Honoré de Balzac

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Honoré de Balzac

Honoré de Balzac (1799-1850)[Bearbeiten]

französischer Erzähler

Überprüft[Bearbeiten]

  • "Acht Tage Fieber! Ich hätte noch Zeit gehabt ein Buch zu schreiben. Ah ja!… ich weiß. Ich bräuchte Bianchon… Bianchon würde mich retten!" - Letzte Worte, 18. August 1850, der Arzt Bianchon ist eine seiner literarischen Gestalten
  • (Original franz.: "Huit jours avec de la fièvre! J'aurais encore eu le temps d'écrire un livre. Ah oui!… je sais. Il me faudrait Bianchon... Bianchon me sauverait lui!")
  • "Der alte Kritiker ist sanft und gütig, der junge erbarmungslos." - Die Lilie im Tal
  • "Die oberflächliche Ausbildung der Edelleute früherer Zeiten machte den vollendeten Kavalier aus." - Der Ehevertrag

Der letzte Chouan - Les Chouans (1829)[Bearbeiten]

  • "Es ist eine bewunderungswürdige Eigenschaft der Frau, daß sie niemals nachdenkt, auch nicht über ihre tadelnswertesten Handlungen, die Empfindung reißt sie hin; selbst ihre Verstellungskunst hat etwas Natürliches; einzig bei ihr ist das Verbrechen ohne Gemeinheit, meist weiß sie nicht, wie es passiert ist."
  • "Gewisse Stubenhocker sind gewohnt, alles zu bezweifeln, weil sie nichts sehen."
  • "Mut zur Unzeit haben heißt Wasser in einem Korbe tragen."

Ehefrieden - La paix du ménage (1829)[Bearbeiten]

  • "Für viele Männer ist der Tanz eine Daseinsform; sie meinen, durch die Entfaltung der Geschmeidigkeit des Körpers könnten sie auf das Herz der Frauen kräftiger wirken als durch den Geist."

Physiologie der Ehe - Physiologie du mariage (1829)[Bearbeiten]

  • "Du hast ein Feuerwerk abgebrannt, von dem im Augenblick, da dein Gast sich einfindet, nur das verkohlte Skelett übrig ist."
  • "Ein Stück Schwarzbrot und ein Krug Wasser stillen den Hunger eines jeden Menschen; aber unsere Kultur hat die Gastronomie erschaffen."
  • "In der Ehe muss man einen unaufhörlichen Kampf gegen ein Ungeheuer führen, das alles verschlingt: die Gewohnheit."

Eine doppelte Familie - Une double famille (1830)[Bearbeiten]

  • "Bedenk, dass das demütigste aller Gänseblümchen verführerischer ist als die stolzeste und glänzendste Dornrose, die uns im Frühling mit ihren durchdringenden Düften und ihren lebhaften Farben verlockt."
  • "Es gibt Fehler bei einer Frau, die kräftigen Lehren weichen können, wie die Erfahrung oder ein Ehemann sie geben; aber nichts vermag die Tyrannei falscher religiöser Ideen zu besiegen."
  • "Mangel an Geschmack ist eine der Sünden, die unfehlbar mit der Frömmelei verbunden sind."

Gobseck (1830)[Bearbeiten]

Frauenstudie - Étude de femme (1830)[Bearbeiten]

Das Chagrinleder - La peau de chagrin (1831)[Bearbeiten]

  • "Der Ruhm ist die Sonne der Toten."
  • (Original franz.: "La gloire est le soleil des morts.")

Die Ehelosen - Les célibataires: Le curé de Tours (1832)[Bearbeiten]

  • "Der Mensch muß bestimmte Leidenschaften empfinden, um jene Eigenschaften zu entwickeln, die sein Leben adeln, indem er seinen Kreis erweitert und die allen Wesen natürliche Selbstsucht mildert."

Die Frau von dreißig Jahren - La femme de trente ans (1831-1833)[Bearbeiten]

Eugénie Grandet (1833)[Bearbeiten]

  • "Alle Frauen, selbst die einfältigsten, wissen eine List zu gebrauchen, um zu ihren Zweck zu gelangen."
  • "Alle menschliche Macht ist ein Resultat von Zeit und Geduld."
  • "Einem Kind das Leben zu schenken, hieß ja die Hoffnungen der Selbstsucht, die Freuden des Ehrgeizes zu töten."
  • "Das Leben eines Geizhalses ist eine beständige Ausübung der Macht im Dienst der Person. Er verläßt sich nur auf zwei Gefühle: Eigenliebe und Eigennutz."
  • "Der Hunger treibt den Wolf aus dem Wald."
  • "Die Nahrung des Geizhalses besteht aus Geld und Verachtung."
  • "In Paris hat man eine gewisse Art, einen Menschen zu erledigen, indem man ihm sagt: Er hat ein gutes Herz. Dieser Satz bedeutet ebensoviel wie: Der arme Junge ist dumm wie ein Rhinozeros."

Der Landarzt - Le médecin de campagne (1833)[Bearbeiten]

  • "Wer sich verachtet, kann nicht allein sein."

Geschichte der Dreizehn - Histoire des treize / II. La duchesse de Langeais (1834)[Bearbeiten]

Vater Goriot - Le Père Goriot (1834-1835)[Bearbeiten]

  • "Einer der Vorzüge der guten Stadt Paris besteht darin, daß man hier geboren werden, leben und sterben kann, ohne daß sich jemand auch nur im mindesten darum kümmert."
  • "Er will nun mal irgend einen Erben haben, eine Dummheit, die in der menschlichen Natur begründet liegt."

Die Nebenbuhler - Les rivalités / I. La vieille fille (1836)[Bearbeiten]

Das Bankhaus Nucingen - La maison Nucingen (1838)[Bearbeiten]

Eine Evastochter - Une fille d'Eve (1838)[Bearbeiten]

  • "Bis ins Krankenhaus oder bis ins Ministerium; dahin kommen alle körperlich und geistig ruinierten Leute."
  • "Die Tyrannei ruft zwei entgegengesetzte Wirkungen hervor, deren Symbole in zwei großen Gestalten des antiken Sklaventums fortbestehen: in Epiktet und Spartakus, dem Haß und dessen bösartigen Empfindungen einerseits, der Resignation und deren christlichen Liebesregungen andererseits."
  • "Du trägst den Kopf bald so hoch, dass du dir nicht mehr den Hut aufsetzen kannst!"
  • "Eine Familie, die leiblich und geistig vereint ist, gehört zu den seltenen Ausnahmen."
  • "Es entspricht vollauf der Art der Bigotten, sich erfüllte Pflichten als Verdienst anzurechnen."
  • "Ich bin noch nicht selbstsüchtig genug, um dir nicht zu lauschen!"

Die Ehelosen - Les célibataires: Pierrette (1839)[Bearbeiten]

  • "Provinz bleibt Provinz, sie macht sich lächerlich, wenn sie Paris nachäffen möchte."

Die Ehelosen - Les célibataires: Un ménage de garçon (1842)[Bearbeiten]

Albert Savarus (1842)[Bearbeiten]

  • "Der Ruhm ist eine fliegende Brücke, die zum Überschreiten einer Schlucht zu dienen vermag."
  • "Gewißheit ist die Grundlage, nach der die menschlichen Gefühle verlangen."
  • "Der Tod ist die Krönung des Genies."
  • "Zwei Monate gemeinsam ertragenen Elends wiegen Jahre der Freundschaft auf."
  • "Man überschätzt vor sich selbst immer seinen Einfluß."

Die falsche Geliebte - La fausse maîtresse (1842)[Bearbeiten]

  • "Muß ein Mann nicht über eine gewisse Herzenstiefe verfügen, wenn er sich schweigend und im Dunkel aufopfert."

Verlorene Illusionen/Glanz und Elend der Kurtisanen - Les illusions perdues/Splendeurs et misères des courtisanes (1837-43)[Bearbeiten]

  • ("Le drame est le vœu du siècle où la politique est un mimodrame perpétuel." - p. 309 books.google)
  • ("les philosophes. ont remarqué que les habitudes du jeune âge reviennent avec force dans la vieillesse de l'homme" - p. 7 books.google)
  • "Es gibt zweierlei Geschichte: die offizielle, verlogene Geschichte, die man lehrt, die Geschichte ad usum delphini, dann die geheime Geschichte, die die wirklichen Zusammenhänge der Geschehnisse berichtet, eine schmachvolle Geschichte." - Verlorene Illusionen - Kapitel 4: Die Leiden des Erfinders. Übersetzung Hedwig Lachmann. /gutenberg.spiegel.de
  • ("Il y a deux Histoires: l’Histoire officielle, menteuse, qu’on enseigne, l’Histoire ad usum delphini; puis l’histoire secrète, où sont les véritables causes des événements, une Histoire honteuse." - p. 535 books.google)
  • "Gott hat uns den Tabak gegeben, um unsere Leidenschaften und unsere Schmerzen einzuschläfern." - Verlorene Illusionen, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 3. Auflage, Seite 712
  • ("Dieu nous a donné le tabac pour endormir nos passions et nos douleurs." - p. 299 books.google)

Zweite Frauenstudie - Autre étude de femme (1842-1848)[Bearbeiten]

  • "Alles hastet einem Ziel entgegen, alles trottet dem Reichtum nach."

Modeste Mignon (1844)[Bearbeiten]

  • "Der Pariser wundert sich, wenn nicht überall alles so ist wie in Paris, und der Franzose, wie in Frankreich."
  • "Hüten Sie sich, einen Dummkopf zu heiraten, suchen Sie sorgfältig den Gefährten, den Gott Ihnen bestimmt hat. Es gibt, glauben Sie mir, viele Männer von Geist, die fähig sind, Sie zu schätzen, Sie glücklich zu machen."
  • "Nur das Genie kann sich erneuern wie eine Schlange; und was die Anmut betrifft, ist es wie in allen, nur das Herz altert nicht."

Les parents pauvres: II. Le cousin Pons (1846-1847)[Bearbeiten]

  • "Mit dem Beruf geht es wie mit der Ehe, man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so."


Zitate mit Bezug auf Honoré de Balzac[Bearbeiten]

  • "Das neunzehnte Jahrhundert wie wir es kennen ist im Wesentlichen eine Erfindung von Balzac." - Oscar Wilde, Der Verfall der Lüge / Vivian

Weblinks[Bearbeiten]

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