Erkenntnis

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  • "Alle Unterweisung der Jugend hat dieses Beschwerliche an sich, daß man genötigt ist, mit der Einsicht den Jahren vorzueilen, und, ohne die Reife des Verstandes abzuwarten, solche Erkenntnisse erteilen soll, die nach der natürlichen Ordnung nur von einer geübteren und versuchten Vernunft könnten begriffen werden." - Immanuel Kant, Von den Einrichtungen seiner Vorlesungen, A 3
  • "Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis." - René Descartes, Regeln zur Leitung des Geistes
  • "Das Leiden ist so lange nötig, bis du erkennst, dass es unnötig ist." - Eckhart Tolle, "Stille spricht"
  • "Dass ich erkenne, was die Welt // Im Innersten zusammenhält." - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 382 f. / Faust
  • "Das Wichtigste ist die Erkenntnis, dass es unterschiedliche Arten gibt, Filme zu machen, und unterschiedliche Methoden, je nachdem, was für ein Typ man ist. Dass mir niemand auf die Idee kommt, mich zu imitieren!" - John Cassavetes, "Cassavetes über Cassavetes", Ray Carney, Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 2003,(S. 660), Zitat bei www.uferpalast.de
  • "Das, worum die Menschen mit geringer Erkenntnis sich streiten, sind immer nur Äußerlichkeiten." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 299
  • "Der erste Schritt [...] ist die Erkenntnis: Nichts stimmt mehr." - Heidi Schüller, Die Alterslüge, Rowohlt 1995, S. 69
  • "Der Geist ist leuchtend, er strahlt, er ist die Erkenntnis selbst." - Tenzin Gyatso, Das Auge der Weisheit
  • "Der »gerechte« Staat ist davon abhängig, daß es Menschen gibt, welche zur Erkenntnis fähig sind. Erkenntnisfähig sind die Menschen, in denen die Vernunft [...] dominiert und die entsprechend erzogen wurden." - Ulrich Druwe, Studienführer Politikwissenschaft, ars una, 1994, S. 140. ISBN 3893917519
  • "Der menschliche Intellekt hat an sich die Natur des Erkennens, denn das Erkennen ist seine Tätigkeit." - Ramon Llull, De modo naturali intelligendi
  • "Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis." - Johann Heinrich Pestalozzi, Wie Gertrud ihre Kinder lehrt
  • "Die Demut ist die Tugend, durch die der Mensch in der richtigen Erkenntnis seines Wesens sich selbst gering erscheint." - Bernhard von Clairvaux, Die Stufen der Demut und des Stolzes
  • "Die Früchte vom Baume der Erkenntnis sind es immer Wert, daß man um ihretwillen das Paradies verliert! Also nur immer fortgefahren und mit äußerster Konsequenz in die letzte Pforte der Erkenntnis vorgedrungen. - Ernst Haeckel, "Haeckel", Dargestellt von Johannes Hemleben, Haeckel an Anna Sethe am 29.Mai 1859, S.83; Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg, 1964
  • "Die höchste Erkenntnis tut ab die Erkenntnis, höchste Liebe vergisst die Liebe. Höchste Tugend ist nicht Tugend." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 271
  • "Die Kenntnis der Ursachen bewirkt die Erkenntnis der Ergebnisse." - Cicero, Topica, 67
  • "Die Kunst ist es, die dem Menschen erlaubt, mit sich bekannt zu werden, sie gewährt ihm die Erfahrung der Freiheit, der Schönheit und der Erkenntnis. Die Kunst ist das große Spiel, das dem Menschen die Welt erschließt." - Ulrich Raulff, zitiert in »Ist Wirtschaft ohne Kultur und Kultur ohne Wirtschaft vorstellbar?« von Walther Zügel, Kulturkalender Baden-Württemberg, Ausgabe 32, 3/2007 Juli-September 2007, S. 15
  • "Die Vernunft erscheint im Leben zuletzt; je mehr sie erkennt, je reifer sie wird, umso mehr lassen Gefühl und Einbildungskraft nach, jene beiden Kräfte, denen jede nachhaltige Initiative und jede echte Begeisterung entstammt." - Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben
  • "Die Welt ist das Mittel zum Denken. Es handelt sich nicht um Erkennen, das ist eine phantastische Tautologie." - Carl Einstein, Bebuquin oder Die Dilettanten des Wunders, Kap. 3
  • "Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben.'" - Franz Kafka, Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg
  • "Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein." - Marie von Ebner-Eschenbach
  • "Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei." - Wilhelm Raabe
  • "Es ist eine Gemeinheit der Natur, dass man fremde Fehler oft schon vorher und eigene häufig nicht einmal nachher erkennt." - Gregor Brand
  • "Es scheint, dass die Natur, welche die Organe unseres Körpers so weise zu unserem Glück eingerichtet hat, uns auch den Hochmut gegeben hat, um uns den Schmerz der Erkenntnis unserer Unvollkommenheit zu ersparen." - François de La Rochefoucauld, Reflexionen
  • "Gott beeinflusst das Leben des Menschen nur durch seine Abwesenheit. In der Welt Kafkas ist er immer nur der, der dem Menschen fehlt, die Erkenntnis der Unvollkommenheit der Welt, die Verneinung, der Gegner. Die Rückseite aller Träume der Menschheit. - Roger Garaudy, Für einen Realismus ohne Scheuklappen (D'un réalisme sans rivages), 1963
  • "Ich erkenne - darf ich deshalb mit Recht sagen: Also kann ich?" - Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben
  • "Interkulturelle Begegnungen gleichen zwischenmenschlichen: Die Konzentration auf Entsprechungen läßt mich immer und überall in den Spiegel blicken. Erst das Gewahrwerden, was andere und mich unterscheidet, führt als Erkenntnisgewinn über meinen Status quo hinaus und stellte das, was ich mir bin, in Frage." - Volker Zotz, In dieser Formulierung auf S. 23 von "Geschichte der buddhistischen Philosophie." (1. Aufl. Rowohlt Verlag, 1996 - ISBN 3-499-55537-9)
  • "Ist Erkennen wirklich Können? Ist die Wissenschaft das Leben, ist sie das ganze Leben? Kann sie dem Verderben und der Auflösung Einhalt gebieten?" - Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben
  • "Jede Wahrheit kommt dem zu früh, der jede zu spät erkennt." - Carl Gustav Jochmann, Erfahrungsfrüchte I,97. Darin: Die unzeitige Wahrheit
  • "Lehrer sein ist der ehrenvollste Beruf; Schüler sein führt zur wertvollsten Erkenntnis. Der ehrenvollste Beruf ist derjenige, welcher anderen nützt, man kann andern nicht mehr nützen, als indem man sie lehrt. Die wertvollste Erkenntnis ist diejenige, die die Persönlichkeit vollkommen macht. Man kann aber seine Persönlichkeit nicht anders vollkommen machen als dadurch, dass man lernt." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 48/49
  • "Nicht in der Erkenntnis liegt das Glück, sondern im Erwerben der Erkenntnis." - Edgar Allan Poe
  • "Prophetie oder Offenbarung ist die von Gott den Menschen offenbarte sichere Erkenntnis einer Sache." - Baruch de Spinoza, Tractatus theologico-politicus
  • "Staunen ist der erste Schritt zu einer Erkenntnis." - Louis Pasteur
  • "Tausend schöne, täuschende Genien umschweben unsere Jugend. Nach und nach entschwindet das Gedränge, und die Aussicht wird freier. Das nennen wir dann Erkenntnis." - Johann Jakob Mohr, Gedanken über Leben und Kunst
  • "Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, daß es keinen Sinn hat, sich aufzuregen." - Ambrose Bierce, Des Teufels Wörterbuch, Gesellschaftskritisches Wörterbuch eines Zynikers
  • "Vom Übersinnlichen ist, was das spekulative Vermögen der Vernunft betrifft, keine Erkenntnis möglich." - Immanuel Kant, Welches sind die wirklichen Fortschritte?
  • "Wahre Philosophen verbringen ihr Leben damit, nicht zu glauben was sie sehen, und versuchen zu erkennen, was sie nicht sehen." - Bernard Le Bovier de Fontenelle
  • "Was der Mensch nicht aus sich selbst erkennt, das erkennt er gar nicht." - Ludwig Feuerbach, Vorlesungen über das Wesen der Religion, 1851
  • "Weil man das Wissen eines Durchschnittsmenschen zwar nicht vermissen kann in dem, was er schon weiß, wohl aber vermissen kann in dem, was er noch nicht weiß, darum sind die Menschen leicht zu betrügen, unsicher zu machen, einzuschüchtern und zur Ausgelassenheit zu verführen. Das ist ein Zeichen, dass die Erkenntnis nicht auf festem Urteil beruht." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 437
  • "Wenn man erkennen will, ob etwas eben und gerade ist, so gebraucht man Wasserwaage und Richtschnur. Wenn man erkennen will, ob etwas rund oder rechteckig ist, so gebraucht man Zirkel und Winkelmaß. Wenn ein Herrscher sich selbst kennen lernen will, so braucht er aufrichtige Staatsmänner." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 422
  • "Wenn man, wie so oft geschieht, der Metaphysik vorwirft, im Laufe so vieler Jahrhunderte, so geringe Fortschritte gemacht zu haben; so sollte man auch berücksichtigen, daß keine andere Wissenschaft, gleich ihr, unter fortwährendem Druck erwachsen, keine von außen so gehemmt und gehindert worden ist, wie sie allezeit durch Religion jedes Landes, als welche, überall im Besitz des Monopols metaphysischer Erkenntnisse, sie neben sich ansieht wie ein wildes Kraut, wie einen unberechtigten Arbeiter, wie eine Zigeunerhorde, und sie in aller Regel nur unter der Bedingung toleriert, daß sie sich bequeme ihr zu dienen und nachzufolgen." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band, Zum ersten Buch, zweite Hälfte, Kapitel 17
  • "Wer das unmittelbare Schauen, das unhörbare Hören, die gestaltlose Gestalt erkennt, der kommt der wahren Erkenntnis nahe." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 57
  • "Wiewohl die Seele eher zu Gott geführt wird durch die Erkenntniskraft als durch liebende Hinwendung, so erreicht ihn doch die liebende Hinwendung vollkommener als die Erkenntniskraft." - Thomas von Aquin
  • "Wo es ein Sein gibt, muss es auch ein Erkennen geben." - Novalis
  • "Zu den Dingen, welche einen Denker in Verzweiflung bringen können, gehört die Erkenntnis, dass das Unlogische für den Menschen nötig ist, und dass aus dem Unlogischen vieles Gutes entsteht." - Friedrich Nietzsche, "Menschliches, Allzumenschliches" - "Von den ersten und letzten Dingen", 31.

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Vergleiche auch: Baum der Erkenntnis
Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Erkenntnis.
Wiktionary
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Erkenntnis.
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