Staat

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  • "Das Ende vom Liede ist: Irgendwo wird die menschliche Ungleichheit wieder zu Ehren kommen. Was aber Staat und Staatsbegriff inzwischen durchmachen werden, wissen die Götter." - Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen III,4
  • "Den Interessen des Staates gebührt der Vorrang." - Ludwig XIV. von Frankreich
  • "Denn jeder Staat muß freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln; und das soll er nicht; also soll er aufhören." - Georg Wilhelm Friedrich Hegel, "TWA 1, 234f"
  • "Denn wenn ein Staat stürzt, so stürzen auch seine Gesetze." - Martin Luther, Tischreden
  • "Der Adel ist ein köstlicher Schmuck der bürgerlichen Gesellschaft. Er ist das korinthische Kapitell wohl geordneter und gebildeter Staaten." - Edmund Burke, Betrachtungen über die Französische Revolution
  • "Der »gerechte« Staat ist davon abhängig, daß es Menschen gibt, welche zur Erkenntnis fähig sind. Erkenntnisfähig sind die Menschen, in denen die Vernunft [...] dominiert und die entsprechend erzogen wurden." - Ulrich Druwe, Studienführer Politikwissenschaft, ars una, 1994, S. 140. ISBN 3893917519
  • "Der Kleinstaat ist vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die größtmögliche Quote der Staatsangehörigen Bürger im vollen Sinne sind." - Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen
  • "Der neue deutsche Staat trägt etwas von der Idee des Gottesstaates in sich … Folgt den Befehlen!" - Ludwig Wolker, Mit Gott und dem Führer. Die Politik der Päpste zur Zeit des Nationalsozialismus, S. 54
  • "Der Staat bin ich!" - fälschlich Ludwig XIV. von Frankreich zugeschrieben, Leitsatz des Absolutismus
  • "Der Staat darf nicht lenken; er soll Bedingungen schaffen, aber nicht Individualitäten formen." - Woodrow Wilson, Der Staat
  • "Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben." - Frédéric Bastiat
  • "Der Staat ist die Wirklichkeit der sittlichen Idee." - Georg Wilhelm Friedrich Hegel, "Grundlinien der Philosophie des Rechts"
  • "Der Staat ist eine Maschine in den Händen der herrschenden Klasse zur Unterdrückung des Widerstands ihrer Klassengegner. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Diktatur des Proletariats im Grunde genommen durch nichts von der Diktatur jeder anderen Klasse, denn der proletarische Staat ist eine Maschine zur Niederhaltung der Bourgeoisie." - Josef Stalin, Werke Band 6, "Über die Grundlagen des Leninismus, IV. Die Diktatur des Proletariats"
  • "Der Staat ist Pflanzschule der Menschenveredlung." - Zacharias Werner, an E. F. Peguilhen, 5. Dezember 1803
  • "Der Staat ist verpflichtet, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Er ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und -frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen." - Oskar Lafontaine, Rede auf Kundgebung in Chemnitz, 14. Juni 2005, zitiert in spiegel.de und "Oskars Welt - die doppelte Wirklichkeit des Oskar Lafontaine", SPD, Juli 2007
  • "Der Staat kann nicht bloß Form sein; bloße Form gibt es gar nicht." - Heinrich von Treitschke, Die Gesellschaftswissenschaft
  • "Der Staat kann uns nichts geben, ohne uns anderer Dinge zu berauben." - Heinrich Heine
  • "Der Staat muss fördern und darf nicht einschränken. In diesem Sinne muss er Gärtner sein und nicht Zaun. Wir sollten den Menschen zutrauen, dass sie sich engagieren und Verantwortung übernehmen wollen." - Angela Merkel, Interview in der Süddeutschen Zeitung, 20. Mai 2006, auf www.bundeskanzlerin.de
  • "Der Staat sichert uns unser Eigentum, unsre Ehre und unser Leben, wer sichert uns aber unser inneres Glück zu, wenn es die Vernunft nicht tut?" - Heinrich von Kleist, an Ulrike von Kleist, Mai 1799
  • "Der Staat trägt einen Januskopf: Er hilft den Schwachen und erdrückt sie auch." - Johann Wolfgang von Goethe, Brief an Charlotte von Stein
  • "Der Staat, das sind wir selber." - Richard von Weizsäcker
  • "Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden." - Ludwig von Mises
  • "Der Trieb der menschlichen Natur, das Interesse, das dem Staate zugrunde liegt, ist überall dasselbe." - Heinrich von Treitschke, Die Gesellschaftswissenschaft
  • "Der Unterschied zwischen einer Chefarztvisite und einem Staatsbesuch ist, dass die Chefarztvisite nur 10 Sekunden dauert." - Gerhard Kocher, Vorsicht, Medizin! 2. Auflage
  • "Die Armee ist die klarste, die greifbarste und am engsten an die Ursprünge gebundene Manifestation, die es vom Staate gibt." - Georges Sorel, Réflexions sur la violence, III, 4
  • "Die Ausweitung des Wohlfahrtsstaates untergräbt die Eigeninitiative und das Verantwortungsgefühl. Seit jeder Einzelne in der Gesellschaft Gegenstand permanenter öffentlicher Sorge geworden ist, dringt der Staat immer tiefer in die Privatsphäre vor." - Norbert Bolz, „Die Helden der Familie“, S. 52
  • "Die Beherrschung der Persönlichkeit und die Beherrschung des Staates müssen sich nach denselben Grundsätzen richten." - Lü Bu We
  • "Die bürgerliche Verfassung in jedem Staate soll republikanisch sein." - Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden
  • "Die Frauenbewegung als solches existiert überhaupt nicht. Es gibt nur den Staatsfeminismus auf der einen Seite, Gleichstellungsbeauftragte, Frauenministerien und Frauenquoten, nach dem Motto „Papa Staat kümmert sich um die Frauen“. Und auf der anderen Seite gibt es die autonome Frauenszene." - Katharina Rutschky, Marburger Express 1/97, zitiert in: pappa.com
  • "Die Frauenbewegung war und ist als „Politik für Frauen“ (vulgo Staatssfeminismus) eine Angelegenheit der akademisch qualifizierten Mittelklasse. Ihr Problembewusstsein reichte nur zur Etablierung einer Beschwerdekultur, mit den Männern als Adressaten und Vater Staat als Medizinmann. […] Schon die Studentinnen von 1968 waren nicht benachteiligt, sondern von einer Freiheit gefordert, für die es in der Geschichte kein Beispiel gibt. Statt hier anzusetzen, hat man das überholte Modell der ewig nörgelnden Ehefrau auf Politikformat gepustet." - Katharina Rutschky, Neues Deutschland, 16./17. Mai 1998, zitiert in: pappa.com
  • "Die Freiheit besteht darin, den Staat aus einem der Gesellschaft übergeordneten in ein ihr durchaus untergeordnetes Organ zu verwandeln" - Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 27
  • "Die Industrie muss gefördert werden, aber die blühende Industrie müsste dann ihrerseits auch den Staat unterstützen." - Voltaire, Der Mann mit den vierzig Talern
  • "Die Legitimation der Wehrpflicht muss sehr sorgfältig geprüft werden, da sie die intensivste Inpflichtnahme des Staates bedeutet. Es bedarf hierzu einer sorgsamen Beobachtung der Rahmenbedingungen. Dazu gehört auch das Gebot der Einhaltung der Wehrgerechtigkeit." - Willfried Penner, "Das Parlement" 10/2001
  • "Die maßgebliche Formel heißt nicht „Religion ist Staat“, sondern „Religion und Staat“ (Din wa Daula). Damit wird unwillkürlich anerkannt, dass beides nicht identisch ist, sondern dass es um unterschiedliche Bereiche geht, die allerdings auf islamische Weise in harmonische Beziehung gebracht werden müssen." - Murad Wilfried Hofmann „Der Islam als Alternative“, ISBN 3-424-01114-2, 1995, S. 114
  • "Die Religion kann nie schlimmer sinken, als wenn sie solchermaßen zur Staatsreligion erhoben wird." - Heinrich Heine zitiert bei: W. Beutin, „Heinrich Heine“, S. 210, in: „2000 Jahre Folter im Namen Gottes“, 1998, S. 136
  • "Die »Wieder«-Vereinigung war auch ein Zusammenstoß von gnadenlos ihren Profit maximierenden Kapitalisten und gewohnheitsgemäß nach der großen Kindergartentante Staat rufenden Ex-Sozialisten. An dieser Vereinigung wird noch eine ganze Generation zu kauen haben, bis West und Ost einander nur so widerlich finden, wie das schon heute Nord und Süd in der alten Bundesrepublik tun." - Karl Hoche, In diesem unserem Lande. Artemis & Winkler, Düsseldorf, 1997. ISBN 3-538-07053-9. S. 249
  • "Die wohlgeordneten Freistaaten müssen den Staat reich und den Bürger arm halten." - Niccolò Machiavelli, Vom Staat

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[Bearbeiten] F

  • "Frage nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern warum er es nicht tut." - Gerhard Kocher, Vorsicht, Medizin!, S. 263
  • "Für die Sicherheit und Fortbildung des Staates ist das Übergewicht derer, die den Besitz vertreten, das nützlichere." - Otto von Bismarck, Gedanken und Erinnerungen

[Bearbeiten] G

  • "Ganz abgesehen von ethischen Argumenten ist es nahezu absurd, dass der Staat durch die Finanzierung der Abtreibungen (über 90 Prozent) die negative Bevölkerungsentwicklung und den damit drohenden Kollaps der Sozialsysteme selbst aktiv unterstützt! Seit Einführung der Fristenregelung im Jahr 1974 sind mehr als acht Millionen ungeborener Kinder getötet worden. Jahr für Jahr eine Großstadt." - Peter Hahne, Schluss mit lustig! Das Ende der Spaßgesellschaft, Kapitel: "Der Krieg der Generationen"
  • "Gedanken und Gewissen sind Privatsache. Der Staat sollte z.B. nicht versuchen, die private Moral zu überwachen. Er soll nur dort eingreifen, wo gemeinsames Handeln, ein einheitliches Gesetz notwendig ist." - Woodrow Wilson, Der Staat

[Bearbeiten] H

  • "Hätte die Natur so viele Gesetze, als der Staat, Gott selbst könnte sie nicht regieren." - Ludwig Börne, Der Narr im weißen Schwan. 2. Kapitel. Aus: Gesammelte Schriften. Dritte, vermehrte und rechtmäßige Ausgabe. 2. Theil. Stuttgart: Brodhag, 1840. S. 450. books.google.com
  • "Heute geht man davon aus, daß Krebsgeschwüre in diesem System keinen Nährboden mehr finden; bei dieser Annahme handelt es sich um einen fatalen Fehler. Gebt mir 25 Personen, die genauso denken wie ich und ich lege innerhalb von 36 Stunden Euren Staat lahm." - Alexander Kaschte, aus dem Orkus Interview zu "KadaverKomplex"

[Bearbeiten] I

  • "Ich sah der Menschen Angstgehetz; // ich hört der Sklaven Frongekeuch. // Da rief ich laut: Brecht das Gesetz! // Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch!" - Erich Mühsam, Freiheit in Ketten
  • "In einem erfolgreichen Kampf gegen Doping ist der Staat gefordert - und der Sport selbst. Es gilt, das Kulturgut Sport zu schützen." - Helmut Digel
  • "In einem Staat, das heißt in einer Gesellschaft, in der es Gesetze gibt, kann Freiheit nur darin bestehen, das tun zu können, was man wollen darf. Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze erlauben." - Charles de Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, XI, 3
  • "In einem Staat, der seine Bürger willkürlich einsperrt, ist es eine Ehre für einen Mann, im Gefängnis zu sitzen." - Henry David Thoreau, Civil Disobedience
  • "Ist die eigene Person in Ordnung, so kommt die Familie in Ordnung; ist die Familie in Ordnung, so kommt der Staat in Ordnung; ist der Staat in Ordnung, so kommt die Welt in Ordnung." - Lü Bu We

[Bearbeiten] J

[Bearbeiten] K

  • "Kein Staat kann ohne Recht, kein Recht ohne Staat bestehen." - Augustinus von Hippo, De civitate dei, 4. Buch
  • "Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt als die, welche Religionsfanatismus und Parteienhaß im Inneren eines Staates entzünden." - Friedrich Schiller

[Bearbeiten] L

[Bearbeiten] M

  • "Man muss deutlich zwischen der arithmetischen und der politischen Mehrheit eines Staates unterscheiden." - Antoine de Rivarol, Maximen und Reflexionen

[Bearbeiten] N

  • "Nachahmung ist bei jeder menschlichen Tätigkeit bedenklich und hemmend; in Staatseinrichtungen aber ist sie - es kann nicht anders sein - höchst gefährlich." - Leopold von Ranke, Frankreich und Deutschland
  • "Nie wird es einen freien und wirklich aufgeklärten Staat geben, solange sich der Staat nicht bequemt, das Individuum als größere und unabhängige Macht anzuerkennen, von welcher all seine Macht und Gewalt sich ableitet, und solange er den Einzelmenschen nicht ensprechtend behandelt." - Henry David Thoreau, Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

[Bearbeiten] R

  • "Religiöser Fundamentalismus ist das stärkste, massivste, allerdings meist auch attraktivste und faszinierendste, die Massen am meisten einnehmende und einfangende Motiv, weswegen jede Machtpolitik stets bedacht sein wird, eine Religion oder Konfession für ihre Ziele einzuspannen. Kein Zufall, daß der römische Kaiser Konstantin das immer stärker werdende Christentum zur Staatsreligion machte, obwohl er zu dem Zeitpunkt selbst noch kein Christ war." - Hubertus Mynarek, „Gedanken zur Logik der Macht“, aus: „Aufklärung und Kritik“ 1/1998, S. 27 ff.

[Bearbeiten] S

  • "So genügt es dem Staat nicht, alle Geschäfte an sich zu ziehen, er gelangt auch mehr und mehr dazu, sie alle unkontrolliert und ohne Rechtsmittel selbst zu entscheiden." - Alexis de Tocqueville, Über die Demokratie in Amerika, Bd. 2, S. 197, (Fischer TB, 1956)
  • "Solange es einen Staat gibt, gibt es keine Freiheit." - Lenin
  • "Staat ist diejenige menschliche Gesellschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes […] das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht." - Max Weber, „Politik als Beruf, 1919
  • "Staat = politische Gesellschaft und Zivilgesellschaft, das heißt Hegemonie, gepanzert mit Zwang." - Antonio Gramsci, Gefängnishefte, H. 6, §88, 783
  • "Staatsterror ist das Spiegelbild einer kaputten Gesellschaft." - Urs Beeler, mythen-post.ch
  • "Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung." - Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, § 166, S. 320

[Bearbeiten] W

[Bearbeiten] Z

  • "Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andre. Der entspricht auch eine politische Übergangsperiode, deren Staat nichts andres sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletariats." - Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 28
  • "Zwischen Staaten gibt es keine Freundschaft, sondern nur Allianzen." - Charles de Gaulle

[Bearbeiten] Bibel

  • "Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Ordnung widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen. Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, so dass du ihre Anerkennung findest. Sie steht im Dienst Gottes und verlangt, dass du das Gute tust. Wenn du aber das Böse tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut. …" - Brief an die Römer 13:1-7, vgl. Titus 3:1

[Bearbeiten] Graffiti

  • "Wir trampeln durchs Getreide, wir trampeln durch die Saat, hurra wir verblöden, für uns bezahlt der Staat!"

[Bearbeiten] Weblinks

Wikiquote
Siehe auch: Staatsgewalt, Regierung, Polizei
Wikiquote
Vergleiche auch: Staatsmann, Bürger, Volk, Staatsangehörigkeit
Wikipedia
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