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deutscher Physiker, Nobelpreis für Physik 1932
vollständig: Werner Karl Heisenberg
Werner K. Heisenberg, 1927
- "Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat." - Schritte über Grenzen, Rede zur 100-Jahrfeier des Max-Gymnasiums, S.106, Piper 1973; in ähnlicher Form auch Albert Einstein und Edward Wood, 1. Earl of Halifax zugeschrieben
- "Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern […] eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Wenn […] eingewandt wird, dass es schließlich doch eine objektive, von uns und unserem Denken völlig unabhängige Welt gebe, […] so muss diesem […] entgegengehalten werden, dass schon das Wort »es gibt« aus der menschlichen Sprache stammt und daher nicht nicht gut etwas bedeuten kann, das gar nicht auf unser Erkenntnisvermögen bezogen wäre. Für uns gibt es eben nur die Welt, in der das Wort »es gibt« einen Sinn hat." - Physik und Philosophie, S. Hirtzel, Stuttgart, 1959
- "Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der gröbsten Fehler kennt, die man in dem betreffenden Fach machen kann und der sie deshalb zu vermeiden versteht." - Der Teil und das Ganze, S. 241ff
- "Schrödinger bezeichnet die Quantenmechanik als formale Theorie von abschreckender, ja abstoßender Unanschaulichkeit und Abstraktheit. Sicher wird man den Wert der mathematischen (und insofern anschaulichen) Durchdringung der quantenmechanischen Gesetze, die Schrödingers Theorie geleistet hat, nicht genug hoch einschätzen können. In den prinzipiellen, physikalischen Fragen hat aber meines Erachtens die Anschaulichkeit der Wellenmechanik vom geraden Weg abgeführt, der durch die Arbeiten Einsteins und de Broglies einerseits, durch die Arbeiten Bohrs und die Quantenmechanik anderseizs vorgezeichnet hat." - Fussnote in der Abhandlung: "Über den anschaulichen Inhalt der quantenmechanischen Kinetik und Mechanik", Z. Physik, 43, 172-198 (1927)
- "Je mehr ich über den physikalischen Teil der Schrödingerschen Theorie nachdenke, desto abscheulicher finde ich ihn. … Was Schrödinger über die Anschaulichkeit seiner Theorie schreibt … ich finde es Mist. Die grosse Leistung der Schrödingerschen Theorie ist die Berechnung der Matrixelemente." - Werner Heisenberg, am 8. Juni 1926 in einem Brief an Wolfgang Pauli, zitiert in: Jagdish Mehra, Helmut Rechenberg: The creation of wave mechanics, early response and applications, 1925-1926. - New York [etc.] : Springer, cop. 1987. (Erwin Schrödinger and the rise of wave mechanics ; part 2) - S. 821f
- "Was wir mathematisch festlegen, ist nur zum kleinen Teil ein objektives Faktum, zum größeren Teil eine Übersicht über Möglichkeiten." - Schritte über Grenzen, S. 90, 1971
- "Ohne Musik kann man wirklich nicht leben. Aber wenn man Musik hört, kommt man manchmal auf die absurde Idee, dass das Leben einen Sinn hätte. Alles in allem geht es mir glänzend." Aus "Liebe Eltern! - Briefe aus kritischer Zeit 1918 bis 1945" (S. 72) Brief vom 27.3.1924
- "Die Welt besteht nämlich für mich eigentlich nur aus zwei Teilen: Erstens Euch in München (...). Der zweite Teil sind: die Kameraden und die Berge oder besser umgekehrt, (...). Schliesslich kommt in einem Eckerl noch die Musik und ganz zuletzt die Physik." Aus "Liebe Eltern! - Briefe aus kritischer Zeit 1918 bis 1945" (S. 113) Brief vom 15.11.1926
- Über die Zuerkennung des Nobelpreises: "Die Unruhe des ersten Festtages ist nun schon einer mehr inneren und ernsten Freude gewichen: darüber dass das Schicksal mir für das Glück der Arbeit auch noch den Erfolg geschenkt hat und dass es in den verschiedenen Teilen der Welt Menschen gibt, die sich mit mir freuen." Aus "Liebe Eltern! - Briefe aus kritischer Zeit 1918 bis 1945" (S. 222) Brief vom 11.11.1933