aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
russischer Revolutionär und Politiker
eigentlich: Wladimir Iljitsch Uljanow
- "Die Lehre von Karl Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren läßt." - Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, 1913, Werke, Band 19, Dietz-Verlag, Berlin 1977, S. 3-9
- "Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politischen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen." - Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, 1913, Werke, Band 19, Dietz-Verlag, Berlin 1977, S. 3-9
- "Diese Tatsache zeugt davon, daß es unsere allererste, allerdringendste Pflicht und Schuldigkeit ist, die Heranbildung von Revolutionären aus der Arbeiterschaft zu fördern. […] Darum muß das Augenmerk vornehmlich darauf gerichtet sein, die Arbeiter auf das Niveau von Revolutionären zu heben, keineswegs aber darauf, sich selbst unbedingt auf das Niveau der"Arbeitermasse" hinabzubegeben, wie es die "Ökonomisten" wollen […]." - Was tun? Ausgewählte Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1961, S. 258
- "Der Sieg der proletarischen Revolution in der ganzen Welt ist sicher. Die Gründung der internationalen Räterepublik wird kommen." - zitiert in "Lenin", 1955, Bd. 28, S. 490
- "Die großen Revolutionäre wurden zu Lebzeiten von den unterdrückenden Klassen ständig verfolgt, die ihrer Lehre mit wildestem Ingrimm und wütendstem Haß begegneten, mit zügellosen Lügen und Verleumdungen gegen sie zu Felde zogen. Nach ihrem Tode versucht man, sie in harmlose Götzen zu verwandeln, sie sozusagen heiligzusprechen, man gesteht ihrem Namen einen gewissen Ruhm zu zur 'Tröstung' und Betörung der unterdrückten Klassen, wobei man ihre revolutionäre Lehre des Inhalts beraubt, ihr die revolutionäre Spitze abbricht, sie vulgarisiert." - Staat und Revolution, 1917, Werke, Band 25, Dietz-Verlag, Berlin 1972, S. 393-507
- "Die Religion ist eine Form des geistigen Jochs, das überall und allenthalben auf den durch ewige Arbeit für andere, durch ein Leben in Elend und Verlassenheit niedergedrückten Volksmassen lastet. […] Die Religion ist das Opium für das Volk. Die Religion ist eine Art geistiger Fusel, in dem die Sklaven des Kapitals ihre Menschenwürde und ihren Anspruch auf eine halbwegs menschenwürdige Existenz ersäufen." - Sozialismus und Religion
- "Die Sowjetmacht ist kein wundertätiger Talisman. Sie kann nicht mit einem Schlage die Mißstände der Vergangenheit, das Analphabetentum, die kulturelle Rückständigkeit, die Folgen des barbarischen Krieges, das Erbe des räuberischen Kapitalismus beseitigen. Dafür gibt sie aber die Möglichkeit, zum Sozialismus überzugehen. Sie gibt denen, die unterdrückt wurden, die Möglichkeit, sich aufzurichten und die ganze Leitung der Produktion mehr und mehr in die eigenen Hände zu nehmen." - Was heißt Sowjetmacht? 1919, Ausgewählte Werke, Band 5, Dietz-Verlag 1974
- "Gemeinsames, einheitliches Ziel ist die Säuberung der russischen Erde von allem Ungeziefer." - 1918, Werke, Band 26, Berlin 1961, S. 412 f.
- "Gebt uns eine Organisation von Revolutionären und wir werden Russland aus den Angeln heben!" - Was tun? Ausgewählte Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1961, S. 254
- "Herr Schriftsteller, sind Sie frei von Ihrem bürgerlichen Verleger?" - Parteiorganisation und Parteiliteratur, 1905, Werke, Band 10, Dietz-Verlag 1971, S. 29-34
- "Immer und immer wieder bitte ich: weniger Zahlen, dafür gescheitere." - 1921, zitiert nach Brand Eins, Heft 2, März 2004, S. 56
- "Jede Gesellschaftsordnung entsteht nur durch die finanzielle Unterstützung einer bestimmten Klasse." - Über das Genossenschaftswesen
- "Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes" - 21. November 1920, Werke, Band 31, 414, zitiert nach Johan Hendrik Jacob van der Pot: "Die Bewertung des technischen Fortschritts", Assen : van Gorkum 1985, Seite 555, ISBN 9023219767, books.google.com
-
- "Kommunismus - das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes." - 22. Dezember 1920, Werke, Band 31, 513.
- "Konkrete politische Aufgaben muß man in einer konkreten Situation stellen. […] Es gibt keine abstrakte Wahrheit. Die Wahrheit ist immer konkret." - Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution, Ausgewählte Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1961, S.595
- "Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen - das ist die Losung der marxistischen Arbeiter." - Werke, Band 20, Dietz-Verlag, Berlin 1971, S. 358
- " Ohne Klassenbewusstsein und ohne Organisiertheit der Massen, ohne ihre Schulung und Erziehung durch den offenen Klassenkampf gegen die gesamte Bourgeoisie kann von der sozialistischen Revolution keine Rede sein." - Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution, Ausgewählte Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1961, S. 540
- "Selbstverständlich hätte niemand etwas dagegen einzuwenden, wenn aus den Reihen der Mitglieder der Zwischengruppe, die in der proletarischen Arbeit im Sinne unserer Partei noch sehr wenig erprobt sind, beispielsweise eine solche Kandidatur wie die Trotzkis aufgestellt würde, denn erstens bezog Trotzki sofort nach seiner Ankunft eine internationalistische Position; zweitens kämpfte er in der Zwischengruppe für die Verschmelzung; drittens stand er in den schweren Julitagen auf der Höhe der Aufgaben und erwies sich als ein ergebener Anhänger der Partei des revolutionären Proletariats." - Oktober 1917, "Bemerkung zur These 'Über die Kandidatenliste für die konstituierende Versammlung'", Lenin Werke, Ergänzungsband 1896-1917, Dietz Verlag Berlin 1974
- "Solche Arbeiter, Durchschnittsmenschen aus der Masse, sind fähig, in einem Streik, einem Straßenkampf gegen Polizei und Militär riesige Energien und Opfermut an den Tag zu legen, sie sind fähig (und nur sie allein können es), den Ausgang unserer ganzen Bewegung zu entscheiden - aber gerade der Kampf gegen die politische Polizei erfordert besondere Eigenschaften, erfordert Berufsrevolutionäre." - Was tun? Ausgewählte Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1961; S. 238/239
[Bearbeiten] Fälschlich zugeschrieben
- "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." - In dieser Formulierung ist das nicht authentisch, obwohl sich Lenin sinngemäß durchaus so geäußert hat: "Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen - das ist die Losung der marxistischen Arbeiter." (Werke, Band 20. Dietz-Verlag Berlin 1971, S. 358). Außerdem mochte Lenin den russischen Spruch: "Dowjerai, no prowjerai." ("Vertraue, aber prüfe nach.")
[Bearbeiten] Zitate mit Bezug auf Lenin
- "Anders als die anderen großen Legenden der Weltrevolution des zwanzigsten Jahrhunderts – Marx und Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung – war Che Guevara eben kein ausgesprochener Parteiideologe gewesen, kein langjähriger Führer unübersehbarer Volksmassen, und, trotz allem, kein Massenmörder, kein Bürokrat des Völkermords, kein Schreibtischtäter." - Reinhard Mohr, »Revoluzzer, Killer, Popstar«, einestages.spiegel.de
- "Die Theorien von Marx und Lenin sind nicht etwa überholt: im Gegenteil, sie sind heute lebendiger denn je. Die Weltrevolution, der Untergang des Kapitalismus und des Imperialismus lassen sich nicht mehr aufhalten." - Enver Hoxha, Unsere jüngere Generation auf dem revolutionären Weg der Partei" Rede, 28. Juni 1968
- "Die verkrampften und spaßunfähigen 68er haben in ihrem wissenschaftlich – atheistischen Sozialismus ihre eigenen Götter Marx und Freud ( Jung und Reich, Lenin, Mao und Che Guevara ) personenkultig götzenhaft angebetet. Es war ein Leichtes für sie mit ihrem eigenen Sektenkult in Gestalt ihrer geistig überlegenen Süffisanz und mit ihrem selbst empfundenen Anspruch der Weltbelehrung und geistigen Welterneuerung, der größenwahnsinnige Züge trägt, alle Anfeindungen und Herausforderungen seit 35 Jahren bis heute mühelos zu kontern und zu überdauern." - Bettina Röhl, bettinaroehl.de, »Trau keinem 68er !«, 22. Januar 2003
- "Ist es nun das Mephisto-Bärtchen oder die wie Billardkugeln rollenden Augäpfel hinter den Brillengläsern? Der Mann hat etwas Beängstigendes. Sein Kopf ist der eines afrikanischen Lenin." - Peter Scholl-Latour, während seiner Tätigkeit als Afrika-Korrespondent der ARD über Patrice Lumumba, zitiert in "Patrice Lumumba - Mord im Kolonialstil" aus der Reihe "Politische Morde", ausgestrahlt u.a. auf EinsFestival, 1. März 2006
- "Und der große Lenin erleuchtet uns den Weg, uns erzog Stalin zur Volkstreue." - Nationalhymne nach Korrekturen Stalins, Wolkogonow, Stalin 1989
- "Wenn man in jener Zeit auf Gegenüberstellungen des Trotzkismus und Leninismus stoßen konnte, so nur in dem Sinne, daß die Spitzen der Partei während des Monats April Lenin des Trotzkismus beschuldigten. […] Ich war gezwungen, nachzuweisen, daß Lenin nicht auf meine Position „übergegangen“ war, sondern seine eigene Position entwickelte und daß der Lauf der Entwicklung, die Algebra durch die Arithmetik ersetzend, die Einheit unserer Ansichten ergeben habe." - Leo Trotzki, "Mein Leben - "Trotzkismus" im Jahr 1917", 1929