Friedrich Schlegel

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Friedrich Schlegel (1772-1829)[Bearbeiten]

deutscher Philosoph und Dichter

Überprüft[Bearbeiten]

Athenäum[Bearbeiten]

  • "Der Historiker ist ein rückwärtsgekehrter Prophet." - Athenäum, I, 2, 20: Fragmente
  • "Der Satan der italienischen und englischen Dichter mag poetischer sein; aber der deutsche Satan ist satanischer; insofern könnte man sagen, der Satan sei eine deutsche Erfindung." - Athenäumsfragmente 379

Ideen[Bearbeiten]

  • "Ein wahrer Mensch ist, wer bis in den Mittelpunkt der Menschheit gekommen ist." - Ideen, Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe. Erste Abteilung: Kritische Neuausgabe, Band 2, München, Paderborn, Wien, Zürich 1967, Seite 87.
  • "Es gibt eine schöne Offenheit, die sich öffnet wie eine Blume: Nur um zu duften." - Ideen
  • "Es ist der Menschheit eigen, dass sie sich über die Menschheit erheben muss." - Ideen
  • "Man lebt nur insofern man nach seinen eignen Ideen lebt. Die Grundsätze sind nur Mittel, der Beruf ist Zweck an sich." - Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe. Erste Abteilung: Kritische Neuausgabe, Band 2, München, Paderborn, Wien, Zürich 1967. Quelle:www.zeno.org. Fragmentensammlungen/Ideen, [82], S. 264
  • "Moralität ohne Sinn für Paradoxie ist gemein." - Ideen, 76
  • "Mysterien sind weiblich." - Ideen
  • "Verbindet die Extreme, so habt ihr die wahre Mitte." - Ideen

Kritische Fragmente[Bearbeiten]

  • "Jeder ungebildete Mensch ist die Karikatur von sich selbst." - Kritische Fragmente, Lyceum, 1797
  • "Man nennt viele Künstler, die eigentlich Kunstwerke der Natur sind." - Kritische Fragmente
  • "Die Romane sind die sokratischen Dialoge unserer Zeit. In diese liberale Form hat sich die Lebensweisheit vor der Schulweisheit geflüchtet." - Kritische Fragmente, Prosaischen Jugendschriften (1882), Band 2, S. 186, § 26
  • "Wer noch nicht bis zur klaren Einsicht gekommen ist, dass es eine Grösse noch ganz ausserhalb seiner eigenen Sphäre geben könne, für die ihm der Sinn durchaus fehle; wer nicht wenigstens dunkle Vermuthungen hat, nach welcher Weltgegend des menschlichen Geistes hin diese Grösse ungefähr gelegen seyn möge: der ist in seiner eignen Sphäre entweder ohne Genie, oder noch nicht bis zum Klassischen gebildet." - Kritische Fragmente, Prosaischen Jugendschriften (1882), Band 2, S. 187, § 36

Lucinde[Bearbeiten]

  • "Im endlosen Wechsel neuer Gestalten flicht die bildende Zeit den Kranz der Ewigkeit, und heilig ist der Mensch, den Glück berührt, dass er Früchte trägt und gesund ist." - Lucinde
  • "Nur in der Antwort seines Du kann jedes Ich seine unendliche Einheit ganz fühlen." - Lucinde
  • "Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht." - Lucinde

Über die Diotima[Bearbeiten]

  • "Die Weiblichkeit soll wie die Männlichkeit zur höhern Menschlichkeit gereinigt werden." - Über die Diotima
  • "Nur selbstständige Weiblichkeit, nur sanfte Männlichkeit ist gut und schön." - Über die Diotima

Über die Philosophie[Bearbeiten]

  • "Je vollständiger man ein Individuum lieben oder bilden kann, je mehr Harmonie findet man in der Welt: je mehr man von der Organisation des Universums versteht, je reicher, unendlicher und weltähnlicher wird uns jeder Gegenstand." - Über die Philosophie, 1799, aus: Friedrich Schlegel, Studienausgabe in 6 Bäden, Schöningh, Paderborn, München, Wien, Zürich 1988, ISBN 3-506-77840-4, Band 2, S. 176
  • Man kann nur Philosoph werden, nicht es sein; so bald man es zu sein glaubt, hört man auf es zu werden.
  • Die Welt is kein System, sondern eine Geschichte, aus der nachher freilich Gesetze folgen können.

Sonstige[Bearbeiten]

  • "Die Quelle des Ideals ist der heiße Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur." - An seinen Bruder, 17. Mai 1792
  • "Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie." - Progressive Universalpoesie, 1798
  • "Karikatur ist eine passive Verbindung des Naiven und Grotesken." - Fragmente

Weblinks[Bearbeiten]

Commons
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Wikisource
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