Himmel

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Zitate[Bearbeiten]

  • "Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt"- William Shakespeare, Hamlet - The Tragedy of Hamlet, 1. Akt, 5. Szene, Hamlet

Himmel im Sinne von Firmament[Bearbeiten]

  • "Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie nieder und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere zu dokumentieren." - Khalil Gibran, Sand und Schaum, Sand and Foam, 1926, ISBN 3-5301-0018-8
  • "Befiehl du deine Wege // Und was dein Herze kränkt // Der allertreusten Pflege // Des, der den Himmel lenkt." - Paul Gerhardt, Befiehl du deine Wege (nach Psalm 37, 5)
  • "Das Weib erträgt den Himmel nicht!" - Adalbert Stifter, Der Condor. In: Studien. 1. Band, 6. Auflage. Pest: Heckenast, 1864. S. 12
  • "Denken wir bei heiterem Himmel an den Sturm und im Sturm an den Steuermann!" - Gregor von Nazianz, Reden
  • "Der Himmel ist zart, die Erde blaß. Die Welt ist ein Aquarell mit dem Titel April." - Ödön von Horváth, Jugend ohne Gott
  • "Er ging hinaus und sah zum Himmel empor. Es regnete Sternschnuppen. Schade! Gern hätte er den Himmel in großer Ruhe über sich gesehen." - Juan Rulfo, Pedro Páramo
  • "Mächtig zürnt der Himmel im Gewitter." - Nikolaus Lenau, Die drei Indianer. Aus: Sämtliche Werke und Briefe. Band 1, Leipzig und Frankfurt a.M. 1970. S. 108
  • "Selbst Himmel und Erde können nichts Dauerndes schaffen, um wie viel weniger der Mensch." - Laotse, Dao-de-dsching, Kapitel 23
  • "So erhaben, so groß ist, so weit entlegen der Himmel! Aber der Kleinigkeitsgeist fand auch bis dahin den Weg." - Friedrich Schiller, "Der astronomische Himmel"
  • "So viele Sterne der Himmel, so viele Mädchen hat dein Rom." - Ovid, Liebeskunst
  • "Um die Welt in einem Sandkorn zu sehn // und den Himmel in einer wilden Blume, // halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand // und die Stunde rückt in die Ewigkeit." - William Blake, Beginn von »Auguries of Innocence« (Weissagungen der Unschuld), Pickering Manuscript ca. 1801- 03, S. 13-18
  • "Und gibt es eine bessere Farbe als Blau? Wählte sich nicht auch das Himmelsgewölbe blaue Seide zur Hülle? Wer blau ist wie der Himmel, bei dem sitzt die Sonne zu Gast. Dem Heliotrop gleicht er, der blauen Blume, welche die Inder »Sonnenanbeterin« heißen, weil sie ihr Antlitz immer der Sonne zugewandt hält. Sie verbirgt in der blauen Blüte ein Herz von Gold, das vom Himmelsfeuer ein Abglanz auf Erden ist." - Nezāmī, Die sieben Geschichten der sieben Prinzessinnen, in der türkisblauen Merkurkuppel (verdeutscht von Rudolf Gelpke)
  • "Vom Himmel reißt der Morgen das schwarze Tuch // Der Nacht, drum füll mit Magierwein den Krug, // Saqi, und reib dir deine Augen wach! // Glaub mir, du schläfst dereinst noch lang genug." - Omar Khayyam, Robâîyât-e-Khayyâm (Übersetzt von Friedrich Rosen)
  • "Wenn man nach oben hin den Himmel erforscht, nach unten hin die Erde untersucht und in der Mitte das Wesen des Menschen zu beurteilen versteht, so kann über Recht und Unrecht, Möglichkeit und Unmöglichkeit kein Zweifel bestehen." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 155
  • "Wie oft sind es erst die Ruinen, die den Blick freigeben auf den Himmel." - Viktor Frankl, Der Seele Heimat ist der Sinn, 2005, S. 193
  • "Wohlgeruch des Himmels // auf den Gräsern, // früher Abendregen." - Salvatore Quasimodo, aus Ed è subito sera
  • "Wolken ohne Schatten, // Auf der Südseite aber, // Ist ein Stückchen Himmel // Traurig blau." - Fernando Pessoa aus As nuvens são sombrias …
  • "Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter, // Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt." - Joseph Victor von Scheffel, Der Trompeter von Säkkingen. 108. Auflage. Stuttgart: Bonz, 1883. S. 221. Google Books-USA*

Himmel im Sinne von Gott[Bearbeiten]

  • "Der Himmel gibt eine Gelegenheit nicht zweimal. Die Zeit verweilt nicht lang, ein geschickter Arbeiter braucht seine Arbeit nicht zu wiederholen. Es kommt alles auf den rechten Augenblick an." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 186/187
  • "Der rote Mann kämpft den Verzweiflungskampf; er muss unterliegen; aber ein jeder Schädel eines Indianers, welcher später aus der Erde geackert wird, wird denselben stummen Schrei zum Himmel stoßen, von dem das vierte Kapitel der Genesis erzählt." - Karl May, Der Sohn des Bärenjägers, 1890, S. 78
  • "Ertragen muss man, was der Himmel sendet; Unbilliges erträgt kein edles Herz." - Friedrich Schiller, Wilhelm Tell / Gertrud
  • "Wem der Himmel eine große Aufgabe zugedacht hat, dessen Herz und Willen zermürbt er erst durch Leid." - Meng Zi

Himmel im Sinne von Paradies[Bearbeiten]

  • "Alltagsmenschen suchen den Himmel; Sonntagskinder, die tiefen Herzen und auserwählten Geister suchen Gott." - Peter Rosegger, Der Gottsucher. Aus: Gesammelte Werke, Band 8. Leipzig: Staackmann, 1913. S. 413. ALO
  • "Begrenzt in seinem Wesen, unbegrenzt in seinen Wünschen, ist der Mensch ein gefallener Gott, der sich an den Himmel erinnert." - Alphonse de Lamartine, Poetische Meditationen
  • "Blickt auf die Weite, die Festigkeit, die Raschheit des Himmels und hört einmal auf, Wertloses zu bewundern!" - Boëthius, Trost der Philosophie
  • "Das Gute ist voller Lohn, das Böse voller Pein. O Mensch, wie soll in dir nicht Höll und Himmel sein?" - Daniel Czepko von Reigersfeld, Monodisticha Sapientium
  • "Der Himmel erinnert den Menschen an seine Bestimmung, daran, dass er nicht bloß zum Handeln, sondern auch zur Beschauung bestimmt ist." - Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums
  • "Der Himmel ist das umfangende, spendende, wesentlich feurige, männliche Prinzip, die Erde aber das umarmte, empfangende, dunkle, feuchte, weibliche Prinzip; aus der Verknüpfung beider sind alle Dinge hervorgegangen." - Joseph Görres, Mythengeschichte
  • "Der Mensch soll nicht sorgen, daß er in den Himmel, sondern daß der Himmel in ihn komme. Wer ihn nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergebens im ganzen All." - Otto Ludwig, Zwischen Himmel und Erde. Aus: Ausgewählte Werke, Band 1. Hrsg. von Wilhelm Greiner. Leipzig: Reclam, [1956]. S. 629
  • "Der Sinn fällt nicht vom Himmel, er wird auch nicht von einer Religion gestiftet, sondern ich selbst stifte Sinn, indem ich mir mein Tun wichtig mache." - Reinhold Messner, Stuttgarter Zeitung Nr. 182/2008 vom 6. August 2008, S. 8
  • "Der Theologe kann der angenehmen Aufgabe frönen, die Religion zu beschreiben, wie sie in ihre ursprüngliche Reinheit bekleidet, vom Himmel herunterkam. Dem Historiker wird aber eine leidigere Aufgabe aufgezwungen. Er muss die unvermeidliche Mischung von Mängeln und Korruption entdecken, die sich während eines langen Aufenthalts auf der Erde, bei einer schwachen und entarteten Rasse von Wesen, eingesammelt hat." - Edward Gibbon, Geschichte des Verfalls und Untergangs des Römischen Reiches
  • "Die Musik beruht auf der Harmonie zwischen Himmel und Erde, auf der Übereinstimmung des Trüben und Lichten." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 57
  • "Er ist euer Augapfel gewesen bisher; nun aber ärgert dich dein Auge, sagt die Schrift, so reiß es aus. Es ist besser, einäugig gen Himmel als mit zwei Augen in die Hölle." - Friedrich Schiller, Die Räuber, I, 1 / Franz Moor
  • "Es ist möglich, daß der Deutsche doch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten und alle Nationen hassen ihn, wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen mögten." - Friedrich Hebbel, Sämtliche Werke: Tagebücher, 4. Band. 5780 (1860). Hist.-krit. Ausgabe besorgt von Richard Maria Werner. Zweite Abteilung. Neue Subskriptions-Ausgabe, 3. unv. Auflage. Berlin: Behr, 1905. S. 158. Google Books-USA*
  • "Hat man bemerkt, dass im Himmel alle interessanten Menschen fehlen?" - Friedrich Nietzsche, Nachlass
  • "Himmelhoch jauchzend, zum (!) Tode betrübt." Johann Wolfgang von Goethe, Egmont, III 2 (aus: Klärchens Lied); 1788.
  • "»Himmel« leitet die deutsche Sprache von dem alten Wort »Heime«, »Heimat« ab." - Wilhelm Raabe, Halb Mär, halb mehr
  • "Himmel und Hölle ist im Menschen. Und es ist so, dass man mit diesem Stoff nun Einblick bekommt in die eigene Hölle oder den eigenen Himmel." - Albert Hofmann, Podiumsdiskussion "Was ist Bewußtseinserweiterung?", Heidelberg, Februar 1996; track 12 auf der audio-CD "Erinnerungen eines Psychonauten: Von der Entdeckung entheogener Drogen" supposé Köln, 2003, ISBN 3-932513-38-X; mit "Stoff" ist LSD gemeint
  • "Himmel und Hölle setzen zwei verschiedene Arten von Menschen voraus: gute und böse; aber der größte Teil der Menschen schwankt zwischen Laster und Tugend." - David Hume, Über die Unsterblichkeit der Seele (1757, postum veröffentl. 1777), übersetzt von Friedrich Paulsen, Leipzig 3: Meiner, 1905. S. 161 zeno.org
  • "Ich rate, suche nicht den Himmel übermorgen. Kommst du nicht heut in ihn, er bleibt dir stets verborgen." - Daniel Czepko von Reigersfeld, Monodisticha Sapientium
  • "Ich tanze mit dir in den Himmel hinein." - Schlagertitel von Hans Fritz Beckmann, gesungen von Lilian Harvey und Willy Fritsch in dem Spielfilm Sieben Ohrfeigen, Deutschland 1937
  • "Lieber in der Hölle regieren als im Himmel dienen." - John Milton, Paradise Lost
  • "Nur wer keine irdischen Eltern hat, braucht himmlische Eltern." - Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums
  • "So schreitet in dem engen Bretterhaus (Theater, Bühne) // Den ganzen Kreis der Schöpfung aus, // Und wandelt mit bedächt'ger Schnelle // Vom Himmel durch die Welt zur Hölle." - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 239 ff. / Direktor
  • "Wahrlich, Ich sage es euch, alle Engel, alle Himmel und alle Welten mit all ihrer Weisheit können euch nicht geben in Ewigkeit, was ihr erreichen könnet, so ihr einem Bruder, der im Elende war, wahrhaft geholfen habt nach aller eurer Kraft und nach allen euren Mitteln! Nichts stehet höher und näher bei Mir denn allein nur die wahre, tätige Liebe!" - Jakob Lorber Das Große Evangelium Johannes, Band 4, Kapitel 1, Absatz 12
  • "Was Leben hat, das kennt die Zeit der Gnade, // Der Liebe Pforten sind ihm aufgetan. // Zum Himmel führen tausend lichte Pfade, // Ein jeder Stand hat sein eigne Bahn." - Annette von Droste-Hülshoff, Geistliche Lieder
  • "Weil du selbst ein viel wunderbareres Wesen bist als alle die großen Sonnen und Welten zusammen! Im Herzen des Menschen ruht ein viel wunderbarerer Himmel, als der große da ist, den du schauest mit deinen Augen." - Jakob Lorber Großes Evangelium Johannes, Band 3, Kapitel 170, Absatz 04
  • "Wenn ich in den Himmel kommen sollte, erhoffe ich Aufklärung über zwei Dinge: Quantenelektrodynamik und Turbulenz. Was den ersten Wunsch betrifft bin ich ziemlich zuversichtlich." - Horace Lamb 1932, zitiert in Gerthsen Physik. 22. Auflage, S. 128
  • "Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Erdkundeunterricht geschlafen." - Stanislaw Jerzy Lec, Spätlese unfrisierter Gedanken, Aphorismen 1982
  • "Wer die Wünsche des Inneren nicht herauslässt, heißt geschlossen. Wer die Wünsche der Außenwelt nicht in sich hineinlässt, heißt gefestigt. Wer in sich geschlossen und nach außen gefestigt ist, der hat das Geheimnis der Wirkung des Himmels." - Lü Bu We
  • "Will die Welt zu Scheitern geh'n, // Muth bleibt fest und ruhig steh'n; // Ja, fällt selbst der Himmel ein, // Muth wird Gott mit Göttern sein." - Ernst Moritz Arndt, Der Mann. Aus: Gedichte. Vollständige Sammlung. Berlin: Weidmann, 1860. S. 190.

Sprichwörter und Volksmund[Bearbeiten]

Bibel[Bearbeiten]

  • "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde." - Genesis 1,1 Luther 1912
  • "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." - Matthäus 24,35 EU
  • "Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt." - Johannes 6,51 Luther
  • "Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt." - Jesus Christus, Matthäus 5,10-12 EU
  • "Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt." - Matthäus 6,9 Luther 1912, vgl. Lukas 11,2 Luther 1912

Koran[Bearbeiten]

nach Suren geordnet

Weblinks[Bearbeiten]

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Gegenbegriff: Erde, Hölle, Fegefeuer
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