Moral

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Zitate[Bearbeiten]

A[Bearbeiten]

  • "Auf einmal in einem ganzen Wirbel drin von Aventüren. Ach, wie ist es gut, wenn einem der moralische Halt so gänzlich fehlt." - Franziska zu Reventlow, Tagebücher

B[Bearbeiten]

C[Bearbeiten]

  • "Cuius regio, eius religio gilt auch für die heutigen Reiche totalitärer Herrschaft. Die Legitimität, sich eine persönliche Moral bilden zu dürfen, ist historisch wohl sehr viel jünger. Sie ist ein hart errungenes Zugeständnis an die Toleranz." - Alexander Mitscherlich, „Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens.“, 1967, S. 167

D[Bearbeiten]

E[Bearbeiten]

  • "Ein Mensch, der solche Dinge wie Jesus sagt, wäre kein großer Morallehrer. Er wäre entweder ein Irrer - oder der Satan in Person. Wir müssen uns deshalb entscheiden: Entweder war dieser Mensch Gottes Sohn, oder er war ein Narr oder Schlimmeres. Man kann ihn als Geisteskranken einsperren, man kann ihn verachten oder als Dämon töten. Oder man kann ihm zu Füßen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber man kann ihn nicht mit gönnerhafter Herablassung als einen großen Lehrer der Menschheit bezeichnen. Das war nie seine Absicht; diese Möglichkeit hat er uns nicht offengelassen." - C. S. Lewis, Pardon, ich bin Christ
  • "Ein Preservatif ist auch eine schätzbare Arzeney; und die ganze Moral hat kein kräftigers, wirksamers, als das Lächerliche." - Gotthold Ephraim Lessing, Hamburgische Dramaturgie. 1. Theil. 29. Stück. O. O., 1769. S. 226. Google Books
  • "Erotik ist Überwindung von Hindernissen. Das verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral." - Karl Kraus, Fackel 198, S. 3
  • "Erst kommt das Fressen, dann die Moral." - Bertolt Brecht
  • "Es gibt einen Sinn für Moral, und es gibt einen Sinn für Unmoral. Die Geschichte lehrt uns, dass der Sinn für die Moral uns befähigt, das Moralische zu erkennen und zu meiden, und dass der Sinn für die Unmoral uns befähigt, das Unmoralische zu erkennen und zu genießen." - Mark Twain, Following the Equator, chapter XVI.
  • "Es gibt gar keine moralischen Phänomene, sondern nur eine moralische Ausdeutung von Phänomenen." - Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse
  • "Es ist ein Fehler, das Gesetz mit der Moral zu verwechseln." - Val McDermid, Ein Ort für die Ewigkeit. Aus dem Englischen von Doris Styron. München, 2001. ISBN 3-426-61911-3

F[Bearbeiten]

  • "Für die Moral ist es sehr gefährlich, der Stärkere zu sein." - Gert von Paczensky, „Weiße Herrschaft. Eine Geschichte des Kolonialismus.“, 1979, S. 7

G[Bearbeiten]

H[Bearbeiten]

I[Bearbeiten]

  • "Ich fand die ganze liebe deutsche Bestie gegen mich anspringend - ich bin ihr nämlich durchaus nicht mehr moralisch genug." - Friedrich Nietzsche, in einem Brief an Hans Guido von Bülow, 1882
  • "In der Moral, wie in der Kunst, bedeutet Reden nichts, die Tat alles." - Ernest Renan, Das Leben Jesu
  • "In Dogma und Moral der Kirche wie des Papsttums konkretisierte nichts anderes als den Zeitgeist früherer Epochen." - Horst Herrmann „Johannes Paul II beim Wort genommen. Eine kritische Antwort auf den Papst“, ISBN 3-442-12643-6, 1995. S. 95
  • "Ist das Hirn zu kurz gekommen, wird sehr gern Moral genommen." - Wiglaf Droste, Gedichtband "Nutzt gar nichts, es ist Liebe"

J[Bearbeiten]

K[Bearbeiten]

  • "Kein einziges Denkverbot, kein einziges Dogma, kein einziges Moralgebot der Kirche wurde von dem II. Vatikanischen Konzil aufgehoben." - Hubertus Mynarek, „Denkverbot – Fundamentalismus in Christentum und Islam“, 1992, S. 65
  • "Kein Glaubenbekenntnis muß aufgrund seiner «göttlichen» Beschaffenheit akzeptiert werden. Religionen sollten angezweifelt werden. Kein moralisches Dogma darf als selbstverständlich hingenommen, kein Maßstab als göttlich angesehen werden. Keine Moralvorstellungen sind von Natur aus heilig." - Anton Szandor LaVey, Die Satanische Bibel, Second Sight Books, 1999 Berlin, ISBN 3-00-004343-8, S. 34

L[Bearbeiten]

  • "Leider werden junge Leute ständig dabei entmutigt, ehrlich zu sein, und mit dem bedroht, was wir Moral nennen. Zuerst durch die Familien, dann die Religionen und schließlich auch durch die Psychiatrie." - Alice Miller, Abbruch der Schweigemauer

M[Bearbeiten]

  • "Man betrachte z.B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band, Zum ersten Buch, zweite Hälfte, Kapitel 17
  • "Man mag sich wenden und drehen, wie man will, man kommt immer darauf zurück: wo die Staatsverfassung schlecht ist, das ist kurz: wo die einen alles und die andern nichts haben, ist auch bald die Moral schlecht. Sie gehen Hand in Hand, entweder beide gut, oder beide schlecht." - Wilhelm Heinse, Aphorismen
  • "Moral also führt unumgänglich zur Religion, wodurch sie sich zur Idee eines machthabenden moralischen Gesetzgebers außer dem Menschen erweitert, in dessen Willen dasjenige Endzweck (der Weltschöpfung) ist, was zugleich Endzweck des Menschen sein kann und soll." - Immanuel Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, BA X, Vorrede, Zur ersten Auflage
  • "Moral ist das Rückgrat der Schwachsinnigen" - Francis Picabia, Aphorismen
  • "Moral ist ein Maulkorb für den Willen, Logik ein Steigriemen für den Geist." - Franz Grillparzer, Aphorismen
  • "Moral ist einfach die Haltung, die wir gegen Leute einnehmen, von denen wir persönlich nicht erbaut sind." - Oscar Wilde, Ein idealer Gatte, Akt 2 / Mrs. Cheveley
  • "Moral ist gut, Erbschaft ist besser." - Theodor Fontane, Brief an Martha Fontane (25.1.1894)
  • "Moral ist immer die letzte Zuflucht von Leuten, die die Schönheit nicht begreifen." - Oscar Wilde, Die Wahrheit der Masken
  • "Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein." - H.G. Wells, Die Zeitmaschine
  • "Moralisches Überlegenheitsgefühl ist als Haltung, im Alltag und in der Politik, tausendmal gefährlicher als das Bewusstsein, gelegentlich ein Tunichtgut zu sein." - Harald Martenstein, Zeit Magazin Leben, Nr. 25, vom 12. Juni 2008, S. 6
  • "Moralität ohne Sinn für Paradoxie ist gemein." - Friedrich Schlegel, Ideen

N[Bearbeiten]

O[Bearbeiten]

P[Bearbeiten]

Q[Bearbeiten]

R[Bearbeiten]

S[Bearbeiten]

  • [...] Schiller hatte einen moralischen Kompass in der Brust. Seine Sympathie gehörte den Getretenen, den - und sei es von der Geschichtsschreibung - ungerecht Behandelten: Er fühlte mit den Opfern. [...] Schiller war Realist genug, um zu sehen, dass die Welt, so wie sie eingerichtet ist, keine idealen Höhenflüge duldet; aber er hatte das Herz, trotzdem für jene Partei zu ergreifen, die unter die Räder geraten." - Hannes Stein, über Friedrich Schiller, Schiller war viel besser. In: Immer Recht haben. Frankfurt am Main, 2008, S. 61. ISBN 978-3-8218-0963-2

T[Bearbeiten]

U[Bearbeiten]

V[Bearbeiten]

  • "Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren." - Friedrich Maximilian Klinger, Betrachtungen über Gegenstände der Welt und Literatur 5

W[Bearbeiten]

  • "Was außer Unwissen und die Überzeugung, dass Unwissen eine Tugend ist, zeichnet die Unterschicht vor allem aus? Intolerante Prüderie, bigotte Frömmigkeit und die unerschütterliche Überzeugung, dass die diesen Dingen innewohnende verklemmte Moral für alle zu gelten hat." - Gary Jennings, Der Prinzipal. München 1989, ISBN 3-471-77879-9. Übersetzer: Werner Peterich
  • "Wenn der Mensch der Körper wäre, so gäbe es keine andere Moral als die Hygiene." - Théodore Jouffroy, Das grüne Heft
  • "Wenn man einem Kind Moral predigt, lernt es Moral predigen, wenn man es warnt, lernt es warnen, wenn man mit ihm schimpft, lernt es schimpfen, wenn man es auslacht, lernt es auslachen, wenn man es demütigt, lernt es demütigen, wenn man seine Seele tötet, lernt es töten. Es hat dann nur die Wahl, ob sich selbst, oder die anderen oder beides." - Alice Miller, Im Anfang war Erziehung

Z[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Wikiquote
Siehe auch: Ethik, Gewissen, Norm, Wert, Sitte
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Gegenbegriff: Unmoral
Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Moral.
Wiktionary
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Moral.