erkenntnis seines Wesens sich selbst gering erscheint." - Bernhard von Clairvaux, Die Stufen der Demut und des Stolzes
- "Die höchste Erkenntnis tut ab die Erkenntnis, höchste Liebe vergisst die Liebe. Höchste Tugend ist nicht Tugend." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 271. Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm (1873-1930), Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf-Köln 1979, ISBN 3-424-00625-4
- "Die höchste, ja ich möchte sagen die einzige Tugend, die der Mensch besitzen kann, ist die Wahrheit gegen sich und andere." - Sophie Bernhardi, Lebensansicht
- "Die Narren reden am liebsten von der Weisheit, die Schurken von der Tugend." - Paul Ernst, Erdachte Gespräche
- "Die naturhafte Neigung ist der Anfang der Tugend." - Thomas von Aquin, Summa theologica
- "Die nützlichen Tugenden der Bürger sind Menschlichkeit, Billigkeit, Tapferkeit, Wachsamkeit und Arbeitsliebe." - Friedrich II., der Große, Politisches Testament, 1752
- "Die Stärke ist die Grundlage aller Tugend." - Jean-Jacques Rousseau, Émile
- "Die Tugend des freien Menschen zeigt sich ebenso groß im Vermeiden wie im Überwinden von Gefahren." - Baruch de Spinoza, Ethik
- "Die Tugend wohnt im Herzen und sonst nirgends." - Voltaire, Die Briefe Amabeds
- "Die wahre Ruhe der Gemüter // Ist Tugend und Genügsamkeit." - Christian Fürchtegott Gellert, Zufriedenheit mit seinem Zustande
- "Eine der wichtigsten Tugenden im gesellschaftlichen Leben, die täglich seltener wird, ist die Verschwiegenheit." - Adolph Freiherr Knigge, Über den Umgang mit Menschen
- "Eine Frau kann berechtigterweise alles, was in einer mondhellen Nacht in ihr Ohr geflüstert wird, als direkten Angriff gegen ihre Tugend betrachten!" - Willy Breinholst, "Nur heiter kommt man weiter"
- "Eine Tugend, die immer beschützt werden muss, ist nicht die Schildwache wert." - Oliver Goldsmith, Der Vikar von Wakefield
- "Es ist keine Tugend, edel geboren zu werden, sondern sich edel zu machen." - Martin Luther, überliefert von Julius Wilhelm Zincgref, Apophthegmata
- "Für Wesen wie Jesus von Nazareth, Mohammed und Gautama Buddha ist die Kapazität ihrer Offenheit für eine Weltvision bereits Teil ihrer Bewerbungsunterlagen. Mit ihren Tugenden, Erfahrungen und Fähigkeiten gehören sie bei jedem Vorstellungsgespräch zu den aussichtsreichsten Kandidaten und werden mühelos jeden auf der Welt ausgeschriebenen Posten erhalten." - James Redfield, Das HANDBUCH der zehnten Prophezeiung von CELESTINE,Teil I: Die Schwelle; Heyne Verlag München, deutschsprachige Ausgabe 1997, ISBN 3-453-11809-X
- "Geburt macht edel, behauptest du! Nur ein Zitat; // Die Tugend adelt mehr als das Geblüt, in der Tat. // Ohne Gelehrsamkeit und edle Taten, // bleibst du schutzlos wie ein Vogel in Not geraten. // Ob dein Vater vom Beruf Arzt oder große Heiliger, // was nutzt? Deine Räude bleibt deine Peiniger. // Nur Den Armseligen ist Beistand von Töten gerecht, // Adel gibt keine Tugend, Adel hat kein Erbrecht." - Nasser Chosrau, Divan
- "Geduld ist eine Tugend des Indianers und bringt einem christlichen Weißen keine Schande." - James Fenimore Cooper, Die Prärie
- "Gemeiner Tugenden kann nur ein Held entrathen." - Friedrich von Hagedorn, An den Marschall von Frankreich, Grafen von S. Aus: Moralische Gedichte. Zweyte, vermehrte Ausgabe. Hamburg: Bohn, 1753. S. 256. Google Books
- "Geringer als Gold ist Silber, geringer als die Tugenden das Gold." - Horaz, Briefe
- "Großmut findet immer Bewunderer, selten Nachahmer, denn sie ist eine zu kostspielige Tugend." - Johann Nepomuk Nestroy, Der Schützling
- "Ich werde mich an den Sünden und Tugenden meiner Vorfahren rächen." - Otto Dix, Notiz 1920; zitiert nach Diether Schmidt: Otto Dix im Selbstbildnis, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 2. Aufl. Berlin 1981, S. 201
- "Ihr Mut wächst; die Tugend wird gestärkt durch die Wunde." - Aulus Gellius, Attische Nächte
- "In dem glücklichen Mittelstande der menschlichen Gesellschaft, worinn ich gebohren wurde, sieht man die Anbauung des Geistes, und die Ausübung der meisten Tugenden nicht nur als Pflichten, sondern auch als den Grund unsers Wohlergehens an; und ich werde mich dieser Vortheile allezeit dankbarlich erinnern, weil ich Ihnen das unschätzbare Glück Ihrer Liebe schuldig bin." - Sophie von La Roche, Geschichte des Fräuleins von Sternheim. 1. Theil. Hrsg. von Christoph Martin Wieland. Bern, 1773. S. 47. Google Books
- "Mehr als jede andere Tugend betont der Buddhismus Uneigennützigkeit, die in Liebe und heilender Hinwendung Ausdruck findet." - Tenzin Gyatso, Worte der Hinwendung
- "Ohne Tugend und Weisheit kann keine freie Verfassung bestehen." - Georg Forster, Über die Beziehung der Staatskunst auf das Glück der Menschheit. Aus: Werke, Band 3, Leipzig: Insel, [1971]. S. 715f.
- "Ohne Zivilcourage sind alle anderen Tugenden nutzlos." - Edward Abbey, Confessions of a Barbarian: Selections from the Journals of Edward Abbey, 1951-1989 (1994)
- "Schöne Worte und schmeichlerisches Gehabe gehen selten mit wahrer Tugend einher." - Konfuzius, Gespräche
- "Schönheit vergeht, weil Tugend besteht." - Karl Kraus, F229 p 5, Sprüche und Widersprüche (II. Moral, Christentum); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 54
- "Seine größte Tugend war seine Neugier - dieser Mann wollte tsatsächlich etwas wissen, wollte alles durchstreifen, auskosten, herauskriegen. Noch dort, wo er irrte, war er groß." - Hannes Stein, über Johann Wolfgang von Goethe, Goethe war der Beste. In: Immer Recht haben. Frankfurt am Main, 2008, S. 57. ISBN 978-3-8218-0963-2
- "Tugend, ohne sie ist der Terror verderblich; Terror, ohne ihn ist die Tugend machtlos." - Maximilien de Robespierre, 5. Februar 1794 vor dem Konvent
- "Tugend und absolute Macht passen nicht zusammen." - Lukan, Der Bürgerkrieg
- "Tugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, daß sie schön sind." - Ludwig Börne, Kritische Schriften. Hg. von Edgar Schumacher. Zürich: Artemis-Verlag, 1964. Seite 256
- "Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!" - Wilhelm Busch, Plisch und Plum, siebtes Kapitel. In: Was beliebt ist auch erlaubt. Wilhelm Busch. Sämtliche Werke II. Herausgegeben von Rolf Hochhuth. 12. Auflage, München, 2008. S. 485. ISBN 3570030040
- "Tugendhafte Männer haben im Laufe der Geschichte Häuser zweifelhaften Rufes und Freudenhäuser immer wieder verurteilt, doch die Menschen sind nicht tugendhaft, und wenn ein Staatsmann Freudenhäuser und Kurtisanen verbietet, ist er ein Narr; denn dann werden bald größere Übel aufbrechen gleich einer Pestbeule." - James Clavell, Shogun
- "Und eine einzige Tugend fordert mein Gemüte // Von jeglichem Geschöpf, die leichteste: die Güte." - Carl Spitteler, Olympischer Frühling, V, Dritter Gesang: Die Menschen. Zürich: Artemis Verlag, 1945. gutenberg.de
- "Vor die Tugend haben die unsterblichen Götter den Schweiß gesetzt." - Hesiod, Werke und Tage
- "Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fühlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's für Schuldigkeit bei uns? Einmal müssen wir uns irren." - Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, Band 2 , 1793
- "Was außer Unwissen und die Überzeugung, dass Unwissen eine Tugend ist, zeichnet die Unterschicht vor allem aus? Intolerante Prüderie, bigotte Frömmigkeit und die unerschütterliche Überzeugung, dass die diesen Dingen innewohnende verklemmte Moral für alle zu gelten hat." - Gary Jennings, Der Prinzipal. München 1989, ISBN 3-471-77879-9. Übersetzer: Werner Peterich
- "Was ist Tugend ohne Liebe? Ein schmuckloses, lebloses Ding." - Johann Geiler von Kaysersberg, Das Seelenparadies
- "Wer nicht Gott, sondern den Menschen gefallen will, dessen Tugend leidet an Knochenfraß und geht unter." - Johann Geiler von Kaysersberg, Das Seelenparadies
- "Wer reichlich Genüsse liebt, wird mager an der Tugend; wer in die Freuden der Tafel sich versenkt, den werden Sorgen treffen; wer träge ist zur Zeit der Manneskraft, der verliert seine Zeit; wer lässig ist in seinem Alter, der geht ruhmlos zu Grabe." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 360. Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm (1873-1930), Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf-Köln 1979, ISBN 3-424-00625-4
- "Wie in der Grammatik zwei Verneinungen eine Bejahung ausmachen, so gelten in der Heiratsmoral zwei Prostitutionen für eine Tugend." - Charles Fourier, zitiert in Friedrich Engels: "Vom Ursprung der Familie, des Staates und des Privateigentums"
- "Wir leben schließlich in einer hochkapitalistischen Gesellschaft. Verschwendung gilt hier als höchste Tugend." - Haruki Murakami, Tanz mit dem Schafsmann. Übersetzer: Sabine Mangold. btb Verlag, 9. Auflage, Oktober 2003, ISBN 978-3-442-73074-2, S. 26
- "Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von Anderen, damit unsere eigenen Fehler sich bequemer breitmachen können." - Marie von Ebner-Eschenbach, Aphorismen
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