Friedrich Hölderlin

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Friedrich Hölderlin (1770-1843)[Bearbeiten]

deutscher Dichter

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

  • "Ach! der Menge gefällt, was // auf den Marktplatz taugt, // Und es ehret der Knecht nur // den Gewaltsamen." Menschenbeifall zeno.org
  • "Immerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, daß ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte." - Hyperion, I. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin, J.G. Cotta’scher Verlag, Tübingen 1846, S. 28 books.google

Unvollständige Quellengabe (Hinweis)

Hyperion, I. Band[Bearbeiten]

  • "Ach! wär ich nie in eure Schulen gegangen! Die Wissenschaft, der ich in den Schacht hinunter folgte, von der ich, jugendlich töricht, die Bestätigung meiner reinen Freude erwartete, die hat mir alles verdorben. Ich bin bei euch so recht vernünftig geworden, habe gründlich mich unterscheiden gelernt von dem, was mich umgibt, bin nun vereinzelt in der schönen Welt, bin so ausgeworfen aus dem Garten der Natur, wo ich wuchs und blühte, und vertrockne an der Mittagssonne."Hyperion, I. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "Das Schönste ist auch das Heiligste." - Hyperion, I. Band, Zweites Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "Eines zu sein mit allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der Himmel des Menschen." - Hyperion, I. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da, wie ein mißratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab." - Hyperion, I. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts, als meiner seligen Insel." - Hyperion, I. Band, Zweites Buch / Hyperion
  • "Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt." - Hyperion, I. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "Wie ein heulender Nordwind, fährt die Gegenwart über die Blüten unsers Geistes und versengt sie im Entstehen." - Hyperion

Hyperion II. Band[Bearbeiten]

  • "Aber es ist das Zeichen dieser Zeit, dass die alte Heroennatur um Ehre betteln geht, und das lebendige Menschenherz, wie eine Waise, um einen Tropfen Liebe sich kümmert." - Hyperion, II. Band, Erstes Buch / Hyperion an Diotima
  • "Das, das gibt erst dem Menschen seine ganze Jugend, dass er Fesseln zerreißt." - Hyperion, II. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "Du mochtest im Sumpfe nicht schwimmen. Komm nun, komm, und lass uns baden in offener See!" - Hyperion, II. Band, Erstes Buch / Hyperion an Bellarmin. Google Books
  • "Ich kann kein Volk mir denken, das zerrissner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen - ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?" - Hyperion, II. Band, Zweites Buch / Hyperion an Bellarmin
  • "Wenn das Jagdhorn schallt, da fühlen sich die Jäger." - Hyperion, II. Band, Erstes Buch / Alabanda

an Christian Landauer[Bearbeiten]

  • "Ich fühl es endlich, nur in ganzer Kraft ist ganze Liebe." - an Christian Landauer, Februar 1801
  • "Vor den Alpen, die in der Entfernung von einigen Stunden hieherum sind, stehe ich immer noch betroffen, ich habe wirklich einen solchen Eindruck nie erfahren, sie sind wie eine wunderbare Sage aus der Heldenjugend unserer Mutter Erde und mahnen an das alte bildende Chaos, indes sie niedersehn in ihrer Ruhe, und über ihrem Schnee in hellerem Blau die Sonne und die Sterne bei Tag und Nacht erglänzen." - an Christian Landauer, Februar 1801

Epigramm, Reflexion, Andenken, Patmos, Friedrich Hölderlins Leben[Bearbeiten]

  • "Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben // Siehst du das Eine recht, siehst du das Andere auch." - Epigramm, für die geplante Zeitschrift "Iduna"
  • "Man kann auch in die Höhe fallen, so wie in die Tiefe." - Reflexion
  • "Nun versteh' ich den Menschen erst, da ich ferne von ihm und in der Einsamkeit lebe!" - zitiert in Wilhelm Waiblinger, Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn
  • "… und darum ist der Güter Gefährlichstes, die Sprache dem Menschen gegeben, damit er schaffend, zerstörend, und untergehened, und wiederkehrend zur ewiglebenden, zur Meisterin und Mutter, damit er zeuge, was er sei / geerbt zu haben, gelernt von ihr, ihr Göttlichstes, die allerhaltende Liebe." - Betitelt mit "Im Walde" nach der Großen Stuttgarter Ausgabe, Bd.2.1, S. 325; Betitelung, Zuordnung und Genese jedoch sehr umstritten
  • "Was bleibet aber, stiften die Dichter." - Andenken
  • "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch." - Patmos

Weblinks[Bearbeiten]

Commons
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