Politik

aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zitate[Bearbeiten]

A[Bearbeiten]

  • "Ästhetik allein genügt nicht - nein, eine politische, gesellschaftliche Haltung ist stets vonnöten. Sonst droht Verfall." - Heinrich Breloer, Stuttgarter Zeitung Nr. 297/2008 vom 20. Dezember 2008, S. 4
  • "Alle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik gipfeln in einem Punkt. Dieser eine Punkt ist der Krieg." - Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1966, S. 42
  • "Auf irgendeine Weise fehlte es der Atmosphäre an Unschuld, an Zwanglosigkeit… Man verstand bald, das Politisches umging, die Idee der Nation im Spiel war." - Thomas Mann, Mario und der Zauberer

B[Bearbeiten]

C[Bearbeiten]

D[Bearbeiten]

  • "Das Drama ist die Stimmung eines Jahrhunderts, indem die Politik ein ständiges Mimenspiel ist." - Honoré de Balzac, Verlorene Illusionen
  • "Das Recht muß nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Recht angepaßt werden." - Immanuel Kant, Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu Lügen, A 313
  • "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln." - Carl von Clausewitz, "Vom Kriege", 1. Buch, 1. Kapitel
  • "Der politische Journalismus ist keine Lebensversicherung: das Risiko erst gibt seinen besten Antrieb." - Carl von Ossietzky, "Rechenschaft", in: Die Weltbühne, 10. Mai 1932, S. 691
  • "Die Amerikaner reden zu viel über die Politik anderer Leute; sie mischen sich in Dinge ein, die sie nichts angehen." - Donna Leon, Interview im Migros-Magazin 26, 28. Juni 2005
  • "Die Begründung für die Alternativlosigkeit der Demokratie kam nie über die Bemerkung hinaus, dass Demokratie die schlechteste unter aller Staatsformen sei - abgesehen von sämtlichen anderen. Trotz nachlassenden Interesses der Bürger an der Politik wagte niemand den Gedanken, dass die Demokratie sich überlebt habe, dass die Politikverdrossenheit kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein Zeichen dafür sei, dass der Wille aufhörte, vom Volke auszugehen." - Juli Zeh, "Alles auf dem Rasen:kein Roman", Schöffling, Frankfurt a. M. 2006. S. 167
  • "Die Ehrfurcht vor dem universalen und alles durchdringenden Geist der Wahrheit hat mich in die Politik geführt; und ich kann ohne Zögern und doch in aller Demut sagen, dass ein Mensch, der behauptet, Religion habe nichts mit Politik zu tun, nicht weiß, was Religion bedeutet." - Mahatma Gandhi, zitiert nach Hubertus Mynarek, „Gedanken zur Logik der Macht“, aus: „Aufklärung und Kritik“ 1/1998, S. 27 ff.
  • "Die Meinungen der Menschen, ihre geistige Haltung, sind für die Richtung der Wirtschaftspolitik vielfach wichtiger als die wirtschaftlichen Tatsachen selbst." - Walter Eucken, Grundsätze der Wirtschaftspolitik, Stuttgart. 7. Aufl., 2008. XII. Kapitel,
  • "Die Nachkriegsära, zu der auch die Teilung Deutschlands gehörte, wurde mit dem Zerfall der Sowjetunion beendet. Seither beobachten wir eine wachsende deutsche Selbstbehauptung. Ich habe prinzipiell kein Problem damit. Ich denke, dass Deutschland behandelt werden sollte wie andere Nationen und Politik betreiben sollte wie andere Nationen. Deutschland ist heute eine erfolgreiche Demokratie, die sich nicht grundsätzlich von anderen demokratischen Ländern unterscheidet." - Daniel Goldhagen im Interview mit www.jungle-world.com, »Hitler war populär«
  • "Die Naivität, mit der manche Menschen in diesem Lande Politik machen, wird nur noch übertroffen von der Naivität, mit der manche Menschen dann darüber schreiben." - Robert Lembke, Steinwürfe im Glashaus. Seite 67.
  • "Die Olympischen Spiele waren noch nie frei von Politik. [...] Olympia ist eingebunden in das gesellschaftliche Umfeld mit all seinen Problemen." - Nikolaus Brender, Stuttgarter Zeitung Nr. 181/2008 vom 5. August 2008, S. 27
  • "Die Opposition scheint manchmal zu vergessen, dass wir hier Politik machen und keine Theatervorstellung geben." - Joschka Fischer, Zitatquelle: FOCUS, Ausgabe Nr.16, 2001, S. 230
  • "Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich." - Max Weber, Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919. S. 66
  • "Die Politik braucht unterschiedliche Typen: die Rampensau, den Nachdenklichen, den eher Bauchgesteuerten und hoffentlich auch den, der mit Augenmaß eine gerade Furche zieht." - Frank-Walter Steinmeier, Stern Nr. 31/2007 vom 26. JUli 2007, S. 44
  • "Die Politik ist die Wissenschaft von der Freiheit: die Beherrschung des Menschen durch den Menschen, gleichviel hinter welchem Namen sie sich verbergen mag, ist Unterdrückung, die höchste Vollkommenheit der Gesellschaft findet sich in der Vereinigung von Ordnung und Anarchie." - Pierre Joseph Proudhon, Qu'est-ce que la propriété?, S. 346
  • "Die Politik verdirbt den Charakter." - Eugen Sierke in einem im September 1881 gedruckten Prospekt, als Werbung für das im Jänner 1882 erstmals erschienene Blatt mit dem Titel: 'Für die Gebildeten aller Stände', Untertitel 'Eine Zeitung für Nichtpolitiker', herausgegeben von Friedrich Bodenstedt
  • "Die Rechtsordnung ist [...] niemals eine neutrale Größe, die nur aus sich selbst verstanden werden kann, sondern stets Produkt und Gegenstand der politischen und sozialen Kämpfe." - Wolfgang Abendroth, Arbeiterklasse, Staat und Verfassung, hg. von Joachim Perels, EVA, Frankfurt/Köln 1975. S. 155
  • "Dies ist die Macht des Aussprechens dessen, was ist. Es ist das gewaltigste politische Mittel! Fichte constatirt in seinen Werken, daß »das Aussprechen dessen, was ist,« ein Lieblingsmittel des alten Napoleon gewesen, und in der That hat er ihm einen großen Theil seiner Erfolge verdankt. Alle große politische Action besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist." - Ferdinand Lassalle: Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen. Erstmals gehalten am 17. November 1862 im Mundtschen Saal in der Köpenickerstraße 100 in Berlin-Kreuzberg, Meyer & Zeller Zürich 1863 Google Books, S. 35 books.google
  • "Du kannst die Leute nicht motivieren wenn sie nicht das Gefühl haben unmittelbar selbst davon betroffen zu sein! Und damit arbeitet unsere Politik: Sie macht glaubend das man selbst ja nicht dazugehört und betroffen ist, und selbst wenn einer dann mal z.B. keine Arbeit hat und im Schuldensumpf steckt, selbst dann fühlt man sich nicht betroffen, sondern schämt sich eher und kommt erst gar nicht auf die Idee dagegen anzukämpfen." - Hans Söllner, Big Up! Magazin, April 2006

E[Bearbeiten]

F[Bearbeiten]

G[Bearbeiten]

H[Bearbeiten]

I[Bearbeiten]

  • "Ich bin kein Staatsmann. Ich kann nur sagen, was ich glaube, was Politiker machen sollen. Politik ist, wie man gerne sagt, die Kunst des Möglichen." - Desmond Tutu, Stern Nr. 28/2008 vom 3. Juli 2008, S. 52
  • "Ich bin seit 30 Jahren in der Politik - das ist Glücksspiel genug." - Horst Seehofer, auf die Frage, ob er Lotto spiele, Stuttgarter Zeitung Nr. 25/2009 vom 31. Januar 2009, S. 2
  • "Ich erkenne nur ein höchstes Gesetz an, die Rechtschaffenheit, und die Politik kennt nur ihren Vorteil." - Heinrich von Kleist, Briefe (an Wilhelmine von Zenge, Anfang 1800)
  • "Ich glaube, dass ein Christ auch politisch sein muss, wenngleich nicht parteipolitisch." - Desmond Tutu, Interview in "DER SPIEGEL", Ausgabe 43/1984

J[Bearbeiten]

  • "Jede Politik, auf welche Ideologie sie sich sonst auch berufen mag, ist verlogen, wenn sie die Tatsache nicht anerkennt, dass es keine Vollbeschäftigung für alle mehr geben kann und dass die Lohnarbeit nicht länger der Schwerpunkt des Lebens, ja nicht einmal die hauptsächlichste Tätigkeit eines jeden bleiben kann." - André Gorz, Wege ins Paradies. Rotbuch Verlag, Berlin, 1984, S. 56

K[Bearbeiten]

L[Bearbeiten]

M[Bearbeiten]

  • "Meine Politik fördert die Fleißigen, schützt die Schwachen und bestraft die Faulen. Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit." - Guido Westerwelle, Interview in FOCUS, 3. November 2003

N[Bearbeiten]

  • "Nicht alles, was vorstellbar ist, darf auch politisch gangbar gemacht werden. Es gelten die Grenzen des Grundgesetzes. Die lassen sich nicht überspringen wie ein Gartenzaun." - Frank-Walter Steinmeier, Stern Nr. 31/2007 vom 26. Juli 2007, S. 40

O[Bearbeiten]

  • "[...] Obama kann wie kaum ein anderer sehr verschiedene Menschen hinter sich versammeln. Er bringt frischen Wind in die Politik. Dass er zusätzlich noch schwarz ist - das ist natürlich wunderbar!" - Desmond Tutu, über Barack Obama, Stern Nr. 28/2008 vom 3. Juli 2008, S. 52

P[Bearbeiten]

  • "Politik besteht aus Sache, Kopf, Bauch." - Roland Koch, Stern Nr. 4/2009 vom 15. Januar 2009, S. 45
  • "Politik besteht darin, dass Sie in Verhandlungen sitzen und nicht immer auf den Pott können." - Heide Simonis, "IM PROFIL", Süddeutsche Zeitung, 5. Mai 1993, S. 4
  • "Politik besteht heute nicht mehr darin, Inhalte zu vertreten, es kommt nur drauf an, notfalls im Minutentakt seine Positionen zu wechseln und dabei noch irgendwie sympathisch rüberzukommen. Das macht niemand besser als wir, wir machen moderne Turbopolitik." - Martin Sonneborn, DIE ZEIT, 27. August 2009, Nr. 36, zeit.de
  • "Politik: Ein Interessenkampf, der sich als ein Wettstreit von Prinzipien ausgibt. Die Führung öffentlicher Angelegenheiten zu privatem Vorteil" - Ambrose Bierce, Aus dem Wörterbuch des Teufels
  • "Politik ist keine exakte Wissenschaft." - Frank-Walter Steinmeier, Stern Nr. 12/2009 vom 12. März 2009, S. 44
  • "Politik läßt sich rückgängig machen, Geschichte nicht." - Arthur Moeller van den Bruck: Reaktionär, in: Gewissen, 4. Jg. Nr. 24, 12. Juni 1922
  • "Politik muss so gestaltet werden, dass sie nicht Eitelkeiten bedient, nicht auf Wirkung in der Öffentlichkeit bedacht ist, sondern dass sie Ergebnisse erzielt." - Karl-Theodor zu Guttenberg, weser-kurier.de
  • "Politik ohne Religion ist eine Menschenfalle." - Mahatma Gandhi zitiert von Prof. Dr. Hubertus Mynarek, Odernheim, in „Gedanken zur Logik der Macht“, gkpn.de
  • "Politik rettet die Welt wohl nicht." - Reinhold Messner, Hamburger Morgenpost, 10. November 2007
  • "»Politik« würde für uns also heißen: Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es zwischen Staaten, sei es innerhalb eines Staates zwischen den Menschengruppen, die er umschließt." - Max Weber, Politik als Beruf, 1919
  • "Politik ist wie Theater. Und Aufgabe der Opposition ist es, die Regierung abzuschminken, während die Vorstellung noch läuft." - Jacques Chirac, Zitatquelle: FOCUS, Ausgabe Nr.16, 2001, S. 230
  • "Politische Klugheit verlangt, dass man beim Kampf für das Gute die richtigen Mittel anwendet." - Frank-Walter Steinmeier, DER SPIEGEL Nr. 48/2007 vom 26. November 2007, S. 26
  • "Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln." - Michel Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft - Vorlesungen am College de France 1975 - 76., Suhrkamp, Frankfurt/Main 2001

Q[Bearbeiten]

R[Bearbeiten]

  • "Religion ist keine Privatsache, sondern sie drängt auch immer ins öffentliche Leben und in die Gestaltung des Lebens, sonst ist sie nicht. Es gibt keinen bloß geglaubten Glauben, sondern er will gelebt sein und hat damit immer auch eine politische Dimension." - Wolfgang Thierse, über das Verhältnis des Islam zu anderen Religionen, im Gespräch mit Detlev Lücke und Thorsten Wöhlert, „Das Parlament“, 18./25. Januar 2002, das-parlament.de

S[Bearbeiten]

  • "So macht also die Politik aus dem alles überwältigenden Element des Krieges ein bloßes Instrument; aus dem furchtbaren Schlachtschwert, was mit beiden Händen und ganzer Leibeskraft aufgehoben sein will, um damit einmal und nicht mehr zuzuschlagen, einen leichten, handlichen Degen, der zuweilen selbst zum Rapier wird, und mit dem sie Stöße, Finten und Paraden abwechseln läßt." - Carl von Clausewitz, Vom Kriege, 8. Buch, 2. Kapitel

T[Bearbeiten]

U[Bearbeiten]

  • "Unser System ist ein hartes Auslesesystem." - Roland Koch, über Politik und Politiker in Deutschland, Stern Nr. 4/2009 vom 15. Januar 2009, S. 43

V[Bearbeiten]

  • "Verschmilzt die Wirtschaft Europas zur Gemeinschaft, und das wird früher geschehen als wir denken, so verschmilzt auch die Politik." - Walther Rathenau, Gesammelte Schriften in fünf Bänden, Bd. l, Berlin 1918, S. 276-278
  • "Vielleicht ginge es besser, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen, wenn die Menschen an der Leine und die Hunde an der Religion geführt würden. Die Hundswut könnte in gleichem Maße abnehmen wie die Politik." - Karl Kraus, Fackel 198;299 46; Pro domo et mundo

W[Bearbeiten]

  • "Wenn die Menschen aggressiver werden, liegt das auch in der Verantwortung der Politik." - Herbert Grönemeyer, zitiert in "Diese Politik provoziert Gewalt", tageszeitung vom 16.05.2007. S. 3 taz.de
  • "Wenn die Untertanen aus Prinzip rebellieren, wird die Politik der Könige tyrannisch." - Edmund Burke, Betrachtungen über die Französische Revolution
  • "Wer Politik betreibt, erstrebt Macht." - Max Weber, Politik als Beruf, 1919
  • "Wer Sehnsucht nach Harmonie hat, muss in [einen] Gesangsverein gehen. Aber nicht in die Politik." - Norbert Blüm, TV-Sendung "Menschen bei Maischberger" 11. Oktober 2005 daserste.de
  • "Wer sich nicht mit Politik befaßt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei." - Max Frisch, Tagebuch 1946 - 1949, S. 329, Frankfurt a. M., Suhrkamp 1972
  • "Wir haben uns schon gegenseitig ins Poesiealbum geschrieben! Im Ernst: Wir arbeiten sehr offen und freundschaftlich miteinander, das ist in der Politik nicht gewöhnlich." - Frank-Walter Steinmeier, über Franz Müntefering, auf die Frage, ob Steinmeier mit ihm befreundet sei, Stern Nr. 44/2008 vom 23. Oktober 2008, S. 58

Z[Bearbeiten]

  • "Zweifellos vermag die Politik Großartiges zu schaffen, aber nur das Herz vollbringt Wunder." - George Sand, Briefe

Weblinks[Bearbeiten]

Wikiquote
Siehe auch: Politiker, Bundestag, Partei, Regierung, Opposition
Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Politik.
Wiktionary
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Politik.