Max Weber

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Max Weber

Max Weber (1864-1920)[Bearbeiten]

deutscher Soziologe
vollständig: Maximilian Carl Emil Weber

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

  • "Denn der radikalste Zweifel ist der Vater der Erkenntnis." - Der Sinn der »Wertfreiheit« der soziologischen und ökonomischen Wissenschaften. In: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. In: Schriften zur Wissenschaftslehre. Hrsg. von Johannes Winckelmann. Tübingen 61985, S. 540. zeno.org
  • "Dieses Dokument [Kommunistische Manifest] ist in seiner Art, so sehr wir es in entscheidenden Thesen ablehnen (wenigstens tue ich das) eine wissenschaftliche Leistung ersten Ranges. Das läßt sich nicht leugnen, das darf auch nicht geleugnet werden, weil es einem niemand glaubt und weil es mit gutem Gewissen nicht geleugnet werden kann." - Der Sozialismus. Rede zur allgemeinen Orientierung von österreichischen Offizieren in Wien 1918. In: Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitk. Hrsg. von Marianne Weber. Tübingen ²1988, S. 504 f. zeno.org

Politik als Beruf (1919)[Bearbeiten]

  • Politik« würde für uns also heißen: Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es zwischen Staaten, sei es innerhalb eines Staates zwischen den Menschengruppen, die er umschließt." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 4
  • "Staat ist diejenige menschliche Gesellschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes […] das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 4
  • "Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, dann würde der Begriff »Staat« fortgefallen sein, dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinne des Wortes als »Anarchie« bezeichnen würde." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 4
  • "Wer Politik treibt, erstrebt Macht." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 5
  • Von amerikanischen Arbeitern bekam man noch vor 15 Jahren auf die Frage, warum sie sich so von Politikern regieren ließen, die sie selbst zu verachten erklärten, die Antwort: „Wir haben lieber Leute als Beamte, auf die wir spucken, als wie bei euch eine Beamtenkaste, die auf uns spuckt.“ Das war der alte Standpunkt amerikanischer „Demokratie“: die Sozialisten dachten schon damals völlig anders. - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 44
  • "Die Bergpredigt […] ist kein Fiaker, den man beliebig halten lassen kann, um nach Befinden ein- und auszusteigen." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 55
  • "Da liegt der entscheidende Punkt. Wir müssen uns klarmachen, daß alles ethisch orientierte Handeln unter zwei voneinander grundverschiedenen, unaustragbar gegensätzlichen Maximen stehen kann: es kann »gesinnungsethisch« oder »verantwortungsethisch« orientiert sein." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 56
  • "Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich." - Politik als Beruf. München und Leipzig: Duncker & Humblot, 1919, S. 66

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