Kultur

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[Bearbeiten] A

  • "Aber elementarer Teil unserer Kultur ist auch das Grundprinzip der Toleranz. Ich muss den Menschen mit anderem Glauben respektieren. Ich darf ihm nicht den Kopf einschlagen. Es muss aber zugleich möglich sein, dem andern zu erklären, er folge einem Irrglauben, ohne damit Gewalt zu provozieren. Das gilt wechselseitig." - Otto Schily, Cicero, Februar 2005
  • "Alles, was die Kulturentwicklung fördert, arbeitet auch gegen den Krieg." - Sigmund Freud
  • "Auch für zahllose andere Menschen, als ich einer bin, wird eine Zeit kommen, in der sie sich nach einem Lande sehnen und zu einem Fleck Erde flüchten, wo die moderne Kultur, Technik, Habgier und Hetze noch eine friedliche Stätte weit vom Lärm, Gewühl, Rauch und Staub der Städte übriggelassen hat." - Ludwig II. von Bayern
  • "Aus dem Wald ist alle europäische Kultur, die geistige nicht minder als die materielle, hervorgegangen." - Werner Sombart, Der moderne Kapitalismus

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  • "Das Christentum hat in seiner blutigen Geschichte aus Fanatismus ganze Völker ausgelöscht, Kulturen zerstört. Kennzeichnend sind Zwangschristianisierung über Jahrtausende, Massenmorden an Andersdenkende, Frauenfeindlichkeit, aber auch Rassismus bis in die Gegenwart." - Helmut Steuerwald, Fundamentalismus und religiöser Fanatismus in der Welt von heute, 16. März 1991, schulfach-ethik.de
  • "Dass kein Unschuldiger und auch der Schuldige nur unter Wahrung aller seiner Persönlichkeits- und Verteidigungsrechte verurteilt werde, ist eine für die Rechtskultur eines Landes entscheidende, seine Rechtsstaatlichkeit mit konstituierende gesetzliche Forderung." - Claus Roxin, Festschrift für Ernst-Walter Hanack zum 70. Geburtstag am 30. August 1999 - Berlin [u.a.] : de Gruyter, 1999, S. 3
  • "Der Verrat an der Religion zieht den Verrat an der Kultur nach sich. Die abendländische Kultur wird genau so lange leben wie die abendländische Religion." - Gertrud von Le Fort, zitiert in: Moscheen in Deutschland. Stützpunkte islamischer Eroberung, 2001, S. 222
  • "Die Angst, an andere Maßstäbe anzulegen, die man für sich selbst für selbstverständlich hält, führt dazu, dass Freiheitsverletzungen akzeptiert werden, die nicht akzeptabel sind. So wird es als fester Bestandteil einer anderen Kultur akzeptiert, wenn Eltern ihre Kinder von der deutschen Gesellschaft fern halten, beim Schwimmunterricht und bei Klassenreisen fehlen lassen, wenn Jungen und Mädchen getrennt aufwachsen sollen..." - Necla Kelek, Rede zum Geschwister-Scholl-Preis 2005, Tageszeitung TAZ, 15. November 2005
  • "Die einzige Rettung für Frauen aus der Unterschicht oder einer anderen Kultur oder beidem ist Bildung." - Reyhan Şahin, Stern Nr. 19/2008 vom 30. April 2008, S. 169
  • "Die Kultur des Misstrauens, die zu der Normenvielfalt führt, ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt. Die Bürokraten vollziehen bei der Abfassung von Vorschriften nur das nach, was wir alle wollen. Wir wollen immer mehr Einzelfallgerechtigtkeit und immer mehr Sicherheit und deshalb intensivere staatliche Kontrollen (bei anderen)." - Hans Peter Bull, Süddeutsche Zeitung vom 12. August 2005
  • "Die Kultur hängt von der Kochkunst ab." - Oscar Wilde, Vera oder die Nihilisten, 3. Akt / Fürst Paul
  • "Die Radsportwelt ändert sich ständig, Trainingsmethoden wurden verändert, zum schlechteren wie zum besseren, die Veranstaltung selbst erlebte immer wieder Anpassungen an die Erfordernisse der Zeit. Wer wollte da jetzt schon Aussagen darüber machen, welche Rolle die Tour für die Französische Kultur im 21. Jahrhundert spielen wird." - Patrick Merle, Interview, 26. Juni 2006, rhein-main.net
  • "Die Vagabunden sind das Salz der Erde, oder wenigstens der fliegende Same, der die sonst fest am Boden klebende, und am Boden verrottende Cultur über die ganze Erde verbreitet." - Friedrich Spielhagen, Problematische Naturen, Erste Abtheilung, Kap. 29. Sämtliche Werke. Band 1, Leipzig: Staackmann, 1874. S. 286
  • "Die Verteidigung des Friedens ist identisch mit der Verteidigung der Kultur." - Arnold Zweig, 1958, Quelle: Plakat im Dt. Histor. Museum Berlin, siehe Weblink dhm
  • "Die weißen Zivilisationen halten es für sehr wichtig, der farbigen Welt zwei ganz besondere Kulturgüter zu bringen: Schnaps und Opium." - Gert von Paczensky, „Weiße Herrschaft. Eine Geschichte des Kolonialismus.“, 1979, S. 383
  • "Die wohlfeile Klage über die verlorene 'Suhrkamp-Kultur', diese philosophische Bausparprämie der westdeutschen Nachkriegsintelligenz, ist vor allem Ausdruck einer tiefen Verunsicherung." - Malte Herwig, DER SPIEGEL, 21. November 2006

[Bearbeiten] E

  • "Ein Foto, unabhängig von Kultur und Sprache, ist in seiner Bedeutung offen, das Wort ist festgelegt. Anders ausgedrückt: Das Bild ist konkret und das Wort bleibt abstrakt." - Wolfgang Beinert, 2001
  • "Ein Stück Schwarzbrot und ein Krug Wasser stillen den Hunger eines jeden Menschen; aber unsere Kultur hat die Gastronomie erschaffen." - Honoré de Balzac, Physiologie der Ehe
  • "Eine gewisse Anzahl von Müßiggängern ist notwendig zur Entwicklung einer höheren Kultur." - Miguel de Unamuno: Plädoyer des Müßiggangs. Ausgewählt und aus dem Spanischen übersetzt von Erna Pfeiffer, Literaturverlag Droschl Graz - Wien, 2. Auflage 1996, ISBN 3-85420-442-6, S. 19
  • "Eine Kultur kann nur an ihrer eigenen Schwäche sterben." - André Malraux, La tentation de l'Occident, 1926, S. 103
  • "Eine nachgemachte Kultur gedeiht nie." - Madame de Staël, Über Deutschland
  • "Es gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation, die europäische." - Kemal Atatürk, Bernd Rill (1985): Kemal Atatürk, rowohlt Verlag 1985, S. 80
  • "Es gilt dabei nicht, die Eingeborenen zu Europäern zu machen! Das wäre aussichtslos und in der Absicht falsch. Das Ziel kann nur sein, eine bodenständige Kultur höheren Grades heraufzuführen." - Wilhelm Solf, über Missionen, aus "Kolonialpolitik - Mein politisches Vermächtnis" (1919)
  • "Es scheint, dass die Lebensart, in der jeder Einzelne nur daran interessiert ist, seine eigenen Wünsche zu erfüllen, und in der das Gefühl, den sozialen und kulturellen Verpflichtungen zu folgen, an Bedeutung verliert, jene Mentalität bildet, die Entwicklung totalitärer Ideologien begünstigt." - Leszek Kołakowski, Mini-Traktate über Maxi-Themen
  • "Europa ist nicht mehr Europa, es ist Eurabien, eine Kolonie des Islam, wo die islamische Invasion nicht nur physisch voranschreit, sondern auch auf geistiger und kultureller Ebene. Unterwürfigkeit gegenüber den Invasoren hat die Demokratie vergiftet, mit offensichtlichen Konsequenzen für die Gedankenfreiheit, und für das Konzept der Freiheit selbst." - Oriana Fallaci, optionjournal.com, 23. Juni 2005

[Bearbeiten] F

  • "Fromm, gütig, segenspendend, fürsorglich – so ist das traditionelle Bild christlicher Missionare in der farbigen Welt. Doch der Schein trügt, Missionen waren Verbündete des Kolonialismus, oft sogar grausame. Sie halfen, alte Kulturen zu zerstören, Menschen zu entwurzeln, Familien und ganze Völker zu spalten." - Gert von Paczensky, „Verbrechen im Namen Christi. Mission und Kolonialisierung.“, 2000, Umschlagtext

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  • "Heute wird zu Recht beklagt, dass die tibetische Kultur von den Chinesen unterdrückt wird. Darüber sollte man aber nicht vergessen, dass die tibetische Kultur aus einer Religion hervorgeht, die noch sehr viel brutaler war, und die Menschen in Tibet wie in der schlimmsten Diktatur unterdrückte. Deshalb verbietet sich jede unkritische Gefühlsduselei für den Dalai Lama und die tibetischen Mönche." - Ulrich Wickert, in: Tagesthemen, 12. Oktober 1997
  • "Hochkultur ist Stadtkultur." - Oswald Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

[Bearbeiten] I

  • "Ich fürchte, unsere Kultur engt uns von Anfang an ein und treibt uns weg von dem, was wir sein könnten." - Arno Gruen, Der Fremde in uns
  • "Ich will in der Zukunft nur noch Schulen, in denen das Pädagogikprinzip »Respekt« und eine Kultur der Anerkennung zum Tragen kommen. Eines Tages wird es kein Sitzenbleiben mehr geben und keine K.O.-Noten. Der gemeinsame Unterricht bis zu zehnten Klasse wird zu deutlich besseren Ergebnissen führen." - Heide Simonis, Rede auf dem SPD-Landesparteitag Schleswig-Holstein im März 2004
  • "In der zweitausendjährigen deutschen Geschichte finden wir immer wieder Fremde, die aus anderen Gebieten zuzogen, in Mitteleuropa seßhaft wurden und das Land, seine Kultur und Wirtschaft mitgestalteten und mitprägten. Immer wieder gab es auf beiden Seiten Vorurteile und Ängste, die sich oft über Generationen festsetzten und blind machten für ein Zusammenwachsen." - Katrin Tjaden, in: Hölscher, Petra, Interkulturelles Lernen. Cornelsen, 1994. ISBN 3589210508. S. 81
  • "In einer hedonistischen Kultur, die zur kurzfristigen Beziehung ermuntert, zur ständigen „Wahl“ und „Verbesserung“, sind langfristige Unternehmungen wie Familie für die meisten kaum noch vorstellbar." - Matthias Matussek, „Die vaterlose Gesellschaft. Eine Polemik gegen die Abschaffung der Familie.“, ISBN 3-596-17139-3, 2006, Vorwort zur Neuauflage

[Bearbeiten] J

[Bearbeiten] K

  • "Kampf der Kulturen? Normalerweise kämpfen Kulturen nicht. Deshalb sind sie Kulturen: Weil sie keine Kriege führen." - Ivica Osim, Der Standard, 19. Dezember 2003, derstandard.at
  • "Keine andere Kultur sägt so intensiv an dem Ast, auf dem sie sich befindet und kein Land hat sich so gründlich von seiner Identität verabschiedet wie Deutschland. Zwar haben wir die reichste Erbengeneration aller Zeiten, jenseits der materiellen Werte sind wir aber bettelarm." - Peter Hahne, Interview in der Westfalenpost vom 19. November 2004, veröffentlicht auf www.peter-hahne.de
  • "Kolonisieren heißt Missionieren und zwar Missionieren in dem hohen Sinne der Erziehung zur Kultur. Aber nicht zur europäischen Kultur sondern zu einer Kultur, die im Boden und in der Heimat der Eingeborenen Wurzel fassen kann und ihrem geistigen und seelischen Zuschnitt angepasst ist." - Wilhelm Solf, Rede im deutschen Reichstag am 6. März 1913
  • "Kultur erwirbt man nicht, indem man viel liest, sondern indem man klug liest. Die Gesundheit wird auch nicht dadurch bewahrt, dass man viel isst, sondern dass man klug isst." - André Malraux
  • "Kultur ist der Weg des Menschen zu sich selbst." Georg Simmel
  • "Kultur ist Disziplinierung des eigenen inneren Ichs, Inbesitznahme der eigenen Persönlichkeit und die Erlangung eines höheren Bewusstseins, mit dem man dazu kommt, den eigenen historischen Wert zu verstehen, die eigene Funktion im Leben, die eigenen Rechte und Pflichten." - Antonio Gramsci, Grido del popolo, 29. Januar 1916
  • "Kultur ist Reichtum an Problemen, und wir finden ein Zeitalter um so aufgeklärter, je mehr Rätsel es entdeckt hat." - Egon Friedell, Ecce Poeta
  • "Kultur steht jenseits von Leben und Tod, Zivilisation zwischen ihnen." - Paul Bertololy, Aphorismen
  • "Kultur, verstanden als Lebensweise, ist vielleicht die glaubwürdigste Politik." - Richard von Weizsäcker
  • "Kulturverwurzelte Aggression kann eine Wucht entfalten, die alle Kultiviertheit hinwegspült." - Bernhard Verbeek, „Die Wurzeln der Kriege“, S. 90

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  • "Sie wollen überhaupt keine Dänen werden. Sie sind gekommen, um Dänemark zu übernehmen, und sie demonstrieren bei jeder Gelegenheit, dass sie meinen, sie wären berechtigt, das Land nach der muslimischen Kultur einzurichten." - Mogens Camre, Ekstra Bladet, 6. Januar 2000
  • "Stell dir mal vor, jede künstlerische Darbietung würde sich an der dümmstvorstellbaren Person orientieren, das wäre ja der Niedergang von Kunst und Kultur." - Wolfgang Wendland, Interview, OX-FANZINE, Ausgabe 37, 2000, ox-fanzine.de

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[Bearbeiten] U

  • "Unsere Kultur liegt den Frauen zu Füßen." - Norbert Bolz, taz Nr. 8525 vom 8. März 2008, S. 3

[Bearbeiten] V

[Bearbeiten] W

  • "Wenn ich das Wort Kultur höre, entsichere ich meinen Revolver." - Joseph Goebbels - stammt ursprünglich aus dem Stück »Schlageter« von Hanns Johst
  • "Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Bibliotheken, bombardiert offene Städte, schießt mit Ferngeschützen oder Fliegerbomben Gotteshäuser ein. Die Drohung, mit der die Fackel in den Bücherstapel fliegt, gilt nicht dem Juden Freud, Marx oder Einstein, sie gilt der europäischen Kultur, sie gilt den Werten, die die Menschheit mühsam hervorgebracht und die der Barbar anhaßt, weil er halt barbarisch ist, unterlegen, roh, infantil." - Arnold Zweig, Rückblick auf Barbarei und Bücherverbrennung. Aus: Über Schriftsteller. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1967. S. 48
  • "Wer in schönen Dingen einen schönen Sinn entdeckt hat Kultur." - Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray, Vorwort
  • "Wie groß ist der Unterschied zwischen der Barbarei vor der Kultur und der Barbarei nach der Kultur!" - Christian Friedrich Hebbel, Tagebücher
  • "Wir müssen gewaltig aufpassen, dass wir in der Gutgläubigkeit und Nächstenliebe unserer Kultur nicht anfangen, dem Aberglauben unaufgeklärter Menschen Respekt zu zollen. Sie [die Muslime] haben nämlich keinen Augenblick Respekt gegenüber uns." - Mogens Camre, Kristeligt Dagblad, 8. März 2006
  • "Wir sind hier gezwungen, zu achtzig Prozent amerikanische Kultur zu konsumieren - im Fernsehen, im Kino und so weiter. Kultur und Politik kann man nicht trennen und die Amerikaner bestimmen, was die anderen zu tun haben. Es gibt keine wirklich souveränen Staaten." - Gabi Delgado-Lopez
  • "Witze zu erzählen und zu verstehen ist für mich auch ein Zeichen von Intelligenz und Kultur." - Vural Öger, DER SPIEGEL, 10. Juni 2004
  • "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken." - Albert Schweitzer, Verfall und Wiederaufbau der Kultur
  • "Wo Kultur wegbricht, wird Platz frei für Gewalt." - August Everding, Rede anlässlich der Protestveranstaltung des Deutschen Bühnenvereins in Berlin, 27. Juni 1993

[Bearbeiten] Z

  • "Zivilisation ist, wenn man eine Klobürste besitzt. Kultur ist, wenn man sie auch benutzt." - Unbekannter Autor

[Bearbeiten] Weblinks

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Vergleiche auch: Leitkultur, Barbarei, Tradition
Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Kultur.
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Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Kultur.
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