Gefahr
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[Bearbeiten] Zitate
- "Ach, deine Augen droh`n mir mehr Gefahr als zwanzig ihrer Schwerter. Blickst du mich aber freundlich an, so bin ich gegen ihre Rachsucht gestählt. Durch ihren Hass zu sterben wäre mir jedoch besser, als ohne deine Liebe ein verhaßtes Leben weiterzuleben." - William Shakespeare, "Romeo und Julia", 2. Akt, 2. Szene 71-73 / Romeo
- "Besser, wer fliehend entrann der Gefahr, als wen sie ereilet!" - Homer, Ilias
- "Das schwerste Symptom des beginnenden Zusammenbruchs liegt in dem, was ich den Verrat an der Technik nennen möchte. […] Es beginnt statt des Exports von Produkten der Export von Geheimnissen, von Verfahren, Methoden, Ingenieuren und Organisatoren… verschwendet, verschleudert, verraten. Das ist der letzte Grund der Arbeitslosigkeit, die keine Krise ist, sondern der Beginn einer Katastrophe. Die Gefahr ist so groß geworden für jeden einzelnen, daß es kläglich ist, sich etwas vorzulügen." - Oswald Spengler, Der Mensch und die Technik
- "Die erste Phase der europäischen Revolution und Rekonstruktion hatte die Aufgabe einer Vernichtung der bolschewistisch-marxistischen Gefahr. Die zweite Phase kann keine andere sein als die der Antibürgerlichkeit." - Julius Evola, Antibürgerliche Front
- "Die Gefahr will keine Wechsel, sie will in barem Mut bezahlt werden." - Emil Gött, Im Selbstgespräch
- "Die Liebe bringt auf Ideen und in Gefahren." - Heinrich Mann, Eine Liebesgeschichte
- "Die Tugend des freien Menschen zeigt sich ebenso groß im Vermeiden wie im Überwinden von Gefahren." - Baruch de Spinoza, Ethik
- "Du ersehnst Macht? Den Nachstellungen der Unterworfenen verfallen, wirst du unter Gefahren leben." - Boëthius, Trost der Philosophie
- "Durch Gefahren setzt ein großes Herz sich durch." - Jean Racine, Andromaque
- "Ehrenvolle, tätige Gefahr ist besser als der ruhige Schlaf eines Sklaven." - Johann Gottfried Seume, Apokryphen
- "Es ist, als ob die Völker die Gefahren liebten, weil sie sich solche schaffen, wenn es keine gibt." - Joseph Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen
- "Es liegt in der menschlichen Seele, das Vergnügen da am höchsten zu empfinden, wo es am meisten an Gefahr grenzt. Nichts entwickelt die Fähigkeiten der Seele schneller als Gefahr und Bedürfnis." - Sophie Mereau, Betrachtungen
- "Es liegt in der Natur des Menschen langes Leben zu lieben und vorzeitigen Tod zu scheuen, Sicherheit zu lieben und Gefahr zu scheuen, Ehre zu lieben und Schande zu scheuen, Ruhe zu lieben und die Mühsal zu scheuen." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 61
- "Für die Erwachsenen mag Fernsehen keine Gefahr mehr darstellen, und jemand, der zum Beispiel eine Stefan-Raab-Show gesehen hat und aus dem trotzdem kein Mörder wurde, der ist gegen das Fernsehen sowieso geimpft. Ihn kann keine Sendung mehr aus der Fassung bringen." - Wladimir Kaminer, Ich mache mir Sorgen, Mama. Manhattan Bücher im Wilhelm Goldmann Verlag, München. ISBN 3-442-54560-9, S. 68
- "Gleichgültigkeit ist eine tödliche Gefahr für jede Art von Herzlichkeit." - Ernst Ferstl, Zwischenrufe
- "Große Dinge sind immer mit großen Gefahren verknüpft." - Xerxes I., überliefert von Herodot, Historien
- "In Gefahr und großer Not // Bringt der Mittelweg den Tod." - Friedrich von Logau, Sinngedichte
- "Jeder Tag weiter bestehenden exponentiellen Wachstums treibt das Weltsystem näher an die Grenzeen des Wachstums. Wenn man sich entscheidet, nichts zu tun, entscheidet man sich in Wirklichkeit, die Gefahren des Zusammenbruchs zu vergrößern." - Dennis L. Meadows, Grenzen des Wachstums, 1972
- "Nie die Geheimnisse der Höheren wissen. Man glaubt, Kirschen mit ihnen zu essen, wird aber nur die Steine erhalten. Vielen gereichte es zum Verderben, dass sie Vertraute waren: Sie gleichen einem Löffel aus Brot und laufen nachher dieselbe Gefahr wie dieser." - Baltasar Gracián y Morales, Handorakel und Kunst der Weltklugheit
- "Wenn die fortschreitende Infantilisierung und wachsende Jugend-Kriminalität des Zivilisationsmenschen tatsächlich, wie ich befürchte, auf genetischen Verfallserscheinungen beruht, so sind wir in schwerster Gefahr." - Konrad Lorenz, Die Acht Todsünden der Menschheit
- "Wer anderen Gefahr bereitet, dem bereiten die anderen auch Gefahren." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 223
- "Wer halb sich rächt, der bringt sich in Gefahr." - Pierre Corneille, Rodogune
- "Wie ich von den Weisen hab' vernommen: // Wer Gefahr liebt, wird darin umkommen." - Georg Rollenhagen, Murner wird Reineken gevatter und offenbaret ihm seine einige notkunst. Aus: Froschmeuseler, 1. Buch, 2. Theil, 6. Kapitel. Hg. von Karl Goedeke. Erster Theil. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1876 [Dt. Dichter des 16. Jahrhunderts, Bd. 8]. S. 83, Zeile 131f.
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- (Orignial: "Wie ich von den weisen vernommen: // Wer gfar liebt, wird darin umkommen!")
- "Wir wollen die Liebe zur Gefahr besingen, die Vertrautheit mit Energie und Verwegenheit." - Filippo Tommaso Marinetti, Futuristisches Manifest, 1909
- "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch." - Friedrich Hölderlin, Patmos
- "Zu jedem Zeitpunkt der Geschichte hat es eine oder zwei Städte der monströsen Art gegeben - z.B. Babel oder Babylon, Ur-Lhasa, Ninive, Syrakus, Rom, Samarkand, Tenochtitlan, Peking - aber wir leben heute im megapolitanischen (oder nekropolitanischen) Zeitalter, wo solche Desaster sich vervielfältigt haben und die Gefahr besteht, daß sie zusammenwachsen und die Welt unter totem, aber multipotentem Großstadtmüll begraben." - Fritz Leiber, Herrin der Dunkelheit (orig.: Our Lady Of Darkness, 1976), ins Deutsche übersetzt von Hans Maeter, München 1980, ISBN 3-453-30676-7, S. 67
[Bearbeiten] Sprichwörter und Volksmund
- "Furcht vor der Gefahr ist schrecklicher als die Gefahr selbst." - Aus Afrika
[Bearbeiten] Bibel
- "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!" - Jesus Sirach 3, 27
[Bearbeiten] Weblinks
| Siehe auch: Gefährlichkeit |
| Gegenbegriff: Harmlosigkeit, Sicherheit |
| Wikipedia führt einen Artikel über Gefahr. |
| Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Gefahr. |

