Franz Grillparzer

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[Bearbeiten] Franz Grillparzer (1791-1872)

österreichischer Dichter und Dramatiker

[Bearbeiten] Zitate mit Quellenangabe

  • "Ach die Gewohnheit ist // Ein lästiges Ding, selbst an Verhaßtes fesselt sie!" - Sappho IV, 3 (Sappho). Wien: Wallishausser, 1819. S. 80
  • "Die Irreligiösen sind religiöser als sie selbst wissen, und die Religiösen sind's weniger, als sie meinen." - Studien zur Philosophie und Religion. Gutenberg-De
  • "D'rum ist der Oesterreicher froh und frank, // Trägt seinen Fehl, trägt offen seine Freuden, // Beneidet nicht, läßt lieber sich beneiden! // Und was er thut, ist frohen Muths gethan. // 'S ist möglich, daß in Sachsen und beim Rhein // Es Leute gibt, die mehr in Büchern lasen; // Allein, was Noth thut und was Gott gefällt, // Der klare Blick, der offne, richt'ge Sinn, // Da tritt der Oesterreicher hin vor Jeden, // Denkt sich sein Theil, und läßt die Andern reden!" - König Ottokar's Glück und Ende, III (Horneck). Wien, 1825. S. 112f. books.google.com
  • "Eifersucht ist eine Leidenschaft, // Die mit Eifer sucht, was Leiden schafft." - Epigramme 1830. Aus: Sämtliche Werke. Band 1, München [1960–1965], S. 398
  • "Für das Geliebte leiden ist so süß." - Sappho IV, 2 (Sappho). Wien: Wallishausser, 1819. S. 75
  • "Gescheit gedacht und dumm gehandelt, // so bin ich meine Tage durchs Leben gewandelt." - Epigramme 1863: Biographisch. Aus: Sämtliche Werke. Band 1, München [1960–1965], S. 570
  • "Trauernde sind üb'rall sich verwandt." - Sappho II, 4 (Phaon). Wien: Wallishausser, 1819. S. 34
  • "Von allen Worten, die die Sprache nennt, // Ist kein's mir so verhaßt als das von Recht. // [...] Und Recht ist nur der ausgeschmückte Name // Für alles Unrecht, das die Erde hegt." - Libussa. Trauerspiel in fünf Aufzügen. 2. Aufzug (Libussa). Stuttgart: Cotta, 1872. S. 70f
  • "Was man von der Schönheit des Bosporus gesagt hat, ist, mit Einschluß der Uebertreibung, buchstäblich wahr, denn die Uebertreibung ist der Erhebung natürlich. Anfangs trat mein Uebelbefinden störend entgegen, bald aber wurde der Eindruck zu mächtig, und ich gab mich völlig hin. Man hat die Lage von Konstantinopel der von Neapel vorgezogen, vielleicht mit Unrecht, was die Schönheit betrifft, sie ist aber ausgedehnter, kolossaler und dadurch mächtiger. Beinahe durch vier Stunden Weges folgen sich, anfangs bloß auf der europäischen, dann aber auch an der asiatischen Küste Befestigungen, Schlösser, Dörfer, Paläste in ununterbrochen reizender Fortsetzung. Die Welt hat vielleicht nichts, was sich damit als Ganzes vergleichen läßt." - Tagebücher: Der Bosporus und seine Ufer, 12. September. Hrsg. von Heinrich Laube. Stuttgart: Cotta, 1884. S. 105. books.google.com-USA*
  • "Wie könnte ich an Deiner Liebe zweifeln, da ich der meinigen mir so innig bewußt bin!" - Melusina. Romantische Oper in drei Aufzügen. II. Aufzug (Melusina). Wien: Wallishausser, 1833. S. 30. ANNO

Unvollständige Quellenangabe (Hinweis)

  • "Als Deutscher ward ich geboren, bin ich noch einer? Nur was ich Deutsches geschrieben, das nimmt mir keiner." - zur Gründung des Deutschen Reiches ohne Österreich
  • "Auf die Masse soll und muss jeder Dichter wirken, mit der Masse nicht." - Historische und politische Studien
  • "Das Heidentum hielt den am höchsten, der die meisten Vorzüge, das Christentum den, der die wenigsten Fehler hat." - Studien zur Philosophie und Religion
  • "Das Recht auf Antwort nur gibt Recht zur Frage." - Libussa IV / Primislaus
  • "Der Zweifel zeugt den Zweifel an sich selbst." - Ein Bruderzwist in Habsburg III (Rudolf)
  • "Die Lust hat ihren Tag, so wie die Sonne, doch auch wie jene einen Abend: Reue." - Des Meeres und der Liebe Wellen I
  • "Ihr glaubt, ihr habt ein Reich geboren, und habt doch nur ein Volk zerstört." - zur Gründung des Deutschen Reiches ohne Österreich
  • "Ist doch der Glaube nur das Gefühl der Eintracht mit dir selbst." - Ein Bruderzwist in Habsburg / Kaiser Rudolf
  • "Moral ist ein Maulkorb für den Willen, Logik ein Steigriemen für den Geist." - Aphorismen
  • "Nichts ist gefährlicher wie Zerstreuung." - Selbstbiographie
  • "Nur die Künstler verderben die Kunst." - Die Kunstverderber, 1856
  • "Wenn das Unglück dem Verbrechen folgt, folgt öfter das Verbrechen noch dem Unglück!" - Medea IV (Medea)
  • "Wir sind gegen keine Fehler an anderen intoleranter, als welche die Karikatur unserer eigenen sind." - Aphorismen, 1819

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