deutscher Politiker
eigentlich: Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen
[Bearbeiten] Zitate mit Quellenangabe
- "Für beide ist kein Platz nach den Ansprüchen, die Österreich macht, also können wir uns auf die Dauer nicht vertragen. Wir atmen einer dem anderen die Luft vor dem Munde fort, einer muss weichen oder vom anderen »gewichen werden«, bis dahin müssen wir Gegner sein." - Brief an Ludwig Friedrich Leopold von Gerlach 19./20. XII. 1853, in: Bismarck, Die gesammelten Werke ..., Bd. 14/1, hg. von Wolfgang Windelband und Werner Frauendienst, Berlin 1933, S. 334; zitiert nach Hagen Schultze in: Handbuch dr preußischen Geschichte Band II (1992) books.google.de S. 316
- "Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze; ist es zerstört, so kommt es sobald nicht wieder." - Über Königtum und Priestertum. Rede im Preußischen Herrenhaus am 10. März 1873. Aus: Fürst Bismarcks gesammelte Reden. Band I. 12. Tausend. Berlin: Siegfried Cronbach, 1895. S. 421. Google Books-USA*
- "Die Liebe der Türken und Deutschen zueinander ist so alt, daß sie niemals zerbrechen wird." - Im Gespräch mit Basiretçi Ali Efendi (osmanischer Publizist und Herausgeber) August, 1871 zitiert in "Türken in Berlin 1871-1945" von Petra Kappert, Ingeborg Böer, Berlin, New York 2002. S. 24. ISBN 3-11-017465-0
- "Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eignen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist." zitiert in: "Bismarck - Der Reichsgründer" von Otto Pflanze, Verlag C. H. Beck, München, 1997, S.608
- "es wird bei uns Deutschen mit wenig so viel Zeit todtgeschlagen wie mit dem Biertrinken." - Rede im Deutschen Reichstag, 28. März 1881. reichstagsprotokolle.de S. 562 linke Spalte 4. Absatz
- "Ich bin weder Reaktionär noch Absolutist, ich halte den Absolutismus für eine unmögliche Sache; aber ich halte mich an unsere geschriebenen Verfassungen, die wir in Deutschland und in Preußen besitzen [...]." - Rede im Deutschen Reichstag, 29. November 1881. reichstagsprotokolle.de 1881/82,1, S. 87 linke Spalte
- "Ich habe nie daran gezweifelt, daß sie alle mit Wasser kochen; aber eine solche nüchterne, einfältige Wassersuppe, in der auch nicht ein einziges Fettauge zu spüren ist, überrascht mich. [...] Kein Mensch, selbst der böswilligste Zweifler von Demokrat, glaubt es, was für eine Scharlatanerie und Wichtigthuerei in dieser Diplomatie steckt." - Brief an seine Gemahlin, Frankfurt, 18. Mai 1851. In: Politische Briefe Bismarcks aus den Jahren 1849-1889, Band 1. Berlin: Steinitz, 1889, S. 10 Internet Archive
- "Ich suche die preußische Ehre darin, daß Preußen vor allem sich von jeder schmachvollen Verbindung mit der Demokratie entfernt halte. - Otto von Bismarck: Über die deutsche Frage. Rede gehalten am 3. Dezember 1850; in: Fürst Bismarcks gesammelte Reden. Berlin 1895. Band 1. S. 50-58, hier S. 53. Google Books-USA*
- "Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte" - Gesammelte Werke (Friedrichsruher Ausgabe) 1924/1935, Band 9, S.195/196, zitiert auf Zeit.de
- „Mut auf dem Schlachtfelde ist bei uns Gemeingut, aber Sie werden nicht selten finden, dass es ganz achtbaren Leuten an Zivilcourage fehlt“ - Otto von Bismarck nach Robert von Keudell: Fürst und Fürstin Bismarck. Erinnerungen aus den Jahren 1846 bis 1872. Berlin 1901.
- "Seien Sie außer Sorge: Nach Canossa gehen wir nicht, weder körperlich noch geistig!" - Rede im Deutschen Reichstag, 14. Mai 1872. zitiert in: Wilhelm Lang: Im neuen Reich: Wochenschrift für das Leben des deutschen Volkes in Staat, Wissenschaft und Kunst. S. Hirzel, 1881. S. 549.
- "Setzen wir Deutschland, so zu sagen, in den Sattel. Reiten wird es schon könnnen." - Rede am 11. März 1867 im norddeutschen Reichtsag, zitiert nach Georg Büchmann, Geflügelte Worte, Ullstein Verlag 1986, ISBN 3-550-08521-4, S.375 aronsson.se
- "So lange ich Reichskanzler bin, treiben wir keine Kolonialpolitik. Wir haben eine Flotte, die nicht fahren kann, und wir dürfen keine verwundbaren Punkte in fernen Weltteilen haben, die den Franzosen als Beute zufallen, sobald es losgeht." - 1881 zu dem Reichstagsabgeordneten Graf Frankenberg, zitiert in Johannes Kunisch: Bismarck und seine Zeit. Duncker & Humblot, 1992. ISBN 9783428073146. S. 142 books.google.de
- "Was sind unsere Staaten und ihre Macht und Ehre vor Gott anders als Ameisenhaufen und Bienenstöcke, die der Huf eines Ochsen zertritt, oder das Geschick in Gestalt eines Honigbauern ereilt." - Brief an sein Frau Johanna 2. Juli 1859 Br 533f., zitiert aus: bei Ulrich Kühn, "Der Grundgedanke der Politik Bismarcks", Diss. Freiburg 2000, S. 214 books.google.de
- "Wer den Daumen auf dem Beutel hat, hat die Macht." - Rede im Norddeutschen Reichstag, 21. Mai 1869, Stenographische Berichte S. 1017 linke Spalte books.google.de/
- "Kein Band hält so fest wie dieses." - Bekenntnis zu seinem Corps am 27. April 1895 in Friedrichsruh, Quelle: Franz Stadtmüller: Geschichte des Corps Hannovera zu Göttingen 1809-1959. S. 119 mwN
- "Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt [-lebhaftes Bravo-] und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt" - Rede am 6.2.1888. reichstagsprotokolle.de 1887/88,2 S. 733 (D)
Unvollständige Quellenangabe (Hinweis)
- "Der Deutsche hängt an seinen Dynastien, und die Dynastien hängen auch an Deutschland." - Zu den Vertretern Thüringens in Kissingen, am 2. August 1893
- "Die Majorität hat viele Herzen, aber ein Herz hat sie nicht." - Rede im Deutschen Reichstag, 12. Juni 1882
- "Ein gutes Pferd stirbt in den Sielen." - Rede im Deutschen Reichstag am 4. März.1881
- "Es muss doch ein tiefer Fond von Gottesfurcht im gemeinen Manne bei uns sitzen, sonst könnte das alles nicht sein." - an seine Frau, 9. Juli 1866
- "Für die Sicherheit und Fortbildung des Staates ist das Übergewicht derer, die den Besitz vertreten, das nützlichere." - Gedanken und Erinnerungen
- "Gib, dass ich meine Johanna wiedersehe." - Letzte Worte, 30. Juli 1898, seine Frau Johanna starb vier Jahre vor ihm
- "Österreich hat das gleiche Recht, für seine Interessen zu kämpfen wie Preußen." - nach dem Sieg bei Königgrätz, 1866
- "Offenheit verdient immer Anerkennung." - Reden in der preußischen Zweiten Kammer, 24. November 1849
[Bearbeiten] Fälschlich zugeschrieben
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- Erstmals feststellbar als "Laws," says that illustrious rhymer, Mr. John Godfrey Saxe, "like sausages, cease to inspire respect in proportion as we know how they are made;" in: University Chronicle. University of Michigan (27 March 1869) books.google.de. Erst seit den 1930er Jahren wird das Bonmot Bismarck zugeschrieben; Fred R. Shapiro: "Quote... Misquote" in The New York Times (21 July 2008).
- "Ihr seid alle Idioten zu glauben, aus Eurer Erfahrung etwas lernen zu können, ich ziehe es vor, aus den Fehlern anderer zu lernen, um eigene Fehler zu vermeiden." - zitiert im Vorwort von "Das PIMS-Programm. Strategien und Unternehmenserfolg." von Robert D. Buzzell, Bradley T. Gale, Wiesbaden 1989. ISBN 3-409-13343-7
[Bearbeiten] Zitate mit Bezug auf Bismarck
- "Es ist nicht leicht, unter diesem Kanzler Kaiser zu sein." - Wilhelm I., zitiert in: S. Zurlinden, Der Weltkrieg. Vorläufige Orientierung von einem schweizerischen Standpunkt aus. 2. Band. Zürich: Orell Füssli, 1918. S. 44. Google Books-USA*