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deutsch-österreichischer Dichter
- "Als war ich von dem Skorpion gestochen // und hoffte Heilung durch dasselbe Tier." - Sonette der Louïze Labë, Das Erste Sonett
- "Dann ward ich ernst. In meinem Herzen brannte // ein junges Hoffen und ein alter Gram ... // Zur Zeit, als einmal dir die Gouvernante // den „Werther“ aus den Händen nahm." - Traumgekrönt, aus: Lieben S. 89-100, 1896
- Das Erz hat Heimweh. Und verlassen // Will es die Münzen und die Räder, // Die es ein kleines Leben lehren. // Und aus Fabriken und aus Kassen // Wird es zurück in das Geäder // Der aufgetanen Berge kehren, // Die sich verschließen hinter ihm." - Das Stundenbuch
- "Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen." - 1. Duineser Elegie
- "Des Sommers Wochen standen still, // Es stieg der Bäume Blut, jetzt fühlst du, dass es fallen will // In den, der alles tut." - Das Stundenbuch
- "Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber; auch noch im kommendsten Wind atmen wir Abschied." - Muzot, Oktober 1924
- "O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. // Das Sterben, das aus jenem Leben geht, // darin er Liebe hatte, Sinn und Not." - aus "Das Stundenbuch - Das Buch von der Armut und dem Tode", 1903
- "Tanzt die Orange. Wer kann sie vergessen, // wie sie, ertrinkend in sich, sich wehrt // wider ihr Süßsein. Ihr habt sie besessen.// Sie hat sich köstlich zu euch bekehrt. // Tanzt die Orange." - Sonette an Orpheus 1. Teil, XV
- "Und das sind die Wünsche: Leise Dialoge // Täglicher Stunden mit der Ewigkeit." - Die frühen Gedichte
- "Wenn arme Leute nachdenken, soll man sie nicht stören." - Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
- "Wer spricht von Siegen? Übersteh'n ist alles!" - Requiem "Für Wolf Graf von Kalckreuth", geschrieben am 4./5. November 1908 in Paris
- "Wir bauen an dir mit zitternden Händen // Und wir türmen Atom auf Atom. // Aber wer kann dich vollenden, Du Dom." - Das Stunden-Buch
[Bearbeiten] Zitate mit Bezug auf Rainer Maria Rilke
- "Der ewige Doktorand ist nichts Neues. Es gab ihn immer. Neu ist die Unzahl von Menschen, die der politische Akademisierungswahn in diese Sackgasse gejagt hat. Das typische Los eines ewigen Doktoranden, vor dem man schon vor 50 Jahren warnte, sieht so aus: Er arbeitet über Rilke. Jedesmal, wenn er glaubt, fertig zu sein, erscheint eine neue Veröffentlichung über Rilke. Er will sie berücksichtigen (usw.)." - Helmut Schoeck, Das Recht auf Ungleichheit, 1990, S. 45
- "Die meisten Werber, die ich kennengelernt habe, haben noch nie Rilke gelesen, verwechseln Fraunhofer mit einer Kneipe und halten Paganini für ein belegtes Brötchen." - Wolfgang Beinert, beinert.net